Datenaufnahme: Lidar-Scan, Laser oder Meterstab? Oder KI?

  • Wie nehmt ihr inzwischen Daten auf? Nutzt ihr KI bei der Datenaufnahme?
    Ein Kunde fragte mich nämlich kürzlich, ob ich nicht mit einem Lidarscan durch das Gebäude gehen wolle. Zum Glück wusste ich, was er meinte.


    Heizlastberechnung/Lidar

    Wir benutzen eine App am Ipad mit Lidarscan, allerdings für die Heizlastberechnung. Da brauch ich für den Hausdurchlauf ziemlich lange, zudem bekommt die App auch gerne mal Schluckauf zwischendurch. Und Energie zieht sie auch ganz schön. Ich gestehe, das Ergebnis ist sehr beeindruckend, da alles, was uninteressant ist, rausgerechnet wird.


    Energieausweise/Lidar:

    Bei mir absolut uninteressant bei der Aufnahme von Energieausweisen. Mich interessiert da ja nur die Aussenhülle. Zumeist habe ich Pläne oder ich erstelle auf dem Ipad eine grobe Skizze. Damit gehe ich durchs Haus und messe mit dem Laser die Fenstergrößen auf. Außen schnell mit dem Maßband durch. Dann das Projekt ins CAD des Energieberaters geklopft - fertig.


    Energieausweise/KI

    Es gibt auch noch eine KI im Energieberaterprogramm. Die nimmt die jeweiligen Pläne als Grundlage und erstellt daraufhin das 3D Modell. Allerdings ist die auch nur so gut wie die Pläne. Sind die Fenstergrößen nämlich nicht eingezeichnet, dann muss man das händisch machen. Gerade das dauert aber am längsten. Und die Dachkonstruktion, wenn sie komplex ist.

    Das bisschen Plan erstell ich schnell auch per Hand. Zudem zeigt mir die Erfahrung, dass Pläne gerne mal nicht so genau stimmen. D.h. ich würde bei der Nutzung von KI dann auch Zeit mit der Korrektur des Plans verbringen. Also auch hier ein größerer Nutzen.


    Also, wie siehts aus bei Euch damit? KI, Lidar, Laser oder Meterstab?

    Nutzt ihr Tablets? Blätter und Bleistift? ich liebe mein Ipad für die Datenaufnahme, dafür ist es absolut perfekt!

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Warum wundert mich das nicht? Zumindest einen LEM kannst Du doch verwenden. ;)



    Vor kurzem haben, ich glaube MIT und noch ein Institut in den USA, ihre Studien bezüglich Effektivität von KI veröffentlicht. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, so hatten über 80% der Firmen keinerlei Produktivitätsvorteile. Das Dumme an KI ist ja, dass diese zu viel phantasiert. Man muss immer die Arbeit nachprüfen und gegenprüfen, dann kann man es gleich selber machen. Es gibt einzelne Bereiche, wo KI ganz gut funktioniert. Mir fällt da gerade Bildbearbeitung ein, wo man z.B. Einen Hintergrund austauschen will, oder einfach Farben verändern möchte. Das ist verdammt viel Arbeit und die KI macht das in den Anwendungen, wo diese implementiert ist, ganz gut und zuverlässig. Aber in den meisten anderen Anwendungen bringt sie nicht viel. Hast Du Anda ja selber in Deinem Beispiel gesehen. Auch meine Freundin, von der ich schon mal erzählt habe, berichtet von Problemen KI in der IT einzusetzen um Code zu generieren. Da steckt so viel Arbeit diesen gegenzuprüfen, dass man es gleich selber machen kann und die KI produziert tatsächlich viel Unsinn. Es gibt berichte, wo über Firmen berichtet wird, deren Software ist, seit sie KI verwenden um diese zu schreiben, extrem fehleranfällig geworden. Neue moderne Zeiten sehen anders aus.


    Nein, ich verwende keine KI.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Wie nehmt ihr inzwischen Daten auf? Nutzt ihr KI bei der Datenaufnahme?
    Ein Kunde fragte mich nämlich kürzlich, ob ich nicht mit einem Lidarscan durch das Gebäude gehen wolle. Zum Glück wusste ich, was er meinte.

    Mein Tablet und mein Telefon haben schon länger LIDAR. Das ist aber (mit meinen Geräten) kein "messen", sondern mit Ungenauigkeiten von bis zu einem Zentimeter pro 30 cm Objektkantenlänge bestenfalls "schätzen".


    Wir lassen "größere" Basisaufmaße zur Erstellung von Bestandsplänen schon seit Jahren meist von direkt vom AG zu beauftragenden Dienstleistern machen, auch schon 'mal aus den nahen Polen. Die machen das meist mit Punktwolken-Scans, einmal mit Drohnenbefliegung. Die gelieferten Modelle sind erheblich günstiger, als unser Einsatz wäre (Ersparnis rd. 50 %). Die erzielte Genauigkeit schwankt dabei zwischen "verformungsgerecht bis zum Maßstab 1:20" und "nur für Rohbau-VOR-planung verwendbar" ist also vorab zu klären, eigentlich ohne sehr detailliertes Pflichtenheft, Definition von Datenformaten etc. nicht realisierbar.


    Profi-Equipement inkl. Software selbst vorzuhalten lohnt sich für 1-2 Einsätze im Jahr bei uns nicht. Für größere Objekte haben wir eh keine Zeit und uns fehlt in jedem Fall für eine effiziente Bearbeitung auch die Übung.


    Wir erstellen deshalb nur verformungsgerechte Detailaufmaße bspw. im Denkmalbereich fast immer auf Basis der o.g. 3D-Modelle bisher noch händisch selbst und arbeiten dabei vor allem mit Laser-Disto mit Ziel- und Bildoptik (auch als digitale Wasserwaage) und ggf. auf Stativ, Kreuzlinien-Laser auf Stativ und bis 3 m auch mit dem guten alten Gliedermaßstab, bevorzugt aus Holz, zusammen mit der Fotodokumenation des Einsatzes. Je nach Bauteil kommen dabei aber auch Profil-Lehre, die gute alte Schieblehre, Hilfsmittel für die Ermittlung von Spalt- oder Rissbreiten, die analoge Wasserwaage und der Winkelmesser zum Einsatz. Geschrieben wird nach persönlicher Vorliebe meist auf Papier im Klemmbrett oder auf dem Tablet in bspw. 2D Zeichnungs-PDFs.

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    :lach:


    :bier:

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  • Ich benutze einen Handlaser mit Ziel,- und Bildoptik für Angebote, manchmal auch die Drohne, wenn es zu gefährlich oder Aufwendig ist.... Zum Aufmaß eher altmodisch Maßband, Winkelmesser, Zollstock, Notizen ausschließlich auf Papier und Pläne lehne ich immer dankend ab, die stimmen in 99 % der Fälle eh nicht :eek: :see_no_evil_monkey: , ich bin aber auch meistens im Bereich von Sanierungen tätig.

  • Pläne von Bestand, vor allem sehr altem Bestand, sind immer schwer wirklich genau zu machen. Je nachdem wo an der Wand gemessen wird, bekommst Du andere Maße, also im cm Bereich. Solche Ungenauigkeiten mag eine CAD Zeichnung nicht. Da ist es besser der Handwerker misst da selbst in dem Bereich nach wo er tätig ist. Diese 3D Punktewolken sind mir oft zu viel. Das wieder sauber zu einem Plan zu machen, das man in der Hand halten kann, ist schon Arbeit. Egal was man macht, es ist immer mit viel Arbeit verbunden es so zu machen, dass es den eigenen Ansprüchen und dem eigenen Planungs- und Ablaufstandard entspricht. Was ich auch gerne annehme sind 3D Geländemodelle. So kann man Gebäude ganz gut am Rechner in die Botanik einpassen und sieht Konflikte mit dem Gelände, was mit der klassischen Methode nicht immer so einfach ist, vor allem bei uns mit dem schon sehr buckeligen Gelände.

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  • Falls Du damit einen Laserentfernungsmesser meinst, [Abkürzungswahn] habe ich getestet und für nicht schneller als "zu Fuß" empfunden.

    Nach meiner Erfahrung liegt der Gewinn bei Distanzen ab 2,0 m bzw. 3,0 m in der Einsparung der 2. Person, die am anderen Ende des Bandmaßes steht. Und das macht bei unserer Arbeitsweise einen ganz deutlichen Vorteil - abgesehen davon, dass sich mit dem Disto locker Distanzen bis 100 m präzise messen lassen - vom Stativ aus und mit der optischen Visierhilfe natürlich.

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  • Das Ding ist bei ähnlichem Preis 4 x so lang, 5 x so schwer und auf ein Zwanzigstel der Entfernung eines Disto begrenzt :eek: - aber gut, wenn es glücklich macht!

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  • Das Ding ist bei ähnlichem Preis 4 x so lang, 5 x so schwer und auf ein Zwanzigstel der Entfernung eines Disto begrenzt :eek: - aber gut, wenn es glücklich macht!

    …und langsamer

    Zudem hätte ich bei bewohnten Gebäuden Sorge, dass ich irgendwas kaputt mache oder in irgendwelche Ecken nicht reinkomme.


    Bei Fensterbauern habe ich das Ausziehding aber schon gesehen. Vorteil allerdings: Es braucht keine Batterien.


    Aber ich habe immer Ersatz dabei und die richtigen halten ziemlich lange (ein Jahr oder so)

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  • Falls Du damit einen Laserentfernungsmesser meinst, [Abkürzungswahn] habe ich getestet und für nicht schneller als "zu Fuß" empfunden.

    Könnte Deine Empfindung hier falsch liegen?

    Ich habe mal versucht die beiden Lösungen (Laser ver Meßstab) zu vergleichen, Handling, Preis, technische Daten (Messumfang, Mess-, Anzeigegenauigkeit), und konnte jetzt keinen Vorteil zu Gunsten des Meßstabs entdecken, weder bei kurzen noch bei mittleren oder großen Entfernungen. Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, ich kann ja nicht alle Anwendungsmöglichkeiten kennen.

    Ich messe seit Ewigkeiten Längen/Entfernungen mit dem Laser, nur bei kurzen Strecken (Kabelstücke o.ä.) nehme ich den Zollstock, zumal wenn ich den sowieso am Mann habe. Bei Befestigungen von Kabeln/Rohren zum Beispiel (30cm, 50cm o.ä.) bin ich mit dem Zollstock deutlich schneller, und da kommt es auch nicht auf den Millimeter an.

    Der Laser versagt auch dann, wenn man keine "Flächen" hat auf die man den Laser richten kann, beispielsweise wenn man 2m an einer 5m Wand abmessen und markieren möchte (Position Bohrloch zum Beispiel).


    Vorteil allerdings: Es braucht keine Batterien.


    Aber ich habe immer Ersatz dabei und die richtigen halten ziemlich lange (ein Jahr oder so)

    Ist das heutzutage noch ein Entscheidungskriterium? Nachdem Akkus zwischenzeitlich so billig geworden sind, haben die meisten meiner portablen Messgeräte einen Akku verbaut, der über eine USB Schnittstelle geladen wird. Die kann ich über einen (12V) Adapter auch im Auto laden, bzw. über eine dort vorhandene USB Schnittstelle direkt mit einem Adapterkabel. Kabel und Adapter liegen sowieso im Auto falls ich dort mal mein Handy nachladen müsste.

    Meinen Laser lade ich 1-2 Mal pro Jahr, der schafft pro Ladung zig Tausende Messungen (bis zu 20.000 laut Herstellerangabe), und so oft brauche ich den gar nicht.

    Die Lebensdauer ist auch kein Problem. Der Akku in meinem GLM80 hat jetzt knapp 12 Jahre auf dem Buckel und einen nennenswerten Kapazitätsverlust habe ich bisher noch nicht feststellen können. Diese Erfahrung ist auch der Grund dafür, dass ich beim Neukauf solcher Messgeäte und "Werkzeug/Maschinen" in den letzten Jahren vermehrt auf Akkubetrieb gesetzt habe. Das ist mit den früher verwenden NiCd oder NiMH nicht zu vergleichen.

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    .

  • Nen Meter habe ich tatsächlich immer in der Hosentasche, da es Teile gibt, wo der einfach am schnellsten ist. Ein Maßband für Außenlängen ist immer im Koffer, brauche ich aber eher selten, da ich inzwischen Pläne anfordere.

    Ist das heutzutage noch ein Entscheidungskriterium?

    Ich hab halt seit Jahren einen, der mit Batterien geht. Wenns die richtigen sind, dann halten die ewig. und solange mein Laserchen noch misst, nehme ich den.


    Hatte kürzlich eine Begegnung, wo das Teil dann ausgefallen ist und die mit Gliedermaßstab weitermachen mussten.

    Habe auch schon mal einem Makler mit Batterien ausgeholfen.

    Sowas kommt gerne mal zur Unzeit.

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  • Tja, wer eine vernüftige und Bezahlbare möglkichkeit weis wie man einen Raum voll-digital einmisst per Scan, der darf sich melden.


    Der Lasermesser hat seine schwächen, sowie auch díe ausziehbare Messlatte die Ralf vorgeschlagen hat.

    Der Handlaser Entfernungsmesser scheitert ganz klar an Außenecken und im freien. wenn nicht sogar beim zielen durch Störstoffe.

    Ein Niveliergerät kann alles. bedarf aber gerade in Analoger Ausführung guter Mathematikkentnisse,

    ....

  • Ich hab halt seit Jahren einen, der mit Batterien geht.

    Das war früher auch meine Strategie, denn ich hatte immer ein paar NiCd oder NiMH Akkus in der Ladestation, oder halt normale Batterien für den Notfall oder für Geräte die mit der geringeren Spannung der Akkus nicht funktionierten. Leider war die Lebensdauer dieser Akkus nicht so berauschend, und einmal vergessen, und schon waren die durch Tiefentladung geschädigt bis komplett hinüber. Das ist mir auch mit Akkuschraubern passiert die ich ja nicht regelmäßig im Einsatz hatte. Da war dann der Ersatzakku vom Markenhersteller teurer als der komplette Akkuschrauber vom Discounter.


    Selbstverständlich sollte man die Geräte nutzen so lange sie noch funktionieren und ihren Zweck erfüllen.

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    .

  • Der Handlaser Entfernungsmesser scheitert ganz klar an Außenecken und im freien.

    Nö, weder noch! An die Außenecke wird das Klemmbrett gehalten / gelegt, und im Freien wird vom Stativ aus die (digitale) optische Zielhilfe (Digitalkamera mit bis zu 4-facher Vergrößerung) eingesetzt. Und wir reden dabei von technischen Lösungen der grob geschätzt frühen 2000er Jahre!

    wenn nicht sogar beim zielen durch Störstoffe.

    Bei Nutzung eines Stativs kaum relevant und wenn etwas bei der Messung im Weg ist, so ist es dies unabhängig vom Messgerät!

    Hatte kürzlich eine Begegnung, wo das Teil dann ausgefallen ist und die mit Gliedermaßstab weitermachen mussten.

    Habe auch schon mal einem Makler mit Batterien ausgeholfen.

    Sowas kommt gerne mal zur Unzeit.

    Stromversorgung unterwegs muss auch bei Ausfällen gesichert sein, egal ob mit Ersatzakkus / -batterien oder Powerbank. Meinem bereits anderweitig gelobten SV ging schon nach 10 Minuten die Kamera aus und eine halbe Stunde später das Smartphone. Man hilft natürlich gerne und souverän aus - er hingegen stand allein deswegen schon von Anfang an etwas bedröppelt da.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Womit wir wieder bei 2 Personen wären - 1 hält Klemmbrett, 1 misst/bedient das Gerät ;(

    Nö, der Disto hatte schon vor über 20 Jahren einen Selbstauslöser mit Verzögerungstimer. Und das Stativ habe ich für den Kreuzlinienlaser eh dabei. Außerdem schreibt bei uns fast immer eine Person, die andere misst.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Frage: Benutzt ihr auch die integrierten Rechenfunktionen des Lasers?


    Ich hatte bisher, bis auf die indirekte Höhenmessung, noch keine Verwendung für die Rechenfunktionen. Wenn ich beispielsweise mal eine Fläche benötige, dann bin ich mit den Maßen und Skizze schneller, zumal es ja (bei mir) selten um exakte Quadrate oder Rechtecke geht.

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  • Nach meiner Erfahrung liegt der Gewinn bei Distanzen ab 2,0 m bzw. 3,0 m in der Einsparung der 2. Person, die am anderen Ende des Bandmaßes steht. Und das macht bei unserer Arbeitsweise einen ganz deutlichen Vorteil - abgesehen davon, dass sich mit dem Disto locker Distanzen bis 100 m präzise messen lassen - vom Stativ aus und mit der optischen Visierhilfe natürlich.


    Nö, der Disto hatte schon vor über 20 Jahren einen Selbstauslöser mit Verzögerungstimer. Und das Stativ habe ich für den Kreuzlinienlaser eh dabei. Außerdem schreibt bei uns fast immer eine Person, die andere misst.

    ..... passt jetzt irgendwie nicht zusammen..... :zzz: :zzz: :zzz:

    ....

  • Außen nehme ich gerne das Maßband. Zur Not hält mein Arbeitskoffer das andere Ende. Bin ja auch mal alleine unterwegs. Meistens ist irgendein Grünzeug oder was anderes für den Laser im Weg - so ich denn den Punkt überhaupt sehe. Habe ein ganz simples Gerät ohne Zieloptik.


    Rechnen brauche ich auch nie. Einzelmaße werden notiert und beim Eingeben in den Rechner addiert, falls nötig.

    Höhe brauche ich auch nicht.

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  • Ich habe mir mal einen mit Zieloptik beschafft. Das Ding ist tatsächlich nützlich. Einmal habe ich bei hellstem Sonnenschein außen gemessen und traute dem Ergebnis nicht. Dann mit Maßband nachgemessen und siehe da, es war korrekt. Die Investition lohnt sich.

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  • ..... passt jetzt irgendwie nicht zusammen..... :zzz: :zzz: :zzz:

    Es lässt sich zu dritt, zu zweit oder allein aufmessen. Mit einem Bandmaß werden allein für dessen Bedienung bereits 2 Personen benötigt, die 3. Person schreibt. Mit Disto und Kreuzlinienlaser mißt eine Person und eine „schreibt“, Einsparung 33 Prozent! Wenn eine Person alles machen kann, was sonst zwei machen müssten, kann zumindest die Hälfte der Anfahrtzeit eingespart werden, was bei kleineren Aufmaßen (siehe Anda ) auch eine Einsparung von 25 % oder mehr sein kann.


    Jedenfalls nicht mehr ohne Disto / LEM!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die meisten meiner Aufmaße mache ich mit Zollstock. Gehört quasi zur PSA. Aufschreiben erfolgt mit Kuli und Klemmbrett.

    Dann kann auf der Baustelle (bei mir keine EFH/MFH-Baustellen!) auch mal was runterfallen. Egal. Zweitkuli ist immer dabei. Notfalls muss ich halt mit der Hubbühne runterfahren und die Blätter aufsammeln. ;)


    Dann habe ich noch Sondermessgeräte mit dabei: Messschieber, Kabelbinder, Rissbreitenkarte, kleines Bandmaß

    Messchieber, um HE-A und HE-B eindeutig zu differenzieren und für Schrauben, Muttern, HV-Identifizierung

    Mit dem kleinen Kabelbinder kann man Risstiefen erkunden

    Mit dem kleinen Bandmaß kann man Rohrdurchmesser ermitteln.


    Der Handlaser Entfernungsmesser scheitert ganz klar an Außenecken und im freien. wenn nicht sogar beim zielen durch Störstoffe.

    Wie Skeptiker schon sagt, hier hilft das Klemmbrett oder sonstige Materialen auf der Baustelle. Sonnenschein ist aber der Endgegner. Dann hilft nur noch festes Auflager, Reflektorkarte und die rote Laserbrille


    Bei nicht erreichbaren oder aufwendigeren Geometrien oder Messungen ohne echte Bezugspunkte nehme ich LIDAR auf dem Handy. Auch für Schnellmessungen ohne Genauigkeitsanforderungen nehme ich Handy-LIDAR. Das ist im Freien bei 2-5m hinreichend genau und kann ziemlich gut auch über längere Strecken den Messbereich zusammenbauen und man kann um Objekte "drumherum" gehen und später am PC z.B. den Abstand zwischen 2 Außenflächen messen oder lichte höhen, die vor Ort schlecht oder gar nicht mit dem Lasermesser/Zollstock zu messen wären.


    Bei Nahaufnahmen erreicht das Handy LIDAR erstaunlich gute Messwerte, was später durch Pläne oder Nachmessen mit anderen Messmitteln geprüft wurde. ich vermute, hier hängt es stark von der Software ab - weniger vom System.


    Für einzelne Maße reicht auch oft der Entfernungsmesser der Standard Foto-App. Das Gute ist, man kann nahe an den 1. messpunkt gehen, den Punkt setzen, zum 2. Messpunkt gehen, den 2. Messpunkt setzen und dann etwas zurückgehen und von der Gesamtstrecke mit Maßanzeige das Foto aufnehmen und speichern.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Sonnenschein ist aber der Endgegner. Dann hilft nur noch festes Auflager, Reflektorkarte und die rote Laserbrille

    Reflektorkarte? Ich habe die rote Laserbrille, aber bis ich die auspacke und was an die Gebäudeecke stelle und zurückgehe etc, habe ich bei meinen einfachen Gebäuden auch schon das Bandmaß rausgeholt und ausgelegt.


    Bei nicht erreichbaren oder aufwendigeren Geometrien oder Messungen ohne echte Bezugspunkte nehme ich LIDAR auf dem Handy.

    Das klingt spannend. Kannst Du mal ein Beispiel berichten?

    Auch für Schnellmessungen ohne Genauigkeitsanforderungen nehme ich Handy-LIDAR. Das ist im Freien bei 2-5m hinreichend genau und kann ziemlich gut auch über längere Strecken den Messbereich zusammenbauen und man kann um Objekte "drumherum" gehen und später am PC z.B. den Abstand zwischen 2 Außenflächen messen oder lichte höhen, die vor Ort schlecht oder gar nicht mit dem Lasermesser/Zollstock zu messen wären.

    Über welche Entfernungen reden wir da?

    Ich glaube, das mit den Höhen probiere ich mal versuchsweise aus.

    Für einzelne Maße reicht auch oft der Entfernungsmesser der Standard Foto-App. Das Gute ist, man kann nahe an den 1. messpunkt gehen, den Punkt setzen, zum 2. Messpunkt gehen, den 2. Messpunkt setzen und dann etwas zurückgehen und von der Gesamtstrecke mit Maßanzeige das Foto aufnehmen und speichern.

    Das ist jedenfalls ein guter Tipp



    Nutzt Du eine bestimmte Software oder die, die im Handy eh schon als Entfernungsmesser drin ist? (Ich hab ein Iphone)

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  • Über welche Entfernungen reden wir da?

    Ich glaube, das mit den Höhen probiere ich mal versuchsweise aus.

    Mich würde interessieren, über welche Auflösung reden wir hier bei welcher Entfernung?

    Ich kenne solche Scanner nur aus anderen Bereichen, da werden kleine Objekte aus sagen wir mal 30-50cm Entfernung aufgenommen, bei Auflösungen unter 0,1mm. Im TV kam einmal ein Bericht, da wurden anscheinend die Pyramiden von Gizeh "digitalisiert". Die hatten aber mehr als nur ein smartphone im Gepäck. Es gibt wie so oft für fast jeden Zweck die passende Messtechnik.


    Nun habe ich mal nachgeschaut, wie das bei Verwendung eines smartphones aussieht, und habe Daten wie 5m Entfernung bei 20cm Auflösung gefunden. Keine Ahnung ob das stimmt, ich hatte jetzt keine Zeit hier in die Tiefe zu gehen. Wenn ich jedoch einen Raum mit 20cm Raster vermesse, dann dürfte das Messergebnis ziemlich unbrauchbar sein. Eine Fensteröffnung aufgenommen aus x Meter Distanz mit 20cm "Toleranz", da kann man gleich mit dem dicken Daumen schätzen.

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  • Nun habe ich mal nachgeschaut, wie das bei Verwendung eines smartphones aussieht, und habe Daten wie 5m Entfernung bei 20cm Auflösung gefunden. Keine Ahnung ob das stimmt, ich hatte jetzt keine Zeit hier in die Tiefe zu gehen. Wenn ich jedoch einen Raum mit 20cm Raster vermesse, dann dürfte das Messergebnis ziemlich unbrauchbar sein. Eine Fensteröffnung aufgenommen aus x Meter Distanz mit 20cm "Toleranz", da kann man gleich mit dem dicken Daumen schätzen.

    Nach meiner Erfahrung sind schon die 5 m nur bei starkem Sonnenschein überhaupt erreichbar. Realistisch sind es eher 3,0 m max. 3,5 m Entfernung zum zu messenden Objekt. Und dann liegt die Toleranz bei 2 - 5 cm / m, entsprechend etwa 20 cm auf die dann maximal erfassbaren ca. 4,0 m Länge. Selbst für den üblichen Größen von Wandöffnungen (Fenster oder Türblätter) mit Kantenlängen bis ca. 2 m sind die Abweichungen zu groß für wirklich verwendbare Rohbaumaße. Hinzu kommt, dass dabei auf die Kante gemessen werden muss, was mit LIDAR anscheinend nicht vernünftig, eigentlich überhaupt nicht, funktioniert - jedenfalls nicht mit der von mir im Ausbau angestrebten Genauigkeit von 1 mm / m.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das klingt spannend. Kannst Du mal ein Beispiel berichten?




    Da hätten wir eine Torhöhe eines Schnelllauftores mit viel Gabelstaplerverkehr.

    Träger eine Decke, wo man nicht rankommt oder nur mit Hubbühne oder Gerüst. Hier habe ich Trägergrößen überprüft

    Das Dritte ist ein Trägeranschluss. Hier konnte ich nur mit ausgestrecktem Arm Fotografieren bzw. das Handy raushalten.

    Den Zolli dranhalten ginge, aber dann das ablesen nicht, da der Anschluss außer Reichweite war. Mit dem Zollstock dabe hatte ich auch eine gute Qualitätskontrolle der "Vermessung".


    Ist übrigens immer eine gute Idee, neue Messmethoden derart zu prüfen. Einfach den Zolli irgendwo ninstellen oder hinlegen und dann in der "Vermessung" mal ein paar Maße prüfen.


    Über die Genauigkeit und die Toleranzen solcher messungen muss man sich aber schon bewusst sein.

    "Für den Verwendungszweck hinreichend genau" muss es sein.


    Nutzt Du eine bestimmte Software oder die, die im Handy eh schon als Entfernungsmesser drin ist? (Ich hab ein Iphone)

    Meistens nutze ich PolyCam und den Upload in die "Cloud" zum späteren messen. Habe aber auch SiteScape, 3dScannerApp, CanvasLite und TapMeasure auf den iPhone Pro.


    Über welche Entfernungen reden wir da?

    Ich glaube, das mit den Höhen probiere ich mal versuchsweise aus.

    Ich glaube, bei so ca. 5m ist Schluss. Kommta uch auf die Lichtverhältnisse und die Oberflächen an.

    Es ist eben Nahbereich-LIDAR und kein Laser und kein Radar.

    Selbst für den üblichen Größen von Wandöffnungen (Fenster oder Türblätter) mit Kantenlängen bis ca. 2 m sind die Abweichungen zu groß für wirklich verwendbare Rohbaumaße.

    Für eine Maßprüfung am Bauwerk für Folgearbeiten würde ich es auch nicht nutzen. Bei einer ersten Begehung oder Abgleich mit Bestandsunterlagen in der Entwurfsphase kann ich aber erkennen, ob die Türöffnung 80cm +/- ist oder 1m+/- und ob die Türhöhe eine 2m-Tür ist oder eine 2,13er Tür ist.


    Als Türbauer: NEIN, weil es nicht "Für den Verwendungszweck hinreichend genau" ist.

    Hier wäre ein Laser-Scanner geeignet oder eben noch schneller: ein Maßband.


    Das Gute am HandyLIDAR ist ja, dann man rumgehen kann und weiter aufzeichnen kann und nicht wie beim Scanner nur von einzelnen Standorten aus messen kann. Man kann z.B. um eine Litfaßsäule herumgehen und später im Scan den Durchmesser ermitteln.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ablesen von Meterstäben die weit weg sind geht schon. Man braucht nur eine Kamera mit sehr hoher Auflösung. Bildle mache und dann rein zoomen und schauen. Geht bei Handys natürlich nicht so, weil die mit interner Bilverarbeitung feine Details vermanschen. ;)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ablesen von Meterstäben die weit weg sind geht schon. Man braucht nur eine Kamera mit sehr hoher Auflösung. Bildle mache und dann rein zoomen und schauen. Geht bei Handys natürlich nicht so, weil die mit interner Bilverarbeitung feine Details vermanschen.

    Im Prinzip ja - ABER


    Die Trägeranschlüsse sehen meistens so aus:


    müssen erst freigebuddelt werden, und weil es dort so aussieht und schlechtes Licht ist, und chemische klistalline Stäube in der Luft sind und die ganze Bide aufgrund der Arbeit der schweren Maschinen und Anlagen wackelt - geht nur die "quick-and-dirty"-Lösung.

    Rechtwinklig auf den Meterstaz zu fotografieren geht in der Regel nicht - weil dort kein Laufsteg ist.

    Meterstab dranhalten geht bei Doppel-T-Trägern und U-profilen i.d.R. nicht, weil der Meterstab nicht reinpasst.

    Eine gute Kamera würde ich dort nicht verwenden wollen. Zu groß, zu schwer, zu viel Fugen, zu viel Mechanik, zu empfindlich im Industriebereich.

    Die Kompaktkamera verschwindet auch immer ganz schnell wieder in der Jackentasche oder in der verschließbaren Hülle (Hardcase mit Reißverschluss).


    Das Handy hingegen hat keine Mechanik, ist IP## wasserfest und (in Grenzen) staubdicht, noch dazu in einer Hülle (UB-Pro) und die Linsen sind mit Abdeckungen versehen.


    Obwohl ich eine Kompaktkamera mit sehr großer Blendenöffnung und "sehr gut" bei schlechten Lichtverhältnissen ausgesucht und (teuer) bezahlt habe, greife ich of auch zum Handy, da die aktuelle Technik hier (für den Verwendungszweck) sehr gut ist.

    Und eine Scan- und eine Messfunktion ist auch dabei.

    Die ganz Verrrückten telefonieren sogar damit.


    Die Blitzreichweite ist hier total egal, da ich hier eigentlich immer ohne Blitz fotografiere. Mit Blitz ist i.d.R. kaum was zu erkennen, da die kristallinen Stäube wie Reflektoren wirken - so als würde man ein (neues sauberes) Verkehrsschild nachts aus der Nähe mit Blitzlicht fotografieren.

    Gruß
    Holger
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