Balkonterrasse undicht, Feuchtigkeit im Wohnraum darunter.

  • Liebes Forum,


    Über unserem Wohnzimmer ist eine Balkonterrasse (Fliesen) die anscheinend nicht korrekt abgedichtet ist. Nach kurzem Starkregen (ca 1-2 Stunden ) war im Innenraum darunter die Wand feucht.


    Die Bitumendachpappe wie auf dem Foto zu sehen ist seitlich nicht nach oben gewölbt worden und liegt flach auf. Hier vermute ich einen Baufehler. Muss diese Dachpappe nicht immer nach oben gewölbt werden damit das Wasser nicht einfach hinüber und dann unter die Fliesen geht? Unter den Fliesen ist keine Drainage.


    Nach dem Bitumen wurde zuerst eine Schicht Zement aufgebracht und dann mit Fliesenkleber die Fliesen. Die Sockelleisten sind aus Sandstein der natürlich porös ist.


    Herzlichen Dank für eure Hilfe


    Bauort ist Griechenland. Im Sommer 6 Monate Trockenperiode im Winter 6 Monate starker Regen.

    Was wäre hier eine gute Lösung? Die Sockelleisten haben keinerlei Zwischenraum mit den Fliesen und liegen direkt auf. Abgedichtet habe ich diese jetzt mit Silikon als Notlösung da die Zementfugen mangels Zwischenraum nicht gehalten haben. Hier vermute ich auch einen Baufehler, sollte die Sockelleiste nicht auch mindestens 5 mm Abstand zur Fliese haben um diese korrekt per Fuge abzudichten?


    Herzlichen Dank für eure Hilfe würde mich sehr freuen.


    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Bildvorschauen eingebunden

  • Glaubst Du ehrlich, dass Du mit einer zweiten Frage andere Antworten bekommst, zumal wo hier kaum einer die Gepflogenheiten in Griechenland kennt?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Ja ich hoffe natürlich auf Hilfe zu dem Thema. Das Problem am Thema ist nicht der Bauort. Es ist eine Frage zur korrekten Terrasseabdichtung bei Fliesen. Ich wurde hier vor Ort genug angelogen und Suche eine Lösung zu unserem Problem. Die Kultur ist hier sehr anders und selbst unser Architekt scheint keine große Ahnung zu haben wie man Dinge korrekt abdichtet. Wer in Griechenland unterwegs ist kann sich den Pfusch und Murks überall anschauen. Kaum ein Gebäude hat gerade Wände oder dichte Fenster.

  • Es hilft Dir wenig, wenn wir Dir hier schreiben, wie die Leistungen nach den in D "anerkannten Regeln der Technik" ausgeführt werden müssten. In Griechenland

    • herrschen andere klimatische und Wetterverhältnisse als in D
    • gelten andere technische Regeln
    • gilt griechisches Werkvertragsrecht

    Eine Beratung hier ist also relativ nutzlos, weil die deutschen Verhältnisse nicht auf ein bereits realisiertes Objekt in Griechenland übertragen werden können. Du benötigst vor Ort technischen und rechtlichen Beistand mit Kenntnis der örtlichen Regeln und Gepflogenheiten. Diese hat hier niemand.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Naja, aber dass der Wandanschluss nicht hoch genug gezogen ist und somit vermutlich die Ursache für die Feuchtigkeit ist, das kann man doch feststellen. Und dass ein höher ziehen das vermutlich vermieden hätte. Wenn nicht noch andere Undichtigkeiten vorhanden sind.


    Wie der TE das vor Ort umsetzt, ist ja seine Sache

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Naja, aber dass der Wandanschluss nicht hoch genug gezogen ist und somit vermutlich die Ursache für die Feuchtigkeit ist, das kann man doch feststellen. Und dass ein höher ziehen das vermutlich vermieden hätte. Wenn nicht noch andere Undichtigkeiten vorhanden sind.

    Aus Spanien, Portugal und Griechenland kenne ich bei Abdichtungen weit verbreitete grundsätzlich andere Ausführungsarten / Bauweisen als in D, auch aus Polen.


    Bezüglich Verblechungen gibt es bspw. schon im klimatisch recht ähnlichen D / A /CH - Raum deutliche Unterschiede. Ich werde mich deshalb hüten, über mehrere Landesgrenzen hinweg Empfehlung zu geben, die möglicherweise auf tönernen Füßen stehen. Ich habe schon mehrfach grenzüberschreitend geplant und gebaut und würde das auch zukünftig immer nur mit eingebundener örtlich versierter Fachkollegenschaft tun, denn manches ist andernorts ganz anders und funktioniert dort trotzdem sehr gut.


    Wenn der Kollege, die Kollegin vor Ort aber nicht so toll ist, tja, dann ist man leider schon mehr oder weniger verloren.


    Das grundsätzliche Problem scheint mir hier aber zu sein, dass möglicherweise ohne Kenntnis der örtlichen Bauweise etwas uns sowieso völlig unbekanntes bestellt wurde, vermutlich mit eher vager Vorgabe und vielleicht auch noch zusätzlich mit Sprachproblemen. Und wir kennen weder die klimatischen Verhältnisse noch die örtlich geltenden technischen und rechtlichen Regeln. Was soll man da empfehlen?


    Auf der Bruchsteinoberfläche sehe ich davon ab aber eh keine Chance, vernünftig anzudichten. Das ist ja schon mit Flüssigkunststoff kaum hinzubekommen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Naja, aber dass der Wandanschluss nicht hoch genug gezogen ist und somit vermutlich die Ursache für die Feuchtigkeit ist, das kann man doch feststellen. Und dass ein höher ziehen das vermutlich vermieden hätte. Wenn nicht noch andere Undichtigkeiten vorhanden sind.


    Wie der TE das vor Ort umsetzt, ist ja seine Sache

    1.) Ein klares Jain. Weil "unsere" deutschen Sichtweisen in GR oder anderen Ländern nicht gelten und daher auch nicht übertragbar sind

    2.) Die örtlichen Handwerker sicher nach Anweisung den Hochzug ausbilden könnten, aber dann = ???

    Die Hitze wird sicherlich für ein schnelles Ablösen der Aufkantung sorgen und eine Lagesicherung in "unserem" Sinne werden die schon mangels Material nicht ausführen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Danke für eure Antworten. Das grundsätzliche Problem bei einem Bau auf einer kleinen griechischen Insel (50K Einwohner) ist die Korruption. Die Leute halten zusammen und es ist schwer eine ehrliche Beurteilung zu bekommen da im Zweifelsfall hohe Kosten auf mein Bauunternehmen zukommen. Dieses Problem besteht in Deutschland nicht, hier hat man einen viel größeren Pool aus Fachpersonal für eine unabhängige ehrliche! Meinung. Darum wende ich mich auch an dieses Forum. Es wurde jetzt die Sandstein Sockelleiste oben und unten mit Silikon abgedichtet. Dies hat allerdings zu keinem vollständigen Ergebnis geführt. Die Wand ist nach wie vor Feucht. Die Frage ist ob denn eine Terrasse so überhaupt abgedichtet werden kann, zudem noch ohne Drainage unter den Fliesen. Das Wetter ist hier noch deutlich feuchter als in Deutschland. Wenn es in Deutschland so nicht funktioniert wird es hier schon recht nicht funktionieren. Danke für die Hilfe

  • Ah - wieder einer, der gemerkt hat, das die Lebenswirklichkeit anders ist als die Urlaubsidylle.

    Wenn auch nur 50% Deines Bildes passt, wird da keiner irgendwas tun

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • 1.) Ein klares Jain. Weil "unsere" deutschen Sichtweisen in GR oder anderen Ländern nicht gelten und daher auch nicht übertragbar sind.

    genau so ist es!

    2.) Die örtlichen Handwerker sicher nach Anweisung den Hochzug ausbilden könnten, aber dann = ???

    Die Hitze wird sicherlich für ein schnelles Ablösen der Aufkantung sorgen und eine Lagesicherung in "unserem" Sinne werden die schon mangels Material nicht ausführen.

    Ganz abgesehen von der hier extrem unebenen Fläche auf die anzudichten ist. Das geht meines Erachtens bituminös überhaupt nicht. In D wäre hier 15 cm hoch zu dichten, aber wie geschrieben gibt dazu rund ums Mittelmeer (zumindest auch) andere Methoden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Hitze wird sicherlich für ein schnelles Ablösen der Aufkantung sorgen und eine Lagesicherung in "unserem" Sinne werden die schon mangels Material nicht ausführen.

    Oben mit einer Stahlleiste befestigen? ISt bei meinem Balkon auch nicht anders gemacht worden.


    manny : Wie ist das denn bei anderen ausgeführt worden? oder gibt es solche Terrassen dort nicht?


    Off-Topic:

    Ich denke, wir sollten uns auf die technischen Details beschränken. Persönliches braucht man nicht kommentieren ohne Hintergrundwissen.

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  • Oben mit einer Stahlleiste befestigen? Ist bei meinem Balkon auch nicht anders gemacht worden.

    Stahl eher Aluminium, oder? (ich kenne die jedenfalls praktisch nur so, Los- / Festflansch aber natürlich aus Stahl!)


    Off-Topic:
    Ich denke, wir sollten uns auf die technischen Details beschränken. Persönliches braucht man nicht kommentieren ohne Hintergrundwissen.

    :thumbs_up:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielleicht leben die Griechen einfach mit gewissen baulichen Mängeln. Auf Inseln regnet es ja meist recht kurz und das Wasser fließt schnell ab und trocknet schnell wieder ab. So kenn ich das am Meer von Süditalien. Mir ist dort aufgefallen, dass mit bituminösen Anstrichen gearbeitet wird. Es wird auch viel mit Schlämmen gearbeitet die in Hohlkehlen hoch gearbeitet werden. Terrassen werden oft überdacht, weil es im Sommer eh extrem heiß wird, so kommt weniger Wasser hin. Man vermeidet eh möglichst Terrassen über Wohnräumen zu bauen, was aber nicht heißt, dass es die nicht gibt. Ich würde den Ball flach halten und erst mal mit den Nachbarn gut auskommen und dann Tips von ihnen holen wie sie es machen bzw gemacht haben. Evtl. im griechischen Internet suchen. Vor allem muss man sich von der Vorstellung Deutscher Gründlichkeit verabschieden, sonst macht man sich keine Freunde.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Oben mit einer Stahlleiste befestigen? ISt bei meinem Balkon auch nicht anders gemacht worden.


    manny : Wie ist das denn bei anderen ausgeführt worden? oder gibt es solche Terrassen dort nicht?


    Off-Topic:

    Ich denke, wir sollten uns auf die technischen Details beschränken. Persönliches braucht man nicht kommentieren ohne Hintergrundwissen.

    Hallo Anda. Danke für deine Antwort. Das wäre eine Lösung, Aluminium ist sehr verbreitet hier für die Fenster und kann lokal gefertigt werden. (Kunststoff wird fast gar nicht verwendet durch die extreme Hitze im Sommer) Ich werde dies mit dem Architekten besprechen als Lösungsansatz. In der Regel wird jede Terrasse mit Pergola überdacht und bekommt so ohnehin weniger Regen ab. Dies wird langfristig auch die Lösung sein wobei die Terrasse dennoch dicht werden muss. Danke für die Bemerkung mit den technischen Details. Dies sehe ich auch so. Eine Lösung wird gefunden werden müssen da die Baufirma sicherlich eine Bezahlung erwartet die von mir glücklicherweise noch nicht geleistet wurde. Ich hatte auch keine speziellen Wünsche, das Haus wurde von griechischen Architekten, Ingenieuren & Statikern so entworfen aber falsch gebaut. Ich will mich jetzt eben nicht mit einer gepfuschten Lösung abfinden und darum danke für deine Antwort

  • Vielleicht leben die Griechen einfach mit gewissen baulichen Mängeln. Auf Inseln regnet es ja meist recht kurz und das Wasser fließt schnell ab und trocknet schnell wieder ab. So kenn ich das am Meer von Süditalien. Mir ist dort aufgefallen, dass mit bituminösen Anstrichen gearbeitet wird. Es wird auch viel mit Schlämmen gearbeitet die in Hohlkehlen hoch gearbeitet werden. Terrassen werden oft überdacht, weil es im Sommer eh extrem heiß wird, so kommt weniger Wasser hin. Man vermeidet eh möglichst Terrassen über Wohnräumen zu bauen, was aber nicht heißt, dass es die nicht gibt. Ich würde den Ball flach halten und erst mal mit den Nachbarn gut auskommen und dann Tips von ihnen holen wie sie es machen bzw gemacht haben. Evtl. im griechischen Internet suchen. Vor allem muss man sich von der Vorstellung Deutscher Gründlichkeit verabschieden, sonst macht man sich keine Freunde.

    Das trifft es auf den Punkt. Alleine heute morgen fiel der Strom 4 Stunden aus. In Deutschland unvorstellbar, hier haben wir das mehrfach im Monat zur Nebensaison. Wenn die Touristen Zuhause sind werden Reparaturen im Netz erledigt wobei ganze Ortschaften abgeknipst werden. Die Wasserversorgung existiert hauptsächlich per LKW. Die Standards sind sehr niedrig im Bau und es stört die Leute nicht wirklich. Es ist ein Entwicklungsland in diesem Sinne und diesem war ich mir 100% bewusst da ich ja schon seit vielen Jahren in Griechenland besuche. Verständigungsprobleme wie hier in den Antworten aufgeführt gab es beim Bau keine. Den Antworten im Forum nach scheint die Kombination aus Steinwand und Dachterrasse sehr schwierig abzudichten zu sein, egal wie es ausgeführt wird. Möglicherweise ist die Lösung nur eine permanente Pergola sodass das meiste Wasser erst gar nicht auf die Terrasse auftrifft. Es liegt mitunter auch an der griechischen Kultur in der immer alles irgendwie möglich ist. In diesem Fall wäre der Bau einer Terrasse in dieser Art vielleicht besser abzuraten gewesen.

  • genau so ist es!

    Ganz abgesehen von der hier extrem unebenen Fläche auf die anzudichten ist. Das geht meines Erachtens bituminös überhaupt nicht. In D wäre hier 15 cm hoch zu dichten, aber wie geschrieben gibt dazu rund ums Mittelmeer (zumindest auch) andere Methoden.

    Das meinte auch der Bauleiter, darum hat er das Bitumen nicht hochgezogen da er es nicht an der Steinwand hätte befestigen können. Das war natürlich auch keine gute Lösung wie sich nach wenigen Stunden Regen dann herausstellte. Die gesamte Terrasse gehört wohl erstmal mit Plastikplane abgedeckt bis eine Lösung gefunden wird.

  • Es wird lokal viel anders gemacht das ist korrekt Durch die halbjährliche Trocken und Nassperiode muss für die Wüste & Hitze sowie für die Niederschläge und Luftfeuchtigkeit gebaut werden. Zudem kommt noch die Erdbebenthematik sowie der besondere Brandschutz hinzu. Es ist kompliziert für mich als Laien alles zu überschauen. Die Architekten & Statiker haben das Haus so entworfen und ich ging von einem wasserdichten Haus aus. Da ich es glücklicherweise noch nicht vollständig bezahlt habe suche ich jetzt nach einer vernünftigen langfristigen Lösung. Ohne Sachkenntnis wird mir nur eine Pfusch Lösung angeboten werden. Aktuell wurde die Sockelleiste von der Baufirma mit Silikon abgedichtet. Wie ich bereits herauszufinden musste ist dies keine echte Lösung sondern auch nur Murks. Danke für deine ausführliche Antwort zum Thema.