Mängelbeseitigung - schadhaftes WDVS

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage, unser [definition=50,0]WDVS[/definition] ist mangelhaft ausgeführt (festgestellt durch Bauöffnung und Gutachter). Die Dämmplatten haben Spalte, größere und kleinere, also auch über 5mm große. diese wurden teilweise (nicht über die 160mm Stärke) mit speziellem Fugenschaum verfüllt. Folge waren 2 Jahre nach Baufertigstellung schwarze und grüne Flecken an allen Hausseiten.


    Zur Mängelbeseitigung wurde uns vorgeschlagen, die Armierung und Putz am kompletten Haus zu entfernen und die Fehlstellen nach zu bessern mit diesem Schaum?! Uns erscheint dies nicht richtig, die Dämmplatten werden dadurch beschädigt, das zeigte schon die Bauöffnung vom Gutachter und die Dämmplätten verlieren ja an Dicke, oder?


    Kann jemand weiterhelfen oder aus Erfahrung berichten vielleicht, ob dies tatsächlich das richtige Verfahren zur Beseitigung des Schadens ist??


    Vielen Dank vorab,
    JAN

  • Dann würde ich auf kondensierende Feuchte durch Konvektion zwischen tragender Wand und [definition=50,0]WDVS[/definition] tippen, was wiederum auf falsche Befestigung (Nicht Wulst-Punkt) hindeutet.
    Dann müsste das geamte [definition=50,0]WDVS[/definition] runter und neu.


    Aber ohne Bilder und eine genaue Beschreibung der Feststellungen des Gutachters ist das immer noch viel :glaskugel::glaskugel:

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  • Der "schicke" runde Wasserrand sieht genau danach aus - Kondesnwasser aus durch das Bauteil dringender Feuchte. Entweder mangelnde Luftdichte oder Konvektion zwischen MW und [definition=50,0]WDVS[/definition] oder beides in Kombination

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  • Der Gutachter hat diese Spalten als Mangel festgestellt.


    Noch das besagte Bild am Morgen!
    ---------- 30. September 2016, 13:55 ----------
    Okay, das wäre ja noch mehr Grund die Fassade komplett zu sanieren, ja verstehe ich!


    Es wurde keine Platte komplett entfernt und die Verklebung zu kontrollieren, dies sollte man womöglich tun?!
    ---------- 30. September 2016, 14:14 ----------
    Also Gutachter ist eigentlich auch falsch, eine war eine Stellungnahme eines Herrn, der durch die Baufirma engagiert wurde. Kein unabhängiger Gutachter und kein Gutachten!

  • Also Gutachter ist eigentlich auch falsch, eine war eine Stellungnahme eines Herrn, der durch die Baufirma engagiert wurde. Kein unabhängiger Gutachter und kein Gutachten!

    und der versucht nun natürlich die billigste Lösung für seinen Auftraggeber (Baufirma) zu finden
    hol dir einen unabhängigen Sachverständigen

  • Bei dem Schadbild ist es mit einer "Überarbeitung" wohl nicht getan.


    Ich würde auch sagen - erstmal eine vernünftige Untersuchung der Mängelursache(n) und DANN einen Sanierungsplan machen.
    Ich fürchte aber, der heisst: Alles neu macht der Mai

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  • Naja der nächste Schritt unsererseits ist die Klage, der erste Vorschlag des Gutachters war eine Aufdopplung, also nochmal 4cm Dämmung einfach rauf. Das haben wir abgelehnt nach Beratung!


    Wir werden nun kein Geld mehr investieren, entweder sie machen es neu komplett oder es gibt die Klage, ich denke das ist das beste.


    Zumal die Dämmplatten beschädigt werden und minimiert um mm, das klingt schon für mich als Laie nicht sinnvoll..

  • oder es gibt die Klage, ich denke das ist das beste.

    Das ist mit Verlaub das Dümmste.


    Denn wenn Du eine Klage ohne EIGENES Mängelgutachten startest, fällst Du auf die Nase. Dann formuliert nämlich das Gericht die Beweisfragen und Juristen können nun mal keine baufachlichen Tatbestände formulieren.
    Der Gerichts-SV beantwortet aber (muss das) nur die Gerichtsfragen!


    Der RICHTIGE Weg ist folgender:


    Eigener SV untersucht und stellt die Mängel fest.
    Anwalt fordert Gegenseite auf, die Mängel zu beheben (mit Sanierungskonzept).
    Dann wird entschieden, ob selbstständiges Beweisverfahren oder Klage nötig ist

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  • Also wir haben eine Anwältin und der Mangel ist eindeutig und das Gericht würde einen unabhängigen Gutachter stellen um den Mangel eBay festzustellen, oder? Sicher das Beweissicherungsverfahren wäre dann das richtigere, Klage war vielleicht falsch ausgedrückt.

  • Was hat ipfui damit zu tun???


    Nochmal:
    Du bist Laie, Deine Anwältin ist Laie, jedenfalls auf dem baufachlichen Bereich (Ich hoffe, sie ist Fachanwältin für Baurecht und nicht die, die Ihr beim Autobums nehmt)
    Also könnt Ihr beide fachlich nichts sauerb formulieren!


    Dafür braucht Ihr einen Sachverständigen, der die Fassade untersucht, ggf. öffnet und die Mängel benennt unter Angabe der Regeln, gegen die verstoßen wurde!
    DARAUS macht die Anwältin eine Aufforderung zur Mangelbehebung an den [definition=22,0]BU[/definition]. Vorher soll er ein Sanierungskonzept vorlegen.
    Auf Basis der Reaktion des [definition=22,0]BU[/definition]
    Ihr könnt mich mal
    Ich streich bloß drüber
    ich reisse ab und mache komplett neu.
    wird entschieden, ob Beweissicherung, Klage, ....


    So wird das vernünftig gemacht. Hätte Dir eigentlich aber auch Deine Anwältin gesagt haben sollen.

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  • Ja sie ist fachanwältin und wir haben jemanden, der uns berät, was das fachliche betrifft. Klar sagt dieser komplett neu, aber die Anwältin sagt, dass es rechtlich nicht so einfach ist, denn der der den Mangel verursacht, darf auch zunächst vorschlagen wie dieser behoben wird, Variante 1 Aufdopplung haben wir abgelehnt, fachlich begründet und nun steht eben Variante 2 im Raum, fachlich eher auch abgelehnt scheinbar und vertraglich auch, da sie uns 16cm Dämmung "schulden".


    Die Anwältin hat nun auf die vertragliche Sache bestanden und [definition=36,0]KfW[/definition] 70 Standard mit den 16cm Dämmung.


    Frage war halt, ob dies so korrekt ist.


    Und die Anwältin sagt der nächste Schritt wäre die mängelbeseitigung durch eine andere Firma zu Lasten der Baufirma.


    Und das ist falsch??

  • Und die Anwältin sagt der nächste Schritt wäre die mängelbeseitigung durch eine andere Firma zu Lasten der Baufirma.


    Und das ist falsch??

    Zumindest Jain.


    Denn so lange der [definition=22,0]BU[/definition] die Mängel nicht anerkannt hat und DU die Sanierung nicht selbst bezahlen willst, geht das in die Hose!


    Was passiert.
    Fa. X saniert die Fassade.
    Du scheibst Deinen [definition=22,0]BU[/definition], Fa. X hat mich ab.cde,fg € gekostet, bitte überweis mir das.
    Der sagt: Du spnnst, da waren keine Mängel, dass hätte man für 1.000 € machen können.
    Du klagst. Der [definition=22,0]BU[/definition] fordert Kalgeabweisung.
    Der Richter sagt: Lieber Jan, beweis die Mängel mal.
    Dann machst Du GANZ dicke Backen, weil Fa. X alle Beweise auftragsgemäß sauberst beseitigt hat.


    Du musst also mindestens ein Beweissicherungsverfahren machen lassen.
    Für dessen Vorbereitung brauchst Du einen EIGENEN Sachverständigen und nicht einen beratenden Kumpel!


    Ja, ist doff und teuer und langwierig, aber jeder andere Weg führt mit > 75% ins Verderben = Verlieren eines Rechtsstreits!


    Glaub es oder laß es!

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  • Aber im Beweissicherungsverfahren brauch man doch einen unabhängigen Gutachter und dieser wird vom Gericht gestellt. Alle selbst beauftragten sind Parteiengutachten.
    ---------- 30. September 2016, 16:45 ----------
    Achso ich muss erwähnen wir haben eine [definition=48,0]VOB[/definition] Bauvertrag, trotz Privatbau und sind ja nicht in der Beweispflicht, sondern der [definition=22,0]BU[/definition].

  • Natürlich kommt der SV im Beweisverfahren vom Gericht!
    Aber die Fragen, die der beantwortet, stellt ihm das Gericht! Und zwar ganz konkrete. Die beantwortet er. Und nur die! Nicht ein Stück links oder rechts daneben.
    Also muss man dem Gericht die Fragen quasi in die Feder diktieren.


    Und das kannst weder Du noch Deine Anwältin. Das muss DEIN SV vorbereiten!


    Beim Bund hatten wir einen Spruch:
    Die Entfernung, die ich denke, die Richtung, die ich meine - MARSCH!


    So wäre Dein Vorgehen.


    Ein ordentlicher Befehl lautet.


    5000 m in westlicher Richtung zu Koordinaten AB.cde, ZY.xwv - Treffpunkt fünfzehnhundert dort! Marsch!


    Und diese Angaben (Richtung, Entfernung Ziel) muss Dir ein von Dir zusätzlich zu bezahlender Partei-SV machen.


    und sind ja nicht in der Beweispflicht, sondern der [definition=22,0]BU[/definition]

    :lol::lol:
    Nein.


    Der [definition=22,0]BU[/definition] muss Dir gar nix beweisen! Bestenfalls muss ER den Gerichts-SV-Vorschuß zahlen.
    Aber auch das nur, wenn der Richter es auch so sieht, dass die Mängel vor der Abnahme auftraten!
    Danach bist Du so oder so beweispflichtig.

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  • Aber der [definition=22,0]BU[/definition] hat die Mängel ja anerkannt und sein Gutachter hat die Mängel schon festgestellt und die Baufirma hat uns ja die zwei Varianten der Beseitigung vorgeschlagen.
    ---------- 30. September 2016, 17:00 ----------
    Mir geht's eigentlich nur daran, ob diese Variante nur Putz runter und Dämmungszwischenstände ausfüllen oder verbessern der richtige Weg ist erstmal?!

  • Na unsere Rechtsanwältin und wir haben ein schreiben mit diesem Gutachten und seinen Sanierungsvorsschlägen
    ---------- 30. September 2016, 17:04 ----------
    und ganz ehrlich, das Haus ist offen. Der [definition=22,0]BU[/definition] weiß auch, dass es offensichtlich ist und jeder SV das sofort feststellen würden, ein Verfahren/Klage würde dem [definition=22,0]BU[/definition] auch Geld kosten, bisher nimmt er nur seinen Subunternehmer in die Pflicht..
    ---------- 30. September 2016, 17:07 ----------
    ich wollt halt auch nur wissen ob das mit dem Putz abziehen überhaupt richtig wäre und nicht das außen rum, da sind wir etwas abgeschweift.

  • ob das mit dem Putz abziehen überhaupt richtig wäre

    Womit wir wieder am Anfang sind - auch der wie Du es nennst Abschweifungen.


    Der [definition=22,0]BU[/definition] hat anerkannt, dass die z.T. Fugen offen sind und will DAS sanieren.
    Ich bin mit recht sicher, dass da deutlich mehr mangelhaft ist. DAS hat der [definition=22,0]BU[/definition] nicht anerkannt.


    Also ist Schritt 1, festzustellen, ob über die offenen Fugen hinaus noch weitere Mängel vorliegen!
    Womit wir wieder bei dem "abschweifenden" Einsatz eines Parteigutachters wären, den Du beauftragen musst!
    Denn der [definition=22,0]BU[/definition] ist ja wohl der Ansicht, er habe alle Mängel gefunden.


    Wenn diese Analyse vorliegt, kannst Du weitersehen!

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  • Wäre interessant zu wissen, ob die Dämmplatten wie in der Zulassung und in den Verarbeitungsrichtlinien beschrieben angeklebt worden sind. Also, was unter den Platten los ist.
    Das würde ich wissen wollen, bevor Sanierungsvarianten auf den Platten erwogen werden. s. Beitrag von Herrn Dühlmeyer.


    PS Habe ähnliches Problem.

  • Ja okay, ich verstehe, ich verstehe. sorry alles sehr nervig hier, dieser Ärger.


    Wir werden jetzt auf die komplette Neusanierung bestehen, lehnt der [definition=22,0]BU[/definition] das ab, sehen wir weiter.


    Letztlich würde der Mangel ja dann aber wieder auftreten, wenn die Verklebung das Problem sein sollte und sie jetzt nur die Spalten verbessern, oder? Nicht meine Absicht, nur mal so zum Verständnis..
    ---------- 30. September 2016, 17:23 ----------
    Und ja dann würden wir auch einen SV beauftragen, wenn wir jetzt ohne nicht weiterkommen. Das stimmt er hat nur den einen Mangel anerkannt und nicht den eventuell zweiten Mangel, der Verklebung.

  • Naja wie gesagt, er weiß es ja eigentlich selbst, dass ihn ein Verfahren nur zusätzlich richtig Geld kostet. Wir warten mal ab
    ---------- 30. September 2016, 18:53 ----------


    PS Habe ähnliches Problem.

    was ist bei Ihnen schief gegangen und wie verfahren Sie??
    ---------- 30. September 2016, 18:54 ----------
    Frau / Herr Roth. Was ist bei Ihnen schief gelaufen und wie verfahren Sie??

  • beweispflichtig ist 2 jahre nach abnahme der bauherr, da beißt die maus nix ab.


    hat der unternehmer dir einen sanierungsvorschlag unterbreitet und er die kosten dafür trägt, dann ist das dümmste der klageweg.

  • Die Sanierungsvorschläge sind leider ja nicht sachgemäß
    ---------- 30. September 2016, 20:16 ----------
    Alleine die Vorstellung, dass sie den Putz in Streifen von der Dämmung reißen, ist irgendwie schauderhaft. Je mehr man drüber nachdenkt, desto unsinniger erscheint es mir.


    Ja mit der Klage war falsch formuliert, habe ich verstanden ;-)

  • du wirst wenig einfluss auf die arbeitsweise zur mängelbeseitigung nehmen können. such dir einen sachverständigen für [definition=50,0]WDVS[/definition] von der handwerkskammer und lass das mängelbeseitungskonzept bewerten. dann solltest zusammen mit dem sachverständigen ein gespräch mit dem unternehmer führen.