Herstellung Innenseite Außenwand vor Ausfachung teils Lehm und Ziegel

  • Hallo Zusammen,

    ich habe derzeit einen Raum entkernt und bin überall auf Balkenlage. Die Außenwände sind teils mit Lehm und teils mit Ziegeln ausgefacht. Die Außenfassade besteht leider aus 6cm Styrodur mit Armierung und Putz.

    Ich habe zwischen Ausfachungen und Balken verschiedene tiefen, mal 2 cm tiefer (bei den Ziegeln) und mal 2 cm über Balken (bei Lehm/Stroh).

    1. Müssen die Fugen bei der Ausfachung von den Ziegeln komplett geschlossen werden und wenn ja mit was?
    2. Kann ich mit Lehmleichtbauplatten die Höhenunterschiede von den Ziegelausfachungen auf Balkenhöhe ausgleichen?
    3. Was haltet ihr von einen leichten Dämmung mit Holzfaserdämmplatten z.b. von Steico?
    4. Falls ich mit Lehm verputze, bekommt man dies auch relativ glatt?

    Aufbau Stelle ich mir wie folgt vor:

    • Fassade Styrodur
    • Ausfachung
    • teils Lehmleichtbauplatten
    • Holzfaserdämmplatten vollflächig
    • Lehmputz

    Oder wäre ein anderer Aufbau sinnig?

    Gruß Tino

  • Du bastelts an HRB/Fachwerk rum. Und glaubst, dass über eine Forenfortbildung regeln und umsetzen zu können? Vergiss es. Das geht schief. Aber sowas von....

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Beitrag von Skeptiker ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Off-Topic:

    :work:


    Hinweis des grafisch interessierten Mods: Bitte nicht nach jedem Satz einen Umbruch und eine oder zwei Leerzeilen machen, denn das mag niemand lesen. Forum ist grafisch Fließtext mit Absätzen, aber kein Code! Ich habe das 'mal etwas gerichtet, in beiden Posts!

    Aufbau Stelle ich mir wie folgt vor:

    • Fassade Styrodur
    • Ausfachung
    • teils Lehmleichtbauplatten
    • Holzfaserdämmplatten vollflächig
    • Lehmputz

    Also außen eine Wärmedämmung aus Styrodur (weshalb, was kann das, was kostengünstigere und / oder nachwachsende oder unendlich vorhandene Dämmstoffe nicht können?) und innen eine zu 100 % biologisch abbaubare Faserdämmung?


    Was sagt die Bauphysik zu diesem Aufbau, vor allem zum Massivholz im Wandsandwich?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Du bastelts an HRB/Fachwerk rum. Und glaubst, dass über eine Forenfortbildung regeln und umsetzen zu können? Vergiss es. Das geht schief. Aber sowas von....

    Danke für die Info.


    Ich versuche mich an die Thematik ranzutasten und versuche mir etwas Input über Foren zu holen und es zu verstehen.

    Was könntest du mir empfehlen, wer mir dabei weiterhelfen kann?

  • Also außen eine Wärmedämmung aus Styrodur (weshalb, was kann das, was kostengünstigere und / oder nachwachsende oder unendlich vorhandene Dämmstoffe nicht können?) und innen eine zu 100 % biologisch abbaubare Faserdämmung?


    Was sagt die Bauphysik zu diesem Aufbau, vor allem zum Massivholz im Wandsandwich?

    Hallo Skeptiker,


    ist für mich auch schwierig, da die Außenfassade mit Styrodur nicht durch mich gemacht wurde, sondern durch den Vorgänger.

    Ich würde selbst keine Styrodurdämmung vor ein Fachwerk machen, muss aber erstmal mit den Gegebenheiten leben.


    Was sagt denn die Bauphysik dazu, wenn ich nach innen kapillaraktiv und diffusionsoffen baue, dachte das wäre ok? Das einzige ist der Taupunkt mit dem Kondensat, aber das sollte doch durch Lüften, die Kapillarwirkung und der Diffusion Offenheit möglich sein oder?

  • Ich würde mich jetzt erst mal nicht an bestimmte Baustoffe fest klammern die man so kennt. Ein Fachwerkhaus ist etwas sensibles. Da muss zumindest in der Planung ein Fachmann bzw eine Fachfrau ran. Mit deren Planung kannst Du dann von mir aus selber basteln, aber das alles sollte unbedingt von Fachleuten bestimmt, gerechnet und geplant werden. Dieses Geld solltest Du investieren, sonst hast Du irgend wann noch schlimmere Schäden und irgend wann ist die Bude nicht mehr zu retten.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Danke für die Antwort.

    Leider habe ich mir etwas mehr erhofft, gewisse Ideenfindung. Ich musste leider den alten Kalkputz runtermachen, da er sehr prorös und bröckelig/mehlig war. Zum Teil hatte ich Putzbreiten von 6cm.


    Ohne das Thema Innendämmen. Muss es doch eine sinnige Möglichkeit geben die Wand wieder ordentlich/gerade zu verputz/verkleiden.

  • Noch einmal zum Verständnis:


    Meinst Du wirklich wie im Titel geschrieben eine "Innenwand" oder die "Innenseite einer Außenwand"?

    Ich musste leider den alten Kalkputz runtermachen, da er sehr prorös und bröckelig/mehlig war. Zum Teil hatte ich Putzbreiten von 6cm.

    Du meinst hier die Schichtdicken des Putzes, also die Putzstärken, oder?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Skeptiker

    Hat den Titel des Themas von „Herstellung Innenwand vor Ausfachung teils Lehm und Ziegel“ zu „Herstellung Innenseite Außenwand vor Ausfachung teils Lehm und Ziegel“ geändert.
  • Die unterschiedlichen Stärken kommen daher, weil der Putzer Unebenheiten ausgeglichen hat.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das ist verständlich, dass man damit die Unebenheiten ausgleichen wollte, was anscheinend auch nur bedingt funktioniert hatte.


    Sollte man eher vollflächig aufbauen oder ist auch eine Unterkonstruktion mit konstruktionsplatten aus Holzfaser oder Hanf möglich ohne mir Schimmelprobleme reinzuholen? OSB oder Gipskarton sehe ich als kritisch an, da nach außen durch das Styrodur die Fassade schon dicht ist.

  • Falls ich mit Lehm verputze, bekommt man dies auch relativ glatt?

    Was ist hier mit "glatt" gemeint?


    Welche Ebenheit erzielt wird, liegt nur am Können (und Wollen) der Stuckateurin. Der Vorteil bei Lehmputz ist, dass sich Fehlstellen relativ leicht ausbessern lassen.


    Die Rauheit der Oberfläche hängt von der Zusammensetzung des Putzes ab. Da gibt es genau so viele Möglichkeiten wie bei anderen Putzarten auch.

  • Was ist hier mit "glatt" gemeint?


    Welche Ebenheit erzielt wird, liegt nur am Können (und Wollen) der Stuckateurin. Der Vorteil bei Lehmputz ist, dass sich Fehlstellen relativ leicht ausbessern lassen.


    Die Rauheit der Oberfläche hängt von der Zusammensetzung des Putzes ab. Da gibt es genau so viele Möglichkeiten wie bei anderen Putzarten auch.

    Ah ok danke für die Info.


    Ja mit glatt ist gemeint wie bei Gipskarton mit Q4 Spachtelung und schleifen etc.


    Wie stehst du zu dem Aufbau der Wand, wie würdest du damit umgehen?

  • Wenn man selbst (anscheinend zum ersten Mal) mit Lehm verputzt, sollte man die Latte vielleicht nicht gleich auf Q4 hängen. Wozu auch? Ich führe hier gerade Kalkputz aus. Teils auch auf Holzfaser und hab mir einen Sack Kalkglätte geholt um die Oberfläche zu glätten. Was ich lassen werde. Der abgeriebene Kalkputz gefällt uns so gut und verzeiht extrem viel.... da kann man auch nochmal nachbessern oder vielleicht wirklich irgendwann die eine oder andere Wand mal richtig glatt machen. Das selbe gilt meines Wissens für Lehm. Da gibt's glaub ich auch sowas wie "Lehmglätte".

    Zum Aufbau wurde ja schon gesagt, dass dir das ein Fachmann begutachten und planen soll (bauphysikalisch BERECHNEN). Es gilt darzustellen ob der Feuchtetransport funktioniert. Du wirst hier keinen DIY Plan erstellt bekommen. Und wenn ich dir jetzt einen vorschlagen würde, bekäme ich (zu Recht) auf die Fingerchen gehauen ;) .

    Mal ganz allgemein zum Aufbau gilt (aber das hast du wohl schon erkannt) wenn nach außen dicht, dann nach innen offen.

  • Ja das stimmt, ich glaube nicht das ich es beim ersten mal auf so einem hohen Level hinbekommen würde. Beim Gipskarton ist es ja recht einfach, mit Spachteln, schleifen, finish und Farbe aufbringen. Aber so Altbau ist für mich komplett was neues, zumal ich mit Lehm auch noch nix zu tun hatte.

    Deswegen versuche ich auch hier übers Forum bissel Input zu bekommen.


    Ohne jetzt Bauphysikalisch zu werden und würde das Thema mit der Dämmung weglassen , würde ich mal pragmatisch an die Sache gehen. Energieberater inkl. ISFP ist geplant.


    Was spricht bei den ausgemauerten Gefache dagegen, die Fugen mit Lehmmörtel (oder lieber Kalkmörtel?) auszufüllen und auf das gemauerte Leichtlehmbauplatten mit Lehmunterputz/kleber (vielleicht gibts auch was anderes) und verschrauben/verdüpeln anzubringen?

    Gedanke ist, der Lehm brauch relativ lange um zu trocknen, da kann man doch auch mit Trockenelementen arbeiten oder spricht was dagegen.

    Und darauf würde ich einen Lehmunterputz/Oberputz,... aufbringen.


    Gruß Tino

  • Ja ich denke auch, das ich den ISFP abwarte, bevor ich etwas dämmen würde. Ich würde gerne aber schonmal die Wand egalisieren. Das dürfte doch bauphysikalisch nicht das Problem sein und ob ich es jetzt komplett mit Lehmunterputz oder Lehmtrockenelemente zur Unterstützung dazu nehme?.


    Hast du eine gute Quelle zum informieren?


    Was mich eher wundert ist, man soll sich an einen Fachmann wenden obwohl man doch in so einem Forum eine gute Kompetenz hat mit der man sich Gedanken und Ideen erarbeiten kann. Ob diese sinnig oder nicht sinnig sind muss man dann selbst entscheiden. Aber wenn ich ein vorgegebenes Gefache mit Ziegel habe, wo einige Fugen ausgefüllt werden müssen und das Gefache ca. 3 cm tiefer ist als der Rest. Warum kann man da keine persönlichen Empfehlungen geben oder hat hier keiner Erfahrung? Das heißt nicht für mich, dass das jemand hier zu Verantworten hat. Das Risiko gehe ich doch selber ein.


    Ich werde auch nicht die Ziegel aus dem Gefache entfernen, da mit die Aussendämmung einen Strich durch die Rechnung macht, ich muss dort mit einem Kompromiss leben obwohl ich es vllt anders ausfachen würde.

  • Auf die Fugensache bekommst du bestimmt noch Antwort. Bissel Geduld. Ich glaube es geht wirklich nur darum, dass du nicht den kompletten Wandaufbau hier entnehmen kannst. Das wäre auch etwas fahrlässig ohne die Situation in Augenschein zu nehmen und eben zu rechnen. Gerade bei einem sensiblen Fachwerk.

  • Ja, das verstehe ich und war ggf. auch zu hoch gegriffen, den ganzen Wandaufbau hier zu bekommen. Da gibt es bestimmt auch zig Arten es umzusetzen. Aber ich glaub so eine Wand zu egalisieren, da sollte es schon Tipps oder nicht zu komplizierte Möglichkeiten geben. Der ein oder andere hat das bestimmt auch schon gemacht und hat Erfahrungswerte und was er vielleicht nicht oder wieder machen würde.