Ausführung neues Vordach (groß)

  • Hallo Experten,


    ich beabsichtige das großzügige Überdachen unseres Hauseingangs. Größe ca. 15m x 5m.
    Mir ist es wichtig, dass ich von unten eine durchgehende Fläche habe -> hier denke ich an Dreischicht Nut und Feder gestrichen.
    Das Holz der Konstruktion möchte ich nicht sehen.
    Umlaufend soll ein U-Profil 180 angebracht werden in das ich dann die Sparren 20/8 laufen lasse. Neigung ca. 5%.
    Auf die Sparren Rauspund. Rauspund ist dann ca. 5cm höher als das U-Profil.
    Da als Regenführende Schicht -Blech- wegen der Geräusche ausscheidet dachte ich an eine Bituminöse/Kunststoff-Abdichtung.
    Die Regenrinne möchte ich aber auch nicht sehen ... und genau da komme ich nicht weiter.


    Eigentlich möchte ich zur Traufe blickend nur den feuerverzinkten Stahl sehen. Habe im Netz leider auch keine Details in der Art gefunden.


    Haut jemand von euch eine Idee zur Traufgestaltung? Für alle Tips oder Ideen bin ich dankbar.



    Für mich ist die Konstruktion natürlich verständlich, sollte man durch meinen Beschrieb nur Bahnhof verstehen werde ich versuchen eine Skizze einzustellen.



    Grüße
    Stefan

  • Baurechtlich zulässig?
    Baugenehmigung liegt vor?
    Standsicherheitsnachweis liegt vor?
    Keine Stützen erforderlich?


    Optisch "leichte" Dächer gehen anders als mit einem U 180. Dafür brauchts Hirnschmalz bei Planer und Tragwerksplaner. Jede Menge davon.
    Und Geld beim Bauherren.

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  • Da würde ich erst mal infrage stellen: Darf dat dat?
    Oder hast Du Dich verschrieben? 15x5m? Vermutlich mindestens die Hauslänge längs, wenn nicht gar mehr, sollten die Angaben stimmen.


    Es nutzt nämlich gar nichts, sich über Regenrinnen etc. Gedanken zu machen, wenns gar nicht erlaubt ist

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  • Genehmigt ung gerechnet... Stützen soll es auch bekommen.


    Das mit dem Hirnschmalz merke ich. Kreative Lösungsansätze bekomme ich keine vom Planer.



    Das U 180 ist halt erforderlich durch die 5m Stannweite und 6m Stützenabstand. Vielleicht reicht aber auch U 160... weniger aber sicher nicht. Bei den Sparren könnt ich noch 18 hinbekommen.

  • Off-Topic:


    Was mich nich interessieren würde: Ziel/Grund dieser Überdachung? Das ist ja fast eine Art Riesencarport an die Hauswand, bei 5m auch mal das Gefälle/Licht etc. bedenken!

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  • Na das Gebäude misst über 20m. Gedacht ist das Vordach als Carport und Sitzfläche. Da es die Nordseite ist und wir in dem Bereich nur Hauseingang und Schlafzimmerfensterhaben passt das mit dem Licht. es kommen auch noch zwei Glasplatten mit 3,5mx 1m rein.
    An dem Gebäude war bereits ein Vordach in der Größe, was aber altersbedingt entfernt werden musste... Ich vermisse es schrecklich! :-(

  • Nur den Stahl sehen heisst für mich innenliegende Rinne! Da kommst Du mit 2, 3 Tipps aus dem I-Net nicht weit, weil das immer auch in die Statik eingreift.
    Und 5% sind unter 3° Gefälle, das ist nichts, was man ausser mit Schweißbahnen sauber abdichten kann. Schweißbahn und innenliegende Rinne ist aber so eine Sache bei der Dauerhaftigkeit. (Bitumenkorosion)


    Und 5% sind bei 5 m Tiefe immer noch 25 cm Höhenunterschied und die sieht man nun mal.


    Also Planung nochmal neu. Ich denke, bei dem Anspruch gilt der alte Monopoly-Satz::


    ....begib dich direkt dort hin gehe nicht über Los. Ziehe nicht 4000 Taler ein.

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  • Und 5% sind unter 3° Gefälle, das ist nichts, was man ausser mit Schweißbahnen sauber abdichten kann. Schweißbahn und innenliegende Rinne ist aber so eine Sache bei der Dauerhaftigkeit. (Bitumenkorosion)

    Folienabdichtung ist bei sowas auch problemlos möglich...
    Eventuell eine Attika vorne machen mit Gullys, Entwässerung dann in dem Raum nach Hinten oder an den Stützen Gullys setzen... Allerdings gibt das auch wieder schnell 10 cm Höhe vorne, bekommt man aber mit Stahlblech auch wieder verkleidet *g*

  • Folienabdichtung ist bei sowas auch problemlos möglich...

    Wo Du Recht hast, hast DU Recht.


    Aber eine innenliegende Rinne mit Notrinne und Anschlußblechen für Folienabdichtung ist auch kein Geschenk. Weder in der Dimension noch in den Kosten!


    Das ganze hat einen Geburtsfehler, der da heisst - Am Bauherrenwunsch vorbei geplant.

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  • So... hab mich mal an ner groben Skizze probiert.123.pdf


    .achso... wenn das Wasser mal über die Rinne schießt wäre das kein Thema für mich. Soll einfach so sein, dass man bei normalen Regen nicht unter einem Wasservorhang durchlaufen muss.

  • Wie schiebst Du die Dreischichtplatte in das U hinein, wenn der Sparren schon liegt? Oder werden die Sparren so lange mit Siemens Lufthaken hochgehalten?


    Und eine architektonisch saubere Lösung sieht anders aus! Blende, eingelassene Rinne, Vorhangrinne vor dünnem Stahlprofil, .....
    Aber NICHT so!

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  • Ich würde das ganze auch mit einer Folienabdichtung und innenliegender Entwässerung lösen. Bei der Skizze muß auch wieder ein Kantteil unter die Dachrinne, was über den Träger geht, idealerweise verlötet, aber bei 15 m an die Dehnung denken.

  • @Ralf Sparren wollte ich so lange mit Siemens Keilen hochhalten. Und um eine gescheite Lösung zu bekommen bin ich hier. Ich wollte irgendwie keine Blende, da ich bisher nur "wellige" gesehen habe. Vielleicht bekommt man die aber auch am Stück und so, dass es nicht billig aussieht.


    @Elopant Ich verstehe nicht so wirklich. Skizze soweit ok, aber Kantteil über den Träger?

  • Das Kantteil sieht aus, wie eine Fensterbank und wird unter der Dachrinne angebracht, damit bei evtl. undichten Lötnähten die Feuchtigkeit nicht in die Tragkonstruktion zieht und das Niederschlagswasser was vor der Dachrinne auftrifft, ebenfalls von der Tragkonstruktion ferngehalten wird.

  • Sparren wollte ich so lange mit Siemens Keilen hochhalten

    Vergiss es!


    Eine saubere Lösung können nur Dein Planer und Dein Statiker ausfusseln.
    Wir kennen die Lasten nicht und wissen nicht, welche Pressungen quer zur Faser z.B. am Auflager auftreten. Wenn da schon alle ausgereizt ist, dann siehts anders aus als wenn man die Sparren an Laschen hängen kann und wieder anders, wenn man klotzen kann und wieder anders, wenn man.....


    Bei Deinen Ansprüchen wirst Du um eine Ausführungsplanung nicht rumkommen! Und die kann Dir hier keiner machen.

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  • @ Elopant ... jetzt verstehe ich.


    @ Ralf... mein Problem ist die Optik am Trauf. Da bekomm ich nichts gescheites. Alles andere lässt sich lösen.

  • Ralf... mein Problem ist die Optik am Trauf.

    Ich gebs auf.


    Schicker Nagellack macht abgerbochene Nägel auch nicht schön.


    Deine "Nägel" haben Nagelpilz, sind eingerissen, abgebrochen und rauh, aber Du suchst Nagellack.
    Du brauchst erstmal eine ordentliche Maniküre, dann kommt der Glanz von allein


    EOT für mich.

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  • Scheiße finden? Naja, ich sehe da halt sehr viele ungelöste und auch nicht einfach zu lösende Probleme.
    Unterverkleidung, Unterdeckblech unter der Dachrinne (15 m muß man auch erst mal sauber 100% zuverlässig hinbekommen, das ist der Notfallschirm damit das nicht absäuft!
    Man könnte da auch z.B. über ein Folienblech nachdenken das 2 cm vorne über den Träger geht...


    Aber im großen und Ganzen sehe ich bei der Konstruktion sehr viel Ungeklärtes, mit Dachrinne wird das echt schwierig!
    Du musst ja auch das Gefälle in der Rinne in den Griff bekommen, 15m und 2 Abläufe sind 5 cm Gefälle übern Daumen...

  • Ja.


    Du versteifst dich zu sehr auf ein Detail und ordnest alles diesem Detail unter. Du willst unbedingt eine ebene Fläche vorn haben. Ich würde es verstehen wenn man eine so schlanke Konstruktion wie möglich haben will, oder eine möglichst hohe Attika um z.B. Werbung aufzubringen oder sonst irgend welche Eigenschaften. Aber sich auf ein ganz bestimmtes Material, hier sogar ein ganz bestimmtes Bauteil, nämlich ein U-Profil, zu versteifen ist der falsche Ansatz. Diese optische Wirkung erhälst Du z.B. auch mit einer Kastenrinne oder anderer Konstruktionen.


    Wie sieht denn das Haus ansonsten aus? Passt eine solche Konstruktion optisch zum Haus? Zeig mal Bilder!

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • was genau würde Dich an der Rinne stören? Wie sah es vorher aus?


    Und danke für die Beantwortung der Fragen, ist halt schon eher ungewöhnlich.

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  • Du versteifst dich zu sehr auf ein Detail und ordnest alles diesem Detail unter.

    boaah .. gibts des a? genau das denke ich auch.
    zumal das "detail" derart gruselig ist, dass man sowas heutzutage nur noch für temporärbauten (vulgo containertummelplätze) verwendet, obwohl selbst da wird oft besser geplant (und es gibt bereits bessere, techn. brauchbare, standardisierte ! details)


    mit einer, sei es auch nur bezogen auf das detail "dachkante" (wo dann viele andere themen dranhängen), ordentlichen planung kann das durchaus ansprechend werden - ohne sicht-u-profil und notnagelstatik. dann kostet die werk- und tw-planung halt nicht 1%, sondern 7%.
    wenn der wunsch nach muskulöser dachkante vorrang hat - jo mei ;)

  • Sehr hilfreich. Auch wenn ich die Kosten der Planung nie thematisiert habe. Aber gut zu wissen je mehr Prozente ein Planer will desto besser wird auch die Planung! Jetzt bin ich im Bilde!

  • Na dann übst du das extrapolieren derweilen.
    Auch 10% bringen nicht zwingend eine motivierte Planung. Und wenn du deine Glaskugel eh nicht brauchst... ich könnte die gut brauchen... oder wieviele Fachleute soll ich noch bezahlen nur um eine Lösung zu erhalten, die ich auch bei OBI nachlesen kann.



    Falls jemand noch eine konstruktiven, vielleicht zielführenden Ansatz hat... bin ich sehr dankbar.
    Wie gesagt toll wäre eine glatte Untersicht, auch für Einbauleuchten.
    Der Gedanke mit dem U-Profil war meinen bisherigen Beobachtungen von welligen Blechen geschuldet. Des Weiteren hab ich halt etwa 15m2 last auf dem Träger. Holz wird da m.E. zu heftig in den Dimensionen.

  • ich mache mal schluss hier.


    zuviel diy, keine planung, keine statik.


    sorry, aber da kann es keine unterstützung geben.