Auslegung Fußbodenheizung

  • Moin,


    ich habe einen 28 m² großen Raum mit 2,60 m Deckenhöhe (zwei Außenwände – 7 m und 4 m – sowie zwei Innenwände gleicher Länge), der nun in zwei Räume aufgeteilt werden soll (Wohnbereich ca. 24 m² und Bad ca. 4 m²).


    Das Haus ist von 1990 und hat ein zweischaliges Mauerwerk (Klinker 7,5 cm und Porenbeton ca. 25 cm). Der Raum liegt im Erdgeschoss und ist unterkellert. Die Kellerdecke ist nicht gedämmt, aber der Keller ist im Erdbereich mit 100 mm XPS gedämmt.


    Die Fenster sollen im Zuge der Renovierung ebenfalls erneuert werden (Fensterfläche ca. 6,8 m²).


    Ich möchte die alten Heizkörper entfernen. Da der Estrich ohnehin teilweise entfernt wurde (und im Bereich des neuen Badezimmers noch weiter entfernt werden muss), bietet sich die Gelegenheit, eine Fußbodenheizung zu installieren. Ich habe dafür eine Aufbauhöhe von 85 mm bis Oberkante Estrich zur Verfügung.


    Meine Fragen sind nun:

    • Reicht eine Fußbodenheizung alleine aus, um diesen Raum bzw. die beiden Räume später ausreichend zu beheizen?
    • Wie sollte der Estrichaufbau gestaltet sein?
      (Welche Dämmung und in welcher Stärke? Noppenplatte oder Tackersystem? Welche Rohrtypen für die FBH?)
    • Wie sollte die Rohrverlegung der Fußbodenheizung ausgeführt werden?
      (Rohrabstände – z. B. 15 cm oder enger? Estrichüberdeckung über den Rohren mindestens 45 mm)
    • Was muss ich beachten, damit die Fußbodenheizung mit meiner bestehenden Ölheizung kompatibel ist?
      (Aktuell Vorlauftemperatur ca. 60 °C)
    • Ist das bestehende Rohrsystem meiner Heizungsanlage (Kupfer und teilweise noch alte Stahlrohre) mit den Rohren der Fußbodenheizung kombinierbar?
      (Besteht Korrosionsgefahr? Wie kann man diese verhindern?)
    • Welche Bauteile werden für die Fußbodenheizung benötigt?
      (Heizkreisverteiler? Mischer? Steuerung? Gibt es sinnvolle Sets oder Empfehlungen für meinen Anwendungsbereich?)
    • Ich nutze im Großteil des Hauses Busch-Jaeger-Schalterprogramme.
      Gibt es eine Möglichkeit, die Fußbodenheizung ebenfalls über Busch-Jaeger Raumregler zu steuern?

    MfG

  • Mehr Platz habe ich leider nunmal nicht.

    Aber wozu benötige ich die 20mm Ausgleichschüttung? In dem Raum ist aktuell ein Estrich mit Fußbodenerwärmungsschleifen aus Kupferrohren verlegt und der Estrich besteht aus 20mm XPS (oder ähnliche) Dämmung und darauf dann Zementestrich mit den Kupferrohren.

  • Reicht eine Fußbodenheizung alleine aus, um diesen Raum bzw. die beiden Räume später ausreichend zu beheizen?

    Sehr wahrscheinlich, aber zuerst würde man die Heizlast rechnen, also den Wärmedurchgang durch die Wände, Decke, Boden sowie Fenster.


    Bsp.: Der PB hat vermutlich ein λ von 0,14 W/mK, das wäre ein typischer Wert für dieses Baujahr bei einem EFH. Die Variante mit 0,2W/mK kam bei EFH weniger zum Einsatz.

    Nehmen wir an, Auslegungstemperatur (außen) -14°C und Raumtemperatur 21°, macht ein dT von 35K. Die Wand hat somit einen U-Wert irgendwo zwischen 0,6 und 0,7W/m²K (je nachdem ob mit Mörtelfuge usw.).

    d.h. pro m² Wandfläche liegt die (Wärmeverlust)leistung bei ca. 24W.


    Die Innenwände und Decke kannst Du vernachlässigen, so lange sich auf der anderen Seite der Wand auch beheizte Räume befinden.


    d.h. Bei einer Raumhöhe von c. 2,5m macht das (7m+4m)*2,5m = 27,5m² abzüglich Fenster ca. 6,8m² ergibt das 20,7m² * 24W = 496,8W gerundet also 500W.

    Die Fenster haben, je nach Alter, einen U-Wert zwischen 1,3W/m² und knapp über 2W/m²K. Gehen wir mal von 2W/m²K dann macht das noch einmal 476W


    Der Wärmestrom in Richtung Keller ist bei einer FBH etwa schwieriger zu rechnen, da noch nicht bekannt ist, mit welchen Paramtern die FBh betrieben werden soll, wieviel Dämmung unter die FBH passt, und mit welcher Temperatur im Keller zu rechnen ist. Dieser wird ja passiv durch die Decke geheizt. Grob überschlagen kann der Wärmeverlust irgendwo zwischen 500W und 1kW liegen.


    Für den Luftwechsel kannst Du vereinfacht mit ca. 0,3 rechnen, macht bei 70m² und dT=35K noch einmal ca. 265W.


    d.h. Die Heizlast wird vermutlich im Bereich 2kW liegen. Je mehr Daten zur Verfügung stehen um so genauer kann man das rechnen.


    Du brauchst für die FBH somit eine spez. Leistung von ca. 70W/m².


    Zur FBH Dimensionierung kann man noch nicht viel sagen, dazu muss der Bodenaufbau definiert werden.


    Was muss ich beachten, damit die Fußbodenheizung mit meiner bestehenden Ölheizung kompatibel ist?
    (Aktuell Vorlauftemperatur ca. 60 °C)

    Die Ölheizung sollte einen zweiten gemischten Heizkreis unterstützen. Ansonsten must die mit einer Regelstation vom ersten Heizkreis einen neuen FBH Lreis abzweigen.



    Ist das bestehende Rohrsystem meiner Heizungsanlage (Kupfer und teilweise noch alte Stahlrohre) mit den Rohren der Fußbodenheizung kombinierbar?
    (Besteht Korrosionsgefahr? Wie kann man diese verhindern?)

    Bei Verwendung von Alu-Verbundrohren sehe ich kein Risiko.


    Welche Bauteile werden für die Fußbodenheizung benötigt?
    (Heizkreisverteiler? Mischer? Steuerung? Gibt es sinnvolle Sets oder Empfehlungen für meinen Anwendungsbereich?)

    am besten schauen was der Ölkessel und dessen Regelung unterstützt, und welche Teile dafür benötigt werden.


    Ich nutze im Großteil des Hauses Busch-Jaeger-Schalterprogramme.
    Gibt es eine Möglichkeit, die Fußbodenheizung ebenfalls über Busch-Jaeger Raumregler zu steuern

    Raumthermostat von BJ lassen sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch für wasserführende Heizflächen einsetzen. Der Thermostat steuert dann einen Stellantrieb an wie er bei Heizkreisverteilern üblich ist.

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  • Gehen wir noch ein wenig in die Details:

    Ich habe dafür eine Aufbauhöhe von 85 mm bis Oberkante Estrich zur Verfügung.

    Anstatt ein Standard-System zu verbauen, würde ich überlegen, ob man nicht zu einer Dünnschichtlösung greift. Das wird zwar ein wenig teurer, was jedoch bei den paar m² zu verschmerzen ist. Die gewonnene Aufbauhöhe würde ich in Dämmung investieren, denn ich hätte keine Lust mit meiner FBH den Keller zu beheizen. Der Wärmestrom nach "unten" wird regelmäßig unterschätzt. Wenn von den 70W/m² ein Drittel im Keller landet macht das auch keinen Spaß.


    Rohrabstände – z. B. 15 cm oder enger?

    Diese Frage stellt sich noch nicht, denn dazu müssen die Rahmenbedingungen bekannt sein. Man muss auch aufpassen, dass die Oberflächentemperatur nicht zu hoch wird, man kann die Heizleistung also nicht beliebig steigern. Ein VA irgendwo zwischen 10cm und 20cm ist jedoch sehr wahrscheinlich. Falls möglich, versucht man den Verlegeabstand zu reduzieren um die Heizwassertemperatur absenken zu können. Das spielt jedoch bei einem FBH Kreis der sowieso von einem 60°C Heizkreis abgeleitet wird, weniger eine Rolle. Bei erin WP hingegen würde man hier genauer hinschauen.

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  • Auf die Rechnung von Dir habe ich gewartet, R.B. 😆

    Liege derzeit krank danieder und so schnell wie Du bin ich eh nicht.


    Btw, die Fenster von 1990 würde ich eher Richtung 2,7 W/m2K ansetzen.


    2cm Dämmung ist also schon daam Fußboden


    Rest später

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Btw, die Fenster von 1990 würde ich eher Richtung 2,7 W/m2K ansetzen.

    Das hatte ich zuerst auch vor, es gab 1990 aber auch schon bessere Ausführungen, also habe ich mich für einen besseren Wert entschieden. Der TE muss dann sowieso noch Fakten liefern bevor man weiter rechnen kann.

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  • Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.

    Das hatte ich zuerst auch vor, es gab 1990 aber auch schon bessere Ausführungen, also habe ich mich für einen besseren Wert entschieden. Der TE muss dann sowieso noch Fakten liefern bevor man weiter rechnen kann.

    Die Fenster sollen im Zuge der Renovierung ebenfalls erneuert werden.

    Die Ölheizung sollte einen zweiten gemischten Heizkreis unterstützen. Ansonsten must die mit einer Regelstation vom ersten Heizkreis einen neuen FBH Lreis abzweigen.

    Die Ölheizung unterstütz keinen zweiten gemischten Heizkreis. Ich habe in dem Raum die ganznormale Vor- und Rücklaufleitung der Heizkörper zur verfügung.


    Von diesen Leitungen aus soll die FBH gebaut werden. Bezüglich der Steuerrung geht es mir darum welche Stellantriebe sich gut min den BuschJäger Systemen kombinieren lassen.

  • Die Fenster sollen im Zuge der Renovierung ebenfalls erneuert werden.

    Dann nimmst Du halt einen U-Wert vcon 1,3W/m²K oder besser, je nachdem was für Fenster verbaut werden. Achtung, manchmal wird nur ein Ug angegeben (Scheibe) und das Rahmenprofil vernachlässigt. Das kann insbesondere bei kleineren Fenster zu erheblichen Abweichungen führen.


    Bezüglich der Steuerrung geht es mir darum welche Stellantriebe sich gut min den BuschJäger Systemen kombinieren lassen.

    Das ist egal, die Stellantriebe müssen zu den Ventilen im Verteiler passen. Der Raumthermostat macht die nur auf oder zu, der Hersteller ist völlig egal, so lange er die passende Schaltspannung liefert und idealerweise für NC und NO konfigurierbar ist. Typischerweise ist darin ein Wechsler verbaut oder man kann die Ansteuerung des Schließer konfigurieren, so dass bei Unterschreiten der Solltemperatur der Schließer aktiviert wird, womit dann die Schaltspannung an den Stellantrieb geschickt wird. Das ist eigentlich kein echter Antrieb (hat also keinen Motor integriert) sondern ein elektrothermischer Antrieb, er hat also ein Thermoelement integriert. Informationen inkl. Schaltunterlagen liegen normalerweise bei.


    Raumthermostate passend zu den Schalterprogrammen haben gerne einmal das Problem, dass sie bei Unterputzinstallation die Raumlufttemperatur nicht richtig oder stark verzögert registrieren. Daduch kann das Regelverhalten der FBH negativ beeinflusst werden, weil zu lange geheizt wird, oder es bei Abkühlung zu lange dauert bis die heizfläche aktiviert wird. Im Idealfall gleicht man die Heizfläche durch hydraulischen Abgleich so ab, dass ein Raumthermostat nichts zu tun hat. Man nutzt ihn nur als Notbremse um ein Überhitzen des Raums zu verhindern, oder deaktiviert ihn komplett.

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  • Die Ölheizung unterstütz keinen zweiten gemischten Heizkreis. Ich habe in dem Raum die ganznormale Vor- und Rücklaufleitung der Heizkörper zur verfügung.

    Um was für eine Ölheizung handelt es sich? Oft gibt es Erweiterungen für die Regelung. Ich würde versuchen auf ein bewährtes Konzept zu setzen anstatt selbst irgendwas zusammenzustellen, denn sonst kann es passieren, dass man monatelang mit konfigurieren beschäftigt ist und am Ende läuft es doch nicht so wie gewünscht.


    Ansonsten, es gibt Regler von unterschiedlichen Herstellern die in der Lage sind einen gemischten Heizkreis zu bedienen. Von einfachen Reglern mit Standardprogrammen bis hin zu frei programmierbaren "universellen" Reglern für Leute die gerne basteln. Ein Beispiel wären die UVR von TA mit denen man so ziemlich alles irgendwie realisieren kann. Für einen FBH Kreis wäre mir das aber zu viel Aufwand.

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  • Um was für eine Ölheizung handelt es sich? Oft gibt es Erweiterungen für die Regelung. Ich würde versuchen auf ein bewährtes Konzept zu setzen anstatt selbst irgendwas zusammenzustellen, denn sonst kann es passieren, dass man monatelang mit konfigurieren beschäftigt ist und am Ende läuft es doch nicht so wie gewünscht.


    Ansonsten, es gibt Regler von unterschiedlichen Herstellern die in der Lage sind einen gemischten Heizkreis zu bedienen. Von einfachen Reglern mit Standardprogrammen bis hin zu frei programmierbaren "universellen" Reglern für Leute die gerne basteln. Ein Beispiel wären die UVR von TA mit denen man so ziemlich alles irgendwie realisieren kann. Für einen FBH Kreis wäre mir das aber zu viel Aufwand.

    Mir wäre ein Fertiges Set am liebsten, welches mir ermöglicht die normalen Heizungsrohre für die Fußbodenheizung zu nutzen. Es werden ja mindestens zwei Heizkreise werden (einen fürs Bad und einen, vielleicht auch zwei, für den Wohnraum) Dort wäre dann auch meine Frage ob ein Schlammabscheider Sinnvoll ist.

  • denn ich hätte keine Lust mit meiner FBH den Keller zu beheizen. Der Wärmestrom nach "unten" wird regelmäßig unterschätzt. Wenn von den 70W/m² ein Drittel im Keller landet macht das auch keinen Spaß.

    Hier ein Beispiel.

    Annahme: 20cm Betondecke, darauf 20mm Dämmung EPS mit WLG035, darauf 45mm Estrich (30mm Überdeckung!!!) mit im unteren Drittel eingebetteten FBH Rohren Aluverbundrohre 16x2, Verlegebstand 15cm, Heizwassertemperatur 35/30, Volumenstrom 3,5Liter/Minute. Als Bodenbelag Fliesen 10mm auf Kleberschicht.

    Raumtemperatur 21°C. Darunter Keller unbeheizt RT 0°C.


    Dann komme ich auf eine Gesamtleistung von 77,5W/m², davon landen 56W/m² im zu beheizenden Raum und 21,6W/m² im Keller (15,1W/m² bei 40mm Dämmung unter der FBH) !!! Wie vermutet, etwa ein Drittel geht für den Raum quasi verloren und heizt den Keller auf. Der wird dann, je nach Heizlast auf eine Raumtemperatur von vielleicht 10°C kommen, wodurch sich dann die Wärmeabgabe der FBH etwas verschiebt, sie liefert dann "nur" noch 72,5W/m², davon 58W/m² für den zu beheizenden Raum und 14W/m² (9,9W/m² bei 40mm Dämmung) für den Keller. In der Praxis wird sich das irgendwo zwischen diesen Werten einpendeln.


    Die notwendigen 70W/m² würden so nicht erreicht, man kann aber auch den Volumenstrom nicht beliebig erhöhen (Fließgeräusche), also wird man wohl die Heizwassertemperatur etwas höher wählen müssen. Die obige Konstellation liefert eine Oberflächentempeatur von ca. 26°C (max. 27°C). Hier habe ich bewusst 2K Abstand zu den maximal zulässigen 29°C gehalten, im Badezimmer könnte man bis zu 33°C zulassen.


    Fazit: Ich würde mir über verschiedene Aufbauten Gedanken machen, wie man die Dämmung verbessern kann. Zur Not die Kellerdecke dämmen, dann hat man zwar immer noch die Masse der Decke die beheizt wird, doch der Wärmestrom in den Keller wird reduziert. Die Decke erhöht halt die Trägheit der FBH für den zu beheizenden Raum.


    Von einer Estrichnorm und Anforderungen zur Dämmung unterhalb einer FBH müssen wir erst gar nicht anfangen, das wird sowieso nicht eingehalten.


    Nun noch ein paar Worte zum Thema "Bad". Hier sollte eine zusätzliche Heizfläche vorgesehen werden denn die 24°C wird man dort kaum erreichen, zumal von den 4m² nur ein Teil der Fläche mit FBH belegt werden kann. Falls möglich dann würde ich dort einen Heizkörper (Handtuchwärmer o.ä.) vorsehen der vom ungemischten Kreis versorgt wird, ersatzweise wäre auch eine el. Heizpatrone denkbar, die nur dann aktiviert wird, wenn es einmal im Bad zu frisch sein sollte.

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  • Der Keller ist im Erdbereich mit 100mm XPS gedämmt und hat in der regel eine Temperatur von 15 Grad. Im badezimmer beabsichtige ich einen Handtuchheizkörper an die normeln Heizungrohre anzuschließen.

  • Mir wäre ein Fertiges Set am liebsten, welches mir ermöglicht die normalen Heizungsrohre für die Fußbodenheizung zu nutzen.

    Genau dieses "fertige Set" gibt es passend zu den Ölkesseln, man muss sich halt nur die für Deinen Kessel passenden Teile zusammenstellen. Dafür gibt´s aber Anleitungen und Pläne von den Herstellern. Ersatzweise kann man eine externe Regelstation kaufen, mit Witterungsführung und allem drum und dran, wird aber auch nicht günstiger. Ob die Rohre zu den bisherigen Heizkörpern dafür ausreichen, das kann ich nicht sagen. Bei den kleinen Fläche wäre das gut möglich.


    einen fürs Bad und einen, vielleicht auch zwei, für den Wohnraum

    Für den Wohnraum wirst Du mit ziemlicher Sicherheit 2 FBH Kreise benötigen. Die Kreislänge sollte Pi x Daumen die 100m Marke nicht überschreiten. Ein FBH Kreis mit 4m² könnte knackig werden, wenn man die alle dann irgendwie abgleichen soll. Man muss aufpassen, dass einem der kurze Kreis keinen "Kurzschluss" fabriziert. Bei 4m² Raumgröße wird der Kreis vielleicht 3m² oder gar weniger haben, das sind nur ein paar Meter Rohr die dann parallel zu den langen Kreisen hängen, d.h. man muss den kurzen Kreis möglichst weit zudrehen, und so präzise lassen sich die Kreise gar nicht abgleichen.

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  • Der Keller ist im Erdbereich mit 100mm XPS gedämmt und hat in der regel eine Temperatur von 15 Grad.

    Ein Zeichen dafür, dass heute bereits sehr viel Wärme unnötig in den Keller gelangt. DAs wird sich mit einer FBH in den Räumen darüber noch steigern wenn nicht gedämmt wird.

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  • Ein Zeichen dafür, dass heute bereits sehr viel Wärme unnötig in den Keller gelangt. DAs wird sich mit einer FBH in den Räumen darüber noch steigern wenn nicht gedämmt wird.

    Die Kellerräume sind aber slebst auch mit Heizkörper ausgestattet, diese werden jedoch nicht verwendet da 15 Grad in der Regel ausreichen für die Werkstatt die sich dort befindet.

  • Genau dieses "fertige Set" gibt es passend zu den Ölkesseln, man muss sich halt nur die für Deinen Kessel passenden Teile zusammenstellen. Dafür gibt´s aber Anleitungen und Pläne von den Herstellern. Ersatzweise kann man eine externe Regelstation kaufen, mit Witterungsführung und allem drum und dran, wird aber auch nicht günstiger. Ob die Rohre zu den bisherigen Heizkörpern dafür ausreichen, das kann ich nicht sagen. Bei den kleinen Fläche wäre das gut möglich.



    Das bedeutet für mich jetzt was genau, bzw. wie stelle ich mir dieses Set zusammen?

  • Die Kellerräume sind aber slebst auch mit Heizkörper ausgestattet,

    Dann sind das also beheizte Räume, bzw. beheizbare Räume, die von den Räumen darüber zwangsbeheizt werden. Ich hatte mich schon gefragt, warum man 10cm Dämmung auf die Kellerwände gemacht hat.

    Na ja, dann drehst Du eben die Heizwassertemperatur für die FBH nach oben, dann hast Du irgendwann 70W/m² für die Wohnräume und Dein Keller hat dann auch 20°C.


    Das bedeutet für mich jetzt was genau, bzw. wie stelle ich mir dieses Set zusammen?

    Man schaut in die Anleitungen zum Heizkessel, da finden sich meist mehrere Schalt-/Hydraulikpläne für unterschiedliche Konfirgurationen. Dann sucht man sich das passende Schema aus, schaut welche Teile verwendet werden, und besorgt sich diese Teile. Je nach Heizkessel gibt es auch umfangreiche Unterlagen für Planer usw.

    Bevor man aber loslegen kann müssen erst einmal ein paar Hausaufgaben gemacht werden, wie oben schon geschrieben, Heizlast, FBH Dimensionierung (Hydraulik) inkl. Bodenaufbau, und dann weiß man auch was man bestellen muss. Ich kann Dir nicht sagen, kaufe einfach 300m FBH Rohr und lege das in 10cm VA auf Noppenplatten, dann Estrich drüber schütten, fertig.


    Du musst also erst die Heizlast rechnen, dann zusammen mit dem von Dir geplanten System die FBH dimensionieren, und dann weißt Du auch welches Material Du kaufen musst. Klar, Du wirst einen HKV benötigen, Stellantriebe und so Kram, aber das ist nur die halbe Miete.

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  • Man schaut in die Anleitungen zum Heizkessel, da finden sich meist mehrere Schalt-/Hydraulikpläne für unterschiedliche Konfirgurationen. Dann sucht man sich das passende Schema aus, schaut welche Teile verwendet werden, und besorgt sich diese Teile. Je nach Heizkessel gibt es auch umfangreiche Unterlagen für Planer usw.

    Bevor man aber loslegen kann müssen erst einmal ein paar Hausaufgaben gemacht werden, wie oben schon geschrieben, Heizlast, FBH Dimensionierung (Hydraulik) inkl. Bodenaufbau, und dann weiß man auch was man bestellen muss. Ich kann Dir nicht sagen, kaufe einfach 300m FBH Rohr und lege das in 10cm VA auf Noppenplatten, dann Estrich drüber schütten, fertig.


    Du musst also erst die Heizlast rechnen, dann zusammen mit dem von Dir geplanten System die FBH dimensionieren, und dann weißt Du auch welches Material Du kaufen musst. Klar, Du wirst einen HKV benötigen, Stellantriebe und so Kram, aber das ist nur die halbe Miete.

    Die Ölheizung ist mittlerweile knappe 25 Jahre alte wenn mich nicht alles täuscht. Und ich habe leider nicht die Möglichkeit von der heizung bis zum Raum neue Rohre zu verlegen, daher muss ich mit den dort ankommenden Rohren arbeiten. Bei Estrichaufbau bin ich mir unsicher was am besten ist, daher unteranderem meine Nachfrage hier im Forum. Zur Heizlastberechnung habe ich mir gedanken gemacht und bin nach etwas recherche auf einen Wert von ca. 70 W/m² (1680 W) mit 15cm Verlegeabstand für den Wohnraum und fürs Bad ca. 90 W/m² (360 W) gekommen, wobei im Bad der Handtuchheizkörper die Heizlast abdecken könnte, ich dennoch gerne einen Warmen Fußboden hätte. Ich habe mir das ganze so vorgestellt, das ich im Bad einen Heizkreis habe und im Wohnraum 2-3 (die sich aber alle gleichzeitig regeln lassen). Ich habe eigentlichvor die Rohre auf Tackerplatten zu befestigen und dadrüber normeln Zementestrich zu kippen.

  • Zur Heizlastberechnung habe ich mir gedanken gemacht und bin nach etwas recherche auf einen Wert von ca. 70 W/m² (1680 W) mit 15cm Verlegeabstand für den Wohnraum und fürs Bad ca. 90 W/m² (360 W) gekommen …

    Woher weiß das Heizwasser, wieviel W/m2 es abgegeben sollen?

    Wie werden die zulässigen Oberflächentemperaturen eingehalten?

    Wie kommt das Heizkreiswasser vom Ölkessel aus auf eine sinnvolle Vorlauftemperatur, wie hoch ist diese und wieviel W/m2 gibt das Heizwasser dann wirklich ab?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Woher weiß das Heizwasser, wieviel W/m2 es abgegeben sollen?

    Wie werden die zulässigen Oberflächentemperaturen eingehalten?

    Wie kommt das Heizkreiswasser vom Ölkessel aus auf eine sinnvolle Vorlauftemperatur, wie hoch ist diese und wieviel W/m2 gibt das Heizwasser dann wirklich ab?

    Das sind alles mehr oder weniger Fragen die ich mir stelle, weshalb ich hier im Forum nachfrage.

  • Zur Heizlastberechnung habe ich mir gedanken gemacht und bin nach etwas recherche auf einen Wert von ca. 70 W/m² (1680 W) mit 15cm Verlegeabstand für den Wohnraum und fürs Bad ca. 90 W/m² (360 W) gekommen,

    Mit einer Heizlastermittlung hat das aber nichts zu tun. Irgendwelche pauschalen Werte, damit hat mein Opa vor 60 Jahren "gerechnet", da ging es auch nur darum, Hauptsache warm, der Liter Heizöl hat ja nur wenige Pfennige gekostet.

    Wie man die Heizlast anhand der Hülle abschätzt habe ich doch oben schon beschrieben., inkl. Lüftungsverluste. Es muss ja nicht immer exakt nach EN12831 sein.


    Ich habe eigentlichvor die Rohre auf Tackerplatten zu befestigen und dadrüber normeln Zementestrich zu kippen.

    Ob das bei der möglichen Aufbauhöhe funktioniert, da mache ich ein Fragezeichen. Die Tackernadeln haben die Angewohnheit, dass sie in einer dünnen EPS Platte nicht halten, und dann ´machen die FBH Rohre mit den Platten sowieso was sie wollen, ob die wirklich plan liegen bleiben ist ein reiner Glücksfall. Wenn Du Pech hast dann schwimmen Rohre oder sogar komplette Platten mit Rohren auf und dann hast Du den Salat, dann ist der Bodenaufbau Schrott und Du kannst von vorne beginnen. Es kann also notwendig werden, die Platten auf dem Rohboden zu verkleben und dafür zu sorgen, dass die Rohre fest mit diesen verbunden und beim Estrich gießen auch befüllt sind. Druckprüfung ist sowieso durchzuführen, aber das nur so nebenbei.


    Meine o.g. Beispiele hatte ich bewußt gewählt, denn das Ziel sollte sein, den Mindestanforderungen an die Dämmlage möglichst nahe zu kommen. Ob man wirklich 45mm Estrichüberdeckung braucht? Es gibt viele Systeme die mit deutlich weniger auskommen. Ich würde sowieso immer mit einem Fließestrich arbeiten, damit lässt sich die Rohrüberdeckung schon einmal auf 35mm oder gar 30mm bringen. Dann wären wir schon bei 30mm Dämmlage oder mit Augen zudrücken bei 40mm.

    Bei der kleinen Fläche könnte man noch einen Schritt weiter gehen, da die Mehrkosten pro m² nicht so sehr in´s Gewicht fallen. Es gibt Systeme mit Fließspachtel die mit wenigen Millimetern Überdeckung auskommen. Damit könnte man die Dämmlage auf 50mm oder evtl. sogar 60mm erhöhen. Damit würde man auch die Minidestanforderungen (GEG/EN1264) erfüllen und nicht einen erheblichen Anteil der Wärmeenergie in den Keller schicken.


    Wichtig ist dabei, dass man im System bleibt, man verwendet also die entsprechenden Noppenplatten und den dazu empfohlenen Estrich bzw. Fließspachtel. Sinnvollerweise sollte man sich mit der Anwendungstechnik der Hersteller besprechen, aber ob die jeder Privatperson antworten, da bin ich mir nicht sicher. Üblicherweise verweisen die auf die Händler bzw. Handwerker.


    Und ich habe leider nicht die Möglichkeit von der heizung bis zum Raum neue Rohre zu verlegen, daher muss ich mit den dort ankommenden Rohren arbeiten.

    Das kann funktionieren, muss aber nicht. Zu den Rohren ist bisher nichts bekannt. Bedenke, dass Du für die 3 FBH Kreise zusammen um die 10-11Liter/Minute bewegen musst. Falls man den 2. Heizkreis nicht am Ölkessel direkt abzweigen kann, dann muss man halt die Regelstation im Wohnraum unterbringen. Bei einem 25 Jahre alten Ölkessel kann man wohl davon ausgehen, dass dieser bereits witterungsgeführt arbeitet. Wie hoch die zur Verfügung stehende Heizwassertemperatur ist das ergibt sich aus der eingestellten Heizkurve. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der das ganze Jahr über 60°C in den Heizkreis schickt, das macht man schon lange nicht mehr. Mischerregelung und Witterungsführung waren auch schon vor 25 Jahren Standard.


    Während man Heizkörperkreise üblicherweise mit 10K Spreizung betreibt, nutzt man für eine FBH nur 5K. Dadurch erhöht sich der Volumenstrom um die gleiche Energiemenge übertragen zu können. Hierbei muss man aber die zulässige Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren im Hinterkopf behalten, sonst gibt es unangenehme Strömungsgeräusche. Für Heizungsanbindungen und FBH Rohre rechne ich mit 0,5m/s, bei einem 16er FBH Rohr macht das ca. 3,5Liter/Minute als Maximaldurchfluss, und bei 5K Spreizung ca. 1.000Wh. Hierbei wird der Druckverlust in einem 100m langen FBH Kreis immerhin schon knapp 350mbar betragen, das kann für eine kleine Pumpe schon zu viel sein. Deswegen legt man sich in der Praxis unter diese Maximalwerte, was in den meisten Fällen auch ausreicht.


    Wenn Deine Rohre vom Ölkessel in den Wohnraum am Ende 3 FBH Kreise versorgen sollen, dann kann man nicht pauschal sagen ob das funktioniert. Man wird den Kreis mit höherer Temperatur vom Ölkessel her bedienen und dann mit Hilfe eines Mischers und entsprechender Regelung versuchen ausreichend Volumenstrom für 3 FBH Kreise bereitzustellen. War das Rohr ursprünglich üppig dimensioniert, dann kann es gut sein, dass es ausreicht um die FBH Kreise zu bedienen. War es hingegen knapp dimensioniert, dann muss man genauer hinschauen und ein wenig rechnen, sonst kann es passieren, dass man bei der Inbetriebnahme eine Überraschung erlebt, und die FBH Kreise liefern nicht die notwendige Heizleistung oder es pfeift an allen Ecken.


    Es gibt also sehr viele Faktoren die man berücksichtigen muss, aber am Anfang steht die Heizlastermittlung, und damit sollten wir fortfahren, denn für die obige Abschätzung lagen ja nur wenige Daten vor. So hast Du bisher noch kein Wort über die Decken verloren, so dass ich ersatzweise mit einer 20cm Stahlbetonplatte gerechnet hatte. Das kann auch völlig daneben liegen. Beim Badezimmer hast Du auch noch nichts zu möglichen Fenstern und Außenwänden gesagt, es ist nur bekannt, dass das Badezimmer eine Grundfläche von etwa 4m² hat, wieviel davon für eine FBH nutzbar ist, das steht auch in den Sternen.

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  • Es gibt also sehr viele Faktoren die man berücksichtigen muss, aber am Anfang steht die Heizlastermittlung, und damit sollten wir fortfahren, denn für die obige Abschätzung lagen ja nur wenige Daten vor. So hast Du bisher noch kein Wort über die Decken verloren, so dass ich ersatzweise mit einer 20cm Stahlbetonplatte gerechnet hatte. Das kann auch völlig daneben liegen. Beim Badezimmer hast Du auch noch nichts zu möglichen Fenstern und Außenwänden gesagt, es ist nur bekannt, dass das Badezimmer eine Grundfläche von etwa 4m² hat, wieviel davon für eine FBH nutzbar ist, das steht auch in den Sternen.

    Das Badezimmer wird in den Bestehtenden Raum hinneingebaut (Leichbauwände) und hat einen Außenwandfläche von c. 2m und ein Fenster mit c 1m^2. Als nutzbare Bodenfläche sind c 2,8m^2 verfügbar. Zusätzlich wird im Bad ein Handtuchheizkörper installiert.


    Die Betondecke ist eine 20cm Stahlbetonplatte.

  • Dann lag ich mit meiner Vermutung richtig. Über dem Wohnraum befindet sich auch wieder ein beheizter Wohnraum? Oder unregelmäßig beheizt? oder ein unbeheizter Dachraum?

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  • Dann lag ich mit meiner Vermutung richtig. Über dem Wohnraum befindet sich auch wieder ein beheizter Wohnraum? Oder unregelmäßig beheizt? oder ein unbeheizter Dachraum?

    Beheizer Wohnraum

  • Dann kann man die Decke zum OG/DG ignorieren.


    Somit ergibt sich für den Wohnraum (RT 21°C):

    - Außenwände 500W (s.o.)

    - Fenster neu min. 1,3W/m²K macht 310W

    - Decke in Richtung Keller, je nach Dämmlage der FBH 250W-530W

    - Lüftungsverluste 230W (Luftwechsel 0,3)


    Macht zusammen -> min. 1.290W max. 1.570W (gerundet 1.500W)


    Badezimmer (RT 24°C):

    Außenwand 250W

    - Fenster 55W

    - Decke in Richtung Keller 40-60W

    - Lüftungsverluste 150W


    Macht zusammen 515W (gerundet 500W)


    Ich habe die Endergebnisse gerundet weil man eine FBH sowieso nicht auf Nachkommastellen genau bauen und einstellen kann.


    Damit brauchst Du für den Wohnbereich eine FBH mit spez. Heizlast von etwa 63W/m², für das Badezimmer wird die FBH Fläche kaum einen Beitrag zur Deckung der Heizlast liefern können, also wird man den Handtuchwärmer entsprechend dimensionieren, so dass dieser die Heizlast alleine abdecken könnte.


    Ich würde die FBH im Wohnbereich jetzt mit 65W/m² dimensionieren, wohlwissend, dass da noch ein wenig Reserve drin steckt. Mein erster Ansatz wäre, Dünnschichtsystem mit Noppenplatte und 30mm Dämmlage, dazu eine weitere Dämmlage mit 20mm (WLG035), 16er Verbindrohr und Nivelliermasse (CAF oder Zement) mit ca. 15mm Überdeckung über den Noppen. Damit dürften die Mindestanforderungen an die Dämmung erreicht werden, U-Wert Decke ca. 0,6W/m²K. Den Wärmestrom in den Keller müsste man jetzt nachrechnen, dürfte aber irgendwo im Bereich 10-15% der Heizleistung der FBH liegen, wenn überhaupt.


    Gleichzeitig hätte man ein System, das aufgrund der geringen Masse nur eine geringe Trägheit aufweist, das quasi schnell regelbar ist (wobei schnell in Verbindung mit einer FBH immer relativ zu betrachten ist). Es soll ja Leute geben die während der Nacht oder bei Abwesenheit die Heizung absenken wollen.

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