Kampa Fertigteilhaus aus dem Jahr 1995

  • Guten Morgen zusammen,

    wir haben uns letzte Woche ein Fertigteilhaus der Firma Kampa aus dem Jahr 1995 angesehen. Der Kaufpreis soll bei 250.000 € liegen.

    Das Haus verfügt über einen ausgebauten Keller, der auf den ersten Blick trocken wirkt. Sichtbare Feuchtigkeit oder Schimmel konnten wir nicht feststellen, auch das Dach scheint dicht zu sein. Insgesamt macht das Haus innen einen ordentlichen Eindruck – allerdings merkt man natürlich, dass es mittlerweile 30 Jahre alt ist und an einigen Stellen modernisiert werden müsste.

    Was mich aktuell etwas beschäftigt: Ich habe im Internet nichts Konkretes dazu gefunden, ob bei Kampa-Häusern aus dieser Bauzeit noch mit Formaldehyd oder anderen problematischen Stoffen gearbeitet wurde.

    Daher meine Fragen an euch:

    • Hat jemand ein Kampa-Haus aus den 90ern und kann etwas zur Haltbarkeit sagen?
    • Gibt es typische Schwachstellen bei diesem Baujahr?
    • Wie sind eure Erfahrungen mit Keller, Dämmung oder Wandaufbau?
    • Würdet ihr bei so einem Haus unbedingt ein Gutachten machen lassen?

    Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte und Einschätzungen ????

    Viele Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Textformatierung gelöscht

  • Bitte Themen nicht mehrfach einstellen. Ich habe das Doppelte Thema gelöscht.


    Würdet ihr bei so einem Haus unbedingt ein Gutachten machen lassen?

    Ich würde bei jedem "gebrauchten " Haus ein Gutachten erstellen lassen, zumindest eine Verkehrswertermittlung.



    Der Kaufpreis soll bei 250.000 € liegen.

    Das sagt leider gar nichts aus, ohne die Lage bzw. das Grundstück zu kennen. Alter des Gebäudes, Größe, Ausstattung, Zustand, es gibt so viele Faktoren die den Wert beeinflussen.

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  • Gibt’s die Firma noch?


    Ich hatte vor einigen Jahren mal mit Okal zu tun, die haben sogar Sanierungskonzepte für die alten Häuser meines Wissens nach.

    Alfons Fischer , Du kennst Dich da besser aus.

    Ich glaube, die Luftdichte war ein Problem.


    Formaldehyd kann ich mir tatsächlich auch vorstellen, aber ich weiß es nicht.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich würde bei jedem "gebrauchten " Haus ein Gutachten erstellen lassen, zumindest eine Verkehrswertermittlung.

    Ich stimme insofern zu, als dass ein Kauf ohne eine (vertraglich gebundene) eigene fachkundige Begleitung immer leichtsinnig ist.


    Auf jeden Fall sollte zuerst eine technische Bewertung durch eine fachkundige Person (Bauingenieurin, Architekt) möglichst mit Erfahrung im Umgang mit Bauwerken dieses Typs und Baualters erfolgen. Diese Person sollte das Haus zusammen mit den kaufinteressierten Personen zusammen bei einem Rundgang von ein bis zwei Stunden anschauen und dann den vorgefundenen Zustand in einem Gespräch von mind. einer Stunden technisch bewerten und mit den Bedarf und den Wünschen der Erwerbswilligen abgleichen.


    Ein Verkehrswertgutachten beschäftigt sich mit den genannten Punkten nicht im Detail! Es stellt bestenfalls "objektiv" den aktuellen Verkehrswert fest, hilft aber nicht wirklich weiter, wenn es in die Preisverhandlung mit den Veräußerungswilligen geht. Da wird es subjektiv (auch in den Bedürfnissen und in der Leistungsfähigkeit) und es gibt meist andere Interessierte, in den Großstädten mit Wohnraummangel sogar sehr, sehr viele und der "objektive Verkehrswert" spielt dann am Markt keine Rolle mehr - wenn seine Kenntnis für die Kaufenden auch ohne jeden Zweifel eine relevante Vergleichsgröße ist, aber eben auch nur dies.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Deswegen hatte ich geschrieben "zumindest".

    Hintergrund ist der, dass man gerade als Laie nicht einschätzen kann, was man für sein Geld bekommt. Es ist auch schwer abzuschätzen, was der Markt hergibt, wenn man das angebotene Gebäude nicht einstufen kann.

    Die o.g. 250.000,- € können billig oder auch sehr teuer sein. In vielen Regionen bekommt man dafür nicht einmal ein Baugrundstück, also vermute ich, dass die Immobilie nicht gerade in einer Hochpreisregion, oder Großstadt liegt. Man sollte halt im Hinterkopf behalten, dass Verkäufer und Makler alles mögliche versprechen um ein Objekt zu verkaufen, ohne eine Richtschnur reagiert man als Käufer im luftleeren Raum.


    Wenn es beispielsweise Bewerber geben sollte die deutlich mehr bezahlen, dann kann ich als Kaufinteressent ja selbst entscheiden, ob ich bereit bin einen Goodwill zu bezahlen, oder ob ich mich auf die Suche nach einem neuen Objekt mache.

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  • Alte Fertigteilhäuser aus Holz können durchaus so manche Tücken haben. Das ist wie mit dem Rost bei Autos wo der TÜV Mensch irgend wo rein drückt wo doch gut aussieht. Der weiß wo die Schwachstellen sind. Hier sind schon viele Menschen aufgeschlagen mit den wildesten Schäden, weil irgend wo am Fenster nicht korrekt abgedichtet wurde und Wasser hinten rein gelaufen ist. Feuchträume können ein Problem haben wenn mal was undicht war, das Haus könnte zu dicht am Boden sein, womit die Bodenschwellen Feuchtigkeit abbekommen haben könnten und weg rotten. Und so geht es immer weiter. Von daher ist es immer gut eine Fachperson dabei zu haben die sich das anschaut und die Schwachstellen kennt.


    Ansonsten sind diese Fertighäuser immer gleich aufgebaut, nichts besonderes herstellerspezifisches auf das man aufpassen müsste.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Formaldehyd war zu dem Zeitpunkt meist schon deutlich reduziert, Asbest und PCB sowie auch PCP kein Thema mehr. Man kann sicher auch bei Kampa nachfragen, seit wann Sie E1 eingesetzt haben.