Netzwerkkabel getrennt nach Wandfräsen

  • Guten Tag zusammen,


    ich bin ein bisschen verzweifelt. Mir ist schon mal beim Fräsen in der Wand ein Wasserrohr oder Stromkabel nahe gekommen und mal musste es dann auch repariert werden, aber das ging immer schnell und war leicht getan.


    Leider ist bei diesem Haus ohne Rohr und sinnvoller Markierung Netzwerk Kabel CAT 7 an einer Stelle verlegt wurden, wo es hätte nicht sein sollen.


    Beim Fräsen hat es dadurch 4 Netzwerkkabel erwischt und es fehlt jetzt zwischen den Kabeln 3,5cm.



    Hat jemand eine Idee, ob es LSA-Verbinder gibt, die mehr Strecke überbrücken oder hat jemand eine andere Idee wie ich die 4 CAT 7 Kabel repariert bekomme?


    Bin für jede Hilfe dankbar - Gbit/s ist muss. Deshalb entfällt Löten …

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  • DarkAnge_1

    Hat den Titel des Themas von „Netzwerkkabel getrennt nach Wandfresen“ zu „Netzwerkkabel getrennt nach Wandfräsen“ geändert.
  • 3,5cm Lücke, dazu gleich 4 Kabel, da sehe ich mit LSA+ Verbindern keine Chance.

    Vielleicht klappts mit einer Keystone buchse auf der einen Seite und mit diesen werkzeuglos zu installierenden RJ45-Steckern für Verlegelabel auf der anderen?

    Gibt aber auch ein ganz schön großes Loch in der Wand... und ohne die Sockelleiste zu entfernen wird das wohl sowieso nix.

  • Da man da eh eine Dose setzen muss um die Verbinder zu verbauen und, dass man später da noch ran kommen kann, kommt es auf das größere Loch auch nicht mehr an. Da ist große Freude beim arbeiten angesagt. :)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Danke für eure Antworten :)


    Keystone Buchsen und dann wieder verbinden, dann musste mit vielen Schrimpfschläuchen ran, da sind Fehler automatisch vorgesehen.


    Ich habe jetzt die Wand aufgemacht, zum Glück hat der Elektrofuscher ein paar Kurven gedreht in der Wand, ich kann die Kabel bisschen näher runterziehen. Dann gehen auch LSA Verbinder.



    Aber sehe bei einem Haus aus 2011 zum ersten Mal dass keine Rohre fürs Netzwerkkabel verlegt wurden.


    Na ja dann LSA + Schrumpfschlauch. Dann kann ich meine neuen Netzwerkkabel mit Rohr drunter legen…


    Und klar muss der Sockel ab, aber das das kleinste Problem den wieder ran zukleben …

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  • Aber sehe bei einem Haus aus 2011 zum ersten Mal dass keine Rohre fürs Netzwerkkabel verlegt wurden.

    Die Verlegung im Schutzrohr (genauer: "Die austauschbare Verlegung") ist schon länger a.R.d.T. ! Aber wer weiß das schon ... :confused_face:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich halte die "austauschbare Verlegung" für ein modernes Märchen der Installateure, die beten, aus der Gewährleistung längst raus zu sein, wenn der Kunde auf die Idee kommt, seine Kabel auszutauschen.

    Für eine Verlegung mit so großen Rohrdurchmessern und Radien ist außer in Doppelböden regelmäßig gar kein Platz. Auch dort wo Placeborohre verbaut sind, funktioniert das Nachziehen fast nie.

    Man sollte natürlich schon gut messen, bevor man mit der staubarmen Fräse (das nächste Märchen) durch die Wände geht.


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  • Früher hat das gut funktioniert. Aber seit das Gedöns im Boden verlegt wird, geht da eh nix mehr. Die Elektriker/innen können dadurch eh nicht mehr richtig unterputz installieren, wie wir es früher noch gemacht haben.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Die Verlegung im Schutzrohr (genauer: "Die austauschbare Verlegung") ist schon länger a.R.d.T. ! Aber wer weiß das schon ... :confused_face:

    Man kann aber nur Normen einhalten, die man auch kennt.

    Ich halte die "austauschbare Verlegung" für ein modernes Märchen der Installateure, ...

    Ein Märchen ist, dass das unmöglich sei.


    Rohre so zu verlegen, dass die Leitungen austauschbar sind, erfordert aber mehr Sorgfalt und Zeit als mache Kalkulation zulässt. Es gibt Altanlagen in Baumstruktur wo die eingeputzten 60 Ohm-Koaxkabel mit jeder Bandbreitenerweiterung grenzwertiger wurden und wo letztendlich am Leerrohr nichts gespart war.


    SES ASTRA/Glasfaser-ABC haben schon mehrfach in Großprojekten wie u. a. im Stuttgart-Asemwald bewiesen, dass man auch in Hochhäusern fachgerecht verlegte Telefon-Leerrohre für Glasfaserumstellung in über 1000 Wohneinheiten nutzen kann.

    Zitat

    Für eine Verlegung mit so großen Rohrdurchmessern und Radien ist außer in Doppelböden regelmäßig gar kein Platz. Auch dort wo Placeborohre verbaut sind, funktioniert das Nachziehen fast nie.

    Nicht zugfähig verlegte Leerrohre kenne ich genug, aber auch das Gegenteil. Wenn DIN 18015-1, 4.5 Rohrnetze, beachtet wird und Zugdosen gesetzt werden, sind die in der Norm genannten 15 und 25 m auch machbar, wenn die Bögen fachgerecht ausgeführt wurden.


    Dass für IuK- und RuK-Netze getrennte Rohrnetze gefordert aber Hybridkabel ausdrücklich zulässig sind, ist m. E. nicht plausibel. Ein zugfähiges Rohrsystem für IT/TK reicht.


    Welche Stärke die horizontal geschlitzte Wand hat, wäre auch ganz interessant zu efahren.

  • Wenn DIN 18015-1, 4.5 Rohrnetze, beachtet wird und Zugdosen gesetzt werden, sind die in der Norm genannten 15 und 25 m auch machbar, wenn die Bögen fachgerecht ausgeführt wurden.

    Waren bei uns im eigenen Altbau zu viele "Wenn". Irgendwas ist immer im Weg, dann gibt es entweder große Löcher und Rohrdurchmesser, ggf. Probleme mit der Statik (tiefe Schlitze), viele Zugdosen, noch mehr Gefluche beim Einziehen und am irgendwann sagt man dann "sch.... drauf, dann halt ohne Leerrohre".

    Hab aber auch schon bei einem EFH Neubau geholfen die Netzwerkkabel in blitzsauber verlegte Leerrohre einzuziehen. Hochwertige Leerrohre (innen rel. glatt) sanfte Bögen und letztendlich durch passende Platzierung der Dosen und Verteiler keine langen Strecken. Das ging dann ruck-zuck und war kein bisschen anstrengend und geflucht hat auch niemand. Der Eli der das (vermutlich geplant und) verlegt hat war echt top!

  • Habe die von Axfee auf Amazon bestellt nach kurzer Recherche und kamen heute schon an. 4 Stück 19€. Kann man absolut nicht meckern.


    Und die Qualität? Mega. Werkzeuglos, passgenau und sehr präzise. Einfach zu verbauen. Super dünn.


    Ergebnis anbei :)


    Habe erst mal einen getestet. Schrumpfschlauch 4:1 18mm.


    Was sagt mein IT Herz? Natürlich testen! Switch, Leitung, Bandbreite, Widerstand. Perfekt :) 10gbit gehen durch. 1gbit reicht aber ;)


    Hab erst mal nur einen getestet und muss kurz meinen Arm kühlen, weil ich vor lauter Aufregung gegen die Heizpistole gekommen bin :grinning_squinting_face:


    Erst mal so, ich stemm das unten noch mal weiter auf und dann kommt noch ein Schrumpfschlauch drüber dann ist es dicht und so gut wie neu.

  • Ich würd gleich den Einsatz von LWL als Ersatz bedenken.

    Ist nicht wirklich notwendig bei CAT7, besonders bei den Mehrkosten der Switchtechnik und dass im diesem 3 stöckigen Haus es angepasst werden müssten. Auch können die alten Leitungen und Kabel nicht ohne Boden (Fußboden Heizung + schwimmenden Estrich) und Wände nicht so einfach aufgestemmt werden. Wie geschrieben reden wir hier von einem Haus aus 2011. Abgesehen davon besteht es nur aus Betonwänden.


    Hatte Strom und Netzwerk in einem 2012 Haus (170qm) neu gemacht und da war nur Kalkstein Wände, da macht das Wände öffnen wenigstens Spaß.


    Glasfaser hört sich immer toll an - Kostennutzen aber aus meiner Sicht unbrauchbar.


    CAT7 (Neubau CAT8), Netzwerkkarten günstiger, Switche günstiger, Kabel unempfindlicher (meine Biegen und nicht durch Störung von Strom etc), Kabel günstiger usw. Dosen sind ggf. Günstiger in den Räumen, aber das macht echt den Kohl nicht fett…


    Ich wüsste auch nicht, was man mit mehr als 10 Gbit/s anfangen will. 1,25 Gigabyte die Sekunde.


    Gigabit ist jetzt Standard, 2,5 sollte man mittlerweile verbauen und Switche werden gunstiger und Karten.

    5 Gbit/s ggf. In 5-7 Jahren. 10?! Kein Plan - und CAT8 schafft eh mehr… (8.2 40Gbit/s bei Max 30 Metern)

  • Willst Du jetzt die Reparaturstelle mitsamt den Verbindern einfach zuspachteln?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Jepp genau das werde ich nach Grundierung und Reinigung tun.

    Die beiden Schrumpfschläuche sind stabil und ein Rohr krieg ich nicht mehr nachträglich verlegt.

    Eine Box ist nciht möglich, da nehme ich zu viel von der tragende Wand weg.

  • Nach paar Jahren hat die Verbindung nen Wackler und keiner weiß wo man zu suchen hat. Viel Spaß bei der Fehlersuche. Vernünftigerweise setzt man dort eine Dose und die Verbinder bleiben immer zugänglich.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Also, prinzipiell bin ich für die Box. Aber nach Absprache mache ich nciht weiter die Wand auf und vertiefe das Loch weiter. Es müssen dahinter noch weitere Kabel gelegt werden, das ist schon zu groß.


    Die LSA Verbinder packe ich direkt hinter den Putz leicht fixiert an die Wand. dann kann es ohne Probleme Sehr leicht geöffnet werden und ist auch kein Problem, da davor ein Lowboard steht.


    Zum Thema Fixierung Schrumpfschläuche + LSA Verbinder.

    Das sollte halten. Durch die zusätzliche Fixierung und Verklebung wird sich dort nichts lösen.

    Bei Stromkabeln ist das auch VDE konform ;)

  • Das habe ich nur auf den Schrumpfschlauch bezogen und die Nachfrage unterdrückt, auf welche gelesene oder ungelesene Norm sich die Aussage bezieht. :grinning_squinting_face:


    Die Frage zur Stärke der horizontal geschlitzten Tragwand bleibt offen.

  • Als Vergleich, das es bei Stromkabeln VDE konform ist (Zugentlastung, Abdichtung etc.). Schrieb nicht, dass ich einen LSA Verbinder bei Stromkabel nutzen würde oder es machen würde :wall:. Aber gut, dass du es zitiert hast und was schreiben konntest :)

  • Das habe ich nur auf den Schrumpfschlauch bezogen und die Nachfrage unterdrückt, auf welche gelesene oder ungelesene Norm sich die Aussage bezieht. :grinning_squinting_face:


    Die Frage zur Stärke der horizontal geschlitzten Tragwand bleibt offen.

    Das weiß ich nicht, das wurde mit Statiker geklärt.

    Ich werde jetzt Zement Mörtel nehmen um die Wand zu stärken und die Verbindung zu erhalten. Besonders beim Loch.


    Jo meine Antwort davor bezog sich nur auf den Schrumpfschlauch. Finde es immer nur komisch, statt einfach mal nachzufragen, ob man es richtig verstanden hat, gleich jemand deformierend darstellen zu wollen.

  • Als Vergleich, das es bei Stromkabeln VDE konform ist (Zugentlastung, Abdichtung etc.).

    Auch wenn du keine Norm benennen kannst, ist klar, dass du den Schrumpfschlauch gemeint hast.


    Mit einem Leitungssucher kommt einem keine Wasserleitung zu nahe und man selbst auch keinem Netzwerkkabel. Dieser Schaden wäre damit ganz einfach zu vermeiden gewesen.


    Hätte, hätte, Fahrradkette.

  • Ja war dumm von mir, hab dem Typen geglaubt, dass da nichts ist, außerdem ist es auch noch Stahlbeton, das ist so semi…


    Aber keine Ausreden meinerseits, es hätte Wege gegeben. Da auf jeden Fall shame on me. Das legit :)

  • und was schreiben konntes

    jemand deformierend darstellen zu wollen.

    ICH hatte es wirklich so verstanden, also wolltest Du das Flicken von 230 V/400 V per LSA + Schlumpfschlaüch propagieren.

    Manchmal wären mehr erklärende Worte oder gar nichts besser.

    Hier lesen auch blutige Laien mit. Und wenn ich das schon mißverstehe,..... :eek:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen