Fußbodenaufbau Bad (ohne Dusche/Wanne)

  • Hallo ihr Lieben,


    ich benötige einmal eure Hilfe.

    Wir bauen gerade eine kleinen Raum neu als Bad aus (Toilette und Waschbecken), kein klassischer Feuchtraum.

    De ursprüngliche Bodenbelag sind Spanplatten, fest verbaut (alter Holzbalkenboden).

    Unsere Idee ist nun darauf XPS Platten zu legen und darauf eine elektrische FBH sowie Entkopplungsmatten (im Kaltbereich). Diese dann mit Nivilliermasse einzukleben und darauf Fliesen.


    Die Frage ist jetzt: Wenn ich die XPS Platten mit Flexkleber vollflächig auf die Spanplatten klebe würde ja Feuchtigkeit eindringen und die Platten aufquellen.

    Wie bekomme ich hier eine venünftige Feuchtigkeitssperre rein, ein Sperrgrund alleine würde vermutlich nicht reichen, oder? Eine andere Idee wäre eine 2K-Epoxid Schicht, aber nicht gerade günstig.


    Hat jemand Ideen und kann mir helfen? Die XPS Platten sind bereits verkauft und sollten auch verwendet werden.

    DAAAANKE!!!

  • De ursprüngliche Bodenbelag sind Spanplatten, fest verbaut (alter Holzbalkenboden).

    Unsere Idee ist nun darauf XPS Platten zu legen und darauf eine elektrische FBH sowie Entkopplungsmatten (im Kaltbereich). Diese dann mit Nivilliermasse einzukleben und darauf Fliesen.

    Für die fachgerechte Verlegung von Fliesen sind im Wesentlichen zwei Arten von Untergründen geeignet:

    • mineralische
    • solche aus Holz (-werkstoffen)

    (hier sehr schön erklärt). Schaumkunststoffe zählen nicht zu den geeigneten Untergründen. Eine Ausnahme stellen die zementös beidseitig mit einem Glasfaser(?)-Gewebe kaschierten XPS-Platten vom Erstanbieter Wedi dar (oder ähnliche von anderen Anbietern), welche heute häufig als Umbauungen für Sanitärobjekte oder Installationen etc. und als befliesbare Duschböden eingesetzt werden, letzteres aber auch eher schwimmend.


    Im Bodenaufbau sind unkaschierte XPS-Platten wegen ihrer hohen dynamischen Steifigkeit nicht als Trittschalldämmung geeignet, aber mangels Lastverteilschicht auch nicht dafür, direkt oder indirekt beklebt zu werden, denn einen fachgerechten Estrich bilden sie auch nicht. Also, die Idee ist nicht so toll.


    Deine Überlegung

    Die Frage ist jetzt: Wenn ich die XPS Platten mit Flexkleber vollflächig auf die Spanplatten klebe würde ja Feuchtigkeit eindringen und die Platten aufquellen.

    Wie bekomme ich hier eine venünftige Feuchtigkeitssperre rein, …

    geht also an der eigentlichen Frage vorbei!

    Hat jemand Ideen und kann mir helfen?

    Verlege die Fliesen mit Entkoppelungsmatte auf den Spanplatten - oder baue einen vernünftigen und fachgerechten schwimmenden Estrich ein und verlege die Fliesen dann darauf!

    Die XPS Platten sind bereits verkauft und sollten auch verwendet werden.

    DAAAANKE!!!

    Okay, dann halt :pfusch: !

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die XPS Platten sind bereits verkauft und sollten auch verwendet werden.

    DAAAANKE!!!

    Stell Dir doch mal vor, zu Dir käme einer Deiner Patienten und würde sagen:

    Ich habe Medikament XY aus dem Bestand/Vorrat meiner/s ??, das sollte bei der Therapie verwendet werden.

    Was wäre Deine Reaktion? :eek:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hat jemand Ideen und kann mir helfen?

    Wieviel Aufbauhöhe steht zur Verfügung?

    Was befindet sich unter diesem Raum?

    Details zur Holzbalkendecke?


    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann handelt es sich um eine Holzbalkendecke die einfach von oben mit Spanplatten beplankt wurde. Da würde ich mir erst einmal Gedanken über die Statik der Decke machen (Abmessungen, Balkenstärke, Abstände, Dicke der Beplankung usw.), denn der beste Bodenaufbau wird nicht mitspielen wenn die Balkendecke bereits Probleme bereitet (Durchbiegung?). Dabei geht es weniger darum, ob die Decke einstürzen könnte, das sollte natürlich auch verifziert werden, sondern um so Dinge wie Durchbiegung und Schwingen der Decke.

    Im nächsten Schritt würde man dann die Anforderungen an den Aufbau definieren, auch in Hinblick auf die Bauphysik (Wärme-/Feuchtedurchgang, Schall....). Hier kommt dann, neben den Materialien, auch die Aufbauhöhe mit in´s Spiel.


    Ob man hier die XPS Platten sinnvoll einsetzen kann? Evtl. als Wärmedämmung unter einem Trocken(bau)-Estrich.


    Mögliche Aufbauten findet man auch bei den Herstellern von Dünnschicht-FBH (wasserführend). Ich würde versuchen einen bewährten Aufbau zu wählen, vor allen Dingen um das Risiko für Schäden zu minimieren. Es wäre ärgerlich wenn man nach 1 Jahr festellen müsste, dass man noch einmal von vorne beginnen darf.

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  • Ich vermute, auf der Holzbalkendecke gibt es schon einen Dielenboden, auf dem die Spanplatten befestigt wurden, um eine glatte Oberfläche für den Fußbodenaufbau zu bekommen. Ist denn genug Aufbauhöhe für das Vorhaben vorhanden?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich vermute, auf der Holzbalkendecke gibt es schon einen Dielenboden, auf dem die Spanplatten befestigt wurden, um eine glatte Oberfläche für den Fußbodenaufbau zu bekommen.

    Weshalb sollte dann noch XPS oben drauf?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Deswegen wäre es interessant zu wissen, was sich unter diesem Raum befindet. Der TE schreibt ja von "Kaltbereich", leider nicht eindeutig, was zumindest ein Indiz dafür ware, dass sich unter dem Raum ein unbeheizter Raum (Keller?) oder gar Außenluft befindet. Gerade bei älteren Gebäuden findet man ja teils abenteuerliche Konstruktionen.

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  • Ich nehme an, wegen der FBH als Dämmung darunter?

    Die marktüblichen elektrischen Widerstandsheizmatten (Beispiel) werden typischerweise ohne Wärmedämmung direkt auf den Estrich aufgeklebt. Sie sind wegen ihrer energetischen Ineffizienz sowieso nur als Bodenerwärmung in den Lauf- und Standbereichen von Bädern oder anderen barfuss begangenen Räumen ohne Teppichboden sinnvoll. Eine damit bewirkte vollwertige Raumheizung möchte man nicht bezahlen - da wäre jede wassergeführte Heizung günstiger. Sie haben mit Leistungen von +/- 150 W/m2 eine Wärmeabgabe, bei der die Oberflächentemperatur auch ohne thermische Abschirmung nach unten schnell in den kritischen Bereich kommen kann. Dann schalten die Heizungen ab. Es würde aufgrund der geringen thermischen Masse auf einer Wärmedämmung sehr schnell wieder fusskalt. Dafür ist die fehlende Wärmedämmung nach unten wiederum als Puffer recht sinnvoll.


    Diese elektrischen Heizungen werden deshalb auch häufig als "Infrarot-Speicherheizungen" beworben. In geringem Umfang und ausdrücklich aus Zusatzheizung zur Bodentemperierung haben wir die im Altbau auch schon verbaut - mit nachdrücklichem Hinweis auf den zu erwartenden kräftigen Stromverbrauch und der Empfehlung Schaltuhr und Thermostat zu nutzen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo ihr Lieben,

    ich möchte den Fußbodenaufbau nach Rücksprache mit einem Fliesenleger wie folgt machen:

    Auf die Spanplatten kommt eine OSB-Platte, darauf die Entkopplungsmatte und die Fußbodenheizung, darauf dann Flexkleber und die Fliesen.


    Jetzt habe ich noch folgende Frage: Wie wird die Entkopplungsmatte befestigt? Geklebt oder z.B. getackert?

    Benötigt man in diesem Aufbau zwangsläufig eine Niviliermasse?


    Danke!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ivy

  • ich möchte den Fußbodenaufbau nach Rücksprache mit einem Fliesenleger wie folgt machen:

    Auf die Spanplatten kommt eine OSB-Platte, darauf die Entkopplungsmatte und die Fußbodenheizung, darauf dann Flexkleber und die Fliesen.

    • Wie werden die beiden Holzwerkstoffplatten dauerhaft miteinander verbunden?
    • Entkopplungsmatten werden vor allem eingesetzt, damit sich Risse aus dem mineralischen Untergrund nichtbinär in die Fliesen fortsetzten. Auf einer OSB-Platte sind sie damit überflüssig - schaden aber auch nicht.
    • Manche Entkoppelungsmatten können auch als Abdichtung dienen. Andernfalls ist je nach Wasserbeanspruchung eine Abdichtung des Bodens erforderlich, Hochzüge an den Wänden dann nicht vergessen!

    Jetzt habe ich noch folgende Frage: Wie wird die Entkopplungsmatte befestigt? Geklebt

    ja, nach Verlegevorgaben der Hersteller mit Fliesenkleber auf dem Untergrund verlegen.

    oder z.B. getackert?

    :wall: (siehe „Abdichtung“) NEIN!

    Benötigt man in diesem Aufbau zwangsläufig eine Niviliermasse?

    Das hängt von der Ebenheit und Lage des Unterbaus ab! Ich persönlich würde eher den Unterbau aus- und dann waagerecht und eben wieder einbauen, als mir die OSB-Platte mit feuchter, nein nasser Nivelliermasse aufzuweichen.


    Sei mir bitte nicht böse, aber Deine Nachfrage zeigt mir, dass Du weder die einzelnen Schichten wirklich kennst (zumindest kein räumliches Bild von ihnen vor Augen hast) - auch von ihrer Verarbeitung nicht - und ihre Funktion nicht vollständig verstanden hast. Du solltest deshalb ernsthaft überlegen, ob dieses potentiell sehr schadensträchtige Werk nicht ein ziemlich risikobehafteter Start in eine DIY-Karriere wäre und Du es nicht lieber einem Fliesenleger überlassen und so viel Lehrgeld sparen möchtest!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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