Hallo,
ich beschäftige mich gerade mit der Dämmung meiner Kellerdecke und verstehe nicht so ganz was ich machen soll.
Vorneweg, bevor die Frage nach der Planung kommt:
Der Energieberater, der hier war sagte ganz klar: Ja, die Kellerdecke muss man dämmen, das steht so im GEG, es muss ein U-Wert von 0,3 her. Hat er ja recht. Viel gekostet hat er nicht, die Aussage war nichts wert, derjenige, der was wert ist, kostet aber soviel, dass er sich erst in 60 Jahren rentiert. Aber, ich schweife ab. Die Frage ist nun: Ist es wirtschaftlich sinnvoll und vertretbar?
Die lichte Höhe des Kellers würde sich in manchen Räumen auf 205 cm absenken.
Die Rohrleitungen führen in manchen Räumen zu einem sehr hohen Aufwand
In 3 Räumen führen Rohre in Rohrkästen entlang der Außenwände der Räume, so dass dort eine vollwertige Dämmung nur mit verhältnismäßig hohem Aufwand realisierbar ist.
Kurz und gut: Ich rechne mit ca. 3000-5000 Euro Kosten als DIY oder eben mehr, wenn ich es machen lasse.
110 qm Decke.
Keller ist ungeheizt und grenzt an Erdreich. 2/3 des Kellers sind völlig von Erde umschlossen, an der Nordseite ist der Keller zu 1,8m im Erdreich, ca 40 cm schauen raus.
Baujahr: 1962
Kellerdecke: Betonbalken, Dazwischen Hohlblocksteine, 20 cm, darüber 4 cm Beton.
Kellerwände: 30 cm Bimshohlblock, 3-Kammer
Auf der Kellerdecke liegen 5mm PE-Schaumfolie, darüber 5 cm Estrich mit FBH, Abstand 10 cm, VL 34 Grad.
Raumtemperatur oben 21 Grad, im ungeheizten Keller 14 Grad im Winter.
80 % des Kellers sind Sockelgedämmt, die Dämmung reicht ca 40 cm in das Erdreich.
Gebe ich das bei Ubakus ein, so bekomme ich für die Decke
einen Konstruktiven U-Wert von 1,592 und einen Effektiven U-Wert von 0,506.
Das verstehe ich nicht. Da die Kellerdecke doch ein beheiztes Bauteil ist und nicht nur Wärme durchlässt, sondern auch noch Wärme selber abstrahlt, müsste der eff. U-Wert doch viel höher sein???
Wenn ich jetzt 6 cm PUR, altkaschiert unter die Decke hänge, sinkt der U-Wert plötzlich auf sensationelle 0,332 konstruktiv und 0,23 effektiv.
Ich kann mir nun nicht ganz vorstellen, dass 60 mm PUR den Durchlass um 1,2 Watt senken können?
Ist Ubakus da ungenau?
Kann das stimmen?
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier was nicht stimmt, weil (aus meiner Intuition heraus) der Wärmedurchlass eines beheizten Bauteils doch irgendwie anders beschrieben werden muss, als der eines passiven Bauteils? Es kommt doch nicht nur Verlustwärme an, die von oben nach unten durch die Decke wandert, sondern auch Wärmeverlust, weil die FBH auch nach unten heizt?
So: Nun die Rechnung:
Aktuell hat das EG von 01.02.2025 bis 31.12.2025 als dreiköpfige Familie 700 Liter Öl für die FBH verfeuert.
Daraus hat der Ölbrennwertkessel laut Wärmemengenzähler im Heizkreislauf der FBH rund 6,9 MWh gemacht.
Die Heizkosten für das EG liegen also für 110 qm Wohnfläche bei rund 700 Euro.
Sollten die Werte von Ubakus stimmen, so würde ich..... was sparen?
Wenn ich den U-Wert um 1,3 Verbessen würde, und annehme, dass die FBH 7 Monate im Jahr arbeiten muss (okay: 8 )dann sind das ca 823 kWh oder 0,823 MWh
In Öl gerechnet sind das rund 82 Liter Öl. Eher weniger, denn die Temperaturdifferenz von 7 Grad gibt es ja nicht die ganze Heizperiode über. Auch im saukalten Winter ist bei völlig ungeheiztem EG (Umbauphase) und Minusgraden draußen die Kellertemperatur nie unter 13 Grad gefallen.
Teile ich nun die Kosten für die Dämmung (sagen wir 3500 Euro) durch 80 Liter Öl, dann amortisiert sich das (ohne Berücksichtigung der Inflation) in ca 40 Jahren.
Was beim Energieverbrauch noch nicht berücksichtigt wurde: Die Heizrohre waren aus bestimmten Gründen in der gesamten Zeit (01.02-31.12.) umgedämmt und sind jetzt gedämmt.
Ich habe ehrliche Zweifel, ob sich die Kellerdeckendämmung rechnet, verstehe aber nicht, wie die U-Werte meiner Kellerdecke zu interpretieren sind.
Danke
CH