Risse im Anbau / Ecke abgesackt

  • Moin ist es so dramatisch wie es aussieht ? Kann man das noch irgendwie retten? Es handelt sich um einen Anbau aus den 80ern. Das Alter der Risse ist mir leider nicht bekannt, könnten aber erst 2/3 Jahre alt sein. Passiert sowas in einem Rutsch? Wie gefährlich ist das Ganze aktuell und an wen kann ich mich am besten für eine Bewertung wenden? Maurer, Architekt, Sachverständiger?

    Man sieht, dass das Becken in der hinteren Ecke abgesackt ist. Man sieht auch einen RIss bzw. den Knick beim Becken in der MItte. Es scheint so als wäre die Ecke abgesackt, damit auch ein Stück der Mauer. Die Mauer über dem Abriss, ist daraufhin wohl reingerückt.

    An der Außenmauer ist einen Meter vor dem zweiten Riss auch ein Riss, der an der größten Stelle ca 3-4cm ist, sodass man in die Hohlschicht schauen kann und die Dämmwolle sieht. Das Dach ist ein Flachdach. Der Anbau circa 11-12m x 5-6m groß.

    Es wird sich voraussichtlich ein Architekt/Dipl. Ingenieur mehrere Stellen im Haus anschauen, aber über eine erste Einschätzung würde ich mich freuen.

    Laut Baufirma ist das reparierbar...

  • Es scheint nicht nur so, sondern es sind eindeutig Setzungsrisse.


    Gründungs- und Baugrundsituation klären lassen, vorhandene Bausubstanz klären und Sanierungskonzept erarbeiten lassen.

    Da wird es neben einem in der Sanierung erfahrenen Planer (Architekt/Bau-Ing.) noch eines Baugrundgutachters und eines Tragwerksplaners bedürfen.


    Der Maurer kann es zwar ausführen, wird eventuell auch über Erfahrungen aus vergleichbaren Vorhaben verfügen, fachgerecht planen kann er es aber allein nicht.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Das Haus wurde 74 gebaut, das Schwimmbad erst ca 10 Jahre später geplant/ gebaut. Bei der Baufirma, die gesagt hatten es wäre reparierebar, handelt es sich tatsächlich noch um den selben Betrieb, der den Anbau damals gebaut hat. Ich werde mal bei dem Gutachter mit dem ich ins Haus wollte, um die Substanz zu begutachten, Anfragen, ob er in dem Bereich versiert ist. Dann werde ich mich mal erkundigen, wer bei uns Tragwerksplanung und Baugrundgutachten macht.

    Es reicht also wahrscheinlich nicht, wenn ich nur die Baufirma ins Boot hole? Gibt es Erfahrungswerte was so ein Gutachten etc ca kostet?

    Da wir das haus noch nicht gekauft haben, würde ich das Thema dann wohl noch einmal ansprechen, scheint aber weitere Kreise zu ziehen. Wir hatten sonst gedacht/gehofft, daß wir den Anbau erst einmal außen vor lassen, da wir erst einiges im Haus sanieren wollte, aber das Ding muss natürlich stabil stehen.

    Schwierig ist das ganze, weil mir aktuell auch nicht bekannt ist seit wann die setzrisse vorhanden sind und ob diese noch arbeiten. Wir hatten Anfang letzten Jahres wie viele Hocheasser in der Region aber ohne dass die Deiche gebrochen sind. Ich könnte mir vorstellen, dass da vieles unterspült wurde oder abgesackt ist.

  • Es reicht also wahrscheinlich nicht, wenn ich nur die Baufirma ins Boot hole?

    Nein. vor allem nicht DIE Firma

    Das Haus wurde 74 gebaut, das Schwimmbad erst ca 10 Jahre später geplant/ gebaut

    Ich ahnte es.

    Zunächst wäre zu klären, ob damals die Fundamente VERNÜNFTIG unterfangen wurden. Aber mit/bei wem? Baufirma wird nicht unabhängig sein, Damalige Bauherrschaft wird verstorben/dement/nicht greifbar sein und unabhängige Zeugen wirds [nicht mehr] geben.

    Probeschachtung? Erfolg ungewiss, aber teuer wirds in jedem Fall.

    DANACH [erfolgsunabhängig]

    Baugrundgutachten

    dann sanierungserfahrene(n)

    Tragwerksplan

    Tragwerksplaner/-in

    Gibt es Erfahrungswerte was so ein Gutachten etc ca kostet?

    von 1.000 € aufwärts

    haus noch nicht gekauft

    Dann in jedem Fall VORHER klären

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  • Da wir das haus noch nicht gekauft haben,

    Vergessen.

    Schwimmbäder (privat) sind, wenn sie überhaupt noch als beheizt* erlaubt sind [@Anda], echte Energieschleudern. Bei den späteren Nebenkosten bedenken.

    * Da war mal was im Zusammenhang mit der Gasmangellage nach Beginn des Ukraine-Kriegs

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  • Laut Baufirma ist das reparierbar...

    Alles ist irgendwie reparierbar, die Frage ist nur, wieviel Aufwand notwendig ist und welche Kosten dadurch verursacht werden. Ich würde hier mit spitzer Feder rechnen und auch einen Abriss als Option nicht ausschließen. Denkbar wäre dann auch ein Neubau an dieser Stelle, falls die Räumlichkeiten benötigt werden.

    Planung, Gutachten, das alles kostet Geld, und die Sanierung ist im Moment nicht zu kalkulieren, da ist von x bis y € alles möglich. Zudem besteht das Risiko, dass trotz ausführlicher Begutachtung die Kosten am Ende doch (deutlich?) höher werden als geplant, denn man muss immer mit Überraschungen rechnen.

    Substanz erhalten ist sinnvoll, aber nicht um jeden Preis.

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  • Ja die Option Rückbau steht im Raum. Wir hätten das ganze sonst gerne erst stehen lassen und dann in Ruhe alle Optionen betrachtet. Es geht uns hauptsächlich um das Haus. Der anbau ist eher ein boni, vermutlich hätten wir zunächst erst einmal das Becken mit Planken abgedeckt. Ich hätte mich dann mal informiert, wie das ganze energietechbisch aussieht und ob man bspw eine pv Anlage mit heizstab oder andere neuere Technologien nutzen kann, um sowas energiefreundlicher zu betreiben. Aktuell sind alle Optionen auf dem tisch. Ich brauch da aber vermutlich erstmal externe Meinung zu. ich war heute auch nochmal vor ort. Es scheint so als wäre die hinteren Ecke im Becken abgehackt, also das hintere Viertel. Das hat dann wahrscheinlich die mauer mitgenommen, der rest ist nicht mitgerutscht und dementsprechend dann etwas eingesackt. Auch bei einem möglich Abriss müsste man ja wieder alles dicht machen bzw bräuchte jemanden an der seite. Danke allerseits für die hilfe

  • Der anbau ist eher ein boni,

    Ob das ein Bonus ist das hängt vom Preis ab und wie der Anbau bei der Wertermittlung angesetzt wurde. Nicht alles was man geschenkt bekommt ist auch ein Gewinn, es kann auch eine Last sein. Ich würde diesen Anbau nicht nur als wertlos sondern als Wertminderung betrachten, denn egal wie, der kostet erst einmal Geld, egal ob Abriss oder Sanierung. Bis dahin kann man damit nichts anfangen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Risiko besteht, dass der Anbau wahrscheinlich vor Witterungseinflüssen geschützt werden muss, damit Wasser und Frost die Substanz nicht noch mehr zerstören, und es dann zu einem schweren Schaden bis hin zum Einsturz kommt. Das alles zu klären gibt es nicht gratis, d.h. der Anbau wird Kosten verursachen, so oder so, und das ohne dass man einen Nutzen davon hat.

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  • Wenn das Becken durch absacken Risse bekommen hat, dann ist es eh wertlos/nutzlos. Da sickert ständig das Wasser raus und unterhöhlt noch weiter den Bestand. Vielleicht war es vorher schon so und deswegen ist das Becken abgeknickt. Der Sinn des Anbaues wird somit sehr fraglich, weil nutzlos. Da hilft es auch nicht die Wände wieder dicht zu bekommen (wozu?).


    Ich würde mir das schon genauer überlegen und wie R.B. schon schrub, mit spitzer Feder rechnen. Evtl. kann man den Anbau durch einen anderen Ersetzen wenn man mehr Raum haben will. Der Anbau wurde eh genehmigt und ein Ersatzbau sollte auch kein Problem darstellen.

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  • Wenn das Becken durch absacken Risse bekommen hat, dann ist es eh wertlos/nutzlos. Da sickert ständig das Wasser raus

    Muss nicht sein. Das eigentliche Becken besteht aus einem dichten Folienbecken. So lange die dicht ist, läuft da gar nix.

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  • Es ist aber eine Möglichkeit. Wir wissen ja nicht was wirklich ist. Der TO kauft die Katze im Sack und muss selber entscheiden was ihm wichtiger ist und ob er das Risiko eingehen will.

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