Versprochen ist versprochen

  • Hallo Foristen,


    ich grüße inhaltsbezogen besonders R.B. , SirSydom , Taipan  flehmann  tobiberlin


    Wir wollten uns heute noch mal über TAE, RJ45, 1GBit/s bis 10GBit/s etc. unterhalten.

    TAE noch zeitgemäß?
    Hallo zusammen, ich bitte um eine kurze Einschätzung: In unserem Neubau kommen alle Leitungen im HWR an. Lohnt es sich überhaupt noch im Haus...
    www.bauexpertenforum.de


    Ich muss hierzu leider ins Grüne verlinken.

    Aber der Termin stand nun mal in meinem Kalender.


    Und was haben wir heute?

    1 Gbit/s Internet? Ja. Durchaus verfügbar.

    10-100GBit/s im Hausnetz? Eher selten.

    Haben wir noch ISDN? Nein.

    Haben wir noch TAE? Ja.

    Haben wir noch RJ45? Klar.


    Könnte das Hausnetz 10GBE?

    Also meine Vernetzung könnte das, Der Switch müsste neu, Das NAS müsste neu. Die PCs bräuchten neue Steckkarten für LAN. Die APs müssten neu.


    Was hat sich seit 2016 bei Euch geändert?


    Sehen wir uns dann also 2036 wieder?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Was hat sich seit 2016 bei Euch geändert?

    So sehr viel hat sich bei mir nicht geändert. Hatte 2016 noch DSL mit 50 Mbit/s, aber nur, weil an dem Kupferanschluss von 1&1 noch gratis 2 Mobilfunknummern dranhingen. Auch damals hätte ich mich schon für Glasfaser entscheiden können. Beim Bau des Hauses hatte ich für eine parallele Erschließung aller 18 Wohnungen mit Kupfer und FTTH gesorgt.

    Vor zwei Jahren habe ich mich für den Umstieg auf Glasfaser entschieden und bin mit 110 Mbit/s völlig zufrieden. Mein Anbieter garantiert bis zu 1000 Mbit/s.

    Sehen wir uns dann also 2036 wieder?

    Dann bin ich 84. Warum nicht?


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  • Was hat sich seit 2016 bei Euch geändert?

    In den letzten 10 Jahren hat sich bei mir hinsichtlich Internet/Hausnetzwerk so gut wie gar nichts geändert. Mein Netzwerk im Haus läuft weiterhin mit 100MBit/s bzw. 1GBit/s, WLAN entsprechend geringer, und Internet bekomme ich über einen 50MBit/s DSL Anschluss. Das reicht selbst für Videos in 4k, wobei ich TV überwiegend über Sat Antenne schaue (typ. Full HD), und UHD Streams über´s Internet halten sich sowieso in Grenzen. TV schauen ist jetzt nicht unbedingt ein Hobby von mir.

    Mehrere streams parallel benötige ich nicht, und für die tägliche Arbeit sind die 50MBit/s sowieso ausreichend. Die Übertragung großer Datenmengen über das Internet spielt bei mir keine Rolle, und wenn die paar MB die ich übertrage mal ein paar Sekunden länger benötigen dann kann ich damit leben. Ich fülle dann meine Kaffeetasse auf oder tippe einen Beitrag im Forum. ;)


    Die Kupferleitung zu meinem Haus ist schon ziemlich marode, mehr als 70MBit/s wären physikalisch sowieso nicht möglich. Bisher weigert sich jedoch der Netzbetreiber die Kabel zu erneuern oder Glasfaser zu verlegen.


    An einem anderen Standort wurde Glasfaser bis in den Keller gelegt, aber Internet nutze ich weiterhin über DSL. Bisher gab es noch keinen Grund mein Netzwerk an den Glasfaseranschluss zu klemmen.


    d.h. Für meine Zwecke/Ansprüche reichen die 50MBit/s völlig aus. Mehr brauche ich aktuell nicht.


    In meinem "privaten" Umfeld sieht es ähnlich aus. Meist gibt es dort 50 oder 100MBit/s DSL Anschlüsse. Ich kenne jetzt niemanden der privat mehrere hundert MBit/s oder gar 1GBit/s nutzt. In Betrieben sieht das natürlich etwas anders aus, je nach Betriebsgröße und Branche gibt es da auch mehrere Glasfaseranschlüsse. Mehrere Glasfaserleitungen dürften eher etwas für Großkonzerne sein, da bin ich nicht auf dem aktuellen Stand. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass man bei mehreren hundert oder mehereren Tausend Mitarbeitern mit 1GBit/s nicht weit kommt.


    Sehen wir uns dann also 2036 wieder?

    Ich bin dabei.

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  • ich hatte 2016 postuliert, dass die Anforderungen an die strukturierte Verkabelung nicht dramatisch steigen werden.
    Damit hatte ich wohl recht,
    Damals waren 100Mbit Switches die Regel, Gigabit Switches waren aber bereits auch im SOHO Bereich verfügbar und erschwinglich.

    Stand heute ist 1GBit bei Switches Standard, bei Endgeräten wie Laptops oder Desktops ist 1 - 2.5GBit üblich. 100MBit ist bei kleinen Endgeräten immer noch sehr verbreitet.
    Teilweise haben Router und SOHO Switches auch schon einige 2.5G Ports.

    2.5G Ethernet läuft noch auf Cat5e Verkabelung, für 5G oder 10G braucht es CAT6.
    War alles 2016 bereits verfügbar und üblich und ist aus meiner Sicht heute immer noch Stand der Technik.

    Wo sich richtig viel getan hat ist die WiFI Geschwindigkeit..

  • Ich denke dabei halt immer an einen typischen Haushalt, und was die Menschen benötigen, wenn sie nicht gerade IT als Hobby betreiben. Da geht es doch eher um kleine Datenmengen.


    Die Entwicklung geht immer weiter, und das ist auch gut so, doch nicht jede Entwicklung bringt der Mehrheit der Bevölkerung auch einen Nutzen. Ich wüsste im Moment nicht, was ich zuhause mit 10GBit/s oder WiFi 7 anfangen sollte. Just for fun, OK, aber wirklich sinnvoll nutzen?

    Neben der Netzwerk-Hardware braucht es ja auch die entsprechenden Endgeräte, und da fällt mir im Moment nichts ein für das ich Datenmengen über 1 GByte pro Sekunde übertragen müsste. Mag sein, dass das irgendwann einmal sinnvoll oder gar erforderlich wird, sag´ niemals nie, doch im Moment fehlt mir dafür anscheinend die Phantasie.


    Ich habe hier im Haus überwiegend CAT6 und CAT7A verlegt, je nachdem was ich gerade zur Hand hatte. Bei den relativ kurzen Entfernungen im Haus erwarte ich hier keine Probleme. Ob hingegen die Netzwerkdosen bei 10GBit/s noch mitspielen, da mache ich einmal ein Fragezeichen, das konnte ich ja noch nicht ausprobieren. Die auszutauschen wäre jedoch das geringere Problem.

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  • . Ich wüsste im Moment nicht, was ich zuhause mit 10GBit/s oder WiFi 7 anfangen sollte. Just for fun, OK, aber wirklich sinnvoll nutzen?

    10G vielleicht nicht, aber 5G könnte man mit einem entsprechend perfomanten NAS schon ausnutzen. Die ca. 80MB/s die über 1G drübergeht sind dann bei dezentraler Datenhaltung sicher der Flaschenhals.

    Aber zentrale Haltung sehr großer Datenmengen auf einem NAS ist auch nicht so üblich... idR wird ja gespiegelt / synchronisiert.

    Ich persönlich komme mit 1G super aus, und würde mich schon auf der Seite der "Prosumers" einordnen.

  • Ich wüsste im Moment gar nicht, wie ich zuhause solche hohen Datenraten sinnvoll nutzen könnte. Selbst wenn ich mal größere Verzeichnisse hin und her schiebe, dann dauert das halt ein paar Sekunden, von mir aus auch mal eine Minute, aber das kommt ja sehr selten vor. Beim Testen von Netzwerkkomponenten haben uns die Kunden tools zur Verfügung gestellt, damit wir die Geschwindigkeit der Schnittstellen ausreizen konnten. Ohne solche tools wäre es mir gar nicht möglich gewesen, die Produkte im praxisnahen Betrieb zu testen. Es gab natürlich immer mal wieder ein paar Schlaumeier die meinten, dass man die Schnittstelle einfach Schlafen schickt, dann "stört" sie nicht, aber das fällt auf. ;)


    Für IoT sind 100Mbit/s sowieso ausreichend, so viel hat mein Kühlschrank gar nicht zu erzählen, dass man dafür 1 oder 10Gbit/s benötigt.

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  • Wer weiß schon was sich in der IT schon groß ändern wird. Da wurden schon viele Vorhersagen gemacht, die sich als falsch erwiesen haben. Die Industrie geht ihren eigenen Weg, dann wird etwas zum Standard was keiner auf dem Schirm hatte und andere Dinge gehen schneller als gedacht und wieder andere extrem langsam und sie erweisen sich als langlebiger als gedacht. Prognosen? Keine.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...