Flügelgeglättete BoPla Garage. Anschluss ans Pflaster per Stahlwinkel?

  • Servus,


    wir legen bald los mit unserer Garage. Heute mit dem Garagen-GÜ (anderer wie Haus) gesprochen zwecks Bodenplatte.
    Wir waren der Meinung, es sieht besser aus wenn die Bodenplatte in der Torlaibung ausgespart wird, dort dann also geplfastert wird.


    Jetzt gehts noch um den Anschluss. Brauchts es an der Kante einen Stahlwinkel als Kantenschutz? Wenn das Pflaster dort anschließt, ist die Kante eigtl. nicht mehr belastet.
    Beton C30/37 XM1.

  • Ich würde auf jeden Fall einen Stahlwinkel machen, und zwar direkt hinter dem Tor (innenseitig), dann das Pflaster ca. 1 cm tiefer ansetzen. Dann kann auch kein Schlagregen durch die untere Dichtung durchgedrückt werden. So perfekt dicht ist die nämlich meistens nicht. Oder noch besser:
    Stahlwinkel hinter das Tor wie oben beschrieben, davor in der Torleibung auch BoPla ca 1 cm tiefer und das bis Vorderkante Mauerwerk und wieder ein Stahlwinkel. Finde ich technisch am besten, ist allerdings etwas aufwendiger und optisch eher zweite Wahl.
    Hätte ich eine Garage würde ich die o.g. erste Variante machen.

    Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!

  • Sollte das mit dem Wasserglas nicht gefallen/funktionieren, kommt halt ne diffusionsoffene 2K Beschichtung drauf..


    Gefälle hab ich mir sagen lassen sinnvoll ab 2-3%, damit käme ich hinten 20cm höher.. das wollte ich nicht.


    Nochmal zur Schwelle: Das Tor sollte schon auf die BoPla laufen, oder?
    Davor Pflaster, ggf. 1cm tiefer. Die Kante der BoPla dann mit einem Edelstahlwinkel (Schenkel nach unten in die Garage) schützen.

  • Ich würde das Tor VOR den Winkel laufen lassen. Wie gesagt dann kann kein oder weniger Wasser reindrücken. Das Tor endet dann auf dem Pflaster. So würde ich es machen, aber das Tor auf die BoPla funktioniert auch.


    Habe in meiner Zeit als Bauleiter bei einigen Gewerbebauten gesehen dass das Wasser unter dem Sektionaltor einige Meter (!) in die Halle gelaufen ist bzw. gedrückt wurde wenn das Tor auf der BoPla steht. Erst recht wenn da kein Gefälle ist. Sind natürlich nicht riiiesige Mengen, aber schon eine stattliche Pfütze. Wenn man eine ebene Bodenplatte plant kann natürlich (im ungünstigen Fall) innerhalb der Toleranzen auch ein wenig Gegengefälle vom Tor in die Garage entstehen.


    Alternativ könntest Du auch überlegen die letzten 30 cm (oder wieviel auch immer) mit Gefälle zum Tor zu machen. Dann drückt das Wasser evtl. nicht weit rein, wenn es denn reindrückt.


    Aber wo auch immer diese Kante ist auf jeden Fall mit einem Winkel. Genau wie du sagst, Schenkel nach unten, und zusätzlich ein paar angeschweißte Ankerpratzen in die BoPla.

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  • Wenn Du unter die ersten Steinreihen des Pflasters (unter der Pflasterbettung) Beton einbauen lässt dann sind die Setzungen des Pflasters an dieser Stelle sehr gering. Das heißt, dass sich die "Stufe" zwischen Pflaster und Betonplatte nur unwesentlich ändert. So bleibt die Belastung der Betonkante beim Überfahren klein - sofern an diese Stelle nicht gelenkt wird. Am Beton noch eine kleine flache Fase 'dran, dann kann der Winkel entfallen. Gerade glatte Schalung und gute Verdichtung vorausgesetzt. Ebenso keine kleingeschnittenen Steinreste am Übergang Pflaster-Bodenplatte. Am besten 1 bis 2 (je nach Format auch 3) Reihen als Läuferverband parallel zur Betonplatte. Alternativ: Sondersteine wie z.B. Diagonalsteine oder die sog. "Bischofsmützen".


    Wenn Du einen Winkel einbauen möchtest, wäre meine Empfehlung ein Edelstahlprofil. Dazu ausreichend und geometrisch passende Bewehrung und an den Winkel mind. 3 bis 4 Anker/m (Schwalbenschwanzanker / Maueranker) auch aus Edelstahl angeschweißt und mit der Spreizung der Anker bis hinter die Bewehrung führen, also so ca. 15-20cm lang. Den Winkel mit dicken Wandstärken wählen, damit der Beton gut anliegt und nicht doch die Gefahr besteht, dass der obere Schenkel doch mal nach oben gebogen wird. Wenn das Ding erst mal eine Lücke zum Beton hat kann Feuchtigkeit eindringen, dann Frost usw. . Einen losen oder "klappernden" Winkel instandzusetzen wird aufwändig.


    Eine komplett feuerverzinkte Konstruktion (Winkel und Anker nach dem Schweißen verzinkt) würde auch gehen, ist aber bei einem Schaden an der Verzinkung ein Pflegefall, da anders als zum Beispiel bei Geländern beim Überfahren Salzwasser mit im Spiel ist.


    Wenn Du einen Absatz zwischen Betonplatte und der anschließenden Fläche hast, würde ich einen Winkel mit abgerundeter Außenecke (anstelle eines scharfkantig gewalzten Profiles) wählen - zum Schutz der Reifen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Sektional- oder Rolltor? dann auf die Bopla laufen lassen. Davor leichtes Gefälle in der Oberfläche 1cm reicht, damit das Wasser nicht stehen bleibt. Kante von 1cm Pflaster - Bopla macht da keinen Sinn, eher eine Rinne!

    Nachdenken kostet extra!

    Einmal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Teil aus Folgebeitrag hier entfernt.

  • Hä, warum ist jetzt mein Beitrag in dem von Pemu gelandet?


    Kann aus optischen Gründen auch Nur dazu raten, die Bodenplatte im Torbereich kürzer zu gestalten, die ersten beiden Reihen Pflaster aber auf der Bodenplatte, dann Mineralbeton. es sieht blöd aus, wenn der Belag der Garage in die Laibung des Tores ragt.


    Wir haben auch als Kantenschutz ein Winkelprofil kurz hinter dem Tor.


    Als Belag in der Garage haben wir Gußasphalt ohne nennenswertes Gefälle gewählt.
    Sieht sauber aus und soll langfristig besser sein, als die Kunststoffhaut oder Fliesen.

  • @Pemu: Die Kante macht meines Erachtens schon Sinn, da ein Roll- oder Sketionaltor unten erfahrungsgemäß nicht perfekt wasserdicht ist. Vielleicht in Theorie, aber in der Praxis oft nicht. Daher die Kante als "Wassersperre" damit das Wasser nicht in die Garage gedrückt wird bei Schlagregen oder Wind auf das Tor. Zusätzlich eine Rinne wäre natürlich optimal.

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  • Hä, warum ist jetzt mein Beitrag in dem von Pemu gelandet?


    Ich habe das entfernt. Anscheinend gab es in letzer Zeit öfter mal Probleme wenn Beiträge von mehrere Usern zeitgleich verschickt wurden. Kalle kann das besser erklären. Soweit ich weiß, arbeitet er daran.

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  • @Pemu: Die Kante macht meines Erachtens schon Sinn, da ein Roll- oder Sketionaltor unten erfahrungsgemäß nicht perfekt wasserdicht ist. Vielleicht in Theorie, aber in der Praxis oft nicht. Daher die Kante als "Wassersperre" damit das Wasser nicht in die Garage gedrückt wird bei Schlagregen oder Wind auf das Tor. Zusätzlich eine Rinne wäre natürlich optimal.

    Ist das wirklich praxisrelevant?
    Ich denke, ich fahre vielleicht an 30 Tagen im Jahr bei Regen mit dem Auto in die Garage und bringe da ganz schön viel Wasser mit. Wenn es jetzt an 3 Tagen im Jahr bei Schlagregen noch eine kleine Pfütze durchs Tor drücken sollte - who cares?

  • @Dino15:
    Das muß natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Wenn die Garage wirklich ausschließlich als Garage verwendet wird ist dein Einwand sicherlich berechtigt, allerdings kostet die Ausführung mit der Kante hinter dem Tor nichts oder nur ein paar € mehr, also warum nicht?
    Mittlerweile werden ja viele Garagen nennen wir es mal multifunktionell genutzt. Da könnte mein Einwand durchaus wichtig werden. Interressant wäre auch die Himmelsrichtung. Wenn das Tor gen Westen eingebaut wird ist das ganze sicherlich relevanter.

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  • Wir haben kein Winkel sondern ein liegendes u Profil das auf einer Seite ein längeren schnekel hat. In dieses kann der estrich laufen und beim überfahren ist dort einfach mehr Stabilität.


    Das Tor schließt bündig auf dem Edelstalprofil ab.


    So sieht das aus !
    s-l1000.jpg

  • Off-Topic:

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Auf einen Stahlkantenschutz sollte bei oberflächenfertigen Beton nie verzichtet werden. Der Beton ist an der Kante immer am schwächsten, dafür die Belastung am Rand immer höher als in der Fläche.


    Ob das jetzt Edelstahl sein muss? Persönlich kenne ich feuerverzinkte Winkel 50x50x5 mm die weit über 20 Jahre im Übergangsbereich auch bei höheren Belastungen überlebt haben. Ok, wenn man für 50 Jahre baut, mag es anders sein.
    Die Empfehlung das Tor auf das Pflalster zu führen und innen 10 mm höher zu bleiben, ist die sauberste Detaillösung. Kostet nichts, bringt viel. Schützt auch besser vor Mäusen.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • aber.. wenn das Tor (bzw. dessen Bodendichtung) auf der flügelgeglätteten Bodenplatte bzw. auf dem Stahlwinkel anliegt, dann ist das doch im Zweifel sogar dichter als auf dem Pflaster, wo es Fugen gibt ??

  • Das stimmt, daher auch mein zweiter Lösungsvorschlag aus einem vorherigen Post. Aber erfahrungsgemäß schließt die Dichtung nur selten perfekt auf der ganzen Länge ab, auch wenn der Boden glatt ist.

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  • Was ist es für ein Tor? Bei den antworten geht es von bis... zu den Lösungen.


    Bei Sektional und Rolltor ist unten eine flexible Personenschutzleiste dran. Die dichtet auf der glatten Fläche sehr gut ab, da flexibler Schlauch für die Funktion. Wenn die auf das Pflaster fährt, dann schließt die nicht sauber ab und ist auf Dauer Verschleiß ausgesetzt.


    Bei Schwingtor, Seitenlauftor, ist das Thema Kante wieder dran.


    Wenn vor dem Tor kein deutliches Gefälle weg vorhanden ist (Hang), dann sollte eine Rinne zwischen Pflaster und Boopla eingebaut werrden.

    Nachdenken kostet extra!

  • Deckensektionaltor 6x2,26


    über eine Rinne hab ich auch schon nachgedacht.
    ---------- 21. September 2016, 15:06 ----------
    160€ Aufpreis gegenüber verzinkt.


    Edelstahlwinkel 600/50/50/5mm



    was meint ihr?