DDR-Holzbungalow sanieren – Fragen zu Dämmung, Fassade, Statik & Nutzung

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen alten DDR-Bungalow in der Nähe von Berlin übernommen und stehe nun vor der großen Frage, was ich damit machen soll. Da das Gebäude für mich auch einen emotionalen Wert hat, denke ich über eine Sanierung nach – idealerweise so, dass ein Teil der DDR-Geschichte erhalten bleibt.


    Den genauen Bautyp kenne ich leider nicht. Es handelt sich um einen Bungalow mit etwa 40m² und äußerer Holzverkleidung. Das ursprüngliche Asbestdach wurde bereits vor einigen Jahren entfernt. Die Elektrik ist veraltet, und aktuell sind noch die typischen einfach verglasten Fenster verbaut. Insgesamt befindet sich der Bungalow aber in einem guten Zustand – insbesondere gibt es keine muffigen Gerüche. Trotzdem ist es jetzt an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen: Sanierung, Abriss oder Verkauf.


    Meine bisherigen Ideen zur Sanierung:

    • Neue Fenster

    • Erneuerung der Elektrik

    • Fassade

      • Ich würde die Holzoptik gerne erhalten. Meine Idee wäre daher: Verkleidung abnehmen, eine leichte Außendämmung (ca. 5 cm) anbringen, das Holz abschleifen, neu versiegeln und anschließend wieder montieren.

      • Dabei frage ich mich, ob bei DDR-Holzbauten möglicherweise auch Asbestplatten verbaut wurden – hat hier jemand Erfahrungen?

    • Bodendämmung

      • Geplant sind ca. 6–8 cm Dämmung, z. B. mit Holzfaserplatten oder alternativ eine Konstruktion mit Kreuzlattung, Holz-Lehm-Schüttung und Dielen.

    • Dachdämmung

      • Gerne würde ich die Zwischendecke entfernen, um ein offeneres Raumgefühl zu schaffen. Hier stellt sich mir die Frage, ob das statisch bei diesem Bautyp möglich ist.

    • Entfernung von zwei Innenwänden

      • Hier stellt sich mir auch die Frage, ob das statisch bei diesem Bautyp möglich ist.

    • Innenwände

      • Angedacht ist eine Mischung aus Holzverkleidung sowie Schilf und Lehmputz.

    • Heizung

      • Ein Kamin ist geplant, zusätzlich denke ich bei der geringen Raumgröße über eine Infrarotheizung nach.


    Das sind meine bisherigen Überlegungen. Ich würde mich sehr über eure Einschätzungen, Erfahrungen und Ideen freuen:

    Sind diese Maßnahmen eurer Meinung nach sinnvoll und realistisch für die Sanierung eines solchen Bungalows?


    Außerdem beschäftigt mich die Frage, ob es sinnvoll wäre, das Grundstück in Bauland für einen Hauptwohnsitz umzuwandeln. Hat jemand damit Erfahrung?

    Was würde das konkret bedeuten, worauf müsste ich achten – und kann man so eine Umwidmung auch später noch angehen, falls ich mich doch entscheide, dort dauerhaft zu wohnen?


    Bilder habe ich zur Veranschaulichung beigefügt.


    Vielen Dank schon jetzt für jeden Input!


  • Neue Fenster

    Das sollte kein Problem sein.


    Erneuerung der Elektrik

    Vorher prüfen wie der Hausanschluss ausgeführt ist, und was man diesem "zumuten" kann, gerade in Hinblick auf die unten genannten Elektroheizer. Ansonsten dürfte die Elektroinstallation überschaubar , und dementsprechend einfach zu modernisieren sein.

    Gerne würde ich die Zwischendecke entfernen, um ein offeneres Raumgefühl zu schaffen.

    Bei der geringen Dachneigung und der dadurch (geringen) erzielbaren Zusatzhöhe, würde ich mir das zweimal überlegen, ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt. Vorher sollte sich das ein Statiker anschauen, denn wenn das Dach aus einer Binderkonstruktion besteht, wird der Aufwand für eine Änderung deutlich höher ausfallen.

    Ein Kamin ist geplant, zusätzlich denke ich bei der geringen Raumgröße über eine Infrarotheizung nach.

    oder eine Split-Klima. Ist deutlich effizienter (Stromverbrauch) und kann im Sommer auch Kühlen.


    Außerdem beschäftigt mich die Frage, ob es sinnvoll wäre, das Grundstück in Bauland für einen Hauptwohnsitz umzuwandeln. Hat jemand damit Erfahrung?

    Was würde das konkret bedeuten, worauf müsste ich achten –

    Die Frage ist doch, auf "was" für einem Grundstück steht das Haus. Handelt es sich beispielsweise um ein Erholungsgebiet, dann wird ein dauerhafter Wohnsitz kaum genehmigt. Steht das Haus auf einem normalen Baugrundstück, dann wäre das machbar. Im Hintergrund sieht man ein (Wohn?)haus, so dass ich vermute, dass es sich um ein normales Baugrundstück handelt. Das sollte man in Erfahrung bringen bevor man weiter plant.

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  • Super, cool! Vielen Dank für deine Inputs!


    Die Frage ist doch, auf "was" für einem Grundstück steht das Haus. Handelt es sich beispielsweise um ein Erholungsgebiet, dann wird ein dauerhafter Wohnsitz kaum genehmigt. Steht das Haus auf einem normalen Baugrundstück, dann wäre das machbar. Im Hintergrund sieht man ein (Wohn?)haus, so dass ich vermute, dass es sich um ein normales Baugrundstück handelt. Das sollte man in Erfahrung bringen bevor man weiter plant.


    Es steht in einem Erholungsgebiet und wird derzeit als Erholungsgrundstück geführt, jedoch haben sich im Laufe der Zeit die Bestimmungen geändert, so das die Möglichkeit besteht, dies als Baugrundstück umwandeln zu können. Schwierigkeit die ich für diese Grundstück zusätzlich sehe, dass die Wasserleitungen für meine Nachbarn über mein Grundstück verlaufen.

  • Es steht in einem Erholungsgebiet und wird derzeit als Erholungsgrundstück geführt, jedoch haben sich im Laufe der Zeit die Bestimmungen geändert, so das die Möglichkeit besteht, dies als Baugrundstück umwandeln zu können.

    Ob dem so ist, lässt sich über ein Bauvoranfrage rechtssicher klären.

    Schwierigkeit die ich für diese Grundstück zusätzlich sehe, dass die Wasserleitungen für meine Nachbarn über mein Grundstück verlaufen.

    Das ist kein baurechtliches "Problem".


    P.S: Der Versorger wird inzwischen ein Leitungsrecht eingetragen haben. Einfach mal die Unterlagen prüfen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18