Vinylboden mit Kratzern übergeben

  • Hallo liebes Forum,


    ich habe heute einen Vinylboden (geklebt) übergeben bekommen. Leider hat er viele Kratzer. Ich vermute, da die Handwerker mit ihren Schuhen die derzeitigen Streusteine mit rein gebracht haben.

    Jetzt sind meine Fragen: kann ich nachbessern verlangen? Kriegt man die überhaupt weg?

    Der Boden ist an sich super schön und toll gemacht, aber es ärgert mich, im neuen Boden bereits Kratzer zu haben.


    Besten Dank schonmal!

  • Eigentümer?

    Handwerker selbst beauftragt?

    "Übergeben bekommen" heißt Abnahme durch Dich erfolgt?

    Klar lassen sich geklebte PVC-Planken austauschen. Vielleicht kann man aber auch oberflächliche Kratzer aufpolieren.


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  • Ich habe ihn kontaktiert, nur da ich am Wochenende einziehen wollte, wollte ich hier vorab nachfragen, was es an Optionen gibt. Macht ja keinen Sinn einzuziehen und dann muss ich doch wieder raus. Außerdem einfach um zu wissen wie meine Position ist.

  • Ein kompletter Austausch des Bodens ist sicherlich nicht erforderlich, das wäre auch unverhältnismäßig.

    An sich sehen wir 2 Arten von Schäden, einmal eine Druckstelle und auf den nachfolgenden Bildern dann leichte Kratzer. Deren Abmessungen sind anhand der Bilder nur schwer einzuschätzen. Nachdem es sich hier um einen neuen Bodenbelag handelt, ist der Bodenleger für die Beseitigung der Druckstelle bzw. Kratzer verantwortlich. Wie er das macht das ist erst einmal sein Problem.


    Ich würde zuerst einmal schauen, wo im Raum die Schadstellen sind, und ob diese später evtl. durch Möbel o.ä. verdeckt werden. Dann würde ich bei der Druckstelle zuerst einmal versuchen den Boden zu erwärmen, und mit einer Andruckrolle die Druckstelle glätten. Aufgrund der geringen Tiefe würde ich vorerst von irgendwelchen Füllstoffen absehen, zumal diese selten den exakten Farbton treffen und die Druckstelle am Ende optisch stärker hervortritt als das bisher der Fall ist.


    Bei den Kratzern würde ich den ersten Versuch mit Polieren starten. Sollte Polieren nicht zum Erfolg führen, dann gibt es von Reparatur(farb)stiften bis hin zu Kunststoffmasse die mit UV ausgehärtet wird, verschiedene Möglichkeiten der "Reparatur". Einzelne Planken lassen sich bei Bedarf auch austauschen, was jedoch die Gefahr mit sich bringt, dass die neuen Planken farblich von den bisherigen leicht abweichen, so dass am Ende die Optik stärker beeinträchtigt wird. Diesen Schritt würde ich mir sehr gut überlegen, auch wenn das Risiko der Farbabweichungen bei einem neuen Bodenbelag geringer ist. Schlimmer wäre es wenn der Boden schon einige Jahre hinter sich hätte, dann fällt der Farbunterschied zu neuen Planken meist sofort auf, aber auch bei einem neuen Bodenbelag sind Farbunterschiede bei den "Ersatzplanken" nicht ausgeschlossen.


    Vorher muss der Boden aber erst einmal gründlich gereinigt werden. Auf Bild #2 sind beispielsweise Flecken zu erkennen, evtl. Kleberreste, die man erst einmal entfernen sollte, bevor man diese durch Polieren in der Fläche verteilt.


    Für den Einzug würde ich mir überlegen, ob man den Boden nicht vor Beschädigung schützt.

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  • Also beim Einzug werde ich den Boden auf jeden Fall schützen. Ich finde es nur sehr schade, dass der Bodenleger dies nicht getan hat und jetzt der neue Boden, den er gerade verlegt hat schon zahlreiche Kratzer hat


    Und ich weiß nicht, ob ich es so gut finde, wenn da repariert und kaschiert wird. Ich habe ja einen neuen Boden bestellt und bezahlt

  • Die Kratzer und auch die Druckstelle sind leider mitten in den Räumen bzw. im Flur da wo keine Möbel stehen können mangels Platz. Ein Paket Vinylplanken ist noch da. Allerdings würde das bei den vielen Kratzern nicht reichen.

    Wenn ich über die Kratzer wische mit Wasser sind sie nicht mehr so zu sehen, allerdings halt als Beschädigung im Kunststoff drin, das ist das was ich so schade finde und für die Haltbarkeit des Bodens nicht dienlich. Sieht halt aus wie entweder mit dem Cutter öfter mal rein geschnitten oder die Streusteine mit rein geschleppt und was drüber gezogen, die liegen da nämlich teilweise, aber eigentlich gehört doch das Sauberhalten und reinigen vor Übergabe zu den Aufgaben der Firma?

  • das ist das was ich so schade finde und für die Haltbarkeit des Bodens nicht dienlich.

    Auf die Haltbarkeit hat das keinen Einfluss, das sind ja nur leichte Kratzer an der Oberfläche. Wie gesagt, das lässt sich anhand der Bilder nur schwer einschätzen, aber ein optischer Mangel wiegt nicht so schwer wie ein Mangel der die Funktion einschränken würde, und eine Beeinträchtigung der Funktion bzw. Haltbarkeit sehe ich da nicht.


    Ich würde jetzt erst einmal schauen, ob und wie der Handwerker nachbessert, es dürfte ja klar sein, dass er den Schaden verursacht hat (oder bestreitet er das?). Dann stellt sich die Frage, ob einer Person die den Flur betritt, die Kratzer überhaupt auffallen würden, also üblicher Betrachtungsabstand und Lichtverhältnisse vorausgesetzt. Überspitzt gesagt, mit der Lupe findet sich immer etwas, doch das muss nicht automatisch einen Mangel darstellen. Jetzt heißt es also erst einmal abwarten wie der Handwerker reagiert.


    Sollte die Nachbesserung in die Hose gehen, oder der Handwerker eine Nachbesserung verweigern, dann würde man den nächsten Schritt gehen. Das kann damit enden, dass der Handwerker Schadenersatz leisten muss, oder gar der komplette Bodenbelag ausgetauscht wird, doch bis dahin ist noch ein weiter Weg. Anhand der Bilder spricht in meinen Augen noch nichts für diesen Aufwand, aber das muss sich dann sowieso ein SV vor Ort anschauen, der kann die Mängel feststellen und bewerten.


    Mir ist auch klar, dass so eine Situation für den Kunden ärgerlich ist, und der Handwerker sollte alles unternehmen damit er ein Werk frei von Mängeln übergibt. Das sollte auch für den Kunden oberste Priorität haben, denn wenn erst einmal über Schadenersatz o.ä. verhandelt wird, dann wird die Enttäuschung groß sein. Für einen geringfügigen optischen Mangel gibt es dann eine Flasche Wein aus dem Aldi Regal und einen Blumenstrauß für die Gattin, wie ich immer zu schreiben pflege.


    Fazit: Du hast bisher alles richtig gemacht, und den Schaden umgehend dem Verursacher gemeldet. Jetzt muss man erst einmal abwarten wie dieser reagiert, und zu welchem Ergebnis das führt.


    Ergänzung:


    Ein Paket Vinylplanken ist noch da.

    Das dürfte das geringste Problem sein, er kann ja noch ein weitere Paket mitbringen. Oder wurde das Material beigestellt?

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  • Danke! Ich dachte es sammelt sich dann Schmutz in diesen Kratzern und somit ist die Haltbarkeit beeinträchtigt? Aber ich kenne mich nicht aus.

    Also wenn ich über diese Kratzer wische, also reinige, dann sieht man sie danach ausm Stand ohne direkten Lichteinfall nicht mehr. Nur wenn man sich hin hockt, sieht man dass da ein Kratzer im Kunststoff ist

  • Und noch eine Frage: er hat die Zimmertüren gekürzt, was Bestandteil des Auftrags war, eine Tür schleift, habe ich ihm bereits mitgeteilt. Diese Tür wurde auch beschädigt, also an einer Stelle ist noch komplett der Lack ab und an 2 größeren Stellen richtige Beschädigungen, die er mit Lack schnell überstrichen hat, aber noch total sichtbar sind und es fällt auch ins Auge, weil der Lack an diesen Stellen total weiß ist und an den anderen paar Jahre aufm Buckel hat, aber vor allem sind trotzdem Krater in der Tür, muss er das ausbessern oder ist das was halt passieren kann? Sieht aus als wäre er mit der Tür fett wo gegen gedonnert

  • eine Tür schleift, habe ich ihm bereits mitgeteilt.

    Vorsicht, damit beschädigst Du beim Öffnen der Tür den Bodenbelag. Wenn die Tür nicht ausreichend gekürzt wurde, dann muss man nacharbeiten. Je nach Tür genügt ein Hobel oder evtl. sogar Schleifpapier. Evtl. kann man die Tür auch ein paar Millimeter an den Bändern (Zapfen) etwas höher setzen (Unterlagscheibe), kommt darauf an, wieviel "Luft" oben noch vorhanden ist. Das ist an sich kein größere Problem.


    Zum Lackschaden kann ich jetzt nicht viel schreiben. "Unsichtbar" ausbessern lassen sich solche Schäden meist nicht, schon gar nicht wenn die Tür schon älter ist, da wird man immer Farbunterschiede feststellen. Je nach Größe der Stellen die man ausbessern muss, kann es einfacher sein die Tür neu zu lackieren, doch dann sieht man normalerweise den (Farb)Unterschied zwischen Türblatt und Zarge.

    Wenn ein Handwerker während seiner Arbeit einen Schaden produziert dann muss er dafür auch den Kopf hinhalten, ich denke das ist unstrittig. Die Frage ist, ob eine einfache Ausbesserung genügt, um den ursprünglichen Zustand (nicht Neuzustand) wieder herzustellen, bzw. wieviel Aufwand er betreiben muss. Gerade bei älteren Dingen ist es manchmal schwierig den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, beispielsweise wenn sich aufgrund der Alterung der Farbton oder die Struktur des Material verändert hat. Wieviel Aufwand zu betreiben ist hängt auch davon ab, ob es sich um eine Luxustür in der Präsidenten Suite eines 5 Sterne Hotels handelt, oder einem abbruchreifen Haus das schon hundert Jahre alt ist.


    Anhand Deiner Beschreibung vermute ich mal, dass die Reparatur der Tür noch nicht erfolgreich war, aber wie gesagt, da muss ich wirklich spekulieren. Ein Maler könnte das wohl besser einschätzen.

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  • Also er hat nun geantwortet. Ich soll dafür sorgen, dass ein Abtreter vor der Tür liegt. Der Split draußen sei für jeden Boden schwierig. Und dass die Mikrokratzer sich relativ schnell wieder zu setzen und ich mit einer wallnuss nachhelfen kann.


    Habe ihm geantwortet, dass ich ja nur ganz kurz in der Wohnung war und wir die Schuhe draußen ausziehen und das vor meiner Zeit geschehen ist mit den Kratzern. Und wie sich die denn wieder zu setzen?

  • Und der Handwerker hat bisher noch nicht geantwortet

    Wieviel Zeit ist seit Deiner Meldung an den Handwerker vergangen? Eine sofortige Reaktion würde ich jetzt nicht erwarten, er sollte aber schon zeitnah antworten. Ansonsten Frist setzen. Das kann zu Beginn noch formlos geschehen, man sollte aber den zeitlichen Ablauf im Auge behalten. Sollte es ernst werden dann nur noch schriftlich (nachweislich) kommunizieren.

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  • Wieviel Zeit ist seit Deiner Meldung an den Handwerker vergangen? Eine sofortige Reaktion würde ich jetzt nicht erwarten, er sollte aber schon zeitnah antworten. Ansonsten Frist setzen. Das kann zu Beginn noch formlos geschehen, man sollte aber den zeitlichen Ablauf im Auge behalten. Sollte es ernst werden dann nur noch schriftlich (nachweislich) kommunizieren.

    Er hat geantwortet, habe seine Antwort gerade hier rein geschrieben. Kurz vor Ihrer Antwort

  • Und dass die Mikrokratzer sich relativ schnell wieder zu setzen und ich mit einer wallnuss nachhelfen kann.

    Diese Antwort halte ich (jur. Laie) für unzureichend. Es ist nicht Deine Aufgabe die Kratzer zu beseitigen, schließlich hast Du diese auch nicht verursacht. Wenn er sowieso die "Mängelliste" abarbeiten muss dann kann er das gleich mit erledigen. Ich würde zum aktuellen Zeitpunkt nicht selbst Hand anlegen, denn wenn etwas schief läuft dann schiebt er die Schuld auf Dich.

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  • Wie alt ist denn das Haus/die Eigentumswohnung/die Mietwohnung/die Tür/... ?

    Erstbezug oder wohnst Du schon länger in ... was auch immer?

    Kann ein "Vorschaden" (= schaden war schon vorahnden bevor der Boden verlegt wurde) ausgeschlossen werden ?... oder ist der vermeidlich neue Schaden bis jetzt einfach nie aufgefallen.

    Foto(s) der Ganzen Tür (= ein Foto komplettes Türblatt ...) das hilft (meist) viel mehr als Detail aufnahmen...

  • Diese Antwort halte ich (jur. Laie) für unzureichend. Es ist nicht Deine Aufgabe die Kratzer zu beseitigen, schließlich hast Du diese auch nicht verursacht. Wenn er sowieso die "Mängelliste" abarbeiten muss dann kann er das gleich mit erledigen. Ich würde zum aktuellen Zeitpunkt nicht selbst Hand anlegen, denn wenn etwas schief läuft dann schiebt er die Schuld auf Dich.

    Also das mit der Walnuss werde ich auf jeden Fall nicht machen. Ich werde lediglich saugen und wischen, wobei den Baudreck eig er hätte weg machen müssen?

    Bei ihm klang es jetzt so als ob die Kratzer von selbst verschwinden bzw. „sich zusetzen“. Da habe ich ihn jetzt gefragt wie, weil das finde ich bisschen abenteuerlich

  • Wie alt ist denn das Haus/die Eigentumswohnung/die Mietwohnung/die Tür/... ?

    Erstbezug oder wohnst Du schon länger in ... was auch immer?

    Kann ein "Vorschaden" (= schaden war schon vorahnden bevor der Boden verlegt wurde) ausgeschlossen werden ?... oder ist der vermeidlich neue Schaden bis jetzt einfach nie aufgefallen.

    Foto(s) der Ganzen Tür (= ein Foto komplettes Türblatt ...) das hilft (meist) viel mehr als Detail aufnahmen...

    Ich habe da noch gar nicht gewohnt, ich habe ihn vor 4 Wochen rein geschickt den Boden machen und ziehe quasi heute ein. Es ist aber Altbau, also kann ich nicht ausschließen, das früher schon wer die Tür beschädigt hat, daher überlege ich auch einfach einen Maler zu holen und ihn spachteln lackieren zu lassen und fertig

  • Selbst beauftragt ja, der Handwerker meldete er sei fertig, ich ging in die Wohnung und war sehr zufrieden bis auf einige dieser Kratzer

    Wieviel Zeit ist zwischen der Fertigmeldung des Ausführenden und Deiner Mangelanzeige an ihn vergangen? Wie lange dauerte es dann, bis er darauf geantwortet hat?


    Wurde der Zustand der angrenzenden Bauteile vor dem Beginn der Arbeiten dokumentiert?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wieviel Zeit ist zwischen der Fertigmeldung des Ausführenden und Deiner Mangelanzeige an ihn vergangen? Wie lange dauerte es dann, bis er darauf geantwortet hat?

    Habe die Wohnung bekommen gestern 14:15 Uhr und ihm 19:30 eine Mail geschickt, da ich zwischendrin nochmal arbeiten musste. Geantwortet hat er dann heute 10:20 Uhr

  • Wann wurden Dir die Arbeiten als fertig gemeldet? Du hattest geschrieben:

    Ich habe da noch gar nicht gewohnt, ich habe ihn vor 4 Wochen rein geschickt den Boden machen und ziehe quasi heute ein.

    wann hat Dir der Ausführende die Fertigstellung der Leistung gemeldet?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Und was ist in der Zeit zwischen

    vor 4 Wochen rein geschickt den Boden machen

    und gestern passiert?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Boden liegt wohl seit letzte Woche Mittwoch und dann wollten sie noch Türen kürzen und lackieren, was auch wieder dauerte und ich Druck machte, damit ich in die Wohnung kann