Sollte Toiletten-Druckspülung im 2.OG ausreichen?

  • Im zweiten OG eines Mehrfamilienhauses befindet sich natürlich auch ein Bad mit Toilette.


    Die Wasserspülung in der Toilette ist bisher als Druckspülung gebaut.

    Wenn man den Knopf drückt kommt das Wasser aus der Leitung und zwar mit dem normalen Druck den die Städtischen Wasserwerke über die Strasse bieten.


    Das wasser allerdings ist eher ein Rinnsal als ein Strahl. Dementsprechend schlecht ist die Spülung.


    Sollte der Wasserdruck normalerweise ausreichen?


    Könnte die Wasserzuleitung (durch Kalk) verengt sein?

    Wie kann man das feststellen und reinigen?


    Wäre ein Spülkasten die einzige Lösung?


    Eine Druckerhöhungsanlage gibt es nicht.

  • Sollte der Wasserdruck normalerweise ausreichen?

    Das implementiert Deine Frage bereits: Ja, normalerweise sollte der Druck für eine bestimmungsgemäße Funktion ausreichen.

    Könnte die Wasserzuleitung (durch Kalk) verengt sein?

    Wie kann man das feststellen und reinigen?

    Das ist möglich aber unwahrscheinlich. Eher vermute ich Änderungen im Versorgungsdruck, Umbauten im Haus, Fremdkörper im Leitungsnetz oder einfach eine Funktionsstörung des Druckspülers.

    Das festzustellen müssten Fließ- und Ruhedruckmessungen am Hausanschluss und auf der Etage zeigen.

    Ist der Mangel allmählich oder schlagartig aufgetreten?

    Wäre ein Spülkasten die einzige Lösung?

    Nicht die Einzige aber eine gute Lösung. Druckspüler stellen selbst hohe Ansprüche an die Installation und verursachen starke Druckschwankungen in der Umgebung.

    Ich habe seit 50 Jahren keinen mehr eingebaut oder einbauen lassen.


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  • Bei "MFH" und Druckspüler denke ich automatisch an ältere Gebäude und eine Menge Mietwohnungen.

    Als Mieter solltest Du die mangelhafte Funktion der Spülung der Hausverwaltung mitteilen, denn an der Installation oder Wasserversorgung kannst Du selbst sowieso nichts machen.

    Als Eigentümer solltest Du eine Firma beauftragen, die die Installation inkl. Zapfstellen überprüft.


    Sollte der Wasserdruck normalerweise ausreichen?

    Aber klar doch, sonst würde ein Druckspüler keinen Sinn ergeben.



    Könnte die Wasserzuleitung (durch Kalk) verengt sein?

    Theoretisch ja, aber dieser Fall ist eher unwahrscheinlich. Wie alt ist die Installation? Sind Daten zur Wasserqualität verfügbar? Welches Rohrmaterial wurde verwendet?

    Falls es Probleme mit Kalk geben sollte, dann wären mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erst einmal die WW Leitungen betroffen, gerade in einem MFH mit typischerweise hohen WW Temperaturen. Man würde also auch bei der WW Entnahme einen mangelhaften Durchfluss feststellen. Zudem würde sich das auch an anderen Zapfstellen bemerkbar machen. Kalk nur am Ende einer Teilstrecke ist sehr sehr sehr unwahrscheinlich.


    Definiere "Rinnsal". Druckspüler benötigen an sich einen (sehr) hohen Volumenstrom. Hat der Druckspüler schon einmal funktioniert, und alle anderen Zapfstellen funktionieren weiterhin wie gehabt, dann würde man natürlich den Druckspüler und dessen Anschluss überprüfen.



    Wie kann man das feststellen und reinigen?

    Thomas hat die Messungen schon beschrieben.


    Wäre ein Spülkasten die einzige Lösung?

    Das wäre eine sinnvolle Lösung. Über Druckerhöhungen o.ä. würde ich erst gar nicht nachdenken, der Aufwand lohnt nicht.


    Ich denke eine Überprüfung der Anlage wäre einmal angesagt, vor allen Dingen wenn diese schon älter sein sollte. Trinkwasseranlagen sind nicht so wartungsfrei wie oft angenommen wird.

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  • Aus welchem Material besteht die Zuleitung zum Druckspüler ? Wenn Stahl und schon mehrere Jahrzehnte alt, solltest du dort suchen. Kalk ist es selten, eher Rost.