Dieses konventionelle WDVS erhielt knapp 20 Jahre nach seiner Herstellung eine Renovierungsbeschichtung. Dieses Foto zeigt an einem trüben Tag ein links und mittig ein ganz frisch beschichtetes WDVS und rechts das selbe WDVS im Originalzustand:
WDVS (Nordseite) nach 20 Jahren
-
-
Was soll uns dieser Beitrag mitteilen?
-
..... dass auch eine Fassade immer mal wieder eine Wartung/Renovierung benötigt.
Bei der Fassade auf dem Bild hält sich die Verschmutzung in Grenzen, wie man rechts unterhalb der Fenster (als Vergleichsfläche) erkennen kann.
-
Skeptiker, weißt Du Näheres über die Beschichtung?
Wir haben im Bestand unserer Genossenschaft vor Jahren ein paar WDVS-Fassaden nur reinigen lassen und das Vorher/Nachher-Ergebnis war ähnlich beeindruckend.
Unser Haus direkt an der Elbe steht jetzt 13 Jahre und ich kann noch keine auffälligen Alterungen an den weißen Putzfassaden-Teilen feststellen.
Nächstes Jahr werde ich wohl mal in einer Ecke meiner Dachterrasse ein kleines Stück abgedeckt reinigen, um es mit der unbehandelten Oberfläche zu vergleichen.
-
Ein Aspekt fällt mir beim Betrachten noch auf: die Glasüberdachungen der Eingangstüren schließen dicht an der Fassade an und führen im Zusammenspiel von Schmutz und Nässe zu unerwünschten Biotopen.
Deshalb haben wir vor ca. 20 Jahren an mehreren Sanierungsobjekten angefangen, die Vordächer mit einem Abstand von 1-2 cm zur Fassade zu setzen. Das hat sich bewährt und die drei Wassertropfen, die beim Aufschließen auf den Ärmel fallen, stören kaum. 😊
-
Ein Aspekt fällt mir beim Betrachten noch auf: die Glasüberdachungen der Eingangstüren schließen dicht an der Fassade an und führen im Zusammenspiel von Schmutz und Nässe zu unerwünschten Biotopen.

Deshalb haben wir vor ca. 20 Jahren an mehreren Sanierungsobjekten angefangen, die Vordächer mit einem Abstand von 1-2 cm zur Fassade zu setzen. Das hat sich bewährt und die drei Wassertropfen, die beim Aufschließen auf den Ärmel fallen, stören kaum. 😊
Haben wir aus genau diesen Gründen auch mal gemacht - allerdings mit 10 cm Abstand o.ä. - und die Eigentümer fanden es nicht gut, wegen anscheinend zu großer Regenmengen. Ein Biotop gibt's da aber bisher nicht - immerhin!Skeptiker, weißt Du Näheres über die Beschichtung?
Nein, ich habe nur eine reine Außenperspektive und die Eigentümer wissen es vermutlich im Detail selbst nicht, da Gemeinschaftsaktion (die Häuser befinden sich in Einzeleigentum).
-
Anlässlich eines Krankenbesuchs habe ich gestern in der Potsdamer Innenstadt dieses stark in die Jahre gekommene WDVS gesehen:
Und damit mir nicht unterstellt werden muss, ich würde hier gegen WDVS polemisieren, hier noch die hinterlüftete Vorhangfassade „VHF“ des benachbarten Hochhauses:
Ich vermute, es sind mineralisch gebundene Platten, weiß es aber nicht sicher.
Vor 6 Monaten sah das noch so aus,
auch schon nicht schön!
-
Und damit mir nicht unterstellt werden muss, ich würde hier gegen WDVS polemisieren,
Es hat keiner "polemisiert".
Die "Probleme" mit einem WDVS und der Algizidbelastung kann ich zu Hause lief verfolgen.
-
Man sollte noch beachten, dass die Wetterlage solche Verschmutzungen mal mehr und mal weniger in Erscheinung treten lässt. Hochsommer und wochenlang trocken, und schon kann der graue Belag fast verschwinden, während bei Nässe/Feuchtigkeit der Grauschleier "dunkel " wird.
-
Man sollte noch beachten, dass die Wetterlage solche Verschmutzungen mal mehr und mal weniger in Erscheinung treten lässt. Hochsommer und wochenlang trocken, und schon kann der graue Belag fast verschwinden, während bei Nässe/Feuchtigkeit der Grauschleier "dunkel " wird.
Vor diesem Bild
hat es 7 Tage nicht geregnet und war mehrere Tage über 15 Grad Celsius warm.
-
WDVS und VHF dürften ähnliche Randbedingungen haben, was Veralgung angeht: Geringe Masse und durch die Dämmung oder Luftschicht unterbrochene Wärmeleitung. Also ganz schnell Kondensat.
Beim WDVS-Bild kann man auch schön sehen, was fehlende Dachüberstände bewirken. Selbst unterhalb der Fensterbänke gibt es weniger Kondensat als auf den durchgehenden Flächen.
Vor diesem Bild
hat es 7 Tage nicht geregnet und war mehrere Tage über 15 Grad Celsius warm.
Die Nächte sind kalt und feucht (Kondensat/Raureif). Auch ohne Regen war die Straße bei uns oft sichtbar nass/feucht. Den Rasen gegossen habe ich seit einigen Wochen nicht mehr, und der steht in sattem grün. Im späten Frühjahr oder erst recht im Sommer undenkbar.
-
Warum habe ich die Wetterlage in´s Spiel gebracht?
dass die Wetterlage ........
nun, ich bin mir noch nicht sicher, ob es sich hier tatsächlich um Algen handelt. Deswegen auch mein Hinweis mit dem trockenen oder feuchten Wetter, denn bei Algen würde ich geringere Farbunterschiede zwischen trockenem und nassem/feuchten Zustand erwarten. Ähnliche Effekte findet man hier bei uns in der Gegend bevorzugt an Häusern die an Haupt-/Durchgangsstraßen liegen. Ich hatte ja in einem anderen thread von meiner Terrasse berichtet, die man spätestens alle 2 Jahre komplett reinigen muss, weil im Frühjahr der Boden "schwarz" ist, im Hochsommer dann eher dunkelgrau. Man glaubt nicht, was über den Winter in Form von Staub und Ruß vom Himmel kommt. An vertikalen Flächen (Fassade) zeigt sich der Effekt ebenso, nur halt nicht so stark. Aber auch da ist eine regelmäßige Reinigung notwendig.
-
ich bin mir noch nicht sicher, ob es sich hier tatsächlich um Algen handelt.
Noch nicht, das ist eher Schimmel. Wären es Staub- oder Rußablagerungen, müssten die beregneten Fassadenteile heller sein als die z.B. unter den Fensterbänken.
-
eine ordentliche Verblenderschale (zweischaliges Mauerwerk) ist und bleibt das Maß aller Dinge
