Liebes Expertenforum,
ich bin ganz neu hier und möchte mich an euch Experten für eine Detailfrage hinsichtlich Holzofen wenden.
Wir sind gerade in den letzten Zügen unseres Vorentwurfs mit der Architektin und der Schornstein im Wohnzimmer sorgt dafür, dass keine sehr breite Couch gestellt werden kann (nur max 250 cm). Wohn-Ess-Koch sind zusammen ~50 qm, falls das relevant ist.
Wie realistisch ist der Betrieb eines Holzofens in einem Neubau mit WP und KWL (~KFW55)? Geplant heizen wir damit die wenigen "frostigen" Nächte der Übergangszeit und bei größeren Feiern, wenn die Terrassentüren viel offen stehen.
Eine Split-Klimaanlage könnte vermutlich die gleiche Funktion gewährleisten? Oder eine einzelne Infrarotplatte in der Decke über dem Sofa? Ethanol-Ofen / andere Fake-Öfen sind ausgeschlossen.
Gründe pro sind für uns:
- Heizmöglichkeit bei Heizungsausfall (Stromausfall, Defekt)
- Möglichkeit etwas zu trocknen (da es ja keine Wandheizkörper mehr gibt.. in den Häusern mit Holzofen steht da oft in der Regen-/Matschzeit der Wäscheständer davor, damit die nasse Kleidung und die nassen Stiefel der Kinder durchtrocknen können..)
- Gemütlichkeit und Behaglichkeit durch Strahlungswärme
- Nachrüsten quasi "unmöglich", ggf. höherer Wert beim Wiederverkauf später
Gründe dagegen:
- Platzbedarf (Schornstein, Ofen, Holzlager)
- Dreck (Ruß, Holzstaub)
- Gefahr für die Kinder (Verbrennungen)
- Umständlich mit KWL
- Mehrkosten einmalig (für uns eigentlich vernachlässigbar)
- Mehrkosten wiederkehrend (Schornsteinfeger)
Wie man sieht sind die Kontra-Argumente schon viel mehr. Habt ihr vielleicht konkret Beispiele, wo der Ofen noch trotz Neubau sehr intensiv in Benutzung war? Oder von Familien, die eine Split-Klima oder Infrarotpanele als Alternative eingesetzt haben.
Herzlichen Dank und einen guten Start in die Woche!