Elternhaus Sanierung

  • Hallo, hoffe, es kann mir der ein oder andere Tipps geben:

    Habe vor mein Elternhaus zu sanieren. Dieses ist aus dem Jahr 1982. Ziegelmassivbau, Eternit Dach, Öl Heizung.


    Saniert wurde noch nie etwas, war auch so nie nötig, aktuell alles noch soweit OK.

    Möchte folgendes machen: Sanierung innen Bad,Küch komplett, Wohnräume, nichts vergrößern oder ändern.

    Vollwärmeschutz, Dach Sanieren, Fenster komplett, Luft/Wasser Wärmepumpe mit PV oder Pelletsheizung...


    Meine Vorstellung war Wärmepumpe mit PV aufs Dach dazu VWS drauf und Dach so weit Sanieren.

    Nun war eine Baufirma da zur Begutachtung, diese meinte Der Dachstul ist OK jedoch, wenn ich eine PV hinauf möchte, unterdimensioniert. Also Dachstuhl auch erneuern, als Alternative Eternit weg WEllendach oder PRefa hinauf, Dachstuhl vielleicht verstärken aber ohne PV.

    Baufirma sagte da im Haus 38er Ziegel verwendet wurden ist ein VWS nicht unbedingt nötig, wenn ich eine Pellets Heizung nehmen würde..


    Bin nun ehrlich gesagt total verunsichert was ich nun machen soll. Mein Favorit war PV mit Wärmepumpe, aber nun da dafür um einiges mehr KOsten für das Dach nötig sind bin ich mir nicht mehr sicher. Auch wegen dem VWS, auf der Außenmauer ist ein sehr grober Rauputz welchen wir sowiso erneuern würden, da ist die Frage, wenn dieser schon gemacht wird auch gleich der VWS hinauf kann.

    Mir geht es vor allem auch ums Finanzielle, wenn es so ist das ich für das Dach bzw VWS vielleicht 30-40000 mehr bezahle nur um eine PV und Wärmepumpe zu erhalten, würde ich eine Pellets nehmen

    Was meint ihr? sind alte 38er Ziegel wirklich ausreichend bei eine Pellets Heizung im vergleich? Frage ist da denk ich vor allem wie viel Energie würde sich wirklich mit einem VWS dann einsparen im vergeblich mit den Mehrkosten dafür.

  • Das Eternit-Dach aus dem Jahr 1982 könnte Asbest enthalten und dann fangen die Probleme erst richtig an.


    Komplette Entfernung des Außenputzes erzwingt nach dem GEG grundsätzlich die Wärmedämmung der Außenwände und zwar genau aus den Erwägungen, die doch auch schon selbst anführst.


    Wärmedämmung wird nicht automatisch zur Pflicht | Schieder und Partner
    – OLG Sachsen-Anhalt entscheidet über den Werklohn für Fassadensanierung und Anwendungsbereich des Gebäudeenergiegesetztes (GEG) – Ein Handwerksbetrieb…
    rae-schieder.de


    Es muss ein Architekt mit der Bestandsermittlung und vorläufig max. den Leistungsphasen 1 - 2 nach HOAI beauftragt werden. Kostet Geld, ist aber überschaubar und erbringt Sicherheit, ob und wie es weitergehen kann. In der Leistungsphase 1 werden u.a. Deine Wünsche und Dein zur Verfügung stehendes Budget abgefragt. Sodann erfolgt eine Entwurfsplanung und am Ende der Leistungsphase gibt es eine Kostenschätzung.


    Das kann das Forum am Bildschirm, ohne das Objekt in allen wesentlichen Bestandteilen gesehen und überprüft zu haben und ohne Dein Budget zu kennen, nicht leisten, Abgesehen hiervon ist das Forum kein Planungsbüro für " lau ".

  • Frage ist da denk ich vor allem wie viel Energie würde sich wirklich mit einem VWS dann einsparen im vergeblich mit den Mehrkosten dafür.

    Da hilft nur "Rechnen".

    Baufirma sagte da im Haus 38er Ziegel verwendet wurden ist ein VWS nicht unbedingt nötig, wenn ich eine Pellets Heizung nehmen würde..

    hinter diese Aussage würde ich mal ein dickes Fragezeichen machen. Ziegel Baujahr 1982 sind mit den heutigen kaum zu vergleichen.

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  • Naja, Ziegel ist wohl umgangssprachlich. Damals wurde schon Poroton Ziegel verwendet, aber nicht mit den Werten von heute. Man muss also genauer hinschauen und rechnen. Deswegen hat Eric durchaus Recht, einen Fachmenschen beauftragen alles mal zu eruieren und einen sinnvollen Sanierungsplan zu erarbeiten. Der/sie holt sich dann auch die passenden Fachpersonen dazu, die benötigt werden und danach sucht er/sie mit Dir die passenden Firmen aus, die die Sanierung durchführen. Nur so wird was sinnvolles daraus.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich würde sich tatsächlich nicht eine Baufirma beauftragen, sondern einen Architekten. Am besten einen, der selbst Energieberater ist oder zumindest einen guten an der Hand hat. Vielleicht wäre bei Dir ein Dachdecker als Energieberater gut.


    In den 80ern galt schon die 1. Wärmeschutzverordnung, deren Bedingungen aber mit den heutigen nicht vergleichbar sind.


    Das ganze klingt nach etwas für einen Sanierungsfahrplan (Isfp) , dann bekäme man statt 15% 20% Förderung, muss aber natürlich dann besser dämmen als die Mindestanforderung.

    Für die LWWP und auch für Pellets gibt es Förderungen.

    Für einen guten Isfp geht jemand durchs ganze Haus und schaut sich die Schwachstellen an. Oft habe ich schon Dinge entdeckt, die der Laie übersehen hat oder andere Varianten vorgeschlagen.


    Schau mal in die Bauunterlagen. Wenn Du Glück hast, sind dort Berechnungen drin für die Einhaltung der Wärmeschutzverordnung. Die kannst Du hier einstellen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Also Dachstuhl auch erneuern,

    Eine PV-Anlage bedeutet nicht ZWINGEND einen kompleten neuen Dachstuhl. Ggf. reichen auch zusätzliche, tragende Teile/Verstärkungen. Muss ein Statiker prüfen!

    Baufirma sagte da im Haus 38er Ziegel verwendet wurden ist ein VWS nicht unbedingt nötig, wenn ich eine Pellets Heizung nehmen würde..

    Mit diesem Satz wär die Firma bei MIR raus, Schlicht und einfach.

    auf der Außenmauer ist ein sehr grober Rauputz welchen wir sowiso erneuern würden

    Da solltet Ihr mal über eine Vorhangfassade (VHF) nachdenken. Und nein, da kommt kein Vorhang/Gardine von aussen davor, sondern Träger mit Abstand und davor Holz oder Platten oder Blech oder geputzte Holzweichfaser oder oder.

    Spart in jedem Fall das Abstemmen, ebenso wie ggf. ein WDVS.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Sagt Dir z. B. griechischer Kellenputz https://www.hausjournal.net/wp…/kellenputz-auftragen.jpg etwas?

    War absolut Trend in den 1980er Jahren

    Der ist meist zu "hügelig", um ein WDVS direkt aufzubringen

    Beim Nachbarn wurde der tragfähige Altputz einfach mit dem Dampfstrahler gereinigt und einmal mit KAM und Gewebe überarbeitet. Ist das nicht günstiger als alles abzukloppen? Man müsste das blanke Mauerwerk ja sicher auch erstmal wieder überarbeiten bevor man ein WDVS ansetzt. Wobei ich unabhängig davon ein absoluter Fan von vorgehängten, hinterlüfteten Fassadendämmsystemen bin. Und Miwo schmiegt sich bestimmt auch geschmeidig an den griechischen Kellenputz an :)

  • Schon ein „grober Rauputz“ kann als Untergrund zu uneben für ein WDVS sein. Es verbleiben Hohlräume, die da nicht hingehören.


    Das Abschlagen eines nicht mehr als Wetterschutz erforderlichen (Rau-) Putzes bringt mind. 2 cm Platzgewinn, um den bei nachträglichen Fassadendämmungen immer gekämpft wird.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,

    hier sind mir zu viele Standartaussagen, ich würde jemanden hinzuziehen, der nicht nur verkaufen will. Wenn ich mir nur die Dachgeschichte ansehe: die jetzige Dacheindeckung mit Wellplatten hat ein m² Gewicht von ca. 22 kg, ein Metalldach wie bspw. Prefa Dachschindeln wiegen pro m² 4-6 kg, warum dann keine PV möglich ist, kann dir nur ein Statiker sagen, der kann dir auch sagen für welches Flächengewicht der Dachstuhl damals ausgelegt wurde und der kann dir auch sagen, welches Flächengewicht nach Wärmedämmung und PV noch für die Dacheindeckung übrig bleibt, danach kann man sich auf die Suche nach einer geeigneten Dacheindeckung machen oder weitere Überlegungen anstellen. Klar kostet eine Dacheindeckung mit bspw. Prefa mehr, aber wenn hierfür der vorhandene Dachstuhl bleiben kann, rechnet sich das wieder.

    Also lieber jemanden Beauftragen, der das Gebäude als ganzes sieht und bewertet und im Idealfall auch sämtliche Anschlußdetails plant und überwacht. Die Krönung wäre natürlich noch, die Ausschreibung erstellen, weil erst dann wird es für dich vergleichbar.

  • Schon ein „grober Rauputz“ kann als Untergrund zu uneben für ein WDVS sein. Es verbleiben Hohlräume, die da nicht hingehören.


    Das Abschlagen eines nicht mehr als Wetterschutz erforderlichen (Rau-) Putzes bringt mind. 2 cm Platzgewinn, um den bei nachträglichen Fassadendämmungen immer gekämpft wird.

    Die Hohlräume entfallen ja durch das abspachteln. Wenn um jeden Zentimeter gekämpft wird ist das natürlich ein Argument. Ob dies bei dem Objekt um das es hier geht der Fall ist, weiß man halt nicht. Aber hier wurden der Fragestellerin ja offensichtlich mehrere Pauschalbehauptungen als gegeben vorgesetzt die so offensichtlich einer Überprüfung bedürfen.

  • Eher: :wall:

    Mineralwolle WDVS besteht aus STEIFEN Platten; nicht mit der MiWo Dämmung fürs Dach zu vergleichen!

    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal .....

    Ich bin hier unterwegs um meine Ahnung zu erweitern. Z.B. durch lästiges Fragen. Hab nämlich auch ne unebene Fassade zu dämmen. Es sind nicht alle in allen Bereichen so kompetent wie du. Meinst zu sein. Aber immer schön herablassend.

  • Ich bin hier unterwegs um meine Ahnung zu erweitern. Z.B. durch lästiges Fragen.

    Gegen Wissenserweiterung ist nichts einzuwenden. Aber Du erweiterst nicht Dein Wissen, Du posaunst 1/4 Wissen an Unwissende und Fragende hinaus. Und ständig hinter Dir her zu korrigieren, nervt gewaltig!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Gegen Wissenserweiterung ist nichts einzuwenden. Aber Du erweiterst nicht Dein Wissen, Du posaunst 1/4 Wissen an Unwissende und Fragende hinaus. Und ständig hinter Dir her zu korrigieren, nervt gewaltig!

    Kann man eine Fassade auch abspachteln vor einer Dämmung statt komplett den Putz zu entfernen? Ist das nicht günstiger?

    Skeptiker: Manchmal braucht man jeden Zentimeter Platz. Das ist ein Argument.

    Ich kenne aus der Praxis mehrere Beispiele wo (tragfähige) Altfassaden ertüchtigt werden indem sie mit KAM und Gewebe abgespachtelt werden. Ich glaube es ist legitim da nachzufragen.

    Du würdest dir vielleicht besser mal selbst hinterher korrigieren. Vor allem was deinen Ductus anbelangt.

    So redet man nicht mit Menschen.


    Außerdem war auf meiner letzten Immobilie eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade. Mit Miwo. Diese war auf dem alten Rauhputz. Es ist wohl noch ein Unterschied ob WDVS oder Vorhangfassade.


    Ich hab aber auch jetzt keine Lust mehr.

  • Frage ist da denk ich vor allem wie viel Energie würde sich wirklich mit einem VWS dann einsparen im vergeblich mit den Mehrkosten dafür.

    Das lässt sich im Vorfeld grob abschätzen.

    Für ein Haus Bj. 1982 war sehr wahrscheinlich die 1. WSchVo gültig, die 2. WSchVo trat erst Anfang 1984 in Kraft. Ein Ziegelmauerwerk aus dieser Zeit hat bei 38cm Wandstärke einen U-Wert von ca. 0,8-1W/m²K und erfüllte die damaligen Anforderungen. Heute muss man gem. GEG einen Wert von 0,24W/m²K einhalten. Wenn man schon saniert, dann würde man auf vielleicht 0,2W/m²K auslegen, da die Mehrkosten gegenüber den Standardanforderungen sehr gering sind. Der Aufwand bleibt sowieso gleich, egal ob man nun 12cm oder 14cm oder 16cm WDVS baut.


    Gehen wir in Deinem Fall einmal davon aus, dass der U-Wert der Wand um 0,8W/m²K verbessert wird, dann entspricht das je nach Region einer Einsparung von ca. 70-80kWh/m²*a. Bei sagen wir mal 100m² Wandfläche wären das dann 7.000-8.000kWh pro Jahr. Achtung, hier geht es um "thermische" kWh, man darf diese also nicht mit der el. Energieaufnahme einer WP gleichsetzen. Das muss man beachten wenn man die Heizkostenersparnis ermitteln möchte. 8.000kWh entspricht in etwa 900 Liter Heizöl, macht bei einem Preis von 90Ct./Liter um die 800,- €.

    Praktisch liegt die Einsparung meist niedriger weil die Räume selten so genutzt werden wie geplant. Oft werden nicht alle Räume "nach Norm" beheizt.


    Ein Gebäude besteht aber nicht nur aus Außenwänden, sondern es gibt auch Fenster und eine meist großen Dachfläche (Steildach). Eine Bodenplatte gibt es üblicherweise auch, wobei sich die nur schwer "verbessern" lässt, weil sich dadurch die Raumhöhe deutlich reduziert (man kann die Bopla ja nicht ausbauen und darunter dämmen) mit allen Folgen für Türen usw.


    Das ist es was ich meinte mit "das muss man Rechnen". Man kann im Vorfeld abschätzen, das ist schon hilfreich, aber für Entscheidungen bei denen es um Tausende Euro geht sollte man schon etwas tiefer in die Zahlen einsteigen.

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  • Noch als Ergänzung:

    sind alte 38er Ziegel wirklich ausreichend bei eine Pellets Heizung im vergleich?

    Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht wirklich. Hier ein paar Überlegungen zum Thema WP bzw. Pelletkessel.


    Einer Pelletheizung ist der Dämmstandard ziemlich egal, weil die Heizwassertemperatur einen geringeren Einfluss auf den Anlagenwirkungsgrad hat als bei einer WP. Auch eine WP könnte ein Haus beheizen das eine hohe Heizwassertemperatur benötigt, technisch ist das gar kein Problem, doch unter solchen Bedingungen sinkt der COP rapide. Man muss also mehr elektrische Energie aufwenden um die entsprechende thermische Energiemenge zu erzeugen. Da hilft auch eine PV Anlage nichts, denn die liefert in den Wintermonaten vergleichsweise wenig Strom, aber gerade da ist der Heizbedarf am höchsten. Dafür liefert die PV im Sommer eine Menge Überschüsse die man erst einmal verwerten muss. Eine Heizung ist im Sommer nur mit WW beschäftigt, das benötigt sehr wenig Energie (für eine typ. Familie täglich so um die 7-10kWh thermisch, also ca. 2-3kWh el. Strom für eine WP pro Tag)


    Bei einer WP als Wärmeerzeuger ist es zudem sehr wahrscheinlich, dass man auch Heizkörper anpassen muss, damit diese bei möglichst niedriger Heizwassertemperatur auch ausreichend Leistung liefern. Das Ziel sollte sein, die Energie auf möglichst niedrigem (Heizwasser)temperaturniveau in die Räume zu liefern. Je geringer die Differenz zwischen Außentemperatur und Heizwassertemperatur, um so effizienter arbeitet eine WP.


    Ein Pelletkessel kennt diese Probleme nicht, hat aber auch Nachteile, die man nicht verschweigen sollte. Es wird ein Schornstein benötigt, was wiederum regelmäßige Kosten für den Schornsteinfeger auslöst. Weiterhin wird ein Pelletlager benötigt das Platz erfordert. Man sollte auch nicht verschweigen, dass ein Pelletkessel mehr Betreuungsaufwand erfordert, man muss regelmäßig Asche entleeren und den Kessel reinigen.

    Ein Vorteil wäre, dass Pellets meist relativ günstig zu bekommen sind, und es beispielsweise Kombikessel gibt in denen man auch Scheitholz verbrennen kann. Das kann sich lohnen wenn man eine günstige Quelle für Brennholz hat, und die Arbeit nicht scheut.

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