Rauspundbretter Restfeuchte

  • Hallo Zusammen,


    wie verhält sich eine 40mm Rauspund Nut und Feder Diele in Bezug auf die Restfeuchtigkeit?


    Wenn ich das „Standardprodukt“ aus dem Netz kaufe, hat es eine Restfeuchte <20%


    Hat jemand Erfahrung mit dem verbauten Material etc?


    Wo bekommt man trockenere Bretter her?

  • Nach VOB/C (hier: DIN 18 334, Zimmerer- und Holzbauarbeiten) darf im Bauwesen generell nur Holz mit einer Feuchte < 20 Masseprozent eingebaut werden. Für den beheizten Innenbereich und seine warmseitigen Oberflächen ist das aber deutlich zu viel. Dort gelten niedrigere, teils erheblich niedrigere, zulässige Werte, dichter an der zu erwartenden Ausgleichsfeuchte, siehe ausführliche Erklärungen im Detail hier.


    Das Holz ist entsprechend der geplanten Einbausituation in seiner Einbaufeuchte zu spezifizieren und zu bestellen. Natürlich muss man dann bei der Abholung / Lieferung durch Messung überprüfen, ob diese Werte auch eingehalten werden. Der Holzfach(groß)handel weiß i.d.R. welche Kennwerte jeweils benötigt werden und bietet meist von sich aus typischerweise für den Einsatzfall passendes Material an.


    Was Du genau wissen willst, ist mir bisher allerdings noch nicht klar!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was Du genau wissen willst, ist mir bisher allerdings noch nicht klar!

    Juergen1994 will den Bretterboden "denkmalgerecht" austauschen. (Geht nicht.)

    Leider fehlt es am grundlegensten Fachwissen.


    Den Ansatz, ein denkmalgeschütztes Gebäude zu sanieren, und zu erhalten, kann ich nachvollziehen. Das aber als Laie, ohne fachkundige Beratung, anzugehen, ist fahrlässig. (und kann teuer werden)

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Wo bekommt man trockenere Bretter her?

    Entweder techn. oder durch Lagerung und Zeitlauf getrocknete Bretter gegen [hohen] Aufschlag käuflich erwerben. Anbieter wären zu suchen

    ODER

    Bretter mit < 20% kaufen und trocken und gut belüftet (auch zwischen den Schichten!) lange lagern.


    Dritte Möglichkeit sehe ich nicht

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Entweder techn. oder durch Lagerung und Zeitlauf getrocknete Bretter gegen [hohen] Aufschlag käuflich erwerben. Anbieter wären zu suchen

    Anbieter sind der / die lokalen (Fachgroß-) Händler. Technisch getrocknetes Holz ist heute eher der Regel- als der Ausnahmefall und die zum Einsatzfall passende Holzfeuchte bereits preislich inkludiert. Rauspund und Dielen sind auch eher Lagerware.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Rauspund und Dielen sind auch eher Lagerware.

    Ist mir klar,waren sie schon zu Zeiten meiner Lehre. ;)

    Technisch getrocknetes Holz ist heute eher der Regel- als der Ausnahmefall und die zum Einsatzfall passende Holzfeuchte bereits preislich inkludiert.

    Aber nur (i.d.R.) auf 18 - 20 %. Das reicht dem TE aber ja wohl nicht.

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  • Juergen1994 will den Bretterboden "denkmalgerecht" austauschen. (Geht nicht.)

    Leider fehlt es am grundlegensten Fachwissen.


    Den Ansatz, ein denkmalgeschütztes Gebäude zu sanieren, und zu erhalten, kann ich nachvollziehen. Das aber als Laie, ohne fachkundige Beratung, anzugehen, ist fahrlässig. (und kann teuer werden)

  • Hallo und danke für die Antwort.


    Wir sind Laien aber in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Nur versuche ich aktuell so viele „Lösungen“ zu finden wie es geht. Nachdem dann mir dann immer wieder Fachbegriffe durchs Netz aufploppen, versuche ich diese zu verstehen. Manchmal reicht die Netzsuche nicht, weshalb ich dann hier die Fragen stelle :)

  • Entweder techn. oder durch Lagerung und Zeitlauf getrocknete Bretter gegen [hohen] Aufschlag käuflich erwerben. Anbieter wären zu suchen

    ODER

    Bretter mit < 20% kaufen und trocken und gut belüftet (auch zwischen den Schichten!) lange lagern.


    Dritte Möglichkeit sehe ich nicht

  • Wir sind Laien aber in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz.

    Dann hast Du vermutlich Glück und eine fachkundige Denkmalschutzbehörde.


    Meine Erfahrungen der letzten 32 Jahre sagt leider, dass Denkmalschutz "Schutz vorm Denken" bedeutet.


    Kläre vor allem, was unter Denkmalschutz steht. Sofern es das gesamte Gebäude ist, wird es schwierig. Da steht Erhalt der ursprünglichen Konstruktion im Vordergrund.


    Ich sollte eine rund 150 Jahre alte Schwelle aus Eiche erhalten. Per Telefon war nichts zu klären.

    Erst als die nette Dame dann einen etwa 1 m langen Schwellenabschnitt mit ca. 30*30 cm Restquerschnitt und einem Gewicht von vielleicht noch 3 kg in der Hand hatte, war sie überzeugt.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Bretter mit < 20% kaufen und trocken und gut belüftet (auch zwischen den Schichten!) lange lagern.

    Damit kann ich was anfangen. Bezieht sich auf meine Frage und mein Thema!

    Stimmt aber leider nicht und ist unnötig.

    Ist mir klar,waren sie schon zu Zeiten meiner Lehre. ;)

    Aber nur (i.d.R.) auf 18 - 20 %.

    Das trifft nicht zu! Üblich sind sehr viel niedrigere Werte!


    Um bei einem beliebig gewählten Großhändler aus der hiesigen Gegend zu bleiben: Massivholzdielen mit 9 - 12 +/- 2 Masseprozent. Das steht dort bei jedem einzelnen Produkt mit ähnlichen Werten. Das wird in H auch nicht anders sein.


    Insofern kann ich die Frage des TS nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt hier hier ein Missverständnis vor? (Das man sowas nicht im Baumarkt und beim Laminat-Versender kauft, sondern im Fachhandel, setze ich einfach mal voraus!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Off-Topic:

    Normalerweise spring ich nicht über seine "Stöckchen", aber hier könnten Leser verwirrt werden, daher...

    Ich VERMUTE hier als Ursache für die unterschiedlichen Sichtweisen:

    Um bei einem beliebig gewählten Großhändler aus der hiesigen Gegend zu bleiben: Massivholzdielen mit 9 - 12 +/- 2 Masseprozent. Das steht dort bei jedem einzelnen Produkt mit ähnlichen Werten. Das wird in H auch nicht anders sein.

    Skeptiker redet vermutlich über Nut-und-Feder Bretter in quasi Parkettqualität, dann sind9 - 12 % erklärlich

    ICH bin von "normalem" Rauhspund ausgegangen, der hat eine höhere (Rest)Feuchte.

    Nicht umsonst entwickelt "normaler" Rauhspund selbst bei dicht gestossener Verlegung nach einiger Liegezeit offene Fugen. Das möcht ich [nicht] bei Parkett erleben :eek:

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  • Dielen sind Dielen und kein Parkett, aber auch kein Rauspund. Der Link zeigt genau das, wovon ich schreibe. Dielen waren auch schon vor über 100 Jahren genutet und ja, die verlinkten sind genutet.


    In Wohnräumen würde ich - auch im geschützten Denkmal - Dielen bevorzugen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • In Wohnräumen würde ich - auch im geschützten Denkmal - Dielen bevorzugen.

    Ob das UDA das auch SO sieht? Meine Erfahrungen mit dem UDA sind andere. Lieber original Ziegelpflaster aufwändig sanieren und danach unter 20 cm (genehmigtem) Aufbau beerdigen. Könnt ja in X jahrzehnten wieder einer "ausgraben" ;(

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  • Ob das UDA das auch SO sieht?

    Dazu führen wir immer zuerst ein klärendes Gespräch mit der UDB. Das hatte ich oben ja schon ganz dringend empfohlen. Danach kann man weitersehen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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