korrekte Vorgehensweise bei der Verschraubung

  • Hallo Fachleute,

    eine Frage zur korrekten Vorgehensweise bei der Verschraubung:

    alter Aufbau: Sparren 180x80 + Konterlatte 30x50 + Traglatte 30x50
    neuer Aufbau: Sparren 180x80 + Aufdopplung um 60x80 für mehr Dämmung + Holzfaserplatte 60mm + Konterlatte 40x60 + Traglatte 30x50

    Ich habe die Schraubenbemessung in WOOD-FIX und SPS/HECO durchgeführt unter der Annahme, die Aufdopplung sei eine Schalung. Anders geht es in der Software nicht.
    Die Schrauben sollen von Konterlatte bis zum Sparren im Abstand von e=170 durchgeschraubt werden. Ich bekomme allerdings nicht raus, ob das aufgedoppelte 60x80 Holz zuvor separat/zusätzlich mit dem Sparren verschraubt/genagelt werden muss oder die 240/280er Sog- und Schubschrauben genügen.

    Kommt es bei der Antwort womöglich darauf an, ob das aufgedoppelte 60x80 Holz lediglich eine "Dämmhöhenfunktion" oder zusätzlich eine "Sparrenstatik erhöhende" Funktion haben soll?


    Grüße

    Peter

  • Du solltest im Blick haben, dass zusätzlich zu den Kräften aus Deiner Verstärkung in der Verschraubung sowohl Schub, wie auch Windsog aufgenommen werden müssen. Dafür allein braucht es bereits zwei verschiedene Sorten Schrauben. Die Anbieter der Aufsparrendämmplatten bieten zusammen mit Schraubenanbietern den rechnerischen Nachweis bzw. dafür geeignete Software an.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker, danke für Deinen Hinweis. Das ist mir bekannt und deswegen habe ich den rechnerischen Nachweis bereits in WOOD-FIX und SPS/HECO durchgeführt. Zur Sicherheit habe ich das parallel auch bei Heco beauftragt und es kam zu 100% der gleiche Bericht zurück. Heco Anwendungsberatung verwendet scheinbar die gleiche Software, die sie den Kunden kostenlos zur Verfügung stellen.


    So langsam wird mir aber klar, dass wenn das KVH 60x80 lediglich mit den 240/280 Schrauben durchgeschraubt wird, es dann eigentlich etwas "lose" auf dem Sparren aufliegt, weil das Gewinde der Schraube im Sparren darunter verschwindet und lediglich der glatte Schraubenschaft das KVH in Position hält. Ich werde das KVH also zunächst mit dem Sparren verschrauben. Nun bleibt für mich noch die Frage, welcher Schraubenabstand vernünftig wäre.

  • Nun bleibt für mich noch die Frage, welcher Schraubenabstand vernünftig wäre.

    Vor einigen Jahren war der Schraubenabstand genau wie die unterschiedlichen Einschraubwinkel Teil der Dimensionierung durch den damaligen Schraubenanbieter. Achtung! Damals wich die Neigung der Schrauben in der Grafik der Herstellerbroschüre grob von den Winkeln des rechnerischen Nachweises an. Natürlich galten letztere … Deshalb den rechnerischen Nachweis genau lesen, nicht die (möglicherweise schicken, aber falschen) Grafiken anschauen, siehe hier.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Für die Lattung auf der Aufsparrendämmung habe ich ja die komplette Dimensionierung für die Befestigung erhalten, allerdings fehlt mir der Schraubenabstand für die Befestigung der Aufdopplung des Sparrens mittels KVH 60x80.

  • Für die Lattung auf der Aufsparrendämmung habe ich ja die komplette Dimensionierung für die Befestigung erhalten, allerdings fehlt mir der Schraubenabstand für die Befestigung der Aufdopplung des Sparrens mittels KVH 60x80.

    Das ist doch eine komplett unabhängige Berechnung!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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