Baumangel neue Fenster /Schimmel bitte um dringenden Rat

  • Hallo zusammen,


    ich benötige fachlichen Rat zu einer kürzlich erfolgten Fenstermontage in einem Mehrfamilienhauses von 1956. Meiner Einschätzung nach liegt hier ein schwerer Montagefehler vor, die Firma wiegelt jedoch ab.

    Die Situation:

    An einer neu eingebauten Balkontür gibt es erhebliche Unstimmigkeiten bei der Abdichtung zum Mauerwerk:

    • Undichte Anschlussfuge: Das Kompriband sitzt oben fest, ist aber ab einer Höhe von ca. 50 cm nach unten hin komplett locker. Ich kann dort einen Zollstock problemlos 16 cm tief am Band vorbei ins Mauerwerk schieben. Dahinter scheint nur Hohlraum zu sein .Bis ich auf (Bauschaum treffe ?.)
    • Vergessene Hilfsmittel: Auf der gegenüberliegenden Seite stecken noch die Montagekeile im Rahmen. Das Kompriband ist dort teilweise 6cm tief ins das Mauerwerk gerutscht und erfüllt keine Dichtfunktion mehr?
    • Offene Stellen: Im Bodenbereich zur Wand hin kann ich mit drei Fingern ca. 4 cm tief in die Öffnung fassen.
    • Folgeschäden: Unter der Tapete an der angrenzenden Wand hat sich nun Schimmel gebildet.
    • Stellt ein lose sitzendes oder nach innen gerutschtes Kompriband mit 16 cm tiefen Hohlräumen einen anerkannten Baumangel (Verstoß gegen die RAL-Montage / DIN 4108-7) dar?
    • Wie wahrscheinlich ist es, dass der Schimmel durch die auskühlende Flanke (Wärmebrücke aufgrund der fehlenden Dämmung/Abdichtung) entstanden ist?
    • Reicht ein einfaches "Überputzen" hier aus, oder muss die Abdichtung zwingend fachgerecht erneuert werden?
    • Wie sichere ich am besten Beweise?


    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Bildvorschauen anders angeordnet

  • Ich habe auch das vor meinem Fenster entdeckt .Ist das aufsteigende Feuchtigkeit ?

    Kommt evt der Schimmel von da ?


    Lieben Dank


  • Um Deine Rolle und Deine rechtliche Situation zu klären, erstmal zu den Eigentumsverhältnissen: Bist Du Eigentümerin oder Mieterin?


    Für die Diagnose würde ich zuerst messen, wie feucht die Wand wo tatsächlich ist und welche Oberflächentemperaturen an einem Frosttag wie heute zu messen sind. Das dürfte reichen. Auf den ersten Blick vermute ich eher andere (Haupt-) Ursachen als eine mangelhafte Fenstermontage.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wohne direkt über dem Fleck

    .Habe gemessen und es wurden nur werde über der Leiste wo der Schimmel ist .80 bis 125 Digits angezeigt .

  • Entschuldigt mein Handy spinnt.

    Also ich habe gemessen .Natürlich bin ich nur ein Laie aber es wurden mir an der Schimmligen Wand zwischen 70 und 125 Digits angezeigt .

  • Entschuldigt mein Handy spinnt.

    Also ich habe gemessen .Natürlich bin ich nur ein Laie aber es wurden mir an der Schimmligen Wand zwischen 70 und 125 Digits angezeigt .

    • Welches Gerät hast Du zur Feuchtebestimmung eingesetzt?
    • Wieviele Digits zeigt das Gerät maximal an?
    • Wie verteilen sich welche Messwerte über die gesamte Außenwand (gesamte Höhe und Breite) und über die angrenzenden Innenwände?
    • Wie interpretierst Du die festgestellte Feuchteverteilung?

    Als Mieterin beschränkt sich Deine Rolle darauf, dem Vermieter die festgestellten Symptome mitzuteilen und zur Beseitigung aufzufordern.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Über die gesamte Leiste habe ich diese Werte gemessen . Auch als ich die Leiste abgenommen habe. Bis zur Wandecke ca halber Meterlang waren diese Werte zu messen . Bis zu 8 cm in die höhe messbar. Danach nahm es ab auf ca 60 bis 50 Digits auf 1 Meter Höhe waren es nur noch 45 Digits.Die angrenzende Innenwand zeigt 35 bis 45 Digits .Auch im leisten Bereich.


  • Natürlich bin Laie ich weiss nicht ob das korrekt so gemessen ist.Ob Kabel in der Wand usw die Messungen beinträchtigen können.

    Die Hausverwaltung möchte mir ein falsches Lüftungsverhalten zusätzlich unterstellen.

    • Das Haus sieht nach einem Baujahr in den 1950er bis 1960er Jahren aus. Stimmt das?
    • Ist die Decke zum Keller unter der Wohnung eine Stahlbetondecke?
    • Welche Temperaturen sind auf der Innenseite der Außenwand in den verschiedenen Höhen zu messen, welche kurz neben dem Fenster, in der Fensterleibung?
    • Welche Temperatur hat die nackte Fussbodenoberfläche?
    • Welche Raumlufttemperatur und rel. Luftfeuchte wird in dem betroffenen Raum üblicherweise gehalten?
    • Wie hoch ist bei mittlerer Stellung der Heizkörperthermostate in der Raummitte in einer Höhe von ca. 1 m (Tischplatte) die Raumlufttemperatur und wie die relative Luftfeuchtigkeit, nachdem mehrere Stunden nicht gelüftet wurde?
    • Wo befinden sich die Heizkörper?
    • Wie sind die Oberflächentemperaturen und die Raumlufttemperatur im Keller?
    • Welche Außentemperatur herrschte zum Zeitpunkt der Messungen?

    Natürlich bin Laie ich weiss nicht ob das korrekt so gemessen ist.Ob Kabel in der Wand usw die Messungen beinträchtigen können.

    Ja, das können sie - gerade im Sockelbereich.

    Die Hausverwaltung möchte mir ein falsches Lüftungsverhalten zusätzlich unterstellen.

    Bei einer Wohnung über dem Keller ist bei dieser Symtomatik eine andere Ursache als eine Undichtigkeit der Anschlussfugen an die neuen Fenster in der Tat erheblich wahrscheinlicher.


    Wo genau steht das Haus? Dein Eintrag „Fenster“ ist Unsinn und nicht hilfreich!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Fenster habe ich geschrieben da diese auch alle neu verbaut wurden im November .Hinterm Kompriband Hohlräume sind .Genau an der Wand wo die Hohlräume sind ist auch der Schimmel daher habe ich Fenster geschrieben .

  • Beantworte bitte möglichst viele meiner Fragen wahrheitsgemäß, wenn es hier noch weitergehen soll.


    Die Hydromette scheint nach Herstellervorgabe richtig eingestellt und halbwegs sinnvoll eingesetzt werden zu sein - wenn auch mit sehr wenig Abstand zum Boden.


    Die

    80 bis 125 Digits …

    sprechen für eine relevante Bauteilfeuchte, sagen aber nichts über deren Herkunft. Deshalb braucht es hier die o.g. Messungen:

    • Welche Temperaturen sind auf der Innenseite der Außenwand in den verschiedenen Höhen zu messen, welche kurz neben dem Fenster, in der Fensterleibung?
    • Welche Temperatur hat die nackte Fussbodenoberfläche?
    • Welche Raumlufttemperatur und rel. Luftfeuchte wird in dem betroffenen Raum üblicherweise gehalten?
    • Wie hoch ist bei mittlerer Stellung der Heizkörperthermostate in der Raummitte in einer Höhe von ca. 1 m (Tischplatte) die Raumlufttemperatur und wie die relative Luftfeuchtigkeit, nachdem mehrere Stunden nicht gelüftet wurde?
    • Wie sind die Oberflächentemperaturen und die Raumlufttemperatur im Keller?
    • Welche Außentemperatur herrschte zum Zeitpunkt der Messungen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Raumtemperatur liegt zwischen 19 bis 21 Grad Luftfeuchte 50 bis 55 trotz lüften .

    Wandtemperatur konnte ich nicht messen da an dem geliehenen Gerät nichts mitgegeben wurde bzw nicht mehr vorhanden ist.Haus Baujahr 1956.

    Wenn nicht gelüftet 58 bis 63 Luftfeuchtigkeit .

    Heizung steht immer auf 2,5 Gußeisen Heizung .Aber richtig einstellen lässt die sich nicht ist meist sehr warm .Temperatur zur Messung -2 Grad draußen .Mehr Infos habe ich leider nicht.

  • Lüften 3 bis 4 mal Täglich quer .Alle Heizungen auf 2,5 .

    Darf ich fragen woher du dein Fachwissen hasst?

    Liebe Grüße

  • Oh ok .Danke 😊

    Ja ich kenne mich mit dem Thema überhaupt nicht aus .

    Daher habe ich mich hier angemeldet.

  • Ich halte bei den genannten Daten eine Taupunktunterschreitung auf der Wandoberfläche oder sogar in der Wand für relativ wahrscheinlich (bzw. für rechnerisch nachgewiesen), siehe anhängende Screenshots von kostenlos nutzbaren Online-Rechnern:




    Wer für diese Taupunktunterschreitung die Hauptverantwortung trägt, mag ich wegen der vorliegenden ausschließlichen Ferndiagnose nicht bewerten. Die Konstruktion ist vermutlich noch bauzeitlich, damals regelkonform gewesen und so per se nicht zu beanstanden.


    Bei einer um 1 - 2 ° C höheren Raumlufttemperatur oder einer Senkung der Raumluftfeuchte durch häufigeres Lüften wäre das Problem sicher kleiner.


    Erschwerend kommen die geometrische Wärmebrücke zur Kellerdecke und eine vielleicht sogar zusätzlich durch Löcher nur noch eingeschränkte Abdichtung gegen Erdreich sogar sowieso schon feuchte Kellerwand hinzu.


    Ich will nicht schreiben, dass die Fensterandichtung in Ordnung ist, aber ich sehe in jedem Fall ein rechnerisch nachweisbares Problem vom Kondensatausfall, dass sich vermutlich am Objekt auch messtechnisch nachweisen lässt. Etwas mehr Heizwärme und etwas mehr Lüftung könnten das Problem in den unkritischen Bereich bringen.


    Dass das Problem nach dem Fenstertausch wahrnehmbar wurde, könnte ganz schlicht daran liegen, dass das Kondensat vorher an den Fenster ausfiel, welche nach dem Austausch nun nicht mehr die kältesten Raumoberflächen sind und deshalb trocken bleiben. (Nicht die Fenster sind böse, sie sind nur nicht mehr das thermisch schlechteste Bauteil der Gebäudehülle).


    Unabhängig davon kann es auch noch weitere Schwachpunkte der Außenwand geben (Wärmebrücken), welche den Tauwasserausfall punktuell auf sich konzentrieren. Das muss man einfach am Objekt messen.


    Die juristische (mietrechtliche) Bewertung überlasse ich den entsprechenden Fachleuten im Forum. Eric , magst Du etwas dazu schreiben?

    Skeptiker Da er sehr ausführlich gefragt hat Dachte ich er kommt vielleicht aus der Bau Branche.

    Ja, komme ich. Das steht so auch deutlich in meinem Profil. Da sich seit 35 Jahren in B lebe und arbeite, kenne ich auch solche Häuser ganz gut.

    Ja ich kenne mich mit dem Thema überhaupt nicht aus .

    Ich schon, andere aber auch!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke für deine sehr Ausführliche Antwort und die Mühe.

    Mehr als 3 bis maximal 4 mal quer lüften ist nicht drin da ich auch Arbeiten muss.

    Ich lüfte ca 10 min je Lüftungsvorgang .

    Und nach Bedarf zb.Nach dem kochen oder Duschen .Wäsche trockne ich nicht in der Wohnung .

  • Ich weiss von mindestens 9 weiteren Mietparteien das diese auch Schimmel an den Außenwänden hatten oder haben .Keine Erdgeschoss Wohnungen .

  • Mehr als 3 bis maximal 4 mal quer lüften ist nicht drin da ich auch Arbeiten muss.

    Ich lüfte ca 10 min je Lüftungsvorgang .

    Und nach Bedarf zb.Nach dem kochen oder Duschen .Wäsche trockne ich nicht in der Wohnung .

    Ich habe nicht geschrieben, dass Du objektiv zu wenig heizt oder lüftest. Ich meine aber sehr wohl, dass schon ein wenig mehr Wärme und / oder etwas weniger Luftfeuchtigkeit das Problem verringern bis sogar vollständig beseitigen könnten.


    Eine ohne Raufaser direkt gestrichene Wandoberfläche würde einem Schimmelpilz darüber hinaus den wichtigsten notwendigen Nährboden entziehen.


    Auf meine Frage zu den Heizkörpern hast Du leider nicht geantwortet.


    Ich bin mir anhand der Bilder nicht völlig sicher, dass es sich um einen akuten aktiven Schimmelpilzbefall handelt.


    (Für mich endet die kostenlose Beratung hier. Du kannst mich per Konversation direkt anfragen und ich Dir ggf. ein Angebot für örtliche Messungen machen. Der Preis ist überschaubar und hängt vor allem von der Lage der Wohnung, also der Dauer meiner An- und Abfahrt ab.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Danke für das Angebot.

    Schreibst du auch Gutachten ?

    Liebe Grüße

  • Danke für das Angebot.

    Ein Angebot kommt dann ggf. noch! :)

    Schreibst du auch Gutachten ?

    Ja.

    (In exakt einer Woche fahre ich für einen längeren Urlaub weg!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wenn das Bild #,1 der jetzige Zustand sein sollte, sehe ich auch ein Abdichtungsproblem.


    Es fehlt die Abdichtung der Fensterleibung und der Fensterbank an den Türstock. Außerdem gibt es eine Rolladenführungsschiene und von dort kann Rolladenwasser ins Mauerwerk im Erdgeschoss einfliesen. Aufklärung in Bezug auf diese Mitursache würde eine raumseitige Feuchtemessung in unterschiedlichen Tiefen des Mauerwerks bringen ( nimmt die Feuchtigkeit in der Tiefe ab oder zu ? ).


    Gab es die Schimmelbildung schon vor dem Fensteraustausch? Warum und weshalb erst jetzt aufgefallen?

  • Gab es die Schimmelbildung schon vor dem Fensteraustausch? Warum und weshalb erst jetzt aufgefallen?

    siehe:

    Dass das Problem nach dem Fenstertausch wahrnehmbar wurde, könnte ganz schlicht daran liegen, dass das Kondensat vorher an den Fenstern ausfiel, welche nach dem Austausch nun nicht mehr die kältesten Raumoberflächen sind und deshalb trocken bleiben. (Nicht die Fenster sind böse, sie sind nur nicht mehr das thermisch schlechteste Bauteil der Gebäudehülle).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Skeptiker: Kann so sein. Warten wir ab, ob die TE das auch bestätigt.


    Wenn ich die Ausführung ( fehlende Schlagregendichtheit und fehlende Abdichtung ) auf der Fensteraußenseite sehe, dann stellt sich auch gleich die Anschlußfrage, wie es mit der raumseitigen Luftdichtheit bestellt ist.