Mission Traumbad: Dusche ins kleine WC-Bad zaubern – geht das?

  • Hallo zusammen,


    ich stehe aktuell vor der Sanierung meiner Wohnung und versuche gerade, ein grobes Sanierungskonzept für die beiden Bäder zu entwerfen. Ziel ist es, dem Sanitärfachmann schon mal eine Idee zu präsentieren, wie ich mir die Aufteilung vorstelle. Vielleicht hat hier ja jemand Erfahrung oder kreative Ansätze.


    Ausgangslage:

    • Bad 1: Badewanne + Waschbecken

    • Bad 2: Waschbecken + WC

    Mein Wunsch wäre (rot eingefärbt):

    • In Bad 1 zusätzlich ein WC integrieren (das ist bei den Nachbarn schon so umgesetzt, also technisch wohl machbar in Bezug auf Anschlüsse/Gefälle/Fallrohr).

    • In Bad 2 gerne eine Dusche unterbringen – dazu das Waschbecken und das bestehende WC beibehalten.

    Herausforderung in Bad 2:

    • Die Nische hinter dem Eingang würde sich sehr gut als Dusche eignen, der ganze Bereich höher gesetzt auf einem Absatz so kann ich eine begehbare bzw. geflieste Dusche ohne Duschwanne nutzen und darunter im Absatz dann die Ableitung durchlaufen lassen

    • Mein Gedanke war, das WC etwas vorzusetzen. Das wäre ohnehin nötig, weil das Abwasser aus Bad 1 (neues WC) hier angeschlossen werden müsste (So ist es bei den Nachbarn). Dann könnte man in dem Vorbau eventuell auch gleich die Leitungen für Dusche/Wanne mitführen.

    • Knackpunkt ist die Wasserversorgung: Die Anschlüsse liegen auf der gegenüberliegenden Seite beim Waschbecken. Aus der angrenzenden Küche zu gehen, ist eher ungünstig.

    • Frage also: Wie lässt sich das am sinnvollsten lösen? Leitungen unter Putz rüberziehen? Oder wäre hier eher eine Lösung über eine Vorwandinstallation/Trockenbau denkbar, in der die Wasserleitungen mitlaufen? In den Estrich legen da dieser ja zur Sanierung wahrscheinlich eh entfernt wird?

    Optisch könnte man die Abwasserrohre und Leitungen ja mit einer kleinen Stufe oder einer Abkofferung entlang der Wand kaschieren – das wäre für mich völlig in Ordnung. Mir ist klar, dass der Sanitärbetrieb am Ende die konkrete Lösung vorgibt, aber ich würde ungern vorschnell auf die Dusche verzichten, nur weil es auf den ersten Blick kompliziert wirkt. Vielleicht hat jemand von euch eine ähnliche Situation schon umgesetzt oder Ideen, wie man das pragmatisch angehen kann.


    Danke schon mal fürs Mitdenken!

    Viele Grüße, Larissa

  • In der Skizze fehlen folgende Angaben.

    * Lage der Fallleitung

    * Höhe des Abzweigs [bezogen auf OK FF]

    * Dusche bodeneben oder X cm über OKFF

    * Brandschutz notwendig?

    * Wanddicke(n)

    * Wände tragend ja/nein (Wg. unter Putz)

    * Estrichstärke (Bestand)

    * Fußbodenheizung gewünscht? Elektrisch?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hallo Ralf,
    danke für deine Nachricht, folgend die Antworten auf deine Fragen:

    Lage der Fallleitung: Hinter dem Klo im Bad2 das schwarze Loch

    Höhe des Abzweigs [bezogen auf OK FF]: Das kann ich leider nicht beantworten und erst sagen wenn das Bad leergeräumt ist

    Dusche bodeneben oder X cm über OKFF: Das könnte man beliebig entscheiden, ich hatte die Idee dass man Sie auf eine Stufe (ca. 20cm) höher setzt

    Brandschutz notwendig: Ich denke nein, da privat Whg zur Vermietung, kein spezieller Brandschutz nötig da keine elektrischen Installationen vorhanden

    Wanddicke(n): Müsste ich noch erfragen

    Wände tragend ja/nein (Wg. unter Putz): Nein, um das Bad herum gibt es bis auf die Wand hinter dem Klo in Bad 2 keine tragenden Wände

    Estrichstärke (Bestand): Müsste ich noch erfragen

    Fußbodenheizung gewünscht? Elektrisch?: Optional, muss nicht sein

    Vielleicht reichen diese Infos aus, falls nicht würde ich mich darum kümmern die Antworten auf die unsicheren Fragen noch zu bekommen.

    Danke schonmal vorab

  • Dann fangen wir mal an:

    Höhe des Abzweigs: Bestimmt alles andere, Gefälle in den Leitungen MUSS

    Dusche bodeneben ja/nein: Zur Höhe siehe 1 + dann verbleibende Raumhöhe.

    Brandschutz: Hängt NICHT an privat ver-/gemietet, sondern daran, ob es weitere Wohneinheiten gibt.

    Wanddicke: Entscheidet über UP ja/nein

    Dito tragende Wände

    Estrichstärke und FBH : Dafür muss Platz sein. Platz = Aufbauhöhe

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Okay, ich werd versuchen diese infos ehrauszubekommen:

    Höhe des Abzweigs: Bestimmt alles andere, Gefälle in den Leitungen MUSS

    Dusche bodeneben ja/nein: Ok bei der Höhe bin ich wie gesagt flexibel, da es mit dem Klo bei der Nachbarwohnung funktioniert es mit dem Gefälle

    Brandschutz: Okay, also es gibt weitere Wohneinheiten, es ist ein Mehrfamilienhaus mit 8 Wohnungen. Eigentlich dachte ich das im Bad kein gesonderter Brandschutz nötig ist.

    Wanddicke: Entscheidet über UP ja/nein: Ich werde heute mal in Erfahrung bringen wie dick die Wände sind.

  • Okay, das müsste dann der Sanitärfachmann aber sicherlich wissen und sehen was zutun ist. Danke aber für den Hinweis, wieder etwas gelernt :).

    Ich habe mal beim Nachbarn gefragt ob er mit zur Wanddicke, Estrichstärke und Höhe des Fallrohres Infos geben kann.

    Danke :)

  • Innerhalb EINER Wohnung nicht, aber die Abflußleitungen sind ja wohnungsübergreifend. ;)

    Bei der Formulierung entsteht schnell ein falscher Eindruck: Anforderungen bezüglich des Brandschutzes stellen die Bauordnungen der dt. Bundesländer primär an die tragenden (Stützen, Wände, Decken) und und raumtrennenden Bauteile (Wände zwischen Wohnungen oder Wohnungen und Treppenhaus). Sofern diese von Leitungen durchdrungen werden, sind für diese besondere Maßnahmen erforderlich und dafür gibt es verschiedene Umgangsweisen (siehe MLAR, Bayern braut da natürlich wieder sein eigenes und vor allem anders benanntes Bier ...)

    Okay, das müsste dann der Sanitärfachmann aber sicherlich wissen und sehen was zutun ist.

    Nein, die kennen die Installateure nicht unbedingt, weil sie nämlich außerhalb ihrer eigentlichen Leistungen erfolgen und sehr unterschiedlich lösbar sind, siehe die umfangreiche MLAR!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Die Nische ist natürlich erst einmal ein sich wirklich anbietender Ort für eine Dusche. Aber ich tue mich im Augenblick schwer mir vorzustellen wie das Abwasser von der Dusche zur Falleitung kommt.



    Das ist ja dann doch eine recht ordentliche Wegstrecke, geschätzt irgendwas um die 3m. Das wären dann schon mal etwa 5 -6 cm Gefälle. Und die Abwasserleitung als solche hat ja auch eine gewisse räumliche Ausdehnung. Das im FB-Aufbau unter zu bekommen gelingt bei Neubauten mit entsprechend starken Aufbauten schon hin und wieder, bei Altbauten hingegen regelmäßig nicht. Auch wird die Dusche Zuleitungen benötigen, die auch irgendwo verlaufen müssen.


    Was ist denn auf der Rückseite des Bades für ein Raum? (also auf dem Plan "unten")?

  • Estrichstärke (Bestand): Müsste ich noch erfragen

    Soll/Darf der Estrich überhaupt entfernt werden?


    Die Abwasserleitung von der Dusche wird man kaum im Bodenaufbau unterbringen, wie Thomas schon geschrieben hat. So ein DN50 hat an der Muffe ca. 60mm Durchmesser, Gefälle von 1cm/m braucht es auch noch, da sind wir schnell bei 10cm. Befestigung, Einleitung in den Fallstrang, noch gar nicht berücksichtigt. Zudem soll der Anschluss an der Dusche um ca. 1xDN höher sitzen (Stichwort: Rückstau). Eine Belüftung wäre bei 3m und 2 Umlenkungen noch nicht erforderlich. Da am Übergang in den Fallstrang direkt ein WC angeschlossen ist, muss man aber aufpassen, dass dieses bei Benutzung nicht den Siphon der Dusche leer zieht, sonst riecht es ganz schnell sehr unangenehm.


    Dusche bodeneben oder X cm über OKFF: Das könnte man beliebig entscheiden, ich hatte die Idee dass man Sie auf eine Stufe (ca. 20cm) höher setzt

    Es wird sehr wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass man die Dusche etwas höher setzt.



    Dusche bodeneben ja/nein: Ok bei der Höhe bin ich wie gesagt flexibel, da es mit dem Klo bei der Nachbarwohnung funktioniert es mit dem Gefälle

    Keine Ahnung wie das genau gelöst wurde. Auch nicht fachgerechte Lösungen können funktionieren, zumindest zeitweise bzw. für eine begrenzte Zeit. Das muss man sich wirklich genau anschauen und nicht auf Glück vertrauen.


    Knackpunkt ist die Wasserversorgung: Die Anschlüsse liegen auf der gegenüberliegenden Seite beim Waschbecken. Aus der angrenzenden Küche zu gehen, ist eher ungünstig.

    Diese Leitungen lassen sich relativ einfach und flexibel verlegen. Höhenbedarf um die 30-40mm zzgl. Befestigung. Das lässt sich oft im Bodenaufbau unterbringen, sofern ausreichend Überdeckung für den Estrich übrig bleibt, oder man greift auf ein Trockenbausystem zurück. Einfach mal die vorhandene Estrichhöhe und Übergang durch die Tür ermitteln. Ansonsten bleibt noch die Verlegung an der Wand, beispielsweise in einer Sockelverkleidung. Ob und wie man hier die Wände schlitzen kann/darf, das ist der Zeichnung nicht zu entnehmen. Wer weiß, was da schon an Leitungen in den Wänden liegt, usw.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Um die Verwirrung komplett zu machen, werfe ich auf die Schnelle noch eine Dusche mit Schmutzwasserpumpe in die Diskussion. Damit kann dann über eine 3/4"-Leitung das Wasser auch über größere Strecken abgeführt werden.

    Wie und von wo erfolgt eigentlich die WW-Bereitung?


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Bei der Verlegung der Abflussrohre dachte ich eher daran diese außerhalb des Bads laufen zu lassen, dort befindet sich der Vorraum der Küche. Vllt in einer Art Sockel oder ähnlich. Die Dusche würde ich natürlich höher platzieren auf einem Aufbau, also mit Stufe damit ich das Rohrgefälle hinbekomme. Habe es mal grob skizziert, nur zur Vorstellung. Auf der Rückseite des Bades also quasi hinter dem Duschkopf ist ein Flur der in die küche bzw den Küchen Vorraum führt. Der Vorraum wird zur Lagerung genutzt, also stört dort eine längere Stufe nicht.
    Den Abfluss im Duschboden könnte man statt links hinten auch rechts hinten positionieren, dadurch könnte man die kurve vorne leichter schaffen um dann an der Wand entlang laufen zu können.

  • Die Wanddicke nicht-tragender Wände beträgt 8,01 cm laut Plan. Das Haus ist 1970 gebaut

  • Es wäre prinzipiell ja auch möglich, sowohl die Dusche als auch den WC-Bereich (beginnend an dem kleinen Wandvorsprung) auf einer Art Plattform/Erhöhung laufen zu lassen, dort drunter könnte man dann alle nötigen Rohre und Leitungen legen.

  • Theoretisch ist fast alles möglich, aber um ehrlich zu sein, Toilette auf Podest, wie sieht das denn aus. Das hat für mich den Charme einer Camping Toilette. Dann doch besser die Variante Aufputz in einer Sockelverkleidung.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Toilette auf Podest

    sowas hatte ich kürzlich in einem Keller


    Aber wenn man die Rückseite der Wand nutzen kann, würde ich da weniger Probleme sehen, vor allem, wenn eine höhere Stufe bei der Dusche kein Problem zu sein scheint.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Danke euch für die bisherigen Rückmeldungen!

    Ich meinte natürlich nicht, dass man nur die Toilette hochsetzt 😉, sondern dass man vorne beim Vorsprung der Wand den gesamten Bereich auf die gleiche Höhe bringt wie den Duschbereich. Aber wenn es am Ende reicht, nur die Dusche auf einen Unterbau zu stellen, wäre mir das natürlich viel lieber!


    Der Aufbau wie in meinem Bild (bzw. dem von Thomas B.) wäre also grundsätzlich vorstellbar. Die Abflussleitungen unter der Dusche entlanggeführt – entweder innerhalb oder außerhalb der unteren WC-Wand. (Außerhalb erscheint mir sinnvoller, da der WC-Bereich ohnehin sehr schmal ist.) Natürlich ist das noch abhängig von Abständen, möglichem Gefälle und anderen Bedingungen aber nur prinzipiell.


    Offen ist dann noch die Frage, wie bzw. ob man die Anschlüsse heranführen kann:

    Möglichkeit 1) Wenn die Höhe es anbietet im Estrich verlegen (der wird ja bei der Sanierung ohnehin neu gemacht)

    Möglichkeit 2) Mit Hilfe einer Sockelverkleidung/Abkofferung

    Möglichkeit 3) Leitungen in der Wand verlegen – die Wohnung ist noch im Originalzustand, also sollten dort keine unbekannten Leitungen vorhanden sind, falls man schlitzen würde.


    Welche Umsetzungsvarianten oder Kniffe kann ich dem Sanitärfachmann hierzu noch konkret nennen, damit er prüfen kann, ob das machbar ist? Also nicht nur die Standards die er vermutlich sowieso schon weiß, sondern wirklich Ideen, die man vorschlagen kann, damit er darauf eingeht. Habe ein bisschen Bedenken das die ein oder andere Firma da schnell mit einer Absage kommt.

  • Ich würde dem noch gar keine Varianten oder "Kniffe" erzählen sondern erst einmal schauen was er vorschlägt. Grundsätzlich geht es um die Anordnung der Dusche, WC etc. und dann soll er sagen, wie er das machen möchte. Es gibt Handwerker die reagieren empfindlich wenn man als Laie versucht ihnen ihren Job zu erklären. Du läufst zudem Gefahr, dass Du dem Handwerker "Empfehlungen "gibst, die nicht oder nur schwer umsetzbar sind, und die Sache am Ende nur unnötig kompliziert und teuer machen. Er soll sich das anschauen und dann etwas dazu sagen, schließlich möchtest Du ja wissen, was der Spaß kosten soll. Detaillierte Preise wird es aber erst geben, wenn es ernst wird mit einem Auftrag. Ich kenne keinen Handwerker der sich mehrere Stunden hinsetzt, "plant" und kalkuliert, ohne dass ihm ein Auftrag ziemlich sicher ist. Wenn er das bei jeder Anfrage machen würde dann könnte er bald seinen Laden schließen.


    Kurzum, da muss man miteinander reden, Du sagst was Du möchtest, er sagt ob und wie man das umsetzen kann, und was das in etwa kosten wird. Ersatzweise müsstest Du auf einen Planer zurückgreifen der die ganze Vorarbeit leistet und dann ein LV ausarbeitet und Angebote einholt. Der wird das aber auch nicht gratis machen, das ist klar.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Welche Umsetzungsvarianten oder Kniffe kann ich dem Sanitärfachmann hierzu noch konkret nennen, damit er prüfen kann, ob das machbar ist?

    ICH würde empfehlen,einen Planer/in einzuschalten, der/die sich auch mit Entwässerung auskennt.

    Ja, der/die kostet erstmal Geld. Aber ein Sanitärfachmann, der sein Geld wert ist, wird auch nicht für 0,00 € planen. Nur das er es im EP der Santärinstallation versteckt. Unterm Strich sollte es egal sein.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Diese Planungen machen aber sehr oft Sanitärbetriebe. Die haben nen Meister der das plant. Wenn er das nicht könnte, kann man die Meisterpflicht generell in Frage stellen. Das Thema hatten wir schon in einem anderen Strang. Wenn Du mit so nem Bad zu einem HSL Fachplanungsbüro gehst, die zeigen Dir nen Vogel, außer es ist ein fettes Bad in einer teuren Villa wo man viel Asche versenken kann.


    An Larissa85 würde ich anraten einen Fachbetrieb zu suchen, die auch Planungen machen. Das sind oft alteingesessene Betriebe mit entsprechender Größe und nicht die kleine Klitsche um die Ecke. Da würde ich mir Angebote holen. Die sind zwar a bisserl teurer als der Klempner um die Ecke, aber dafür mit mehr Kompetenz. Einfach mal googeln was die so alles gemacht haben. In der Lokalzeitung sieht man ja oft Berichte von Firma sowieso, die das Gemeindehaus, Feuerwehrhäusle, Metzgerei Blah gemacht und geplant haben usw. Da gehst hin.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Sehe ich auch so. So hoch komplex ist das jetzt auch wieder nicht, das lohnt sich für ein Planungsbüro nicht, oder die TE kriegt einen Herzinfarkt wenn erst einmal Kosten auf den Tisch kommen.

    Bei den Fachbetrieben muss man halt schauen wo die ihren Schwerpunkt haben. Ja ich weiß, das sind alles Universal-Genies, aber ein Betrieb der überwiegend auf Heizungsbau ausgerichtet ist, der hat dann weniger Erfahrung wenn es um Sanitär bzw. Badplanung geht. Ist einfach so. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und wie in anderen Berufen auch, läuft die Auftragsabwicklung mit Erfahrung und Routine einfach geschmeidiger, als bei einem 1 Mann Betrieb der alle Schaltjahre mal Sanitär macht und dann so durch die Planung und Ausführung stolpert. Irgendwie kriegen beide das zum Laufen, doch am Ende könnte der Betrieb mit Erfahrung der günstigere sein.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Wenn Du mit so nem Bad zu einem HSL Fachplanungsbüro gehst, die zeigen Dir nen Vogel, außer es ist ein fettes Bad in einer teuren Villa wo man viel Asche versenken kann.

    Genau so ist es! Im TGA-Bereich bzw. bei sonstigen Objekten < 500 m2 findet man schon im Neubau kaum Planer, von Umbauten ganz zu schweigen.

    Diese Planungen machen aber sehr oft Sanitärbetriebe. Die haben nen Meister der das plant. Wenn er das nicht könnte, kann man die Meisterpflicht generell in Frage stellen.

    Na "der Meister" ist es dann aber (zumindest hier in B) bei Badumbauten i.d.R. auch nicht. Hier machen das spezialisierte Planungsabteilungen der Fachgroßhändler, die dann daraus gleich die Stückliste für den Materialeinkauf und die Angebotskalkulation für den HLS-Betrieb auswerfen.


    Aber im Ergebnis muss ich Dir völlig recht geben: Dafür findet sich kein Planungsbüro und leider oft auch kein Fachbetrieb mehr!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Für wie viele Personen sollen eigentlich diese beiden Bäder dienlich sein?

    Das untere ist ja sehr eingeschränkt zu nutzen. Ich hoffe, dass soll kein tagtägliches Haupt-Bad für jmd werden.

  • In letzter Zeit geht der Trend dahin extra Bäder für Eltern und Kinder zu bauen. Oft sind die nebeneinander und irgend wie sinnbefreit, aber uns geht es so gut, dass der Markt danach fragt. Ich kann es verstehen wenn die auf zwei Etagen verteilt wären, aber nebeneinander, da kommt die Sinnfrage auf.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich bin klarer Befürworter von 2 WCs in Familien. Wenn ohnehin umgebaut wird, finde ich eine gewisse Flexibilität nicht schlecht.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • In letzter Zeit geht der Trend dahin extra Bäder für Eltern und Kinder zu bauen. Oft sind die nebeneinander und irgend wie sinnbefreit, aber uns geht es so gut, dass der Markt danach fragt. Ich kann es verstehen wenn die auf zwei Etagen verteilt wären, aber nebeneinander, da kommt die Sinnfrage auf.

    Hallo, ich selber habe die Erfahrung gemacht das es für 2 Berufstätige Eltern mit einem Kind von großem Vorteil ist in der Früh nicht auf ein Bad angewiesen zu sein. Wenn es so ist, dann kann es klappen, aber wenn sowieso umgebaut wird wäre es in meinen Augen sinnvoll das Problem direkt zu lösen. Duschen zu können während das Kind sich fertig macht oder der Partner im Bad zugange ist kann viel Wert sein :).

    Natürlich soll das kleine WC/Bad kein Hauptbad werden, aber ausgestattet mit Wc, Waschbecken und Dusche erfüllt es zumindest seinen Zweck wenn eine Familie in der Whg lebt mit 1 oder 2 Kindern.

  • Ob mehrere Badezimmer sinnvoll sind das hängt von den persönlichen Lebensumständen ab, und die ändern sich nun einmal im Laufe des Lebens. Wir hätten mehrere Badezimmer zu Beginn auch nicht gebraucht, aber dann kamen Kinder hinzu, die wurden älter, und da waren wir froh darum. Heute sind die Kinder aus dem Haus und wir nutzen primär nur ein Badezimmer. Ist das ein Problem? Nö. Man hat ein wenig Mehraufwand (Reinigung), aber das war´s. Es ist doch gut, wenn man sich das Haus/Wohnung so "einrichten" kann wie man es für sinnvoll erachtet. Wir leben im Jahr 2025 und nicht 1925, die Zeit zur der man "über den Hof" auf die Toilette gehen musste, und die Schüssel Wasser in der Küche genügen musste um sich zu waschen, sind schon lange vorbei.


    Besser 2 Duschmöglichkeiten die jetzt nicht so perfekt angeordnet sind, als nur eine die zu verschiedenen Zeiten immer blockiert ist. Klar kann man sich immer irgendwie arrangieren, wenn sich jedoch die Möglichkeit ergibt dann sollte man die auch nutzen.


    Was mir noch eingefallen ist, Waschbecken, WC etc. kann man ja nur bedingt an dünnen Wänden befestigen, also würde ich mal schauen, wo man wie sinnvoll mit einer Vorwand und Montagegestellen arbeitet, wie in #13 angedeutet. Diesen Weg würde ich einmal weiter verfolgen. Darin können auch eine Menge Leitungen verschwinden.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .