Dampfbremse Trockenbau Innenwände

  • Hallo,


    ich habe eine vermutlich recht banale Frage auf die ich hier allerdings im Forum noch keine Antwort gefunden habe.

    Beim Ausbau des Dachbodens sollen sowohl die Decke als auch Dachschrägen und Innenwände in Trockenbauweise hergestellt werden.

    Die Dampfbremse wird über Decke, Dachschräge und Traufe bis auf den Rohboden geführt und dort verklebt.

    Bei den Innenwänden ist mir die Führung der Dampfbremse nicht klar. Da ja zunächst die Wände mit Ständerwerk und Beplankung gestellt werden, läuft die Decken m.E. aus schallschutztechnischen Gründen dort gegen die Wandbeplankung und nicht durch.

    Wie wird die Dampfbremse hier auch an den Innenwänden bis auf den Rohboden geführt? Wohl eher nicht.

    Ein erklärende Skizze ist in der Anlage. Vielleicht kann jemand helfen.


    viele Grüße

    Uli

  • ist diese Art der Ausführung tatsächlich vom Planer vorgeschlagen worden?

    Ich halte dies für recht ungewöhnlich, dass die Rohdecke nicht durchläuft und die Wand erst danach von unten angeschlossen wird.


    Ich sehe auf Baustellen eigentlich immer nur die Situation, dass die Decke mit Dampfsperre/Luftdichtheitsschicht durchläuft. Erst dann wird die Wand gestellt. So kann die Abhangdecke/Beplankung dann ggf. seitlich an die Wand angeschlossen werden, so dass die Beplankung nicht durchläuft.

    Das Detail muss aber in Abhängigkeit vom Anspruch an den Schallschutz, insbesondere hinsichtlich Flankenübertragungen, geplant und festgelegt werden.

  • Knauf hat dafür in d61-e01_de_... ("Knauf Dachgeschoss-Systeme") zwei Lösungen, eine so, eine so:



    und ja, bei der oberen geht die Dampfsperre / Luftdichtfolie durch, der Schall nicht. Wir haben das auch schon sehr ähnlich mit OSB als Dampfsperre gebaut, da geht die OSB-Lage ja eh durch ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,


    die Skizze und meine Beschreibung sind dahingehend nicht vollständig gewesen.

    Es handelt sich bei dem Dach um ein Pfettendach ohne feste Rohdecke (Bauernhaus 1910). Die Plattendecke wird lediglich an der Holzkonstruktion des Dachstuhles abgehängt. Ähnlich Detail Knauf "D11". Der Bereich darüber bleibt ein Kaltdach. Der Wandanschluss war bisher gemäß Detail Knauf D112-D6 geplant. Hier ist die aufgehende Wand nach oben durchlaufend dargestellt. Details zu Dampfbremsen o.ä. fehlen in diesen Details. Vermutlich wird in diesen Skizzen davon ausgegangen, das man sich komplett im "Warmbereich" befindet. So kam dann die Frage der Führung der Dampfbremse auf.

    Die durchgehende Dampfbremse im Deckenbereich und anschliessendem Stoss der Wand von unten war eine Alternative. Sie wird nur bei den Herstellern bei Massivdecken so dargestellt.

    viele Grüße, Uli

  • Dir ist schon klar, dass DU, sollte die Planung lückenhaft sein oder gänzlich fehlen, in die Planerhaftung gehts?


    Besser vom AG eine VOLLSTÄNDIGE Planung einfordern oder ein Planerhonorar fordern - dann mit einer vollständigen Planung natürlich.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Dir ist schon klar, dass DU, sollte die Planung lückenhaft sein oder gänzlich fehlen, in die Planerhaftung gehts?


    Besser vom AG eine VOLLSTÄNDIGE Planung einfordern…

    Woraus schließt Du, dass es einen AG als zweite Person gibt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Klar ist es möglich, das ein Tischler an seinem eigenen BV(Haus) werkelt.


    Aber - und das hab ich ganz frech hier angenommen - viel wahrscheinlicher ist, dass er an jemand (m, w, d, jur. Person) anderes Gebäude werkelt. :grinning_squinting_face:

    Aber selbst wenn es sein Gebäude wäre, würde das nichts an der Übernahme der Planerhaftung ändern. Nur die jur. Konsequenzen wären andere [Wo kein Kläger, da kein Richter ;) ]

    :face_with_tongue:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hallo nochmal in die Runde,


    um das Thema zum Abschluss zu bringen möchte ich nur noch einige Dinge richtig stellen. :grinning_face_with_big_eyes:

    Ja, ich "werkele" an meinem eigenen BV und ich bin mir der Konsequenzen bei unsachgemäßer Ausführung sehr wohl bewusst. (Siehe Luftdichtheit, Taupunktebenen, Details bei unvermeidbaren Durchdringungen usw., usw.)