nachträgliche Abdichtung Mediendurchführung bituminös gedichtete weisse Wanne

  • Die aus konstruktiven Gründen erforderliche bituminöse Abdichtung der begehbaren begrünten Decke einer 30 Jahre alten weissen Wanne (TG) wird erneuert. Dabei zeigt sich, dass an einem Punkt im Abstand von wenigen Zentimetern zwei Elektrokabel nachträglich durch hierfür gebohrte Löcher in der StB-TG-Außenwand (wW) und bituminösen Abdichtung gefädelt wurden. Diese Bohrungen sind seither offen und lassen offensichtlich bei Wasseranstau kräftig Wasser durch. Entdeckt wurde dieser kräftige Wassereintritt während eines Starkregenereignisses unmittelbar vor Beginn der Erneuerungsarbeiten, als im betroffenen Bereich aber noch nicht gearbeitet worden war.


    Nachträgliche Kernbohrungen sind dort räumlich kaum möglich und nachträglich gesetzte Ringraumdichtungen teuer, hier allein auch problematisch, da sie in purer wW + in Schwarzabdichtung sitzen. Der Dachdecker schlägt vor, nach der Verarbeitungsrichtlinie sowieso bei ihm beauftragter Flüssigkunststoffanarbeitungen mit Flüssigkunststoff zu arbeiten. Gibt es grundsätzliche Bedenken hiergegen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich bin grad nicht im Thema; aber was ist da (TG-Decke) mit Brandschutz?

    nichts, denn außerhalb der WU-Konstruktion ist nasser Erdboden (deshalb weisse Wanne)


    es geht hier ausschließlich um die nachträgliche Abdichtung der bereits liegenden Elektrokabel

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  • Dann entweder Flüssigkunstoff [wenn mit den Kabeln verträglich] oder Schwanenhalskonstruktion [optisch . naje]

    Schwanenhals scheidet aus, wir gehen direkt unterhalb der Decke waagerecht nach außen in den Boden. Es handelt sich (wahrscheinlich) um die Zuleitung einer dort im Boden verlegten Rohrbegleitheizung.

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  • Dann könnte auch Flüssigabdichtung schwierig werden - Stichwort Randabstand/Haftfläche

    Die Leitung kommt außen ca. 0,4 - 0,5 m von der nächsten Kante heraus, denn die TG-Decke und die Außenwand sind beide mind. 30 cm stark, weher mehr.

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  • Flüssigkunststoff kann hier funktionieren, wenn er fachgerecht verarbeitet wird und für dauerhaften Wasserdruck im erdberührten Bereich zugelassen ist, allerdings sind viele Systeme eher für Flächenabdichtungen oder Spritzwasserzonen gedacht und nicht für dauerhaft drückende Nässe. Kritisch ist, dass eine weiße Wanne ihre Dichtigkeit über rissbreitenbeschränkten Beton erhält und Durchdringungen nachträglich eigentlich mit zugelassenen Systemen wie Futterrohr mit Ringraumdichtung oder Injektionssystem abgedichtet werden müssen. Zudemm wird die Schwarzabdichtung bei Kernbohrungen zwangsläufig unterbrochen, und Flüssigkunststoff hat im Übergang zu bituminösen Abdichtungen andere Haft- und Alterungseigenschaften. Kurz gesagt: Flüssigkunststoff ist eine pragmatische, schnelle Lösung, aber keine „Lehrbuch-Variante“ für dauerhaften drückenden Wassereintritt, und wenn es wirklich dauerhaft dicht sein soll, führt meist kein Weg an einer fachgerechten Durchdringungsabdichtung mit entsprechendem System vorbei.

  • beste Antwort :thumbs_up:

    Leider mag das vielleicht die beste Antwort der bisher gegebenen Antworten sein, gut ist sie aber leider trotzdem nicht. Weshalb? Der vorhandene Ringraum hat umlaufend eine Breite < 1 mm, benötigt werden laut Herstellerangabe (und damit vermutlich auch nach Zulassung) aber "allseitig 8 mm". Davon sind wir mit kaum 1 mm leider viel zu weit entfernt. Die Kabel müssten also auch damit neu bzw. mit einer neuen, passenden, Bohrung verlegt werden. Ob das dann dieses System oder eine klassische Ringraumdichtung wird, bleibt noch zu klären.

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  • Leider mag das vielleicht die beste Antwort der bisher gegebenen Antworten sein, gut ist sie aber leider trotzdem nicht. Weshalb? Der vorhandene Ringraum hat umlaufend eine Breite < 1 mm, benötigt werden laut Herstellerangabe (und damit vermutlich auch nach Zulassung) aber "allseitig 8 mm". Davon sind wir mit kaum 1 mm leider viel zu weit entfernt. Die Kabel müssten also auch damit neu bzw. mit einer neuen, passenden, Bohrung verlegt werden. Ob das dann dieses System oder eine klassische Ringraumdichtung wird, bleibt noch zu klären.

    Naja, was willste denn nun? Eine ordentliche Abdichtung oder den temporären Rückbau des Kabel dir sparen?

    Ob dann extra dafür eine Kernbohrung erfolgen soll ist wieder ein anderes thema....

    und vielleicht will ma ngleich ein bisschen vordenken und etwas mehr Durchbruch für die Zukunft schaffen? Fragen über fragen, aber irgendwas muss halt passieren.

    Ein Sturm zieht auf,

  • Ich will im Sinne der EigentümerInnen, dass es bei Anstau nicht mehr reinläuft. Ich bin mit Planung und Ausführungsüberwachung der Abdichtung beauftragt, nicht mit der Instandsetzung der Abwasserleitungen inkl. elektrischer Rohrbegleitheizung und deren Zuleitungen. Das ist nicht mein Thema und davon lasse ich schön die Finger.

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  • DU wolltest eine Abdichtungslösung. Mehrere Vorschläge dazu gab es. Du musst nur noch eine wählen.

    Sorry, die Vorschläge waren an sich erstmal hilfreich, aber nach genauer Prüfung trotzdem ungeeignet.

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  • Wenn wir schon soweit sind, dann will ich unbedingt wissen, welche Lösung Du ausführst. :)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Wenn wir schon soweit sind, dann will ich unbedingt wissen, welche Lösung Du ausführst. :)

    Ich? Bin ich Elektriker? Ich führe gar nichts aus! Ich habe der Hausverwaltung für die WEG geschrieben, dass sie ein kräftiges Problem hat und einen Elektriker bitten soll, sich des Themas anzunehmen ...

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  • Ja natürlich, welche Lösung nun ausgeführt wurde... X/

    Ich werde versuchen mich daran zu erinnern und zu berichten!

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