Ermüdungsverhalten infolge Schubspannung

  • Guten Tag zusammen,


    ich bin dabei das Ermüdungsverhalten von ungeschweißten (vernieteten) Bauteilen zu untersuchen. Hierzu sind drei Kerbfälle relevant, welche als WI bis WIII bezeichnet werden, jedoch nur für auf Biegung oder Längskraft beanspruchte Teile gelten. D.h. für mich, dass bei Biegespannungen immer eine Unterscheidung in diese drei Kerbfälle erfolgt, nicht jedoch bei Schubspannungen. Hier ist es egal, wie die geometrisch-konstruktive Ausbildung des Details ist, es wird immer ein "pauschaler" Wert für die Doppelspannungsamplitude delta_tau angenommen, wie in der Tabelle dargestellt. Für die aus der Normalspannung resultierenden sigmas wird eine Unterscheidung vorgenommen.

    Woran liegt das? Warum wird hier keine Unterscheidung getroffen? Hat das vielleicht etwas mit dem Spannungsfluss zu tun?


    Ich wäre sehr dankbar für eine kurze schlüssige Erklärung! Vielen Danke vorab!


  • oh, die Stahlbauvorlesungen sind schon mehr als 25 Jahre her.

    Aber kann es sein, dass das etwas mit den zugeordneten Schubspannungen zu tun hat, die ja an einem möglichst kleinen Element in unterschiedliche Richtungen gleich groß sind... ?

  • oh, die Stahlbauvorlesungen sind schon mehr als 25 Jahre her.

    Aber kann es sein, dass das etwas mit den zugeordneten Schubspannungen zu tun hat, die ja an einem möglichst kleinen Element in unterschiedliche Richtungen gleich groß sind... ?

    Ja, ich habe auch schon daran gedacht, es könnte ggf. mit den zugeordneten Schubspannungen zu tun haben. Ich frage mich dann nur, warum ein Loch/Kerbe (wie im Kerbfall WII) keine Auswirkung auf diese Schubspannung hat und genauso bewertet wird, wie ohne Loch (also Kerbfall WI)? Ist nur die Blechdicke relevant, die ja auch mit Loch überall gleich groß ist, weil die Schubspannung im Blech von oben nach unten fließt?

  • Es geht wohl um die Nachrechnung einer bestehenden Eisenbahnstrecke aus Stahl. Eventuell kann ich am Montag weiterhelfen, wenn ich mir die gezeigten Tabellen (aus DS 804?) und die zugehörigen Abschnitte im Büro genauer angesehen habe. Die habe ich nicht vollständig im Kopf. ;)

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


    Rings um euch liegt die weite Welt: Ihr mögt euch einzäunen, aber euer Zaun wird sie nicht fern halten. (J.R.R. Tolkien, Derr Herr Der Ringe, Erster Teil: Die Gefährten)

  • Es geht wohl um die Nachrechnung einer bestehenden Eisenbahnstrecke aus Stahl. Eventuell kann ich am Montag weiterhelfen, wenn ich mir die gezeigten Tabellen (aus DS 804?) und die zugehörigen Abschnitte im Büro genauer angesehen habe. Die habe ich nicht vollständig im Kopf. ;)

    Ja, genau, so ist es ;) Es ist in der Ril 805.0201 geregelt. Wenn ich noch damit helfen kann, bestimmte Abschnitte dazu zur Verfügung zu stellen, einfach kurz Bescheid geben :)

  • Ne, passt schon, liegt mir alles vor, griffbereit auf meinem Schreibtisch, alles weitere am Montag...

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


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