PE25 - Rohr als Installation im Haus - eine gute Idee?

  • Einen schönen guten Abend!

    Habe heute entdeckt, dass das Rohr, das von der Wasseruhr ins (neu zu installierende) Bad vom Typ PE25 ist. Das schwarz/blaue. Es endet direkt unterm Waschtisch (alt und neu).

    Dort ist es auf ein T-Stück (Kunststoff) geschraubt von dem a) ein Verteiler mittels verzinktem Stahlrohr (nach oben) angeschlossen ist und b) ein weiteres PE25-Rohr, das dann ins OG verläuft.

    Dieses T-Stück liegt im Sand, der unter dem Beton liegt (kein Keller).

    Das liegt jetzt seit ca. 22 Jahren dort und es war alles trocken.


    Von dem Verteiler ging der Abzweig zum Garten über Absperrhahn, verzinktes Stahlrohr auch wieder auf PE25-Rohr. Dieses PE25 konnte ich ohne Werkzeug direkt abschrauben (Plastikmuffe mit Überwurfmutter) und nach oben verlegen - es ist ziemlich steif...


    Ist das PE 25-Rohr allgemein eine gute Idee als Haus-Installationsmaterial?

    Falls nein - kann man da ein 15mm-Metallverbundrohr einziehen (reicht das)? Ansonsten müsste wahrscheinlich der Beton aus dem kompletten Flur aufgerissen werden.

    Falls ja - wie kann man das sicher im Fussboden an ein Metall-Verbundrohr verbinden? Oder wäre es besser, diese Verbindung in den Waschtischunterschrank zu verlegen?

    Ich hab mal grob gesucht und eine Messing Verschraubung 25 mm x 3/4 Zoll Aussengewinde PE-Rohr gefunden, die robust genug aussieht. Oder ist Plastik sogar besser (Korrosion)?


    Da der Adapter direkt unter dem Waschtisch ist (unter dem ein Schrank bis zum Boden auf 1cm Füssen steht) könnte ich auch ein Bodenfliese "lose" lassen um da mal reinzugucken.


    Was haltet ihr davon oder was würdet ihr anders machen?


    Danke und schönes Wochenende

  • Dem schließe ich mich an. Sicherheitshalber könnte man einmal die komplette Bezeichnung (Beschriftung steht auf dem Rohr) hier einstellen.


    Falls nein - kann man da ein 15mm-Metallverbundrohr einziehen (reicht das)?

    Wenn da nur ein einzelner Bogen verbaut ist kriegst Du das Verbundrohr nicht rein. Um das in Deinem Fall besser einschätzen zu können, müsste man Details zur Strecke (Länge, Verlauf etc.) kennen, sowie Art und Anzahl der Zapfstellen die dann letztendich an diesem Rohr hängen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass sich das nicht so einfach ändern lässt.


    oder was würdet ihr anders machen?

    Ich bevorzuge innerhalb des Gebäudes Verbundrohr, alternativ CU oder VA, für WW und KW.

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  • Hallo R.B,

    Auf dem Rohr steht: SDR DVGW K205 PE80 PN12.5 25x2,3 ME (oder MF?)

    Anzahl der Zapfstellen

    Hab mal ne Zeichnung gemacht, was da alles dranhängt:

    Das schwarze T-Stück soll durch den roten Verbinder ersetzt werden.

    Alles, was im Boden ist, ist schwarz.


    Die bisherige Installation ist mit einem mir unbekannten Plastik-Rohr, das mit Überwurfmuttern verbunden ist.


    hilft das?

  • Ich sehe jetzt keinen Grund der gegen das PE25 spricht.

    Warum möchtest jede Zapfstelle getrennt anfahren?

    Versuche Leitungsabschnitte mit Stagnation (seltene Nutzung) zu vermeiden. Beachte auch die WW Leitungen, dass deren Druckverlust nicht zu stark vom KW abweicht. Das erleichtert den Mischventilen an den Zapfstellen die Arbeit.


    Warte mal ab, da kommen sicherlich noch Antworten. Wer weiß was ich beim Überfliegen übersehen habe.

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  • Ich sehe jetzt keinen Grund der gegen das PE25 spricht

    Das hört sich erstmal gut an. Danke.


    Das einzeln anfahren hatte mir der Klempner vom Nachbarn empfohlen, der kürzlich hier war. Der hatte noch Verbundrohr und Fittinge übrig und auf die Frage, ob ich die Giacomini-Verteiler weiterverwenden söllte, hat er diese T-Stück an T-Stück-Lösung empfohlen.


    Selten benutzte Zapfstellen sehe ich jetzt nicht, ausser vielleicht die Badewanne, wenn die Dusche wieder geht ;)

  • eins noch zum "getrennt anfahren":

    Die T-Stücke im neuen Teil (Verbundrohr) werden alle in einem zugänglichen Bereich liegen (hinter einem Regal) - deshalb diese Lösung.


    Meintest Du, dass generell eine Ringleitung mit den T-Stücken direkt am Eckventil vorzuziehen ist?

  • Zum Thema Trinkwasserhygiene kann Dir ThomasMD sicherlich einiges erzählen, und chieff kennt sich damit sicherlich auch gut aus.


    Ich bevorzuge für meinen Teil die Anordnung in einem Strang (nicht unbedingt Ringleitung), wobei ich die meist genutzten Zapfstellen am Ende anschließe. Bei einem EFH ist die Anzahl der Zapfstellen ja überschaubar. In Deinem Fall hast Du vom Steigstrang abgehend 4 Anschlüsse (+ Garten) die mehr oder weniger lang sind. Wenn dann beispielsweise die Badewanne nur sehr selten oder gar nicht genutzt wird, dann steht in diesem Abgang eine entsprechende Menge Kaltwasser, das sich mit der Zeit erwärmt (Umgebungstemperatur). Damit steigt das Risiko für Verkeimung. Fährst Du hingegen vom Steigstrang zuerst die Badewanne an und von dort dann die Dusche, die vermutlich viel öfter genutzt wird, dann wird das Wasser regelmäßig ausgetauscht, das Risiko für Verkeimung ist entsprechend geringer.


    Auch der Abgang in Richtung Garten ist nicht zu unterschätzen, denn dieser Strang wird vermutlich monatelang nicht genutzt (Herbst, Winter). Was passiert wohl mit dem Wasser das sich in dieser Leitung befindet? Nach 3 Monaten möchtest Du das Wasser sicherlich nicht mehr trinken, doch durch die direkte Verbindung mit dem Steigstrang werden immer kleine Mengen deinem normalen Trinkwasser beigemischt und landen dann an den anderen Zapfstellen.

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  • Danke für den Hinweis.

    Hab nochmal nachgemessen - keine Stichleitung ist länger als 3m. Die Küche als häufigste Zapfstelle ist ja am Ende der Kaltwasser-Leitung.


    Beim Warmwasser habe ich keine Zirkulation, aber der Weg ist nach dem Umbau auch deutlich kürzer als jetzt.

    Der Garten wird ca. Anfang Dezember im Haus abgestellt und entleert und spätestens im März wieder in Betrieb genommen - mit entsprechendem Ablauf.


    Aber ich merke schon nach ein wenig Lektüre, dass die 72h-Regel schon eingehalten werden sollte - das hatte ich so nicht auf dem Schirm. Die Regel, die ich bisher habe ist einmal im Jahr alle Eckventile zu- und wieder aufzudrehen...


    Mit war die Erreichbarkeit der Pressungen erstmal wichtiger.

  • ein Verteiler mittels verzinktem Stahlrohr (nach oben) angeschlossen

    Verzinktes Stahlrohr lässt auf eine viele Jahre alte Installation schließen und das PE25 als Installationsrohr ist mit hoher Wahrscheinlichlichkeit viel zu groß. Der große Wasserinhalt wird nicht häufig genug ausgetauscht. Es entsteht nur laminare Strömung, die den Biofilm an der Rohrwandung in Ruhe gepflegt wachsen und gedeihen lässt.

    Das einzeln anfahren hatte mir der Klempner vom Nachbarn empfohlen, der kürzlich hier war. Der hatte noch Verbundrohr und Fittinge übrig und auf die Frage, ob ich die Giacomini-Verteiler weiterverwenden söllte, hat er diese T-Stück an T-Stück-Lösung empfohlen.

    Arbeitet der "Klempner" gewöhnlich im Kraftwerks- oder Industriebereich? Trinkwasserverteiler sind im EFH und in der gesamten Wohnungsinstallation schlicht unüblich und der Tod jeder Trinkwasserhygiene. Ich möchte gar nicht wissen, aus welcher Gerümpelkiste die Fittinge und das Rohr, die er noch übrig hatte, stammen. Verbaut werden sollen in Trinkwasseranlage nur Armaturen und Fittinge direkt aus der Originalverpackung und Rohre, deren Enden bis zur Montage mit Schutzkappen gesichert wurden.

    Die Küche als häufigste Zapfstelle ist ja am Ende der Kaltwasser-Leitung.

    Ob die Küche wirklich die häufigste Zapfstelle ist, sei mal dahingestellt. In meiner Installationsplanung ist das regelmäßig die WC-Spülung des Hauptbades.

    Diese Überlegung spielt aber bei Deiner vorgesehenen Stichleitungsanlage gar keine Rolle, weil sie nicht am Ende einer Ringleitung liegt. Die übrigen Stiche werden doch gar nicht tangiert. Über die lange Stichleitung zum Garten, die über die Wintermonate bestenfalls teilentleert werden kann, brauchen wir nicht weiter zu reden.


    Ich kann Dir nur empfehlen, die gesamte Installation von einem in die Installateurrolle eingetragenen Fachbetrieb planen und ausführen zu lassen.

    Tut mir leid, dass ich Dir so auf den Schlips treten muss, aber an Deinem Vorhaben gibt es nichts gesundzubeten.


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  • Thomas, danke für Deine ehrlichen Worte.

    Ganz so schlimm ist es dann doch nicht.

    Es wird leider nur das "Bad" im EG umgebaut. Dort kommt nun mal das PE-Rohr im Fussboden an. Den Flur aufzukloppen dazu hat keiner wirklich Lust.

    Daher auch die Idee mit dem Einziehen des 15er Verbundrohres in das PE Rohr.


    Meiner Unkenntnis im sanitären Bereich und meiner Verwunderung über das vorgefundene Material ist dieser Thread ja geschuldet - in der Hoffnung grobe Schnitzer zu vermeiden. Bzw die, wenn es schon nicht die Beste sein kann, wenigstens die am wenigsten schlechteste Lösung zu finden.


    Das OG bleibt erstmal so wie's ist, also ab dem Giacomini-Verteiler. Die sind da seit ca. 25 Jahren inklusive des verzinkten Stahlrohres, das nur unten verbaut war. Das musste sowieso raus.


    Meine Idee war halt an das PE-Rohr ein Verbundrohr anzuschliessen, die T-Stücke zu den Zapfstellen und zum Verteiler im OG.

    Das am häufigsten benutzte WC ist aber ganz am Anfang der Leitung.

    Und der Klempner hatte verschlossenes PE-Rohr übrig, dazu hab ich mir die passenden Fittinge (Pipetec) bestellt. Also keine Rumpelkiste.


    Die Gartenleitung wird nur im Ausnahmefall für Trinkwasser verwendet, allenfalls zum Händewaschen.


    Wenn ich Dich recht verstehe, sollte das so

    sein... kann man sicher machen, aber dann muss das gesamte Haus umgebaut werden.

    Das ist im Moment leider keine Option.


    Des Nachbars Klempner kann erst im April - das war seine Ansage kurz vor Weihnachten. Jetzt isses sicher Mai...das ist der besseren Hälfte auch schwer vermittelbar.


    Aber wer weiss, vielleicht ist sie ja den Argumenten gegenüber aufgeschlossen.


    Danke nochmal.

  • Die Gartenleitung wird nur im Ausnahmefall für Trinkwasser verwendet, allenfalls zum Händewaschen.

    Darauf kommt es nicht an. Eine stagnierende Leitung kontaminiert das Wasser auch rückwärts. Mikroben durchdringen sogar abgesperrte Ventile.


    Deine Skizze schaue ich mir morgen an. Jetzt ist Handball angesagt. ;)


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  • Viel Spass.


    Also die Leitung zum Garten ist ca. 70m lang und hat ein Gefälle von 3,5m (ca.).

    Es ist direkt am Haus und unten ein Wasserhahn - zum entleeren werden beide geöffnet.

    Dann sollte nur noch ganz unten Wasser drin sein.

    Ich kann ja mal messen, wieviel Wasser unten rauskommt... wenns nicht mehr friert.


    Also ich nehme das Thema schon ernst aber ich will auch nicht das ganze Haus umbauen. Bzw. wenn, dann auch gleich nen Keller drunter bauen ;)

  • Ich hab nochmal drüber nachgedacht, wie man das noch verlegen könnte - zumindest den ersten Teil.

    Und hab zur besseren Übersicht noch einen Grundriss angehängt.

    der Blaue Punkt ist die Wasseruhr, die Linie der ungefähre Verlauf des PE25-Rohres.

  • Das sieht schon besser aus.

    Lass die T-Stücke durch Doppelwandscheiben und den Abgang zur 70 m langen Gartenleitung durch einen durchströmten frostsicheren Außenwasserhahn ersetzen, dann könntest Du Dich und Deine Familie mit besserem Gewissen mit Trinkwasser versorgen.

    Das Obergeschoss solltest du in Bälde auch sanieren.


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  • den Abgang zur 70 m langen Gartenleitung durch einen durchströmten frostsicheren Außenwasserhahn ersetzen

    Diese Leitung liegt als PE25-Rohr unter dem Beton. Sollte ich die austauschen oder kann ich die weiterverwenden?

    Ein frostsicherer Aussenwasserhahn ist der wo, wenn man absperrt, noch Wasser nachläuft?


    Und wie schliesse ich die PE25-Rohre an das Verbundrohr an? Meine Idee war ja ein Pressfitting mit 3/4" Überwurfmutter an so einem Adapter anzuschliessen:

    Im Moment sind ja noch überall diese Plastik-Verbinder dran und auch dicht aber irgendwie traue ich einer Schraubverbindung Plastik / Metall nicht so richtig über'n Weg. Und einen passenden Pressfitting hab ich nicht gefunden.


    Ja und vielen Dank für den Schubs in die richtige Richtung!

  • und vielen Dank für den Schubs in die richtige Richtung!

    Auch wenn Du Dich nur sehr widerwillig schubsen lässt. ;)

    frostsicherer Aussenwasserhahn ist der wo, wenn man absperrt, noch Wasser nachläuft?

    Ja, das muss so. Das Ventil sitzt nämlich im Haus, wo es frostfrei sein sollte. Das, was Du draußen siehst, ist nur das Auslaufrohr, was mit leichtem Gefälle verlegt werden muss, damit es leerläuft.

    Wenn Du das PE-Rohr zum Garten weiterverwenden willst, muss Dein eingetragener Installateur einen Systemtrenner dazwischenbauen und Du darfst am anderen Ende im Garten keinen Schlauchanschluss sondern nur einen freien Auslauf besitzen.


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