Messung von Wand-Feuchtigkeit: Wie kann man das Ergebnis einschätzen?

  • Das wird jetzt etwas kompliziert: Es geht um Kellerwände in einem EFH um ob diese wirklich ein Feuchtigkeitsproblem haben. Haus ist aktuell unbewohnt und unbeheizt (Raumtemperatur 20°C). Zur Messung habe ich mir bei Amazon ein Messgerät mit Aktiv-Elektrode gekauft, das Werte zwischen 0-100 anzeigt und sehr empfindlich ist. Dieses Gerät hier: https://www.amazon.de/dp/B0DQNFT9WH


    Nach einer Veränderung des Regenwasserablaufs am Haus habe ich über mehrere Wochen Feuchtigkeitsmessungen durchgeführt, immer an den exakt gleichen Messpunkten. Führt man an einem Messpunkt mehrere Messungen durch, schwankt das Ergebnis um etwa +/-3. Deshalb habe ich über alle Messpunkte je Messtag einen Durchschnittswert gebildet und einen Gesamtdurchschnittswert für den Raum, um die Gesamtsituation möglichst gut Vergleichen zu können.


    Innerhalb von einem Monat ist dieser Durchschnittswert aller Messpunkte nun um 5,4 gefallen, von 31,8 auf 26,4. Da die Messwerte am Gerät von 0-100 (Messstufen) gehen, könnte man sagen, die Wandfeuchte ist um 5,4% gefallen, bzw. wenn der Ausgangswert 31,8 = 100% ist um relativ -17,0%.


    Jetzt ist aber unklar, ob die Wände immer noch ein Feuchtigkeitsproblem haben oder nicht bzw. wie das Messergebnis zu interpretieren ist. Ich habe nämlich eine Innenwand und Außenwand im Haus, 1,5 Stockwerke höher (Wohnzimmer), gemessen und war erstaunt, dass der Unterschied gar nicht so groß ist. Im Wohnzimmer ist die Luft zudem sicherlich wärmer und trockener als im Keller, weshalb ich stärkere Unterschiede erwartet habe.


    Bevor ich zu den Messwerten kommen noch zwei Hinweise: im Keller sind die Wände aus Kaltsandstein (vermutlich wegen der Traglast), in den oberen Stockwerken aus Ziegel. Im Keller wurden die Wände auf 0,30m Höhe über Boden gemessen sowie bei 1,30m Höhe. Auf 1,30m sind die Messwerte immer deutlich niedriger (um 7-14) als bei 0,30m. Ich vermute, dass ist normal so.


    Gemessene Durchschnittswerte:

    Im Keller.................: 26,4

    Im Wohnzimmer...: 15,0


    Das ist nur eine Differenz von 11,4 Messstufen. Laut Handbuch des Messgeräts ist Trocken 0-24, Mittel 25-50 und Nass 51-100.


    Meine Frage ist nun, was sagen die Experten hier dazu?

    Besteht da überhaupt noch ein Feuchtigkeitsproblem?

    Da der Putz erneuert werden muss im Keller, gibt es da Empfehlungen für spezielles Putzmaterial?


    Vielen Dank für Deine Antworten.

  • Zum Ersten: Das gezeigte Gerät ist kein Messgerät sondern ein Vergleichsindikator für Bauteile absolut gleichen Aufbaus an verschiedenen Stellen.

    Das wird dadurch deutlich, dass die Ergebnisse dimensionslos in der Phantasiebezeichnung Digit angezeigt werden.

    Es eignet sich sehr gut dafür, z.B. nach einem Wasserschaden in der Küche festzustellen, wie weit sich das Wasser im Estrich von der Spüle aus ausgebreitet hat.


    Ist der Keller ein Wohnkeller oder warum sagst Du, muss der Putz ohnehin erneuert werden?


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  • Unterstreichungen und Kürzungen von mir


    Der Stein mag sich kalt anfühlen, heisst aber ein Kalksandstein. Nur so als Hinweis

    Du vergleichst hier Meßwerte unterschiedlicher Bautoffe. Mit noch dazu unterschiedlicher Nutzung und Lüftung der Räume. Nicht sinnvoll.

    Baujahr = ??? Putz vorhanden? Vermutlich ja.

    Wurde die Horizontalsperre (vorhanden ?) durch den Putz überbrückt?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • könnte man sagen, die Wandfeuchte ist um 5,4% gefallen, bzw. wenn der Ausgangswert 31,8 = 100% ist um relativ -17,0%.

    Jaein, hier muss man vorsichtig sein. Was bedeutet "Feuchte um 5,4%" gefallen? Prozent ist nicht gleich Prozent

    Der angezeigte Wert ist im Laufe der Zeit zurückgegangen, also um 17% zurückgegangen, diese Aussage ist korrekt. Referenz wäre dann der Anzeigewert 31,8.

    Einen Bezug zum Material und dessen tatsächlicher Feuchtigkeit gibt es dabei aber nicht. Damit ist die Aussage, dass die Wandfeuchte um 5,4% zurückgegangen ist, nicht korrekt, denn die Digits haben keinen Bezug zur tatsächlichen Wandfeuchte. Du kannst also die Anzeige "100" nicht mit 100% Materialfeuche gleichsetzen.


    Deswegen gibt es von den Herstellern eine Tabelle zur Orientierung, im Idealfall eine Tabelle die bei einem bestimmten Material den angezeigten Wert einem echten Feuchtewert des Materials in Prozent zuordnet. Diese Zuordnung gibt es in Deinem Fall nicht, sondern nur eine Bereichsangabe " Trocken, Mittel, Nass". Wie diese Bereiche definiert sind, das ist unbekannt, man weiß nur wie sie den Anzeigenwerten zugeordnet werden, nicht jedoch deren Bezug zur tatsächlichen Materialfeuchte.


    Besteht da überhaupt noch ein Feuchtigkeitsproblem?

    Das kann niemand sagen, weil niemand weiß, was die angezeigten Werte tatsächlich bedeuten. Das Gerät könnte genau so gut Werte zwischen 0 und 5.000 oder 50.000 anzeigen, dann wäre man genau so schlau. Durch die Angabe von Werten zwischen 0 und 100 wird etwas suggeriert, was tatächlich für den (unerfahrenen) Anwender verwirrend ist, denn man denkt dabei automatisch an Prozent (Materialfeuchte), doch genau das ist hier nicht gegeben. Nicht umsonst wird auf die Anzeige einer Einheit bei den digits verzichtet, während beispielsweise bei der Temperatur eine Einheit angegeben ist.


    Wenn Du also die tatsächliche Feuchtigkeit in (an) der Wand wissen möchtest, dann musst Du auf ein qualifiziertes Messverfahren zurückgreifen. Ersatzweise bräuchtest Du eine Art "Kalibriertabelle" die die Anzeigewerte materialabhängig echten Feuchtigkeitswerten zuordnet. Bis dahin kannst Du nur sagen, dass die Wand nach Definition des Geräteherstellers als "trocken" bezeichnet werden kann.


    Völlig sinnlos sind diese Geräte nicht, denn man kann mit diesem Messverfahren relativ einfach und schnell eine Vielzahl an Messpunkten überprüfen, und somit die relative Feuchtigkeitsverteilung feststellen. Man kann also sagen, am Punkt x ist es feuchter als an Punkt y. Du hast ja auch festgestellt, dass die Feuchtigkeit im Sockelbereich höher ist als in der Mitte der Wand. Das ist durchaus üblich, weil im Sockelbereich aufgrund der dort niedrigeren Oberflächentemperatur, Raumluft vorher kondensiert als in der Wandmitte.

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  • Das wird jetzt etwas kompliziert: Es geht um Kellerwände in einem EFH um ob diese wirklich ein Feuchtigkeitsproblem haben. Haus ist aktuell unbewohnt und unbeheizt (Raumtemperatur 20°C). Zur Messung habe ich mir bei Amazon ein Messgerät mit Aktiv-Elektrode gekauft, das Werte zwischen 0-100 anzeigt und sehr empfindlich ist. Dieses Gerät hier: https://www.amazon.de/dp/B0DQNFT9WH

    Geräte dieser Bauart sind keine "Messgeräte" im Sinne einer exakten Feuchtemessung, sondern können lediglich als "Indikatoren" dazu dienen, innerhalb vollständig gleichartig aufgebauter Bauteile Bereiche erhöhter Feuchtigkeit zu lokalisieren und diese grob einzugrenzen.


    Die als "Digits" bezeichneten Anzeigewerte sind dimensionslos und nicht einmal proportional zu den detektierten angezeigten Materialeigenschaften (elektrischer Leitfähigkeit). Deshalb ist Deine ganze Rechnerei vielleicht subjektiv ein schöner Zeitvertreib, aber letztlich nur Zinnober, also nicht ansatzweise für irgendwas verwendbar.

    Nach einer Veränderung des Regenwasserablaufs am Haus habe ich über mehrere Wochen Feuchtigkeitsmessungen durchgeführt, immer an den exakt gleichen Messpunkten. Führt man an einem Messpunkt mehrere Messungen durch, schwankt das Ergebnis um etwa +/-3. Deshalb habe ich über alle Messpunkte je Messtag einen Durchschnittswert gebildet und einen Gesamtdurchschnittswert für den Raum, um die Gesamtsituation möglichst gut Vergleichen zu können.


    Innerhalb von einem Monat ist dieser Durchschnittswert aller Messpunkte nun um 5,4 gefallen, von 31,8 auf 26,4. Da die Messwerte am Gerät von 0-100 (Messstufen) gehen, könnte man sagen, die Wandfeuchte ist um 5,4% gefallen, bzw. wenn der Ausgangswert 31,8 = 100% ist um relativ -17,0%.

    Vergiss den ganzen Ansatz!


    Der ist schon allein deswegen falsch, weil Du einheitslose Digits linear und 1:1 in sowas wie "Masseprozent" einer Bauteilfeuchte überführst, was so definitiv falsch ist und selbst mit temperatur- und materialabhängigen Umrechnungsfaktoren bei erfahrenen Sachverständigen allenfalls näherungsweise funktioniert, aber immer noch so meilenweit von der Genauigkeit von CM-Messungen oder nach der Darrmethode entfernt ist, dass Gerichte daraus abgeleitete "Erkenntnisse" berechtigterweise zu ignorieren haben.


    Du überinterpretierst die Anzeige des Gerätes völlig. Diese suggeriert durch ihre Digitaldaten eine hohe Genauigkeit, die sie aber auf ihrer Sensorenseite nicht ansatzweise hat, nicht haben kann. Daran ändern auch teure Geräte der gleichen Bauart nichts.


    Ob es in einem Kellerraum grundsätzlich feucht ist, lässt sich am Einfachsten und Sinnvollsten über die Messung der Raumluftfeuchte ermitteln. Wie hoch ist diese nach einer Woche geschlossener Türen und Fenster bei welcher Außenluftfeuchte? Dafür kann zur Orientierung einfaches digitales kombiniertes Thermo-/Hygrometer aus dem Bau- oder Drogeriemarkt für max. 10 € eingesetzt werden. Das zeigt die rel. Luftfeuchte nur mit einer Genauigkeit von + / - 5 % an, gibt aber einen ersten Anhaltspunkt, ob der Raum trocken, feucht oder nass ist.

    Das wird jetzt etwas kompliziert: Es geht um Kellerwände in einem EFH um ob diese wirklich ein Jetzt ist aber unklar, ob die Wände immer noch ein Feuchtigkeitsproblem haben oder nicht bzw. wie das Messergebnis zu interpretieren ist. Ich habe nämlich eine Innenwand und Außenwand im Haus, 1,5 Stockwerke höher (Wohnzimmer), gemessen und war erstaunt, dass der Unterschied gar nicht so groß ist. Im Wohnzimmer ist die Luft zudem sicherlich wärmer und trockener als im Keller, weshalb ich stärkere Unterschiede erwartet habe.

    Du hast Äpfel mit Birnen verglichen, weil es nicht die selben Wandbildner sind!


    Es könnte bedeuten, dass die Bauteilfeuchte, zutreffender eigentlich die elektrische Leitfähigkeit der Wandbaustoffe, im untersuchten Zustand zufälligerweise nahezu identisch ist, denn

    Bevor ich zu den Messwerten kommen noch zwei Hinweise: im Keller sind die Wände aus Kaltsandstein (vermutlich wegen der Traglast), in den oberen Stockwerken aus Ziegel. Im Keller wurden die Wände auf 0,30m Höhe über Boden gemessen sowie bei 1,30m Höhe. Auf 1,30m sind die Messwerte immer deutlich niedriger (um 7-14) als bei 0,30m. Ich vermute, dass ist normal so.

    Das ist bei Kellerwänden häufiger anzutreffen und kann völlig unterschiedliche Ursachen haben. Es sagt wenig, solange der Feuchteverlauf nicht vertikal differenzierter dokumentiert wird, etwa getrennt nach Außen- und Innenwänden und in Schritten von etwa 20 cm, beginnend 10 cm über OK Kellerboden.

    Meine Frage ist nun, was sagen die Experten hier dazu?

    Um "Mess"werte sinnvoll interpretieren zu können. muss verstanden werden, wie die zu interpretierenden Werte zustande kommen und was sie bedeuten können.

    Besteht da überhaupt noch ein Feuchtigkeitsproblem?

    Ich habe keine Ahnung!

    Da der Putz erneuert werden muss im Keller, gibt es da Empfehlungen für spezielles Putzmaterial?

    Zuerst gilt es, herauszufinden, ob das Mauerwerk tatsächlich feucht ist und wenn ja, woher die Feuchtigkeit kommt. Danach kann deren Ursache bekämpft werden. Und dann könnte es auch sinnvoll sein Putz zu erneuern, aber der ist selbst nie Ursache, sondern nur Symptomträger. Weshalb denkst Du, dass der Putz bei Dir erneuert werden muss?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke für die vielen interessanten Anmerkungen!

    Ist der Keller ein Wohnkeller oder warum sagst Du, muss der Putz ohnehin erneuert werden?

    Ja Wohnkeller, ja Putz soll in jedem Fall erneuert werden.

    Du vergleichst hier Meßwerte unterschiedlicher Bautoffe. Mit noch dazu unterschiedlicher Nutzung und Lüftung der Räume. Nicht sinnvoll.

    Guter Hinweis mit den unterschiedlichen Baustoffen.

    Baujahr = ??? Putz vorhanden? Vermutlich ja.

    Wurde die Horizontalsperre (vorhanden ?) durch den Putz überbrückt?

    Baujahr ist 1973, Putz ist noch an der Wand aber bei einer Messstelle im Keller entfernt (ohne erkennbaren Messunterschied).
    Zu einer Horizontalsperre liegen mir keine Infos vor.

    eine Tabelle die bei einem bestimmten Material den angezeigten Wert einem echten Feuchtewert des Materials in Prozent zuordnet

    Im Handbuch des Geräts gibt es eine Tabelle mit Werten für Holz, Gips (Mineral) und zementartige Materialien. Aber was ist Kalksandstein und Ziegel davon?

    Zuerst gilt es, herauszufinden, ob das Mauerwerk tatsächlich feucht ist... Weshalb denkst Du, dass der Putz bei Dir erneuert werden muss?

    Und wie finde ich das heraus, ob das Mauerwerk feucht ist?

    Kurz die Vorgeschichte: Eine Trocknungsfirma hat Feuchtigkeitsmessungen durchgeführt (Messgerät GANN Hydromette UNI 2 mit B50 Messsonde (= ist ebenfalls Aktiv-Elektrode)) und stark feuchte Wände festgestellt (Messwerte im Bereich 148-151). Allerdings gab es kein Messprotokoll. Dies bekam ich erst nach Aufforderung und etwas Widerwillen, dann viel mir aber auf, dass die zwei Herren sich beim Haustermin überhaupt keine Werte notiert haben. Somit kamen natürlich Zweifel am Ergebnis auf, zumal die Wände im Wohnzimmer (siehe Werte in der Frage oben) als "trocken gemessen" wurden.


    Der Putz soll wegen eine generellen Renovierung erneuert werden. An den Wänden war etwas Schimmel im Bereich der Fußleisten und Feuchtigkeitsflecken oberhalb.

  • Kurz die Vorgeschichte: Eine Trocknungsfirma hat Feuchtigkeitsmessungen durchgeführt (Messgerät GANN Hydromette UNI 2 mit B50 Messsonde (= ist ebenfalls Aktiv-Elektrode)) und stark feuchte Wände festgestellt (Messwerte im Bereich 148-151). Allerdings gab es kein Messprotokoll. Dies bekam ich erst nach Aufforderung und etwas Widerwillen, dann viel mir aber auf, dass die zwei Herren sich beim Haustermin überhaupt keine Werte notiert haben. Somit kamen natürlich Zweifel am Ergebnis auf, zumal die Wände im Wohnzimmer (siehe Werte in der Frage oben) als "trocken gemessen" wurden..

    Es ist zuerst noch einmal zu betonen: Die kombinierten Geräte Gann-Hydromette UNI 2 und Gann-Aktiv-Elektrode B50 sind selbst nach Herstellerangabe

    … keine "Messgeräte" im Sinne einer exakten Feuchtemessung, sondern können lediglich als "Indikatoren" dazu dienen, innerhalb vollständig gleichartig aufgebauter Bauteile Bereiche erhöhter Feuchtigkeit zu lokalisieren und grob einzugrenzen.

    Dort steht wörtlich:

    Wer mit dieser Kombination „Messwerte“ um 150 Digits angezeigt bekommt, sollte sich fragen, wie dies überhaupt möglich ist, denn bei bspw. zum Vergleich herangezogenen zementgebundenen Baustoffen korrelieren diese („Mess“-) Werte mit einer langfristigen rel. Raumluftfeuchte von 100 % (!), also „Nebel“. Bauteiloberflächen weisen bei Materialfeuchten ab etwa 6 Masseprozent oft einen dünnen Film flüssigen Wassers auf und sind stark verfärbt, Farbe und Putz lösen sich ab. Das wäre zu sehen und auch über die Raumluftteuchte einfach zu überprüfen. Sollte dies nicht zu beobachten sein, stimmt bei der „Messung“ irgend etwas überhaupt nicht.


    Auch dass vom Hersteller gerade keine Bezugswerte für unterschiedliche Mauerwerke angegeben sind, hier aber verputztes Mauerwerk gemessen wird, sollte zu denken geben. Ich komme darauf weiter unten zurück.


    Ich hatte oben bereits auf den notwendigen Bezug zur Raumluftfeuchte aufmerksam gemacht:

    Ob es in einem Kellerraum grundsätzlich feucht ist, lässt sich am Einfachsten und Sinnvollsten über die Messung der Raumluftfeuchte ermitteln. Wie hoch ist diese nach einer Woche geschlossener Türen und Fenster bei welcher Außenluftfeuchte? Dafür kann zur Orientierung einfaches digitales kombiniertes Thermo-/Hygrometer aus dem Bau- oder Drogeriemarkt für max. 10 € eingesetzt werden. Das zeigt die rel. Luftfeuchte nur mit einer Genauigkeit von + / - 5 % an, gibt aber einen ersten Anhaltspunkt, ob der Raum trocken, feucht oder nass ist.

    Die „Feuchtemessung“ der Firma berücksichtigt nach Deiner Schilderung hier weder die Raumlufttemperatur, noch die Raumluftfeuchte, noch die Oberflächentemperatur der Wand und ist auch deswegen komplett unbrauchbar, denn bei einer sommerlichen Messung innen an Kelleraußenwänden ist immer zuerst Kondensat auszuschließen. Das ist hier nicht geschehen.

    Im Handbuch des Geräts gibt es eine Tabelle mit Werten für Holz, Gips (Mineral) und zementartige Materialien. Aber was ist Kalksandstein und Ziegel davon?

    Die Bauteilfeuchte von Mauerwerk jeglicher Art lässt sich aufgrund von dessen Heterogenität (Fugen + Steine haben unterschiedliche Dichten) und der Materialheterogenität der Mauersteine (Einschlüsse, Hohlräume) dielektrisch immer nur relativ im Vergleich mit identisch aufgebauten Bereiche der gleichen Bauteilebewerten (eher feuchte vs. eher trockene Bereiche), aber nie absolut, siehe Herstellerangabe von Gann zum Gerät. Aufgrund dieser Heterogenität (Betonstein + Stahl, letzterer sogar elektrisch leitfähig) kann bei Stahlbetonbauteilen deren Feuchte so logischerweise nicht sinnvoll gemessen werden. Die Angaben von Gann beziehen sich bei genauer Lektüre deshalb auf reinen unbewehrten (Stampf-) Beton, nicht auf Stahlbeton! Auch deswegen war die zitierte „Messung“ unbrauchbar. Gann erklärt, wie richtig gemessen wird und weist nur auf einige mögliche Arten von Falschmessungen hin, nicht abschließend alle, so dass dies nicht vorzuwerfen ist.


    Eigentlich sollten Feuchtebekämpfer mit solchen Geräten umgehen können. Erschreckend oft können sie es - wie offensichtlich hier - aber nicht. Das ist insofern besonders verheerend, als dass damit ihrer Arbeit bereits die diagnostische Basis fehlt. Wie es danach dann mit der Therapie aussieht, möchte man deshalb schon garnicht mehr wissen.

    Und wie finde ich das heraus, ob das Mauerwerk feucht ist?

    Durch vernünftige und sachgerechte Messungen, die diesen Namen dann auch verdienen!


    Zuallererst sollte aber die Raumlufttemperatur und Raumluftfeuchte abgeschätzt werden, s.o.!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Und wie finde ich das heraus, ob das Mauerwerk feucht ist?

    Ich bevorzuge dazu immer noch die Leitfähigkeitsmessung mit zwei Elektroden.

    Begonnen wird an der Wandoberfläche. Danach bohre ich an gleicher Stelle mit einem langsamlaufenden Bohrer zwei Löcher durch den Putz bis auf den Wandbildner. Anschließend dasselbe nochmal 2 cm tief und wenns dann noch unklar ist bis in 5 oder 6 cm Tiefe.

    Wichtig ist dabei wirklich nur ganz langsam und ohne Schlag zu bohren, damit durch einen heißen Bohrer nicht das Wasser verdampft wird. Zum Messen müssen isolierte Elektroden, an denen nur die Spitze leitend ist, benutzt werden.

    Nimmt die Leitfähigkeit in die Wand hinein zu, gehe ich von aufsteigender oder von außen kommender Feuchtigkeit aus. Ist die Leitfähigkeit hingegen an der Oberfläche am höchsten, kann ich von Kondensationsfeuchte ausgehen.

    Diese Vorgehensweise verursacht nur zwei unauffällige 6mm-Löchlein und kann gut im bewohnten Zustand an unauffälliger Stelle durchgeführt werden.


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  • Ich bevorzuge dazu immer noch die Leitfähigkeitsmessung mit zwei Elektroden.

    Begonnen wird an der Wandoberfläche. Danach bohre ich an gleicher Stelle mit einem langsamlaufenden Bohrer zwei Löcher durch den Putz bis auf den Wandbildner. Anschließend dasselbe nochmal 2 cm tief und wenns dann noch unklar ist bis in 5 oder 6 cm Tiefe.

    Wichtig ist dabei wirklich nur ganz langsam und ohne Schlag zu bohren, damit durch einen heißen Bohrer nicht das Wasser verdampft wird. Zum Messen müssen isolierte Elektroden, an denen nur die Spitze leitend ist, benutzt werden.

    Nimmt die Leitfähigkeit in die Wand hinein zu, gehe ich von aufsteigender oder von außen kommender Feuchtigkeit aus. Ist die Leitfähigkeit hingegen an der Oberfläche am höchsten, kann ich von Kondensationsfeuchte ausgehen.

    Diese Vorgehensweise verursacht nur zwei unauffällige 6mm-Löchlein und kann gut im bewohnten Zustand an unauffälliger Stelle durchgeführt werden.

    Ich tue es wirklich nur sehr ungern, aber ich muss ThomasMD hier deutlich widersprechen:


    Aus dem Sachverständigenkurs „Messtechnik“ und aus eigener Messerfahrung weiß ich, dass jedes Bohren durch die dabei zwangsläufig entstehende Reibung Wärme erzeugt und diese zu starker Verdunstung um die Bohrerspitze herum führt (die sich dabei auf deutlich über 100 Grad C erwärmen kann, sogar bis hin zur Rotglut). Ob der Schlag dabei abgestellt ist, ist letztlich gleichgültig, weil er die Reibung nicht nennenswerte erhöht. Natürlich leitet er zusätzlich Energie in den Wandbildner, allerdings als starke Vibration „Schlag“. Das zu beprobende Material für CM-Messungen darf deshalb ausdrücklich immer nur durch Stemmen, nie durch Bohren gewonnen werden!


    Es gibt für das Problem der minimalinvasiven Feuchtemessung in Massivbauteilen meines Wissens nur zwei grundsätzlich geeignete Vorgehensweisen:

    • Schrittweises Einschlagen isolierter Elektroden wie dieser und Messung in unterschiedlichen Einschlagtiefen in Schritten von ca. 15 - 20 mm. Das funktioniert vorrangig in Holz und Dämmstoffen, nur eingeschränkt in „weichen“ Steinen, sicher nicht in Klinker und Beton.
    • Bohren von Löchern mit nur minimal größerem Durchmesser als dem Außemdurchmesser der einzusetzenden Elektroden mehrere Stunden, besser Tage vor der geplanten Messung. Die Löcher werden dann mit Knetgummi verschlossen. Eine Stunde vor der Messung werden die Knetgummi-Plomben entfernt, die Elektroden schnell in die Bohrlöcher eingeführt und die Ringräume wieder abdichtend verschlossen. Nach der Wartezeit von einer Stunde wird gemessen. Mit unterschiedlich tiefen benachbarten Bohrungen lassen sich unterschiedliche Bauteiltiefen auswerten.

    In meiner Praxis brauchte ich in mittlerweile gut 10 Jahren SV-Tätigkeit die Bohrmethode noch nie, weil sich in Kellerwänden die Herkunft der Feuchte bisher immer allein aus der vertikalen Feuchteverteilung und der Raumluftfeuchte ableiten ließ.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Man könnte den Bohrer ja mit Wasser kühlen :lach:

    Sehr Lustisch.


    Bisher hat die von mir beschriebene Methode gut funktioniert. Ich musste sie allerdings noch nie in Stahlbeton, Granit und anderen sehr harten Baustoffen anwenden. Bevor man anfängt, mittels Hammer und Meißel oder noch gröberen Mitteln, Bruchstücke aus der Wand zu zertrümmern, hat es in den wenigen für mich notwendigen Fällen ausgereicht, langsamlaufende Bohrungen durchzuführen, wobei die Betonung tatsächlich auf LANGSAM liegt und auch Pausen zum Anfassen des Bohrers zur Feststellung von Erwärmung liegt. Der vom Skeptiker beschriebene Popanz vom rotglühenden Bohrer ist albern. Da hat sich meiner Meinung nach der SV-Dozent unnötig wichtigtuerisch aufgeblasen.

    Ich musste auch nie bis zur gerichtlichen Auseinandersetzung gehen. In den wenigen Fällen reichte die Bohrung und Präsentation des Messergebnisses aus, um die Mieter von der Mängelfreiheit ihrer Wohnung zu überzeugen.

    Kellerwände waren bisher nicht dabei. Bei mir ging es fast immer um unbeheizte Schlafzimmer, die vorgeblich unter nassen Außenwänden litten und innen verschimmelte Raufasertapete zeigten.


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    • Die Probenentnahme für CM-Messungen darf nur durch Stemmen erfolgen und schon dabei wird der Meißel recht warm.
    • Einen rotglühenden Bohrer habe ich in StB selbst schon zweimal erlebt. Sehr lange ohne Schlag mit hoher Drehzahl - im Zweifel mit angebohrter Bewehrung.
    • Ich habe oben die unumstrittene und höchtgerichtlich so bestätigte Lehrmeinung zur korrekten Probeentnahme für CM-Messungen Bach den a.R.d.T. wiedergegeben, die ich aus den genannten Gründen als SV in einem Verfahren mit Aussicht auf eine Runde vor Gericht auch nur genau so anwenden würde. Ich selbst würde auch meinem AG raten jede andere Vorgehensweise vor Gericht sofort als potentiell ungenau und unzulässig anzufechten - so dies denn in seinem Sinne ist.
    • In meiner Praxis brauchte ich in mittlerweile gut 10 Jahren SV-Tätigkeit die Bohrmethode noch nie, weil sich in Kellerwänden die Herkunft der Feuchte bisher immer allein aus der vertikalen Feuchteverteilung und der Raumluftfeuchte ableiten ließ.

    … und Gerichts-SV bin und werde ich sowieso nicht!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • In meiner Handwerkerzeit habe ich es noch nie geschafft den Bohrer in Beton zum glühen zu bekommen. Was zum Henker macht ihr?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Sehr Lustisch.

    Mein Kommentar bezog sich auf die "glühenden Bohrer" die Wolfgang erwähnt hat. Das kann passieren, muss aber nicht. Bei den Materialien die der TE genannt hat würde ich das ausschließen, zumindest wenn man mit seinem Werkzeug umgehen kann. Ziegel lassen sich einfach bohren, ohne den Ziegel zu zertrümmern oder den Bohrer auszuglühen. KS ist da schon schwieriger, und von Stahlbeton war bisher noch nicht die Rede (oder ich habe es überlesen). Wer mit einer normalen Schlagbohrmaschine meint in Stahlbeton bohren zu müssen, durch Kies und am besten auch noch durch die Bewehrung hindurch, der schafft es sicherlich auch einen Bohrer zum Glühen zu bringen. Normal ist das aber nicht.


    Abgesehen davon würde ich den Einfluss auf das Messergebnis hinterfragen, denn im Bohrloch werden sich Temperatur und Feuchtigkeit durch das umgebende Material wieder ausgleichen. Der Messfehler dürfte in einer Größenordnung liegen wie er schon durch eine mangelhafte Kontaktierung der Sonde hervorgerufen wird. Wolfgang hat ja richtigerweise geschrieben, dass man die Bohrungen am besten Stunden oder gar Tage vor der eigentlichen Messung erstellt. Bis dahin sollte der Ausgleich abgeschlossen sein, und es spielt keine Rolle mehr, ob beim Bohren im Bohrloch eine Temperatur von 20°C oder 80°C war, oder mit dem Bohrmehl ein paar µgr Feuchtigkeit aus der Wand entfernt wurden.

    Das kennt man auch von einfachen Temperaurmessungen die über Kontaktfühler durchgeführt werden. Neben der Masse des Fühlers, und somit dessen Reaktionsgeschwindigkeit, ist vor allem das Medium entscheidend dessen Temperatur man messen möchte. Wasser, Milch o.ä. wird man vom Herd nehmen, dann umrühren bist ein Ausgleich stattgefunden hat, und dabei die Anzeige am Thermometer beobachten bis sich diese stabilisiert hat. Das kann abhängig von der Masse (Größe des Behälters) mehrere Minuten dauern, und bezogen auf die Eingangsfrage und dieWand, so eine Wand hat sehr viel Masse zum Ausgleichen.


    Den Bezug zur CM Messung kriege ich jetzt noch nicht auf die Reihe, denn ich dachte bisher, dass man bei einer CM Messung Material entnehmen möchte um dessen Feuchtigkeit zu messen. Da wird das Bohrmehl durch die Temperatur beim Bohren schon vorgetrocknet und hat nach Entnahme natürlich keine Verbindung mehr zum eigentlichen Messobjekt. Ein Ausgleich kann somit nicht mehr stattfinden. Man misst also das vorgetrocknete Bohrmehl und kommt dann zwangsläufig zu einem falschen Ergebnis.


    Oben ging es aber um die Feuchtigkeitsmessung als Widerstandsmessung, da verbleibt der Kontakt der Sonde zum eigentlichen Messobjekt bestehen.

    Der TE hat noch nicht einmal eine Widerstandsmessung durchgeführt sondern eine "Kapazitäts"messung. Diese hat unter anderem den Nachteil, dass die Kapazität bis in eine Tiefe von xcm "gemessen" wird, es wird also eine Art Mischwert ("Mittelwert" würde ich das nicht nennen) angezeigt, was vor allen Dingen bei mehreren (unterschiedlichen) Schichten kaum mehr zu interpretieren ist. So kann eine feuchte Oberfläche das Messergebnis so weit verfälschen, dass man nicht mehr sagen kann, ob die Wand feucht ist oder nur die Oberfläche. Noch schwieriger wird es wenn man versucht in einer Raumecke zu messen, was genau genommen gar nicht möglich ist. Man kann immer nur mit einem Mindestabstand zur Ecke (typ. 15-20cm) messen.


    Im Handbuch des Geräts gibt es eine Tabelle mit Werten für Holz, Gips (Mineral) und zementartige Materialien. Aber was ist Kalksandstein und Ziegel davon?

    Die Einstellung "Gips" dürfte den Materialien am nähesten kommen, aber ich weiß nicht ob das Gerät die Messwerte umrechnet oder nur unterschiedliche Grenzwerte verwendet, um zu der Aussage zu gelangen ob ein Material als trocken, mittel oder feucht eingestuft wird. Niemand außer dem Hersteller weiß, wie das Gerät zu den angezeigten Werten kommt. Abgesehen davon tritt das Problem auf, dass Du es nicht mit einem homogenen Material zu tun hast sondern mit mehreren Schichten, soweit ich Deine Beschreibung richtig verstanden habe. Da passiert das war ich oben beschrieben habe ("Mischwert").


    Der Putz soll wegen eine generellen Renovierung erneuert werden. An den Wänden war etwas Schimmel im Bereich der Fußleisten und Feuchtigkeitsflecken oberhalb.

    Das muss nicht bedeuten, dass die "Wand" feucht war, es kann auch gut sein, dass nur die Oberfläche durch Kondensat feucht wurde. Raumecken und Sockelbereich sind typische Bereiche für so ein "Problem". Sehr wahrscheinlich ist die Oberflächentemperatur im Sockelbereich deutlich niedriger als an der restlichen Fläche der Wand. Das zeigt sich vor allen Dingen im Winter wenn der Raum beheizt wird (mit Heizkörpern?) und es draußen richtig kalt ist. Da kann die Temperatur im Sockelbereich problemlos 10K niedriger liegen als die Raumtemperatur. Das sieht man sehr schön anhand von Bildern einer Wärmebildkamera, ersatzweise funktioniert auch ein gutes IR-Thermometer. Ich hatte hier im Haus vor der Sanierung auch Raumecken mit einer Oberflächentemperatur von gerade mal 5°C wenn es draußen richtig kalt war. Das hat nur deswegen funktioniert, weil ich relativ viel lüfte, und die Räume so groß sind, dass im Winter die rel. Luftfeuchtigkeit in den Räumen eher zu gering ist als zu hoch. Es kam also nie zu Kondensatbildung und schon gar nicht zu Schimmel. Unter anderen Rahmenbedingungen hätte es auch ganz anders aussehen können.

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