Feuchter, kühler Fleck Innenwand. Ursachen?

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein Problem und bin für Hinweise oder Erfahrungsberichte dankbar:

    An einem überdachten Balkon, direkt neben bodentiefen Fenster, ist an einer Stelle ein feuchter Fleck aufgetaucht.


    Eigentlich sollte an dieser Stelle kein Regen eindringen können, da die Wand überdacht ist. Zusätzlich habe ich schräg vor dem betroffenen Bereich ein Solarpaneel hingetan, aber das habe ichnoch nicht so lang.

    Die Stelle fühlt sich deutlich kühler an als der Rest der Wand. Im Innenbereich am Fenster selbst, sind weder erhöhte Feuchtigkeitswerte noch Schimmel erkennbar (siehe letztes Foto).


    Die Feuchte ist auf den Fleck in der Innenseite des Raumes beschränkt.


    Aufbau der Fassade: Holpaneele, Trägerplatte aus Heraklith. Innen kann ich nicht genau sagen, wie es aufgebaut ist, Auf jeden Fall ist da keine Tapete.


    Hat jemand eine Idee, wodurch genau so ein einzelner, feuchter Fleck entstehen kann? Hattet ihr schon einmal etwas Ähnliches? Und welche Maßnahmen würden helfen, das dauerhaft zu beseitigen?

    Ist innen etwas falsch gedämmt eventuell? Oder ist der Balkon nicht richtig dicht? Löst sich dann das Problem dadurch, dass kein Wasser mehr von außen eindringen kann?


    Man sieht hier, dass es bei dem Punkt sehr kalt ist:




    Vielen Dank im Voraus!

    • Verstehe ich richtig, dass der Fleck auf der Innenseite einer Außenwand (trennt beheizten Raum von Außenraum) festgestellt wurde?
    • Was ist hinter der im Infrarotbild linken Wand?
    • Wie wird der Raum benutzt und wann beheizt?
    • Wie hoch liegt die rel. Luftfeuchte bei welcher Temperatur der Raumluft?
    • Wie sieht Wand im feuchten Bereich von außen aus? (Foto bitte!)

    Im Augenblick der Aufnahme des Infrarot-Fotos hätte bereits eine rel. Raumluftfeuchte von 71 % bei 19.6 °C zu Tauwasserausfall am kältesten Punkt der Außenwand geführt und würde die Feuchtigkeit erklären.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Fühle mal am Fensterprofil und am Beschlag unten an der Fensterecke, ob es dort auch leicht feucht ist. Dort ist die Oberflächentemperatur auch ziemlich niedrig. Zeigt sich dort Kondensat, dann würde ich das auch an dem kalten Stück der Wand unterstellen.

    In diesem Fall die Umgebungsbedingungen so anpassen, dass alles abtrocknen kann, und dann weiter beobachten.

    Ist es an den kalten Fensterrahmen hingegen trocken, dann wird Wasser von außen wahrscheinlicher. Dann würde an der Wand in die Tiefen gehen, wo es dann wahrscheinlich noch feuchter ist als an der Oberfläche.

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  • mit dem Bauteilaufbau kann ich nicht viel anfangen: was ist mit Trägerplatte aus Heraklith gemeint, was mit Holzpaneele?

    Handelt es sich um ein Gebäude mit einem Außenwandaufbau aus Mauerwerk, Fertighaus oder anderes?

    Wie alt ist das Gebäude?

    Nach Möglichkeit solltest du den genauen Wandaufbau von innen nach außen beschreiben!

    Hilfreich sind Fotos von außen und innen (erstmal keine Details, sondern Übersichtsaufnahmen).

    Gut wäre auch ein Grundrissplan mit Eintragung der Himmelsrichtung.


    Die Wand links scheint eine andere Oberfläche zu haben. Zumindest sehe ich da eine Kante, die das vermuten lässt... Ist da etwas raumseitig vorgeblendet?

    Der blau gefärbte Bereich auf dem Thermogramm scheint deutlich größer zu sein als der sichtbare Fleck im Innern. Trifft dies zu?

    Gibt es in diesem Bereich irgendwelche Leitungen?

  • ... was ist mit Trägerplatte aus Heraklith gemeint ... ?

    Vermutlich eine (mineralisch gebundene) Holzwolle-Leichtbauplatte, deren großer westdeutscher Hersteller "Heraklith" zum Deonym wurde. Als frühe universelle Wärmedämmplatten waren die seit den 1940er Jahren bis mind. in die 1990er Jahre im Rohbau sehr beliebt. Seit dem Nachdenken über Schadstoffe und Nachhaltigkeit werden sie seit der letzten Jahrhundertwende zunehmend im Ausbau eingesetzt - jedenfalls im ökologisch bewußten Teil des Bauwesens.


    (jetzt sag nicht, Du kennst die nicht!?)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • doch, ich weiß, was mit Heraklith gemeint ist. Aber warum "Trägerplatte"?

    weil die auf dem Untergrund vernagelt als Putzträger eingesetzt wurden

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ich bin mal gespannt, was noch kommt. "Holzpaneele" klingt erstmal nicht nach Putz...

    Richtig! Ich habe es auf die Außenseite bezogen, es könnte aber natürlich auch eine Innendämmung sein ... :)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!


    Verstehe ich richtig, dass der Fleck auf der Innenseite einer Außenwand (trennt beheizten Raum von Außenraum) festgestellt wurde?

    Ja, genau, der Fleck wurde an der Innenseite einer Außenwand entdeckt, die den beheizten Innenraum vom Außenraum trennt.


    Was ist hinter der im Infrarotbild linken Wand?

    Hinter der im Infrarotbild links gelegenen Wand befindet sich zunächst ein Einbauschrank; auf der Außenseite liegt ein Balkon.


    Wie hoch liegt die rel. Luftfeuchte bei welcher Temperatur der Raumluft?

    Ich habe Hygrometer aufgestellt: die Raumtemperatur liegt überwiegend bei 20–22 °C, die relative Luftfeuchte beträgt in der Regel ca. 55 %.


    Wie sieht Wand im feuchten Bereich von außen aus? (Foto bitte!)

    Siehe Foto (angehängt). Von außen ist die Wand, wie im Bild, mit einer Verkleidung versehen; genaueres siehe Bild.


    Wie sieht die Gegenseite des Flecks/die Aussenseite aus? Bitte Foto zeigen. Auch ein Übersichtsbild

    Siehe Foto (angehängt). Zusätzlich habe ich an der Außenseite das Holz gemessen: das Holz ist absolut trocken.


    Zur baulichen Situation:

    Der Giebel zum Balkon ist als ausgemauerte Fachwerkwand ausgeführt und außen mit Brettern verkleidet (siehe Foto). Die Zimmerwand besteht aus einer Heraklit-/Heraklith-Platte, die verputzt ist (ohne Tapete). Tatsächlich wurden die Fenster erneuert, aber da war ich nicht dabei. Diese Stelle ist die einzige im Haus, die so feucht ist. Habe nun überall Hygrometer und auch alles mit dem "Sucher" abgesucht und es ist nur diese Stelle feucht im gesamten Haus.


    Baujahr: 1973.


    Ich habe zunächst es so gemacht, dass erstmal kein Regen von Außen eindringen kann an der Stelle.


    Hier die Fotos, da wo der blaue Pfeil hinzeigt, ist die feuchte Stelle:



    Vielen Dank im Voraus!

  • allgemeine Hinweise zum "Messen" Abschätzen:

    • Messgerät immer rechtwinklig zur zu bewertenden Oberfläche halten
    • Mindestabstand zu allen Kanten / Ecken / Einbauteilen Immer 10 cm in allen drei Dimensionen!

    Es ist offensichtlich feucht - das lag aber auch schon vorher auf der Hand. Die Frage ist aber, ob die Wand innenseitig im Winter feucht ist, weil sie abkühlt oder ob die Wand (im Winter) kühler ist, weil sie (von außen) nass ist. Ohne eine Blick hinter die Vertäfelung dürfte man dort kaum weiter kommen.


    Es steht übrigens zu befürchten, dass die Wandbeläge noch nasser sind, als die Digitalanzeige suggeriert: In der HWL-Platte ist viel Luft. Bis die elektrisch stark leitet, muss das Material schon seeeeehr feucht sein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich sehe keine am Türstock hochgeführte Abdichtung an der offenbar neu eingebauten Balkontüre, die im Übrigen hinter der Rolladenführungsschiene hätte weitergeführt und an die Sockelabdichtung auf der Außenwand hätte kraftschlüssig angeschlossen werden müssen. Auch die " schwarze Pampe " am ( abzudichtenden ) Übergang des Türrahmens zur Außenwand gibt zu denken. Offenbar wurde die außenseitige Holzverkleidung beim Einbau der neuen Balkontüre nicht teilentfernt und damit kein wasserdichter Anschluß der Türabdichtung bis hinter die Holzverkleidung hergestellt.


    Genaueres werden nur Probeöffnungen ergeben. Zunächst außen Plattenbelag und Kiesschicht im Bereich der Balkontüre und der hieran anschließen Außenwand entfernen und dies mit einem weiteren Foto dokumentieren.

  • Siehe Foto (angehängt).

    Die Fotos = ;( <x (Nicht die Fotos, sonderm das, was sie zeigen)

    Ich sehe keine am Türstock hochgeführte Abdichtung an der offenbar neu eingebauten Balkontüre

    :thumbs_up: :thumbs_up:

    die im Übrigen hinter der Rolladenführungsschiene hätte weitergeführt und an die Sockelabdichtung auf der Außenwand hätte kraftschlüssig angeschlossen werden müssen

    :thumbs_up: :thumbs_up: :yeah:

    Auch die " schwarze Pampe " am ( abzudichtenden ) Übergang des Türrahmens zur Außenwand gibt zu denken.

    Mir nicht. Das ist der untaugliche Versuch, etwas abzudichten, was SO nicht abzudichten ist. Also Vorsatz!! :wall:

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  • Der Giebel zum Balkon ist als ausgemauerte Fachwerkwand ausgeführt und außen mit Brettern verkleidet (siehe Foto). Die Zimmerwand besteht aus einer Heraklit-/Heraklith-Platte, die verputzt ist (ohne Tapete).

    Da würde ICH mal durch einen Fachmenschen die Balken püfen lassen.

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  • OK, danke.


    Das heißt: Man sollte das Fenster an der Stelle bei den Balken neu abdichten lassen und auch den Balkon selbst mal komplett abdichten lassen. Dann wäre das Problem behoben. In der Zwischenzeit kann ich jedoch dafür sorgen, dass kein Regen mehr da dran kommt, dann wäre ich ja erstmal "geschützt" oder? Das dauert nämlich, bis da ein Handwerker Zeit hat, das abzudichten.

    Wäre es dann auch schlauer gleich den gesamten Balkon abzudichten oder erstmal nur diese Stelle dort?


    Zitat

    Die Frage ist aber, ob die Wand innenseitig im Winter feucht ist, weil sie abkühlt oder ob die Wand (im Winter) kühler ist, weil sie (von außen) nass ist. Ohne eine Blick hinter die Vertäfelung dürfte man dort kaum weiter kommen.

    OK, das heißt ich möchte sonst die Vertäfelung abmachen. Die Vertäfelung ist aber laut dem Messgerät absolut trocken, zumindest von außen gemessen. Spricht das dann eher dafür, dass die Wand abkühlt? Oder lässt sich das daran nicht erkennen?


    Ich habe jetzt ein eine Bautrockner aufgestellt und die Luftfeuchtkeit ist bei 36%. Grundsätzlich war die Luftfeuchtikeit ansich immer zwischen 50-60% in dem Zimmer.


    Vielen Dank im Voraus!

  • Ich habe jetzt nochmal die Sachen abgemacht, so gut es ging.

    Und tatsächlich war es darunter sehr feucht. Ich vermute also, dass es aufgrund des Regens ist.



    Das heißt ich muss jemanden finden, der Fenster nachträglich fachgerecht und ordentlich abdichten kann und halt den entsprechenden Anschluss nochmal richtig machen kann. Dann dürfte das Problem behoben sein, oder?


    Oder sollte der gesamte Balkon saniert und abgedichtet werden? Macht es weiterhin Sinn den Bautrockner laufen zu lassen?


    Vielen Dank im Voraus.

  • Man sollte das Fenster an der Stelle bei den Balken neu abdichten lassen und auch den Balkon selbst mal komplett abdichten lassen.

    Das Zauberwort heisst fachgerecht abdichten.

    Ob dazu eine komplette Neuabdichtung oder Überarbeitung der Abdichtung nötig ist, kann mit den wenigen Fakten nicht gesagt werden!


    Ich habe jetzt ein eine Bautrockner aufgestellt

    Pure Energieverschwendung. Öffnen lassen und Ständerwerk/Riegel kontrollieren lassen

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • OK, danke. Wie "dringend" ist denn sowas? Habe schon ein paar angerufen, aber die haben erst im Frühling Zeit.


    Kann ich provisorisch irgendwas unternehmen? Meine Idee war halt die Solarpanel davor machen, damit nicht mehr so viel Regen reinkommt.


    Macht es Sinn die Fliesen und Kieselsteine zu entfernen?


    Vielen Dank im Voraus.

  • Macht es weiterhin Sinn den Bautrockner laufen zu lassen?

    Getrocknet wird sinnvollerweise erst dann, wenn der Zutrittsweg des Wasser sicher erkannt und dauerhaft verschlossen wurde!


    Dazu gehört hier schon längst (vorgestern!)

    ... ein ... Blick hinter die Vertäfelung (,) ...

    denn ohne den

    dürfte man ... kaum weiter kommen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es ist nur unten etwas nass. Oben an der Wand ist alles trocken.

    Ist das nicht ein Zeichen dafür, dass der Fenster <-> Balkon-Anschluss nicht dicht ist?

    Habe bereits solche Firmen angerufen, die aber erst, wie gesagt, nächsten Monat Zeit haben. Kann ja schlecht jemanden herbei zaubern.


    Aber ich vermute, dass einfach der untere Anschluss da erneuert werden muss. Von außen ist jedenfalls das Holz absolut trocken und überhaupt nicht morsch. Wenn es hinter der Vertäfelung nass sein sollte, müsste dann nicht auch das Holz selbst nass sein? Das Holz ist relativ dünn.

  • Nein muss nicht. Du kommst nicht umhin die Vertäfelung abzunehmen. Du kannst ja vorsichtig ein paar weg nehmen, die man dann wieder dran nageln kann, bzw sollte jemand machen der das kann.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ... ich vermute, dass einfach der untere Anschluss da erneuert werden muss. Von außen ist jedenfalls das Holz absolut trocken und überhaupt nicht morsch. Wenn es hinter der Vertäfelung nass sein sollte, müsste dann nicht auch das Holz selbst nass sein?

    nein


    Es ist müßig, zu spekulieren, was da sein könnte. Es ist sehr einfach eines oder besser zwei der dünnen Brettchen vorsichtig abzunehmen und dahinter zu sehen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • OK, danke. Mach ich morgen und dann Fotos. Dann mal schauen.


    Danke für eure Hilfe. Bin absoluter Laie, will aber auch nicht von Handwerker abgezockt werden und auch, dass es diesmal absolut richtig gemacht wird, damit ich Ruhe habe.

  • Bin absoluter Laie, will aber auch nicht von Handwerker abgezockt werden und auch, dass es diesmal absolut richtig gemacht wird, damit ich Ruhe habe.

    Ich weiß, der Rat, den ich jetzt gebe, ist unwillkommen, weil er Geld kostet. Zumindest erstmal


    Gerade, wenn Du Laie bist: Nimm Dir einen Planer/Bauleiter/Bauaufseher/wwi, die/der von Abdichtung und HRB Ahnung und Fachwissen hat. So weit, dass Du nicht "abgezockt" wirst, kannst Du Dich gar nicht fortbilden.

    "Die" Handwerker ziehen Dich dann nur so langsam über den Tisch, dass Du die Reibungswärme als Nestwärme empfindest

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ralf


    Guter Rat. Denn beim Einbau der Balkontüranlage ist der TE schon offensichtlich schwer " auf den Arm " genommen worden. Die wannenförmig Abdichtung des Balkons an den Türstock bis mindestens 5 cm über OK Belag ( vorhandene Balkonplatten ) und der Anschluß der Türabdichtung an die Abdichtung des hieran angrenzenden Holzgefachs mit Ausmauerung ( hinter der Holzverkleidung ) fehlt offenbar.


    Der bereits erfolgte Hinweis auf die wahrscheinliche Durchfeuchtung des Holzgefachs ist unbedingt zu beachten.

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Antworten.


    Ich werde einen entsprechenden Gutachter zu Rate ziehen. Das wird allerdings etwas dauern. Zum Glück soll es in den nächsten Wochen nicht regnen.


    Was ich bereits gemacht habe:

    Ich habe die untere Leiste entfernt. Das Holz dahinter ist laut Feuchtigkeitsmessgerät trocken und fühlt sich fest und trocken an. Siehe Fotos im Anhang. Es sieht also so aus, als würde Regen unter das Fenster laufen und so hinein gelangen.


    Weiterhin ist der betroffene Raum trocken und riecht nicht modrig. Und die Fliesen und Fugen sind auch alle absolut trocken und intakt. Da bewegt sich nichts.

    Der Balkon ist teilweise überdacht, daher gelangt nicht viel Regen dorthin. Sind das nicht alles Anzeichen dafür, dass der Schaden derzeit nicht so dramatisch ist?


    Ein Handwerker war bereits hier. Er meinte, er würde zunächst alles entfernen und anschließend eine zweilagige Abdichtung aus Bitumenbahnen mit einem Gefälle von 2 % herstellen und das auf dem kompletten Balkon, also nicht nur an der Stelle der Balkontüren. Er „garantiert“, dass es dann auf jeden Fall trocken wird und nichts mehr reinkommt.


    Ist so ein Vorgehen sinnvoll?



    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Textformatierung aufgehoben

  • Du solltest vor der Außenwand ( also außen ! ) die erst Reihe Balkonplatten und dort auch den Kies bis an den Türstock und an die mit Holzbrettern verkleidete Außenwand entfernen. Erst dann sieht man klar und eindeutig, ob am Aufstand der Türe und der Fachwerkswand auf dem Balkon eine Abdichtung hochgeführt ist, wonach es nach den Bildern aber nicht aussieht. Fotos dann aus 2 - 3 m Entfernung auf die Außenwand nebst Türstock, keine Nahaufnahmen.


    Laut Aussage des Handwerkers ist offenbar auf dem Balkon überhaupt keine funktionsfähige Abdichtung vorhanden, weder in der Fläche ( Boden ) noch ( vertikal ) an der aufgehenden Fachwerkswand und am Türstock. Bislang sehe ich nur einen Teil des nicht abgedichteten Fußbalkens der Fachwerkswand. Der Fußbalken und der Türstock müßten aber - auch für den Gutachter - komplett freigelegt werden, also dort noch die Balkonplatten und den Kies entfernen.


    Der Vorschlag des Handwerkers ist im Prinip nicht schlecht, wenn denn für das Gefälle, die Abdichtung und den hieran anschließenden Belag genügend Aufbauhöhe vor der Balkontüre verbleibt. Das sagt Dir der Gutachter.


    Hat der Balkon denn eine Wärmedämmung ??? Wenn nein, könnte sich durch den Einbau der neuen Balkontüranlage zusätzlich auch noch ein Problem durch die Verlagerung des Taupunkts von der alten ungedämmten Türanlage zur Fachwerkswand ergeben haben.