Pumpengeräusche Umwälzpumpe

  • Moin Zusammen,


    folgende Problematik:


    Neubau

    Luft Wasser WP

    FBH in allen Räumen

    Alle FBH Ventile zu 100% offen

    Heizungsraum im Nebenbau - Neubau und Nebenbau jedoch durch die Außenwände verbunden (Sandstein)

    WP "einigermassen" abgeglichen


    Umwälzpumpe steht auf 50% Leistung


    Ich höre im ganzen Haus die UWP - besonders in den Räumen welche nah an den Verteilerkästen der Ventile sind.


    Wenn ich die Leistung auf 30% reduziere hoer ich nix mehr.


    Ideen?


    lg und danke

  • Schlicht eine blöde Frequenz (vermutlich eine tiefe?) Aber warten wir mal, was R.B. schreibt.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Sicher, dass Du die Pumpe hörst und nicht die Ventile [Strömungsgeräusche] ?

    Die würden bei geringerer Pumpleistung auch schwächer bzw. ganz aufhören.


    PS.: Alter Schrauber"trick": Knarrenverlängerung oder Schraubendreher ans Ohr und die Ventile (nacheinander) halten

    Stetoskop wär natürlich besser, aber wer hat das schon

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Sicher, dass Du die Pumpe hörst und nicht die Ventile [Strömungsgeräusche] ?

    Die würden bei geringerer Pumpleistung auch schwächer bzw. ganz aufhören.

    Das kann auch sein...


    werde das nachher mal mit Deinem Test nachverfolgen...


    Kann man da was gegen machen? Wenn es denn Stroemungsgeraeusche sind?

  • Übrigens ein Stethoskop gibts bereits für ~10€.

    Ich möchte meins nicht mehr missen und habe keine Lust, mich mit meinen 74 Jahren noch mit dem Schraubenzieher vor den Heizkreisverteiler zu legen.


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  • werde das nachher mal mit Deinem Test nachverfolgen...


    Kann man da was gegen machen? Wenn es denn Stroemungsgeraeusche sind?

    Gibt es schon News zu diesem Thema?


    Pumpen in wasserführenden Systemem produzieren an sich 2 Arten von Geräuschen.


    1. Betriebsgeräusch

    Durch die beweglichen Teile in der Pumpe entstehen Vibrationen die über das Gehäuse und die Anschlüsse auf das Rohrsystem übertragen werden, von dort verteilt sich das Geräusch auch über Befestigungen auf Wände, Böden usw. Wenn man genau hinhört, dann handelt es sich dabei um ein Geräusch mit nahezu konstanter Frequenz. Die Lautstärke verändert sich abhängig vom Abstand zur Quelle. Sondereffekte durch Resonanzen lassen wir einmal beiseite.

    Es gibt auch Luftschall der direkt durch die Pumpe verursacht wird, doch dessen Pegel ist gering und den hört man normalerweise nur im Aufstellraum in dem die Pumpe montiert ist.


    2. Fließgeräusche

    Wie der Name schon sagt, entsteht dieses Geräusch durch das Medium selbst das durch die Pumpe bzw. Rohre transportiert wird. Dieses Geräusch hört sich etwas anders an, es besteht nicht nur aus einer scharf abgrenzbaren Frequenz sondern mehr aus einem Frequenzgemisch das sich um eine (niedrigere) Frequenz herum bewegt. Also eher ein breitbandigeres Geräusch. Akustisch ist das für ein ungeübtes Ohr nicht einfach zu unterscheiden. Ursache sind weniger die Rohre selbst, sondern vielmehr die Engstellen in Form von Bögen, Winkeln, Ventilen usw. Also Stellen an denen sich kurzzeitig die Fließgeschwindigkeit verändert (daher auch Frequenzgemisch). Die Strömungsverhältnisse (laminar, turbulent) tragen ebenso dazu bei.

    Das Geräusch hängt auch vom Medium ab das transportiert wird, was bei wasserführenden Heizsystemen weniger eine Rolle spielt. Luft im System kann das Geräusch jedoch deutlich verändern. Zudem kann das Geräusch auch entfernt von der Pumpe gut hörbar sein, weil sich beispielsweise eine Engstelle (Schallquelle) in der Nähe oder gar in bestimmten Räumen befindet. Ein typisches Beispiel wären Heizkörperventile (ein Grund warum es strömungsoptimierte Ventile gibt).


    Wenn ich die Leistung auf 30% reduziere hoer ich nix mehr.

    Das würde mich erst einmal in Richtung Fließgeräusche denken lassen, denn auch bei 30% sind die Betriebsgeräusche vorhanden, es verändert sich nur die Frequenz (tiefer), die aber weiterhin hörbaren Bereich liegen sollte. Die FLießgeräusche können hingegen tatsächlich in den "unhörbaren Bereich" verschwinden.


    In diesem thread



    hatte ich schon einmal etwas zur Strömungsgeschwindigkeit und FBH Rohren geschrieben. Die 0,5m/s sollte man im Hinterkopf behalten und dabei besonders auf "Engstellen" achten.

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  • Danke RB fürs nachfassen. Ich bin nicht häufig genug in letzter Zeit im Haus um der Sache auf den Grund zu gehen.


    Ich gehe eher von Betriebsgeräuschen der Pumpe aus. Fliessgeräusche kenne ich aus anderen - auch FBH - Systemen. Das war immer anders. Zudem stellten sich die Fliessgeräusche mit einem zeitlichen Versatz ein - meist ein paar Sekunden später.


    Die Geräusche in diesem Fall erhöhen sich schlagartig mit Erhöhung der Pumpendrehzahl. Auch ist das Geräusch vor der Pumpe stehend das „selbe“ wie im ersten Stock - nur etwas leiser.


    Ich bin einfach nicht häufig genug vor Ort - ich kann das System nicht sauber abstimmen. Was leider auch zu sehr vielen Takten bei der modulierenden LWP führt. Auch bei - 10 Grad.


    Das System ist mit sich noch nicht im reinen 😉


    Lg


    Kandetvara

  • Ich gehe eher von Betriebsgeräuschen der Pumpe aus.

    Dann würde man versuchen zu entkoppeln und/oder die Pumpe testweise ersetzen, und dabei immer das Geräusch beobachten. Ein undankbarer Job.


    Was für Rohrmaterial? (Cu, VA, Verbundrohr???)


    Ergänzung:

    Ist man mit 2 Personen vor Ort, dann könnten man zuerst einmal folgenden Versuch starten. Eine Person fasst das Pumpengehäuse (stramm) an, während die zweite Person an einer entfernen Stelle das Geräusch beobachtet. Verändert sich die Lautstärke, dann ist das Betriebsgeräusch als Ursache wahrscheinlich. In diesem Fall würde ich dann die Pumpe ausbauen und mit Flexschläuchen mit dem Rohrsystem verbinden. Nun müsste das Geräusch sich deutlich ändern, wenn es nicht schon komplett weg ist. Ist dieser Versuch ebenso erfolgreich, dann müsste man überlegen, wo man wie entkoppelt. Kontrolle der Rohrbefestigungen bzw. deren Verbindung mit dem Mauerwerk (Rohrschellen). Fehlen die Gummieinlagen? usw.

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  • Kleine, interessante Erfahrung zum Thema Pumpengeräusche. Meine hatte vor ungefähr einem Monat derart Lärm gemacht, dass zwei verschiedene Installateure sagten: Pumpe kaputt, Lager defekt. Es war ein riesen Radau im Keller, der sich auch durch die Leitungen fortpflanzte, so dass man nicht mehr schlafen konnte. Wenn ich an der Pumpe entlüftete, wars kurz weg. Mein Vater (Industriemechaniker in Rente) meinte, wenn ein Lager derart kaputt ist, dass es so laut ist, dann wird das nicht mehr leiser, durch nichts. Da ich im Sommer die Leitungen mehrfach offen hatte und das Leitungsnetz lang und ungeschickt verzweigt ist, hatten sich einfach Unmengen von Luft in der Anlage "versteckt". Es hat lange gedauert bis ich die weitgehend raus bekommen habe und siehe da.... die 30 Jahre alte Pumpe läuft wieder flüsterleise.

    Ob in deinem Fall Luft eine Rolle spielt, wer weiß? Es ist aber erstaunlich was für Geräusche dadurch entstehen können!

  • Luft in der Pumpe klingt aber anders als ein Lagerschaden, zumindest wenn die Pumpe nicht komplett trocken läuft. Wenn man genau hinhört, dann klingt das wie ein "Blubbern", je nach Drehzahl der Pumpe. Vielleicht vergleichbar mit einem Topf in dem heißes Wasser kocht. Ein Lagerschaden hingegen macht sich mehr als "Klackern" bemerkbar, vielleicht noch in Verbindung mit einem Geräusch das entsteht wenn man mit einer Feile schnell über ein Stück Metall zieht. Solche Geräusche sind immer schwer in Worte zu fassen, da hilft am besten Erfahrung. Wenn man das einmal gehört hat, dann vergisst man das nicht mehr so schnell.


    Die Geräusche variieren auch mit dem Typ der Pumpe, sprich eine 30 Jahre alte 08/15 Heizkreispumpe klingt, auch aufgrund der damals verwendeten Materialien, anders als eine moderne Heizkreispumpe.


    Egal wie, irgendwann ist halt die Zeit gekommen da kann man eine alte Pumpe auch ruhig mal austauschen. So teuer sind die Dinger nicht, und ein bisschen Energie sparen lässt sich dadurch auch, auch wenn ich die oft genannten "bis 30%" in den meisten Fällen für utopisch halte. Ich habe im Sommer eine alte Grundfos ausgetauscht die bei mir die letzten gut 20 Jahre als "Kesselpumpe" in Betrieb war. An sich war die Pumpe noch funktionsfähig, aber der Leistungsumschalter mit seinen Kunststoffteilen hat sich langsam aufgelöst. Klar, irgendwie hätte ich das Teil noch durch Basteln retten können, notfalls eine Leistungsstufe fest verdrahtet, abe die neue Pumpe (elektrinisch geregelt) hat irgendwas um die 100, -€ gekostet, ob mit oder ohne MwSt. das weiß ich jetzt nicht mehr. Arbeitsaufwand etwa 1h weil ich den kompletten Kessel entleeren und dann wieder befüllen musst, und die Pumpe aus Platzmangel keine eigenen Absperrungen hatte.

    Die neue Pumpe spart ca. 20W an Leistungsaufnahme, bei geschätzt 3.000-4.000h pro Jahr sind das 60-80kWh. Das ist nicht die Welt, vielleicht 20-25,- € pro Jahr, thermische Veluste spielen bei einer Kesselpumpe kaum eine Rolle, aber wie schon gesagt, irgendwann ist halt die Zeit gekommen.

    Die alte Pumpe liegt jetzt als Ersatzteilträger oder "Not-Reserve" im Keller, irgendwann wird sie halt entsorgt, denn durch´s Liegen werden Pumpen auch nicht besser. Irgendwann dreht sie sich sowieso nicht mehr.

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