Hähne bei Ausdehnungsgefäß auf oder zu?

  • Liebe Leute,

    Bei uns war der Heizungsinstallateur da, hat weitere Heizkörper angeschlossen und Warm-Wasserleitungen gelegt, hat gesagt "passt alles" - und ist ab in seinen (sicher wohlverdienten) Urlaub. Leider blöd für uns, da er nicht erreichbar ist - jetzt, wo Probleme auftauchen.

    Das warme Wasser kommt nur noch mit ca. 40°C aus der Leitung - vorher immer zuverlässig um die 60°C.

    Die Temperatur, die auf dem Display des Reglers (Vitola 111) steht, ist ungewöhnlich hoch. Sie pendelt so zwischen 70 und 85° C. Das war früher auch nicht so, in meiner Erinnerung hat der immer sowas um die 60° angezeigt.

    Am Regler hat der Heizungsmensch nichts verstellt.

    Meine Vermutung ist, dass es was mit dem Schlauch rund um das Ausdehnungsgefäß zu tun hat. Auf dem Foto ist der rote Schlauch zu sehen, an beiden Enden mit Absperrhahn. Die hat der Heizungsmensch beide auf "zu" gemacht, als er ging.

    Leider weiß ich nicht mehr, ob das früher auch schon so war.

    Wenn ich den oberen Hahn aufdrehe, strömt Wasser und die Druckanzeige geht hoch. (von ein auf 2 bar und würde weiter steigen) Also mache ich bei 2 bar lieber wieder zu.

    Und der untere Hahn...??

    Hat irgendwer eine Ahnung, wie das sein sollte? Gehören die Hähne auf oder zu?

    Ich liefere gerne weiter Fotos/Infos/Details/.... - alles, was ihr wollt!

    Bitte helft mir ..

    Danke schonmal, Sybille

  • Beide Hähne müssen im Betrieb geschlossen sein.

    Von der Unzulässigkeit dieser Verbindung zwischen Trinkwasser und Heizungswasser rede ich jetzt mal gar nicht.

    2 bar reichen aus, wenn Du ein normales EFH hast.

    Der Kollege wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit etwas verstellt haben, wenn jetzt der Kessel auf Dauerbetrieb auf 85°C heizt und das Warmwasser bei 40°C hängen bleibt. Die Thermometer, die Du fotografiert hast, sind die Heizungsthermometer. Da die Pumpe vermutlich zur Zeit nicht läuft, sind die gezeigten Temperaturen plausibel.


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  • Also, mit den Hähnen kann ich ja den Ausgleichsbehälter befüllen und entleeren.

    Das Manometer hängt oben am Speicher. Wenn ich da so befülle und entleere, dass es auf 1,5 bar steht, müsste das passen?

    Verbindung Trink- und Heizungswasser... will ich das genauer wissen?

    Meine Speicherladepumpe wird übrigens sauheiß (so, dass man fast nicht dranfassen kann). Aber die Rohre davor und danach sind warm. Könnte die trotzdem hin sein?

  • Mit dem Schlauch füllst du deine komplette Heizungsanlage . Zulässig ist das nicht mehr, wird aber noch immer so, nicht gerade selten praktiziert. Den Schlauch machst du bitte ab. Das Problem, welches entstehen kann ist, das du nicht bemerkst, das ein Hahn nicht ganz geschlossen ist und gerade dann dein Keller geflutet wird, weil der Schlauch aufgibt. Selbst schon erlebt.

  • Ist die WW Temperatur an der Zapfstelle zu niedrig, unabhängig davon wie lange man WW zapft?

    Welche Pumpe meinst Du mit "heiß gelaufener Pumpe"?


    Beim Vitola sitzt hinter dem Kessel eine Ladepumpe für den WW-Speicher. Das was man auf den Photos sieht ist die Heizkreispumpe, die hat mit dem WW nichts zu tun. Dann hat die Anlage mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Zirkulationspumpe (für WW). Die ist auf der Rückseite des Kessels am oberen Anschluss angeschlossen. Es gibt also min. 2, vermutlich 3 Pumpen (inkl. Zirkpumpe).


    Datenblatt mit den Anschlüssen siehe hier:


    Viessmann Vitola 111 - Datenblatt_2002-02_TypVS1.pdf


    Wenn die Kesseltemperatur zu hoch wird, dann ist das ein Zeichen für mangelnde Wärmeabnahme oder eine falsche Reglereinstellung. Letzteres hast Du ausgeschlossen, also bleibt nur die Wärmeabnahme, wobei dieser Effekt im Sommer nicht ungewöhnlich ist. Der Kesselregler steht ja auf 75°C, da kann es schnell zu einer Überhöhung kommen.

    Hat man die Ladpumpe in Verdacht dann prüft man zuerst einmal deren Ansteuerung (liegt Spannung an?). Im nächsten Schritt kann man die Funktion der Pumpe verifizieren indem man einen Schraubendreher vorne an die Entlüftungsschraube hält, Griffstück an´s Ohr. Man hört dann sehr gut ob die Pumpe läuft.


    Ist der Effekt tatsächlich erst nach dem Umbau aufgetreten? Oder wurde er vorher einfach nicht bemerkt? Denkbar wäre noch, dass der Regler nach Abschalten irgendwelche Einstellungen verloren hat, ob das bei diesem Regler auch passieren kann das weiß ich jeetzt nicht auswendig.


    Wie oben schon erklärt hat das mit dem Schlauch zum Befüllen der Anlage und den Absperrventilen nichts zu tun. Beim Befüllen der Anlage immer die Druckanzeige beobachten und nicht zu hoch befüllen da ansonsten ein Sicherheitsventil auslöst. Ein Druck von 2bar ist für eine Heizungsanlage in einem EFH mehr als genug, meist reichen 1,5bar oder etwas weniger. hier wäre auch das MAG bzw. dessen Vordruck zu beachten.

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  • Heiß gelaufen ist diese hier vom Foto.


    Die ist schon seit Monaten heiß. Ist dem Heizungs-Servicetechniker schon vor einiger Zeit aufgefallen - aber es funktionierte ja alles und da hielt es niemand für nötig, in Aktion zu treten.


    Du meintest:

    Zitat

    Hat man die Ladepumpe in Verdacht dann prüft man zuerst einmal deren Ansteuerung (liegt Spannung an?). Im nächsten Schritt kann man die Funktion der Pumpe verifizieren indem man einen Schraubendreher vorne an die Entlüftungsschraube hält, Griffstück an´s Ohr. Man hört dann sehr gut ob die Pumpe läuft.

    Die Pumpe bekommt Strom - wird ja auch extrem heiß - und brummt auch rum. Rohr vor und nach der Pumpe ist gleich warm. Aber das Teil hat schonmal "Geräusche" gemacht ... und ich hoffe fast, dass die einfach nicht mehr richtig arbeitet.


    MAG und dessen Vordruck: Ist das der weißte Ausgleichsbehälter vom Foto?

    Habe nur ein Manometer entdeckt (s. Foto) - und das ist ja wohl für die kpl. Heizung, da es mit den Rohren verbunden ist, die aus dem Kessel kommen.

  • Heiß gelaufen ist diese hier vom Foto.

    Das scheint die Ladepumpe zu sein. Die wird sowieso ziemlich heiß weil sie ja auch Wasser mit 75°C transportiert. Unabhängig davon könnte die natürlich trotzdem defekt sein. Überprüfung wie von mir oben beschrieben. Spannungsmessung, Laufgeräusch überprüfen. Um diese Pumpe zu tauschen muss man den Kessel entleeren, ich habe zumindest keine Absperrvorrichtung gesehen.


    MAG und dessen Vordruck: Ist das der weißte Ausgleichsbehälter vom Foto?

    Richtig. Das MAG ist für den kompletten Heizkreis, deswegen wurde ja auch geschrieben, dass das mit Deinem WW Problem nichts zu tun hat. Selbst wenn die Druckverhältnisse völlig schräg wären, das bisschen Wasser für den WW Speicher kriegt die Pumpe immer transportiert (sofern sie funktioniert).

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  • PS: Warmwasser kommt auch nicht nach langer Zeit.

    Und dass der Regler Einstellungen verloren hat, glaub ich einfach nicht, da er seit 20 Jahren weiß, welcher Tag und welche Uhrzeit ist (Trotz Stromausfällen etc.)

    Die Pumpe hat bei einem weiteren Test Geräusche gemacht. Mein Mann hat draufgeklopft, dann wurden die Geräusche ruhiger.

    Hoffe einfach, dass das Ding hin ist.

    Und dass die schon länger geschwächelt hat und sie durch den Umbau, das an- und ausschalten, den Rest bekommen hat.

  • Du zeigst uns jetzt eine ganz andere Pumpe, als auf dem ersten Pumpenfoto.

    Ja, diese unterbelichtete Grundfos-Pumpe dürfte die Speicherladepumpe sein. Wenn die wesentlich heißer wird, als die Rohrleitung davor und danach, wird die wohl festhängen.

    Das kann man oft lösen, indem man mit einem Schraubenzieher die große silberne Schraube in der Mitte herausschraubt und den selben Schraubenzieher in das Loch steckt und damit den Rotor anschiebst.

    Dabei läuft immer ein wenig Wasser raus, aber das ist unkritisch. Nur aufpassen, dass man sich dabei nicht die Finger verbrüht.


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  • Und dass der Regler Einstellungen verloren hat, glaub ich einfach nicht, da er seit 20 Jahren weiß, welcher Tag und welche Uhrzeit ist (Trotz Stromausfällen etc.)

    Es gibt Regler die arbeiten mit einer Stützbatterie, die kann sehr lange halten aber irgendwann ist Ende. Ob das bei diesem Regler (scheint ein 150er zu sein) auch der Fall ist, das kann ich nicht sagen.


    Die Pumpe hat bei einem weiteren Test Geräusche gemacht. Mein Mann hat draufgeklopft, dann wurden die Geräusche ruhiger.

    Dann hing die vermutlich fest. Das passiert gerne mal nach längeren Stillstandszeiten. Ein Austausch kann aber nicht schaden, wenn ich den PC richtig interpretiere, dann ist die Pumpe 26 Jahre alt, die darf man ruhig ersetzen. Darauf achten dass sie nicht nur mechanisch passt, sondern auch von der Daten (4m Pumpe etc.). Da gibt es auch Austauschtabellen mit Ersatztypen für alte nicht mehr lieferbare Pumpen.

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  • Du zeigst uns jetzt eine ganz andere Pumpe, als auf dem ersten Pumpenfoto.

    Ja, diese unterbelichtete Grundfos-Pumpe dürfte die Speicherladepumpe sein. Wenn die wesentlich heißer wird, als die Rohrleitung davor und danach, wird die wohl festhängen.

    Das kann man oft lösen, indem man mit einem Schraubenzieher die große silberne Schraube in der Mitte herausschraubt und den selben Schraubenzieher in das Loch steckt und damit den Rotor anschiebst.

    Dabei läuft immer ein wenig Wasser raus, aber das ist unkritisch. Nur aufpassen, dass man sich dabei nicht die Finger verbrüht.

    Ja, sorry für die Verwirrungen. Die grüne Wilo dürfte normal arbeiten, die schwarze Grundfos macht die Geräusche und läuft heiß. Die Schraube hatten wir schon offen, Rotor dreht sich zwar schon, aber vielleicht ist ja was an der Elektrik hin.

    Vielen Dank schonmal Euch allen! Pumpe ist schon bestellt. Auf die Daten und alles haben wir genau geguckt. Drückt gern die Daumen :)

  • Die Schraube hatten wir schon offen, Rotor dreht sich zwar schon, aber vielleicht ist ja was an der Elektrik hin.

    Wenn sich der Rotor dreht dann ist vermutlich der Kondensator hinüber. Nach so langer Zeit und der hohen Temperaturbelastung verlieren die an Kapazität und die Restkapazität reicht dann nicht mehr aus um die Pumpe zu starten. Die von Dir beschriebenen Geräusche könnten aber auch auf Rückstände in der Pumpe hindeuten.

    Egal wie, zerlegen und Wartung, oder einfach eine neue Pumpe, die Du ja anscheinend schon bestellt hast.

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  • Wenn Ihr die Pumpe gewechselt habt, könnt Ihr die alte Pumpe mal öffnen und Euch das Laufrad anschauen, ob das noch vorhanden ist und mitläuft.


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  • Pumpenwechsel brachte gar nix :(

    Die Pumpe läuft direkt wieder heiß, transportiert aber kein Warmwasser :(

    Luft im Kreislauf??

    Wenn ja, wie bekommt man die raus?

  • Was für eine Pumpe wurde als Ersatz eingebaut?


    Entlüften kann man über die Verschraubung, ich kann mir jetzt aber nicht vorstellen, dass es daran liegt. Schau mal ob oben an der Absperrung ein Entlüfter sitzt.

    Hängt vielleicht eine der Absperrungen? An sich sollten dort Schwerkraftbremsen verbaut sein, vielleicht hängt die.

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  • Was mir gerade so in den Sinn kommt, hast Du schon einmal versucht den Kessel im Schornsteinfegerbetrieb zu starten? Ist hier als TÜV Schalter bezeichnet und aktiviert den manuellen Modus. Da könnte der Kessel auch die Pumpe aktivieren um die überschüssige Energie loszuwerden.

    Dann die WW Temperatur beobachten ob diese ansteigt. Das kann zwar dauern, doch nach sagen wir mal spätestens 10 Minuten sollte ein deutlicher Temperaturanstieg sichtbar sein. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob der Regler primär den Heizkreis aktiviert, aber das sieht man ja.

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  • Irgendwann wird es halt Zeit Fachpersonal zu beauftragen.....

    Ein Sturm zieht auf, Und er wird weiter wehen, Wir werden ihn voller Zorn entgegen gehen. Und soll der Wind auch noch so kräftig Wehen, Das Segel es steht, haben unsre Richtung Gewählt.

    Stemm dich in den Wind, verlier nicht dein Gesicht, Viele werden fallen, doch Wir ganz sicher nicht

  • Das ergibt irgendwie keinen Sinn. Was für ein "Kontakt" sollte oxidiert sein? Oxidierter Kontakt im Relais der Regelung, sofern kein Halbleiterschalter eingesetzt wird, oder eine oxidierte Kontaktfläche der Anschlussleitung an der Pumpe hätten dazu geführt, dass die Pumpe gar nicht läuft, unter Umständen mit stark verminderter Leistung sofern sie überhaupt anläuft. Nach Deiner Aussage lief die Pumpe jedoch. Wenn eine Pumpe problemlos (an)läuft dann kann man einen Fehler auf der el. Seite an sich ausschließen. Kondensator hatte ich oben ja schon erwähnt, der heilt sich aber auch nicht von selbst.

    Deswegen hatte ich oben ja geschrieben, dass man zuerst mit einer Spannungsmessung an der Pumpe beginnt, denn ohne Versorgungsspannung funktioniert die nicht, und so lässt sich die Hälfte der möglichen Probleme einfach ausschließen (Temperaturfühler, Regelung etc.).

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