Hausentwurf, Tipps zur Veränderung, Ideen, Grundrissgestaltung

  • Hallo zusammen,


    wir befinden uns aktuell in der Grundrissplanung für unseren Hausbau und würden uns sehr über euer fachliches Feedback freuen.


    Wir bauen mit einem Fertighausanbieter (Massivbauweise) und sind dabei an eine maximale Außenwandlänge gebunden. Ziel ist es, aus den Vorgaben das Beste herauszuholen.

    Eckdaten zum Haus

    • 1,5-geschossiges Wohnhaus

    • Außenmaße: ca. 11,33 × 15,33 m

    • Gesamtwohnfläche ca. 190 m² (EG + OG)

    • Zusätzlich ca. 80 m² im EG (grün schraffiert), genutzt von meinen Eltern

    • Kein Kellergeschoss

    • Kniestock: 90 cm (ab Fertigfußboden)

    • Dachneigung: 45°

    • Lichte Deckenhöhe:

      • EG ca. 2,75 m

      • OG ca. 2,65 m

    • Ausrichtung: Südosten

    • Heizung: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung

    • Photovoltaik auf dem Dach geplant

    Es handelt sich um unseren ersten Hausentwurf.

    Planung & Ausstattung

    • Dachfenster sind vorgesehen, lassen sich im Planungstool leider nicht darstellen

      → geplant sind jeweils ca. 2 Dachfenster im Sportzimmer, Arbeitszimmer und Bad, ggf. zusätzlich je 1 Dachfenster in den Kinderzimmern

    • Im Arbeitszimmer ist eine Schleppgaube geplant

    • Die Treppe wird als geschlossene Treppe mit Stauraummöglichkeiten ausgeführt

    Ziel der Anfrage

    Uns geht es vor allem um:

    • die grundsätzliche Raumaufteilung

    • die Alltagstauglichkeit des Grundrisses

    • mögliche Optimierungen, bevor wir in die Detailplanung und den Vertragsabschluss gehen

    Kurz zu uns

    Wir arbeiten beide überwiegend im Homeoffice und sind nur an einzelnen Tagen beim Kunden vor Ort.

    Aktuell erwarten wir unser erstes Kind und möchten in Kürze den Bauvertrag abschließen.

    Konkrete Fragen an euch

    • Gibt es aus eurer Sicht tote Flächen oder reine Verkehrsflächen, die sich effizienter nutzen lassen?

    • Sind die Alltagswege sinnvoll geplant?

    • Reicht der HWR / Technikraum ohne Keller realistisch aus für:

      • das Innenmodul der Wärmepumpe

      • Speicher

      • 2 Waschmaschinen und 2 Trockner

      • Putzschrank / Vorräte?

    • Wo würdet ihr zusätzlichen Stauraum schaffen (z. B. Einbauschränke, Abseiten, Möbelintegration)?

    • Ist die Speis / Vorratslösung in der Küche sinnvoll dimensioniert oder eher entbehrlich?

    • Ist ein Duschbad im EG sinnvoll oder aus eurer Sicht eher verschenkte Fläche?

    Vielen Dank vorab für euer konstruktives Feedback und eure Erfahrungen!

    ich freue mich auf eure Tipps :)




  • Welcome to the Forum!


    Über den Grundriss werde ich später noch etwas schreiben, i.A. schaffe ich es nicht um hier ins Detail zu gehen. Aber vielleicht ein paar Gedanken vorab.....


    Offenkundig habt Ihr bereits eine Wahl getroffen. Nämlich die des Anbieters. Denn Ihr wollt...

    in Kürze den Bauvertrag abschließen


    Um einen Vertrag über den Erwerb bzw. die Errichtung eines konkreten Objektes/ Projektes abschließen zu können muss dieses sehr klar und eindeutig detailliert sein. Ihr geht ja auch nicht zum Autohändler, schließt einen Kaufvertrag über XX.000 Euro ab ohne zu wissen was für ein Gefährt Ihr hinterher bekommen werdet.


    Wir bauen mit einem Fertighausanbieter (Massivbauweise) und sind dabei an eine maximale Außenwandlänge gebunden. Ziel ist es, aus den Vorgaben das Beste herauszuholen.

    Am Besten wird doch, so vermute ich jetzt mal, der Anbieter selber sagen können was bei seiner speziellen Bauweise geht und was nicht. Da wäre es doch gut, wenn er dann auch versucht dies mit seinen Möglichkeiten umzusetzen.


    Oder aber -andere Herangehensweise- Ihr lasst einen Grundriss (+Ansichten u. Schnitt....eben einen kompletten Entwurf) entwickeln, der Euren Bedürfnissen am Besten gerecht wird und geht mit diesem Konzept dann zu eben diesem oder natürlich auch anderen Anbietern und bittet um ein Angebot für dieses konkrete Objekt.


    Warum seid Ihr schon im Vorfeld, also noch bevor der Entwurf steht, auf einen bestimmten Anbieter, mit seinen ganz speziellen Parametern und Möglichkeiten festgelegt? Ihr versucht nun in das Korsett seiner Möglichkeiten einen Entwurf zu basteln und der wird dann vom Anbieter bepreist? Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Aber warum diese Herangehensweise?


    Wenn der Anbieter das spitz kriegt, dann ist er mit seiner Kalkulation (Preisfindung) natürlich weit weniger unter Druck, um es mal vorsichtig zu formulieren.

  • 1.) Ich sehe keine ÜBEREINANDER angeordnete Wände. Also entweder dicke Decke (<25 cm) oder Risse im OG, ggf. sogar beides


    2.) Was Ihr sucht, ist klassische Entwurfsarbeit. Also LP 1 - 3 oder sogar 4. Das kostet beim Architekten 4-stellig. Nicht ernsthaft im Forum, oder?


    3.) Was ist mit dem Gelände, der Umgebung und den Himmelsrichtungen?


    4.)....

    to be continued

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • So....ganz kurz nun doch ein allererstes Feedback zum Grundriss.


    Ich sehe eine Familie mit 2 Kindern, 2 Erwachsenen, die zudem von zu Hause arbeiten.


    Gemessen daran finde ich die Gewichtungen der Räume ungünstig. Kinderzimmer und elterliches Schlafzimmer sind okay, das Bad mutet riesig an (19 m²), ein Sportzimmer? Naja wenn's sein muss, warum nicht. Wohnen/ Küche/ Essen mit unter 40 m² finde ich für 4 Personen schon eher nicht so groß, Abstellflächen sehe ich kaum (was schon erforderlich ist, wenn man auf einen Keller zur Gänze verzichten muss (will).


    Später mehr....

  • Hallo Thomas,


    vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung. Kurz zu deinen Punkten:


    Wir haben uns bewusst für diesen Hausanbieter entschieden, da sowohl der Preis als auch viele weitere Aspekte gut in unser Budget passen. Wir haben zuvor mehrere andere Anbieter angefragt, die unsere finanziellen Rahmenbedingungen nicht erfüllen konnten. Mit diesem Anbieter liegen wir nun im Budget und haben bei der Grundrissgestaltung dennoch „fast“ freie Hand.


    Das Wohnzimmer empfinde ich ebenfalls als etwas klein. Allerdings möchte ich ungern Quadratmeter von meinen Eltern wegnehmen, und aktuell sehe ich leider keine gute Alternative, wie man den Grundriss sinnvoll anders gestalten könnte. Hättest du hierzu eventuell eine Idee oder einen Vorschlag?

    Das Bad im OG haben wir bewusst größer geplant, da dort die Dachschräge berücksichtigt werden muss. Aktuell überlege ich, ob es sinnvoll wäre, das Bad etwas zu verkleinern und daneben einen kleinen Abstellraum zu schaffen.


    Ralf, kurz zu deinen Anmerkungen:

    Wie bereits beschrieben, ist der Grundriss nach Südosten ausgerichtet, ebenso der Garten. Das Grundstück ist eben und insgesamt ca. 1.000 m² groß. Der Abstellraum hinter der Küche ist als Speisekammer vorgesehen.

  • Wir haben uns bewusst für diesen Hausanbieter entschieden, da sowohl der Preis als auch viele weitere Aspekte gut in unser Budget passen.

    Wie kann man den Preis kennen (bzw. wie kann der Anbieter einen solchen benennen), wenn man noch nicht weiß wie das Haus aussehen wird? Wieviele Fenster, welche Deckenspannweiten, welche Lastabtragung (Unterzüge, Stützen, Wände,....).


    Ich habe mal die Punkte angemarkert, die nicht gut sind.




    1. Tragende Wände wären schon schön. Diese haben eine Ausdehnung und kosten natürlich zusätzlich Raum. Die Wand zw. Eltern und Euch sollte mind. 24cm stark sein, Schallschutzziegel/ Kalksandstein. Dann werden die Mindestanforderungen an den Schallschutz zumeist erfüllt. Auch bei den Eltern sollte man noch über etwas mehr tragende Strukturen nachdenken.


    2. Technische Installationen. habe ich blau gemarkert. Diese fehlen, kosten idR 15 - 20cm. Dahinter verbergen sich dann die Rohrleitungen usw. Im DG ist das dank der gigantischen Größe des Bades egal; im EG wird es da schon wieder eng. Und: Das Wasser aus der Dusche und von den Waschtischen plätschert durch elterliche Wohnzimmer...? Nicht doch :)


    3. Wohnen vs. Wohnen. Die Eltern bekommen annähernd so viel Wohnzimmer wie Ihr 4. Auch werden bei Euch eher mal Gäste sein. Kinder, Eltern. Party. Die Gewichtung ist eher ungewöhnlich. Essplatz zu eng. Wohnen zu eng (gut, dass Du das möbliert hast, daran sieht man es besonders schön.).


    4. WC: Zu eng (wenn Installationen vorhanden sind.


    5. AR / Speisekammer: Klein und schlecht nutzbar.


    6. Treppe. Diese endet irgendwo mitten in der Flurfläche, ist mithin etwa 50 - 60cm zu lang. Das ist....mit Verlaub...schrecklich. Nicht machen. Niemals. Nicht. Nein!


    7. Kinderzimmer: Schlecht möblierbar. Schrankfläche wird durch Tür limitiert und man läuft volles Rohr auf den Schrank zu.


    Warum erarbeitet Euch der Fertighausanbieter nicht einen Entwurf mit seiner ganzen Kompetenz? Okay...das klingt leicht ironisch...ist auch so gemeint...viele können es nämlich wirklich nicht...


    Die Investition wird ja so oder so recht üppig sein. da würde ich mir etwas ordentlich Geplantes vorstellen. Das ist es jetzt erstmal noch gar nicht.

  • Ist das OG:

    ein Vollgeschoß?

    eine Dunkelkammer (größtenteils) ?

    ohne 2 Rettungweg? ( Bei einem Brandschutzing.-)?

    Wozu ist die Frage wichtig, ob das ein Vollgeschoss ist?

    Dunkelkammer: Ich vermute eine Dachschräge, die DFF sind nicht dargestellt.

    2. Rettungsweg: Es gibt 3 Fenster mit Breiten > 1 m, da sehe ich erst mal kein Problem, eine lichte Öffnung von 90 cm Breite hinzubekommen.


    Zum Grundriss: EG wie Thomas B, Wohnen/Kochen/Essen sind zu klein. Die Couch knapp vor dem Fernseher wäre nicht meins, spart allerdings Ausgaben für einen großes Gerät. :)


    Die Treppe ist viel zu kurz. Auch bei 1/4-Wendelung werden es nicht mehr als 14 Steigungen. Bei max. 20 cm zul. Steigung (die sehr unkomfortabel sind) ergibt sich eine Geschosshöhe von 2,80 m. Davon noch Decke und Fußboden OG abgezogen, bleibt eine Raumhöhe von max. 2,40 m im EG. Ist wohl zulässig, aber haben möchte ich so etwas nicht.


    Im OG Abstand Treppe - Wand 1,08 m abzgl. Putz - furchtbar. Badezimmer viel zu groß, auch mit Dachschrägen.


    Den Grundriss hat hoffentlich nicht der GÜ geliefert?

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Thomas B kann ich in allen Punkten nur zustimmen, hätte exakt die selben Skizzen gemacht, sitze aber momentan in der S-Bahn und freue mich, dass Du schon soviel skizziert hast! :bier:


    Noch einmal: Erstmal die vertragliche Konstellation überprüfen, dann den Vorentwurf!


    Bitte das gesamte Grundstück mit Nachbarschaft und Freiflächennutzung darstellen!


    Die Kinderzimmer und das Sportzimmer sollten vollständig möbliert, im DG die 1,0- und die 2,0 m-Linie und die Dachflächenfenster eingetragen werden (oder ist das baurechtlich ein Vollgeschoss?) , damit man 'mal sieht, wo man sich den Kopf stoßen wird.


    Im EG sind die Eingänge und Garderoben viel zu klein. Die Verbindung der beiden Wohneinheiten durch den Haustechnikraum finde ich mehr als problematisch und beiden WE fehlt jeweils ein echter Abstellraum. Ich würde ggf. über ein separates Heiz- und Lagerhaus nachdenken, wenn die max. zulässige Kubarur bereits ausgereizt ist.


    Auch mir fehlen Umgebung, Ansichten und Schnitte.


    Später mehr!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Auch an Dich die Frage: Wozu soll das wichtig sein?

    Wenn es um ein "Nicht-Vollgeschoss" wie ein klassisches Dachgeschoss unter geneigten Dachflächen und mit teilweise eingeschränkter Raumhöhe geht, wäre es sinnvoll, die Bereiche mit eingeschränkter Raumhöhe grafisch darzustellen, siehe:

    ... sollten ... im DG die 1,0- und die 2,0 m-Linie und die Dachflächenfenster eingetragen werden (oder ist das baurechtlich ein Vollgeschoss?)

    Im Fall "Vollgeschoss" wären umgekehrt die Fenster (-öffnungen) darzustellen, im anderen natürlich auch, das aber eben als DFF. Beides wirkt sich massiv auf die Nutzung der Räume und deren Möblierung aus. Siehe auch:

    ... mir fehlen Umgebung, Ansichten und Schnitte.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Freunde von mir bauen mit einem solchen Komplettanbieter. Werden bauen, wollen bauen.


    Entscheidungskriterium zwischen zwei Anbietern: Der eine bot a bisserl mehr Platz für a wengerl weniger Geld an plus ist der gleiche Anbieter wie beim DHH-Nachbarn.


    Immerhin hat der Anbieter im Gegensatz zu Euch selbst "entworfen".

    Aktueller Stand: Baubeginn avisiert Oktober 2025, aktuell "weiß nicht" - Februar 2026? März 2026? Klar ist jetzt schon, dass für einige Zeit diese Vorhaltungszinsen zu zahlen sein werden plus einige Monate mehr Miete. Der Vorteil bzgl Geld schrumpft derzeit demzufolge immer mehr zusammen. Vertragsstrafen laufen nämlich erst ab Baubeginn...


    Nächstes Problem: Die Abwasserrohre eines (!) Bades werden im Flur, im Abstellraum und in der Garderobe runterkommen (setzen, Note 6). Mühe zur Änderung ist nicht sichtbar, obwohl möglich. Solches hast Du ja als Laie überhaupt nicht bedacht. Warum auch, sowas lernt man im Studium.


    Noch ein Problem: Aufgrund der Statik wird dann mitten im Flur im OG eine Stütze 10cm von der Wand stehen.


    All diese Probleme sehe ich auf Euch zukommen. Maximal ausgenutzte Gebäudelänge heißt nicht optimal entworfener Raum. In meiner Eigenschaft als Energieberaterin komme ich in viele Gebäude und es ist in manchen so: Viel Raum, wenig Platz.


    Einfach zum Erklären der Probleme, die ihr Euch holen könnt mit solchen Anbietern.



    Daher auch mein Rat: Gebt bitte Geld für den Entwurf aus durch einen guten Entwerfer. Das spart nämlich Geld.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Wir haben uns bewusst für diesen Hausanbieter entschieden, da sowohl der Preis als auch viele weitere Aspekte gut in unser Budget passen. Wir haben zuvor mehrere andere Anbieter angefragt, die unsere finanziellen Rahmenbedingungen nicht erfüllen konnten. Mit diesem Anbieter liegen wir nun im Budget und haben bei der Grundrissgestaltung dennoch „fast“ freie Hand.

    Vorsicht mit solchen Angeboten! Der günstige Preis gilt für das Standard Haus mit seinem Standardgrundriss. Alles was Ihr selber dazu haben wollt wird extra kosten. Am Ende zahlt ihr ungefähr das gleiche wie bei anderen Anbietern. Ihr werdet zu diesem Augenblick nicht wissen was Ihr tatsächlich aufbringen müsst. Sobald der Grundriss steht wird kalkuliert und dann bekommt Ihr den tatsächlichen Preis genannt. Also, zuerst planen, dann rechnen und dann, also wirklich erst dann, den endgültigen Vertrag machen. Das Haus wird dann nicht mehr ganz so günstig sein, wie es den Anschein gemacht hat.


    Was mir an dem Plan fehlt, ist der Schnitt, damit man weiß, wie viel Kopfhöhe man im DG überhaupt hat. Evtl. passen die Möbel an der Traufseite gar nicht, weil zu niedrig und der Raum ist dann so nicht nutzbar. Kniestock und 45° Dach und Schreibtisch an der Außenwand wird nicht funktionieren, weil da der Monitor schon nur bis halber Tisch steht und an der Schräge anstößt. Ich sehe im Flur schon hinter der Treppe nen toten Raum. Der Einwand mit der Lauflänge der Treppe ist durchaus berechtigt, somit funktioniert die Situation nicht mehr. Auf den Abstellraum, der wohl die Speisekammer darstellen soll, würde ich verzichten. Man sieht ja wie schwer es ist da rein zu kommen. Man verzichtet auf wertvolle Ablagefläche und Schränke in der Küche. Lieber Küche a bisserl größer machen und dort genug Schränke für das ganze Gedöns vorsehen und auch auf diese Halbinsel verzichten. Dafür die Küche in U-Form bringen und maximal nutzen und die frei werdende Fläche kommt dem Wohnzimmer/Essbereich zugute. Aber erst mal muss der Eingangsbereich mit der Treppe gelöst werden. Es fehlt Stauraum. Letzten Endes wird der Sportraum als Abstellraum verwendet. Es gäbe auch die Möglichkeit Fenster und Türen so zu platzieren, dass man an den Wänden maximal Schränke stellen kann. Man kann eine Flurseite komplett als Schrankwand machen. Die gibt es nicht von der Stange, da muss ein Schreiner mit angepassten Einbauschranklösungen her, auch um evt in den Schrägen den Stauraum optimal nutzen zu können.


    Was passiert mit dem Dachspitz? Das wäre viel Volumen, kaum nutzbar, aber wird mitbezahlt. So gut wie kein einziger der 08/15 Häuslebauer verplant und nutzt diesen Raum. So gut wie jeder macht da nur ne Luke hin wo man dann den Weihnachtsschmuck lagern kann. Für mehr hat man einfach keinen Bock da hoch zu krabbeln. Was wäre damit diesen Raum für die Räume darunter mit zu nutzen, für z.B. Hochbett, um darunter mehr Spielfläche für die Kiddies zu haben? Da ist noch viel Potential für eine gescheite Planung drin.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ach noch was ist mir eingefallen. Brauchen die Eltern den Flur? Sie leben allein und könnte man auch alles offener gestalten. Das macht die ganze Geschichte schon mal großzügiger. Vorn einfach einen Windfang und Gang weg, dafür geht es direkt vom Wohnraum in die Räume. Küche würde ich neben dem Bad machen, somit ist die Wassergeschichte beieinander.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ....da sowohl der Preis als auch viele weitere Aspekte gut in unser Budget passen. Wir haben zuvor mehrere andere Anbieter angefragt, die unsere finanziellen Rahmenbedingungen nicht erfüllen konnten. Mit diesem Anbieter liegen wir nun im Budget und haben bei der Grundrissgestaltung dennoch „fast“ freie Hand.

    Meint Ihr wirklich, die anderen Anbieter waren zu doof/zu gierig, den Preis richtig zu kalkulieren?


    Könnte es nicht viel mehr sein, dass der aktuelle Anbieter "intellegenter" beim "Vergessen" :eek: von wesentlichen Punkten war?


    PS.: Eine Ersparnis kennen wir schon: Die Planung. Die hat er an die Käufer "outgesourcet" Und hinterher heist es dann: Wollten Sie doch SO

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Momentan spart er sich ja schon die Entwurfsarbeit. Ich ahne schon Kommentare wie: „Toller Entwurf. Möchten Sie bei uns als Architekt (in) anfangen?“

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  • So....jetzt ich nochmals.


    Ich denke wir sollten hier nicht am Ergebnis (dem Entwurf) feilen, Räume schieben, verkleinern, vergrößern, neu positionieren, sondern wir sollten erst einmal den allerersten Schritt vollziehen.


    Alles beginnt mit: Dem Raumprogramm. Da ist nichts skizziert, das ist Prosa. Oder eine kurze Liste.


    Was möchtest Du (wahrscheinlich)? Was ist sinnvoll (an Größe)?


    Erdgeschoß


    Hauptwohnung:


    - Eingang/ Garderobe ca. 8 m²

    - Küche ca. 8 m²

    - Wohnen/ Essen ca. 38 m²

    - Gäste WC ca. 2 m²

    - Abstr./ Speisekammer ca. 3 m²


    Elternwohnung:


    - Wohnen/ Essen ca. 36 m²

    - Schlafen 14 m²

    - Arbeiten AR 8m²

    - Bad 8 m²

    - Diele 10 m²


    Allgemein:


    Technikraum: ca. 10 m²


    EG gesamt: ca. 145 m²


    Dachgeschoß


    Kind 1 ca. 15 m²

    Kind 2 ca. 15 m²

    Bad ca. 12 m²

    Arbeiten ca. 12 m²

    Diele ca. 10 m²

    Schlafen/ Ankleide: ca. 18 m²


    DG gesamt: 82 m²


    da die Dachschrägen die tatsächliche Wohnfläche etwas reduzieren entsprächen den 145 m² im EG etwa 125 - 130 m² im DG


    Da ohne Keller gebaut wird, sollten Kellerersatzräume vorhanden sein. Da bietet sich bei einer opulenten Dachneigung von 45° natürlich der Spitzboden an. Im Spitzboden, der natürlich über eine ordentliche Treppe angebunden sein sollte (!) kann dann das Sportzimmer liegen (welcher Sport?) und danach der mehr als große Restdachboden (= Lagerraum).


    Mit diesen Informationen im Vorfeld käme ich spontan nicht auf die Idee die beiden Geschoße einfach übereinander zu stapeln. Entweder muss sich das EG massiv verkleinern oder das DG unnötig vergrößern (siehe Bad mit über 19m²). Es geht hier auch nicht um kleine Kompromisse und Stellschrauben. Ich hätte im DG schlicht und ergreifend etwa 50 m² zu viel Raum.


    Also muss der Planer hierauf reagieren. Oder es entstehen im DG zu große und zu viele und im EG zu kleine Räume. Das ist nicht nur nicht gut, es kostet auch unnötig Geld.


    Mit einem guten/ klugen Entwurf dürften die Einsparungen die Kosten des Planers locker übertreffen. Am Ende habt Ihr Geld gespart und eine bessere Entwurfslösung.

  • Reicht der HWR / Technikraum ohne Keller realistisch aus für:

    das Innenmodul der Wärmepumpe

    Speicher

    2 Waschmaschinen und 2 Trockner

    Putzschrank / Vorräte?

    Was ist mit dem Hausanschluss? Zählerschrank? Evtl. Unterverteilungen? Arbeitsraum beachten der frei gehalten werden muss.

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    .

  • Ich würde Waschmaschinen / Trockner und andere Haushaltsgeräte sowieso nicht in den HAR / Heizungsraum stellen (Abgabe von Stäuben, Pulvern und Feuchtigkeit), sondern in einen separaten Raum - und zwar bevorzugt in unmittelbarer Nähe zur Wäscheaufbewahrung (Ankleide) oder benachbart zum Schlaf- oder Badezimmer. Nein, das ist vernünftigen Türen überhaupt nicht zu hören!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich würde Waschmaschinen / Trockner und andere Haushaltsgeräte sowieso nicht in den HAR / Heizungsraum stellen

    Das kommt aus der Zeit, als Heizungen noch die (Verbennungs))Luft noch direkt aus dem Raum ansaugten und so eine Art mech. Lüftungsanlage waren. Also aus den 60´ern und ´70ern. ;)

    Nein, das ist vernünftigen Türen überhaupt nicht zu hören!

    Was bedeutet Türblätter mit Röhrenspanfüllung (min.) Gibts nicht im Baumarkt, ggf. da nicht mal auf Bestellung. Nicht bloß Pappwabe oder Röhrenspanstreifen, sondern massiv Röhrenspan. Brauchen auch andere/mehr Bänder.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Was bedeutet Türblätter mit Röhrenspanfüllung (min.) Gibts nicht im Baumarkt, ggf. da nicht mal auf Bestellung. Nicht bloß Pappwabe oder Röhrenspanstreifen, sondern massiv Röhrenspan. Brauchen auch andere/mehr Bänder.

    Und eine Bodenabsenkdichtung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich würde Waschmaschinen / Trockner und andere Haushaltsgeräte sowieso nicht in den HAR / Heizungsraum stellen (Abgabe von Stäuben, Pulvern und Feuchtigkeit), sondern in einen separaten Raum ...

    Das halte ich wie Ralf Dühlmeyer für überflüssig. So viel Staub und Feuchtigkeit entstehen da nach meiner Erfahrung nicht.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Das halte ich wie Ralf Dühlmeyer für überflüssig. So viel Staub und Feuchtigkeit entstehen da nach meiner Erfahrung nicht.

    Ich sehe das bei der Gutachtenerstellung in sehr unterschiedlicher Form. Ich würde jedenfalls Haushaltgeräte und TGA nicht im selben Raum arbeiten lassen, weil sie sich gegenseitig eher negativ als positiv beeinflussen. Waschmaschinen verlieren heute auch nicht mehr alle paar Wochen einige Liter heiße Waschlauge oder Trockner große Dampfwolken - wobei die noch nie gut waren für die Heizungsanlage nebenan.


    Anyway, das soll jede/r handhaben wie er oder sie will. Man sollte sich nur bei der Anordnung im Haus sich einmal kritisch fragen, ob es im konkreten Fall objektive positive sachliche Gründe für die Position gibt, statt einfach nur zu machen, was alle schon immer gemacht haben - was ja auch nicht unbedingt falsch sein muss. Mitunter landen dann auch mal der Heizungsraum oder der HWR im DG oder ein einem separaten Gebäude an der Grundstücksgrenze oder neben der Garage oder was auch immer.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich würde mir noch überlegen, wo die Wäsche getrocknet werden soll. Bei uns wandert nicht alles in den Trockner, schon gar nicht im Sommer. Da stellt sich dann die Frage, welche Wege muss man mit dem Wäschekorb zurücklegen. Bei Familien mit Kindern kommt einiges an Wäsche zusammen die man über´s Jahr gesehen durch die Gegend schleppt.

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    .

  • Ahöm….die Lage von Trockner u Waschmaschine sind, so finde ich, im Augenblick wohl das geringste Problem.


    Beim derzeitigen Überangebot an m2 im DG ließe sich hier noch ein veritabler HWR von geradezu epischer Größe unterbringen lassen.

  • Naja, bei der Hausbreite hast im Dachspitz gerade mal noch einen schmalen Streifen von Daumen mal Pi 1,50m mit 2 Meter Kopfhöhe, je nach Geschosshöhe. Da ist nicht viel Luft für einen Sportraum, je nachdem was man da machen will. Eine Treppe dort hin muss dann nahezu genau mittig sein. Muss man in seiner Grundrissplanung berücksichtigen.


    Im DG muss man 1,10m abziehen, die unterhalb der 2m Linie sein werden. Man kann da noch ein Bett hin schieben, wobei man beim Aufstehen aufpassen muss. Die Badewanne wird schon kritisch, weil da kann man nicht in der Wanne stehen. Aber OK, mit Vorwandinstallationsebene kann man noch aufrecht zur Wanne hin, beim Einsteigen wird man sich aber schon bücken müssen. WC ähnlich. Da muss man sich schon vorher bücken um dort hinzukommen und sich hinzusetzen. Aber so kann man auch die Stehpinkler verhindern ( :face_with_tears_of_joy: ). Aber selbst wenn man diese Fläche abziehen würde, so wäre gut Platz im DG um sich planerisch auszutoben.


    Es ist noch viel zu tun...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...