Duschwanne auswechseln

  • Hallo,Leutz,

    Vorhaben ohne viel Aufwand

    Es ist eine Dusche von 85x85 x35 tiefe vorhanden.

    Jetzt möchte ich die Dusche ,aber von der 35cm tiefe in eine 10-15 cm Tiefe umrüsten. Dusche ist in der Ecke montiert

    und könnte einfach demoniert werden,denke ich mal.

    Meine idee wäre jetzt: Duschwanne raus,Wannenträger einsetzen und gegebenfalls kleben,neuen Abluss anbringen und den Duschabfluss auf die Höhe der Duschwanne mit Unterbau bringen und stabiliesieren. Duschwanne montieren und

    auf Wannenträger kleben.Abluss montieren und dann Fugen zwischen Wanne und Fliesen mit Silikon verschliessen.

    ist das so möglich? oder hat jemand eine Idee.Da ich nicht die Fliesen rausreissen möchte

  • Ich würde zuerst einmal schauen, ob man die niedrige Duschwanne überhaupt so einfach an das vorhandene Abwasser anschließen kann, ohne dass man (beispielsweise) den Boden öffnen oder andere Änderungen vornehmen muss. Meist klappt das nicht so einfach und man sollte das passende Material in ausreichender Menge verfügbar haben.

    Bei diesen älteren "hohen" Duschwannen wurde gerne eine Revisionsöffnung verbaut. Da mal reinschauen, wie es "unter" der Duschwanne aussieht, bevor man alles abbaut.


    und dann Fugen zwischen Wanne und Fliesen mit Silikon verschliessen.

    Silikon ist keine Abdichtung. In der Montageanleitung der Duschwanne steht sicherlich etwas zum Thema Abdichtung, und da ist dann mit hoher Wahrscheinlichkeit von Dichtbändern o.ä. die Rede. Silikon verwendet man um eine Fuge optisch zu verschließen, die eigentliche Abdichtung befindet sich darunter. Die Abdichtung ist besonders wichtig, da ansonsten die Gefahr besteht, dass unbemerkt Wasser hinter bzw. unter die Duschwanne gelangt und dort Schäden verursacht.

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    .

  • Wird wohl nicht klappen: 35 cm - 15 cm = 20 cm, in denen Fliesen fehlen. :(

    Die flachere Duschtasse ließe sich auch auf die Oberkante der bisherigen Duschrasse setzen, aber

    1. weshalb?
    2. fehlen auch dann 20 cm Fliesenhöhe - unter dem Rand!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Abdichtung nicht vergessen Die Abdichtung muss im gesamten Nassbereich, insbesondere auch bei Duschen, erfolgen.

    DIN 18534 („Abdichtung von Innenräumen“)

    Siliconfugen allein erfüllen dies nicht.

    Immer mehr Versicherer lehnen Schäden ab, die durch mangelhafte Abdichtung entstanden sind.

    Die können erheblich sein

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Textformatierung entfernt / vereinheitlicht

  • Ich würd sagen, da kriegt der Bosch-Hammer oder seine Cousins ne Menge zu tun. :yeah:

    Dann kann man/frau auch gleich die Abdichtung richtig machen.

    Bloß das Fliesen erhalten wird schwer bis unmöglich. :eek:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen


  • habe mir auch nochmal Gedanken gemacht.Warum sollte das nicht so gehen Wanne raus .Wannenträger 28 oder 30cm.Eventuellauf Boden verkleben,Abfliuss verlegen auf höhe im Träger.Duschwanne einsetzen.Fügen mit Dichtungsmasse füllen,was auch bindet zwischen fliesen und Tasse und dann eventuell auch noch Dichtungsschiene über die Fugen,das sollte doch machbar sein.Sollte doch funktionieren.Wände kann mann immer noch verschönern

  • Moment mal, verstehe ich das richtig? Du hast jetzt eine 35 cm hohe Duschwanne, deren Auftrittsfläche ca. 10 cm über dem Fußboden ist.

    Jetzt willst Du eine flache Duschwanne einbringen, deren Oberkante auf Höhe der alten Wanne liegt. Dann befindet sich Deine Auftrittsfläche auf Höhe von 35 - 15 cm = 20 cm über dem Fußboden.

    Worin besteht jetzt Dein Vorteil?

    Du musst statt 10 cm auf 20cm hoch steigen und kannst in der flachen Duschwanne keine Wäsche einweichen oder die Kinder drin baden.

    Das wollte ich, neben der Abdichtungsthematik mal zu bedenken geben.


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  • Thomas MD danke für deine Antwort. ich glaube du verstehst es falsch.Eigentlich nur die Duschwannentiefe von 35cm fast wie ne Badewanne.Auf nur 15 cm minimieren.

  • Dann schau Dir mal Deinen Screenshot an und lies nochmal Deine eigene Beschreibung:

    Wanne raus .Wannenträger 28 oder 30cm.Eventuellauf Boden verkleben,Abfliuss verlegen auf höhe im Träger.Duschwanne einsetzen.


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  • Fügen mit Dichtungsmasse füllen, was auch bindet zwischen fliesen und Tasse

    Nochmals: Die Abdichtung (-sebene) liegt immer hinter den Fliesen. Die Fliesen dichten nie selbst ab! Die Duschtasse muss immer direkt mit der Abdichtung verbunden werden.


    Eine „Dichtungsmasse“ auf der Fliesenoberfläche ist deshalb immer :pfusch: und ganz gewiss keine Abdichtung.


    Das gilt auch für eine

    Dichtungsschiene über die Fugen

    !


    Beides ist :pfusch: !


    Ich verstehe aber auch nicht, welcher Vorteil mit der Höherlegung erreicht werden soll - ist doch das ganze Konstrukt weder schön noch praktisch.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Dann schau Dir mal Deinen Screenshot an und lies nochmal Deine eigene Beschreibung:

    mh,der Wannen träger wird doch ein gesetzt wenn die wanne raus ist. Und ich habe dann nur ein Anstieg aufs podest und nur eine geringe tiefe Einstieg.Der screenshot war nur Beispiel für den Wannenträger.

  • .hAlso laut Recherchen im Netz sollte das gehen.Die Fliesen im Bad sind doch schon dicht.Ist doch nur die Verbindung zur Fliesenwand und Fliesenboden abzu dichten.Wo ist denn da Problematik,verstehe ich nicht

  • .hAlso laut Recherchen im Netz sollte das gehen.

    wie denn?

    Die Fliesen im Bad sind doch schon dicht.

    Nochmal: Nein, das sind sie gerade nicht, denn

    Die Abdichtung (-sebene) liegt immer hinter den Fliesen. … Fliesen dichten nie selbst ab!

    Ist doch nur die Verbindung zur Fliesenwand und Fliesenboden abzu dichten.

    Nochmal:

    Die Duschtasse muss immer direkt mit der Abdichtung verbunden werden.


    Eine „Dichtungsmasse“ auf der Fliesenoberfläche ist deshalb immer :pfusch: und ganz gewiss keine Abdichtung.

    Wo ist denn da Problematik,

    Ich habe es Dir noch einmal wiederholt und unterstrichen.


    :rulez:

    … verstehe ich nicht

    schade!


    :eek:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei dem Baujahr wird ja nun keine Verbundabdichtung existieren. Wenn man da jetzt die Wanne tauscht gibt es laut meiner Erfahrung zwei Möglichkeiten: Fliesen und Fugen haben die Wand trocken gehalten weil sie damals noch nicht wussten, dass sie das nicht können ( :grinning_face_with_smiling_eyes: ) oder es gibt eben mehr oder weniger Feuchte die ihren Weg gefunden hat und beseitigt und künftig verhindert werden will. Ich frage mich natürlich ob es gängige Praxis beim Wannentausch ist wirklich das ganze Bad (oder eben den Nassbereich) zu entfliesen, mit Verbundabdichtung zu versehen und dann neu zu fliesen. Der DIN wäre ja tatächlich nur so Folge zu leisten. Aber selbst wenn man eigenverantwortlich nach Beurteilung der vorgefundenen Situation einen anderen Weg wählen will, sollte man ein tiefes Verständnis der bauphysikalischen Aspekte, eine umfassende Materialkenntnis sowie einiges an praktischer Erfahrung bezüglich deren Einsatz mit sich bringen, sonst kann ein Disaster aus so ner Nummer werden. Kurz: Der Wannentausch ist schnell zusammengegoogelt und der Bauschaden kann dir das halbe Haus ruinieren, im schlimmsten Fall. Fliesen und Fugen sind mehr als nur eine Verschönerung der Wand....

    Und die Anschlüsse der Abwasserleitung ist, wie bereits erwähnt, oft auch alles andere als "Plug&Play".

    Und weil das alles noch nicht reicht hat man es bei dem Baujahr im Fliesenkleber und der Fugenmasse auch gerne mal mit asbestbelasteten Materialien zu tun. Das sollte man zumindest auf dem Schirm haben.

  • Ich frage mich natürlich ob es gängige Praxis beim Wannentausch ist wirklich das ganze Bad (oder eben den Nassbereich) zu entfliesen, mit Verbundabdichtung zu versehen und dann neu zu fliesen. Der DIN wäre ja tatächlich nur so Folge zu leisten.

    Und was antwortestu Dir?


    Ich übernehm das mal für Dich:

    Entfliesen muss man da nur, wenn die "alten" Fliesen nicht mehr haften, vulgo hohl liegen. Und dann evtl. nur partiell. An sonsten kann man/frau Verbund- und andere Abdichtungen direkt (ggf. mit Haftvermittler) auftragen. Sogar DIN konform. :face_with_tongue:

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  • Aber ganz ehrlich? Dei Frage nach der Durchfeuchtung im Bestand stelle ich mir schon lange. Muss mal einen Fliesenleger fragen, wie das so ist.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Dei Frage nach der Durchfeuchtung im Bestand stelle ich mir schon lange.

    Du meinst: Wie oft kommt es bei "alten" (nicht nach DIN 18559 oder 1853? abgedichtet) zu Feuchte-/Nässeschäden?


    Ich kann Dir aus eigenem Erleben schon mal EINEN Fall nennen. :) (oder eher ;( )

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  • Ja, das mit der Feuchte frage ich mich auch. Hat früher keiner abgedichtet. Aber ich kenne Wände an denen hat man die Feuchte angesehen, aber die hat auch wieder abgetrocknet, je nach Lüftungsverhalten, oder auch nicht. Ganz früher hat man ja auch nicht jeden Tag zwei mal geduscht, da ging das noch. Aber durch das veränderte Nutzungsverhalten kommt da inzwischen wesentlich mehr Feuchtigkeit rein und da werden alte Bäder zum Problem. Aber so einen richtig auffälligen Schaden habe ich selten gesehen. Habe mich aber mit dem Thema auch nie tiefergründig beschäftigt.


    Das soll jetzt aber nicht bedeuten man könne auf eine Abdichtung verzichten, ganz im Gegenteil.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Aber so einen richtig auffälligen Schaden habe ich selten gesehen

    Ich schon. Tapete auf der Wandrückseite der Dusche löste sich + leicher/beginnender Schimmel. Ursache: UP-Armatur und Zuleitungen dahin (ebenfalls UP).

    Ausserdem war im Kriechkeller unter der Dusche das Wasser (Abfluß DURCH die Decke geführt) zu erkennen. (Fläche IM Bodenaufbau abgedichtet- alt, als Dampfsperre gedacht ;) )

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  • Ja, das mit der Feuchte frage ich mich auch. Hat früher keiner abgedichtet. Aber ich kenne Wände an denen hat man die Feuchte angesehen, aber die hat auch wieder abgetrocknet, je nach Lüftungsverhalten, oder auch nicht. Ganz früher hat man ja auch nicht jeden Tag zwei mal geduscht, da ging das noch. Aber durch das veränderte Nutzungsverhalten kommt da inzwischen wesentlich mehr Feuchtigkeit rein und da werden alte Bäder zum Problem. Aber so einen richtig auffälligen Schaden habe ich selten gesehen. Habe mich aber mit dem Thema auch nie tiefergründig beschäftigt.


    Das soll jetzt aber nicht bedeuten man könne auf eine Abdichtung verzichten, ganz im Gegenteil.

    Aber man darf ja durchaus hinterfragen wie die entsprechenden Normen im Renovierungs- und Sanierungsfall "ausgelebt" werden (müssen). Generell finde ich darf auch mal die aktuelle Abdichtpraxis hinterfragt werden. Auch aus ökologischer Sicht. Hätte man früher mit den ganzen Schadstoffen besser auch mal gemacht. Als ich unsere Dusche gemacht habe, habe ich vor meinem inneren Auge die nachfolgende Generation gesehen die versucht diesen ganzen Kunststoff- Dichtband-Verbund-Gewebeklumpen der heute Standard ist, raus zu bekommen und dann zu entsorgen....

  • Ich schon. Tapete auf der Wandrückseite der Dusche löste sich + leicher/beginnender Schimmel. Ursache: UP-Armatur und Zuleitungen dahin (ebenfalls UP).

    Ausserdem war im Kriechkeller unter der Dusche das Wasser (Abfluß DURCH die Decke geführt) zu erkennen. (Fläche IM Bodenaufbau abgedichtet- alt, als Dampfsperre gedacht ;) )

    Ich glaube es geht um geflieste Flächen, eventuell noch im Dickbett versus Verbundabdichtung mit Dichtbändern/Manschetten und was heute Stand der Technik ist.

    Eine defekte Zuleitung/Armatur würde von solch einer Abdichtung vielleicht sogar länger kaschiert....?

  • Sollte das gehen ?um die Dusche herum ein Fliesenreihe demonieren.Duschwanne demontieren.Sichtbaren Boden streichen mit Dichtungsmittel streichen,eventuell auch die Wände.neues Abluss für die Duschwanne verlegen und Wannenträger montierenFolie in den Wannenträger mit um Kleber für die Duschewanne aufzutragen.Wanne mit Dichtungsband montieren. Dictungsband ringsrum an der Wand und Boden verkleben.Fliesen legen und neu verfugen .Und zu Sicherheit den Boden noch Versiegeln und Duschwanne auch noch rundum mit versiegeln mit silikon oder Anderem

  • Ich glaube

    Fürs Glauben wurden in D spezielle Gebäude errichtet. Nennen sich denke ich Gotteshäuser. :face_with_tongue:


    Der von mir beschriebene Fall passierte (ohne Glaube - mit Wissen) in einem im Dünnbett gefliesten Bad OHNE Abdichtung. Errichtet ca. 1998. Da galt die DIN 18195 schon ;)

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  • Fürs Glauben wurden in D spezielle Gebäude errichtet. Nennen sich denke ich Gotteshäuser. :face_with_tongue:


    Der von mir beschriebene Fall passierte (ohne Glaube - mit Wissen) in einem im Dünnbett gefliesten Bad OHNE Abdichtung. Errichtet ca. 1998. Da galt die DIN 18195 schon ;)

    Ersetze ich "glaube", gerne durch ich "denke" :) .

    Der von dir genannte Schaden ist ja aber nun nicht aufgrund der fehlenden Abdichtung entstanden, sondern aufgrund einer defekten Zuleitung/Armartur. Oder hab ich das falsch verstanden?