Grundriss Einfamilienhaus mit Satteldach (2 Vollgeschosse und Dachgeschoss) - wir freuen uns über Kommentare

  • Hallo,

    wir (2 Erwachsene, 5-jähriges Kind) haben einen Grundriss für unser geplantes Einfamilenhaus erstellt.

    Das Haus hat eine Länge von 11,30 m und eine Breite von 10,0 m.

    Der Bebauungsplan erlaubt eine Firsthöhe von 9,50 m und eine Traufhöhe von 6,50 m.

    Die Zufahrt zum Grundstück liegt auf der Südseite. Das Grundstück hat eine Größe von 500 qm. Nordseite unbebaut (Felder).

    Wir planen ohne Keller. Das Grundstück befindet sich in einer Aussichtslage.

    Wir freuen uns über Anmerkungen.

    Vielen Dank im Voraus.

  • Wir freuen uns über Anmerkungen.

    Bei dem, was da kommen wird, hab ich meine Zweifel daran. ;)


    Es fehlt ein Schnitt, die Ansichten, der B-Plan und das Gelände.

    So kann man nicht viel dazu sagen.


    Stockdunkler Flur im I OG; unbrauchbare Speisekammer; durch die Speisekammer wahrscheinlich unbrauchbares Bad [hier fehlt die Einrichtung]; sinnfeie Garderobe; Wände z.T. nicht übereinander; .....

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Was für ein Dach soll da drauf? Ich kriege das mit den eingezeichneten Fenstern im DG irgendwie nicht auf die Reihe. Bei 1m Kniestock passen in die Dachflächen ja "nur" DFF, in die Giebelwände dann "normale" Fenster. Eingezeichnet ist jedoch etwas anderes.

    Der Zugang zum Schlafzimmer im OG erscheint mir etwas schmal, da bleiben doch zwischen Geländer und Wand nur noch ca. 1m übrig. Finde ich jetzt optisch nicht so prickelnd.

    Dem Wohnzimmer im EG würde ich etwas mehr Tageslicht gönnen, also in die Wand zwischen WZ und Terrasse mehr Fensterfläche. Durch das Fenster (vermutlich Balkontür) in der Nordwand kommt sowieso kaum Sonnenlicht, da darf die Glasfläche in meinen Augen ruhig etwas größer sein. Das würde auch dem östlichen Bereich des WZ gut tun.


    Es wäre noch hilfreich wenn auch das Grundstück eingezeichnet wäre, so dass man sieht, wie das Gebäude auf dem Grundstück platziert wird (Vorgarten, Garten, Zufahrt, Grenzbebauung Garage? usw.). Das muss noch nicht auf den letzten Millimeter ausgetüftelt sein, eine grobe Anordnung würde schon ausreichen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Einiges wurde schon erwähnt:

    Lage auf dem Grundstrück wäre wichtig, ein Schnitt ebenso.


    Hilfreich ist auf jeden Fall, die Räume zu möblieren. Dann sieht man schnell, wo es hakt.


    EG

    Speisekammer:

    Ich hatte urspünglich mal eine ähnliche Speisekammer bei mir im Plan drin , bloß mit Fenster. Habe dann dank der Kritik im Forum feststellen müssen, dass man nur im Krebsgang sich dort bewegen kann aber der Stauraum im Endeffekt dem eines Schrankes entspricht. Also überflüssig, zumindest so wie hier eingezeichnet. Ich habe meine Speisekammer auch aufgegeben und bin so heilfroh drum.


    Bad:

    Haben viele. Ich vermute in der Nische eine Dusche. Sieht man derzeit bei fast allen Grundrissen der Neuzeit, aber genutzt wird sowas nicht. Gäste-WC reicht aus und ist deutlich günstiger. Gerade bei Gebäuden ohne Keller ist jeder Platz wichtig. Daher auch nochmal der Rat mit dem Einzeichnen der Möbel! Das EG Bad ist maximal eng und sthet garantiert nach den ersten Malen ungenutzt rum.


    Flur EG:

    Rücksprung erschließt sich mir nicht. Garderobe? Warum dort?


    Küche EG:

    Mal Arbeitsplatten und Schränke einzeichnen.


    OG

    Balkon

    Wenn man ein EFH mit Terasse hat, braucht man das nicht. Ich hab übrigens im OG einen (hat andere Gründe) und kann die geringe Nutzung nur bestätigen.


    Kleidung:

    Das sieht aus, als wäre da was übrig geblieben. Möbliere das mal.


    2. Arbeitszimmer?


    Was soll in den HWR, was soll in die TEchnik?


    DG

    Stimme Ralf zu. Fenster? Knietief oder wie?


    Noch ein Wohnzimmer? Noch ein Bad?


    Fazit:

    Ich würde sagen: überüppig ausgestattet. 2 Wohnzimmer, 2 Arbeitszimmer dazu noch ein Gästezimmer - läck!

    3 Bäder, wovon 2 in Etagen sind, wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach kaum genutzt werden.


    Sehr viel überflüssiger Raum. Gerade Treppen sind wunderschön, keine Frage, aber auch platzraubend.



    Welche Vorstellung habt ihr denn vom Wohnen?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • unbrauchbare Speisekammer

    Aus der Speisekammer kann man auch einen Vorratsschrank machen. ;)

    Wie man die Küche einrichten soll, da fehlt mir noch die Phantasie. Hängeschränke, Hochschränke, und dann soll das auch optisch noch irgendwie ansprechend aussehen. Ich befürchte, da wird wohl 1 Fenster weichen müssen.


    Ich vermute das DG ist aus der Not heraus entstanden, der Platz war halt noch "übrig", da hat man nicht so sehr auf Details geachtet.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Off-Topic:

    Ich ärgere mich immer noch, nicht mehr Energie darauf verwandt zu haben, dass dieses Unterforum nicht „Grundrissdiskussion“ heißt, sondern „Entwurfsdiskussion“, denn allein anhand von Grundrissen lassen sich die Entwürfe von Gebäuden nun einmal nicht sinnvoll diskutieren.


    Es fehlen sehr:

    • ein Lageplan zur Einfügung in die Umgebung
    • Ansichten aller Außenwände
    • ein bis zwei Schnitte (quer, Treppe)
    • Möbel, denn sie sind keine Dekoration, sondern zeigen, ob die Räume sinnvoll möblierbar sind
    • der Garage eine Zufahrt
    • eine sinnvolle Zuordnung der Räume zu den Himmelsrichtungen (momentan liegen die sonnenhungrigen Räume wie Bäder, Gästezimmer, Arbeiten, Technik und Küche der Sonne zugewandt, während die Aufenthaltsräume Wohnen und Kinder im schattigen Norden angeordnet sind, zusammen mit der kühlen Terrasse)

    Wenn diese Lücken gefüllt wurden, kann man beginnen, über den Entwurf zu diskutieren.


    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Dann aber kein 2. Bad,

    Ich weiß nicht, ob das im EG tatsächlich ein "Badezimmer" werden soll (wozu überhaupt?) oder ob es sich nur um in großzügig dimensioniertes Gäste-WC handelt.

    Waschmaschine und Trockner braucht man in einem Haushalt an sich auch noch, die sollen vermutlich in den Technikraum, aber wohin mit der Wäsche? Es kommt ja nicht so selten vor, dass man die zum Trocknen auch mal irgendwo aufhängen muss. Ob das dann alles in den Technikraum passt?

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • zusammen mit der kühlen Terrasse

    Die Terrasse im Norden bzw. Nordwesten finde ich OK, zumal der Ausblick (in Richtung Felder) besser sein dürfte als auf eine Straße. Zudem ist gerade im Hochsommer so eine Terrasse Gold wert, da kann man auch tagsüber raus sitzen, ohne dass man gleich gegrillt wird. Ich bin mir ziemlich sicher, der TE wird dann die meiste Zeit auf dem Nordteil der Terrasse verbringen anstatt auf dem Teil in Richtung Westen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Den Kellerbau will keiner bezahlen

    Ich auch nicht. Viele Kellergeschosse, die ich auch in Neubauten gesehen habe, sind mehr oder weniger üppige Stauräume für Zeug, was man evtl. nie wieder anfasst, in Altbauten sowieso. Kohlen- und Kartoffelkeller braucht niemand mehr, Heizöltanks sterben auch aus.


    Ein Keller mit wohnraumähnlicher Ausstattung (Raumheizung, Putz, große Fenster ...) kostet je m² etwa genauso viel wie Räume in den oberen Geschossen. Dazu kommen ggf. Probleme mit Kondensat im Sommer, Dichtigkeitsschwächen, unschöne Belichtungsverhältnisse usw.


    Ich habe in den letzten 20 Jahren ganz wenige EFH mit Keller auf dem Tisch gehabt, sei es als Planer oder Statiker, geschätzt ca. 5 %.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • ein Lageplan zur Einfügung in die Umgebung

    Ganz wichtig!


    was nützt das schönste Wohnzimmer, wenn der Blick auf eine 5m hohe Lärmschutzwand fällt? Hier wäre die Gesamtsituation, auch der Zuschnitt des Grundstücks und (sofern vorhanden) der Höhenverlauf (Gefälle) interessant.



    Ansichten aller Außenwände ...

    ...und alle folgenden Punkte würde ich erst einmal hinten an stellen.


    Spontan fällt mir auf, dass recht groß geplant wurde (Schlafen inkl. Ankleide: 23m², Kinderzimmer 19 m², Arbeitszimmer: knapp 18m². Wohnen/ Essen/ Küche schlappe 47m², ein zweites Wohnzimmer im DG, ...usw. usf.)


    Es scheint also Geld in Hülle und Fülle vorhanden zu sein, was uns natürlich freut. Oder aber hier wurde meilenweit am tatsächlichen Budget vorbeigeplant. Dann kann der Entwurf sein wie er will, er würde dann dennoch nie umsetzbar sein.


    Daher würde mich der finanzielle Zielkorridor interessieren. Wenn man den kennt, kann man sich dem Entwurf nähern.

  • Hach ja... Das übliche Grundriss-Thema und die übliche Kopfwaschung. :grinning_squinting_face:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • A, geh. Wir sind doch eigentlich nett (gewesen) - aber halt auch ehrlich.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Hallo Zusammen,

    vielen Dank für die vielen Anmerkungen - ist wirklich sehr hilfreich! Ich denke auch, dass es ein bissel fruchtet:)

    Ich habe jetzt mal Anpassungen im Erdgeschoss vorgenommen und die Speisekammer durch Nischen für Küchenschränke ersetzt und die Nische für die Garderobe in Richtung der Haustür verschoben. Die Dusche im EG Bad soll nur genutzt werden wenn Besuch im EG übernachtet.

    Den Balkon im OG habe ich entfernt. Die genannten Punkte machen für mich absolut Sinn.

    Ich habe das DG auch so verändert, dass nun mehr Licht im OG Flur sein sollte. Das Fenster im DG (Südseite) soll ein Dachfenster sein, die anderen Fenster im DG sollen bodentief sein. Hier überlegen wir auch noch die Wand des Hobbyraums Richtung Treppenaufgang evt. herauszunehmen und das offener zu gestalten - sinnvoll?

    Im Erdgeschoss habe ich den ungefähren Grenzverlauf eingezeichnet. Der Garten ist in Richtung Nord und West. Das Grundstück ist komplett eben. Das Haus hat ein Satteldach.

    Der Technikraum im EG soll im Wesentlichen nur für Haustechnik genutzt werden.

    Waschmaschine und Trockner sollen im OG in dem HWR Raum untergebracht werden. Hier soll ggf. auch Kleidung zum Trocknen aufgehängt werden.

    Ich werde zeitnah wie vorgeschlagen auch die Möbel einzeichnen.

    Noch eine Ergänzung, wir arbeiten beide nahezu ausschließlich von zu Hause daher auch die beiden Arbeitszimmer.

    Viele Grüße

  • Ich habe jetzt mal Anpassungen

    Ich habe das DG auch so verändert,

    ... und vieles mehr.


    Du machst den selben Fehler, den ich und wahrscheinlich fast jeder zukünftige Bauherr macht: Du glaubst planen zu können. Und baust dir ein virtuelles Haus in deinem Kopf und auf Papier, von dem du ab irgendeinem Punkt kaum mehr weg kommst.


    Es ist aber die teuerste Entscheidung deines Lebens, und Fehler lassen sich kaum korrigieren. Lass das jemand machen, der es kann. Architekten lernen das im Studium über viele Jahre.

  • Architekten lernen das im Studium über viele Jahre.

    Und danach über noch mehr Jahre in der Praxis, bis sie richtig gut sind.


    ABBau :


    Lass die folgenden Dinge ersatzlos und vollständig weg:

    • EG den nutzlosen Raum unter der Treppe und die Wand zum Wohnraum
    • EG die Versprünge der Wände (diese Nischen sind zu klein und damit unbrauchbar
    • 1.OG den HWR
    • 2.OG / DG die „Terrasse“, denn sie kostet halb so viel wie die Garage, führt vermutlich zu bauphysikalischen Klimmzügen und Problemen und wird nie genutzt werden, nie.

    Tausche die Räume auf der Nord- und der Südseite des Hauses mit Ausnahme des Elternschlafzimmers gegeneinander aus.


    Gönne der Treppe wenigstens ein passables Auge, wenn sie unbedingt in der Mitte des Hauses liegen soll - und inszeniere sie richtig, bspw. mit natürlichem Licht von oben.


    Aber denke vor allem endlich die Bebauung und Topographie um das Haus zeichnerisch mit und gehe endlich auch in die dritte und vierte Dimension! (Letztere ist die Zeit, die Bewegungen, Wachstum und Alterung denkbar macht.) Dein Grundriss ist weit entfernt davon, ein Entwurf zu sein, er ist - sorry - bestenfalls ein nicht sonderlich funktionierendes Funktionsdiagramm.


    (Mit einem Sonographie-Gerät in der Hand kann ich weder die damit gemachten Bilder interpretieren, noch ggf. anstehende Therapien sinnvoll daraus ableiten.)


    Entwurfspläne zeigen als Grundrisse schematisch den aktuellsten Zwischenstand komplexer sozialer, räumlicher, baukonstruktiver, bauphysikalischer etc. Überlegungen. Sie sind deren Visualisierung zum Zweck ihrer vielfach wiederkehrenden Überprüfung und Kommunizierbarkeit, kein Selbstzweck. Ihr interaktiver Entstehungsprozess nennt sich „Entwurfsphase“ des Projekts. Bis zur Baubarkeit werden sie dutzendfach, wenn nicht hundertfach geändert. Bei Dir fängt der Entwurfsprozess gerade an, zu beginnen. Auch wenn Du ein CAD-System benutzt, welches eine hohe Genauigkeit vorgaukelt, bis Du momentan bestenfalls bei Minute 5 eines mehrmonatigen Prozesses!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Hast Du eine Vorstellung, was dieses Haus kostet?


    Gehen wir mal davon aus, dass jeder Quadratmeter heute mindestens 3.000 Euro beim Bauen kostet, eher mehr...

    Wenn Du Dir nur 10 Quadratmeter gebaute Raumfläche (ich spreche nicht nur von Wohnfläche) sparen kannst, macht das 30.000€ Einsparung aus.

    Dieses Potential sehe ich bei diesem Grundriss mehrfach...

    der Nutzen des DG erschließt sich mir beispielsweise gar nicht bzw. nur eingeschränkt...

  • und die Nische für die Garderobe in Richtung der Haustür verschoben.

    Das halte ich für keine gute Idee. Ich bin jetzt nicht gerade für Ästhetik bekannt, aber wenn ich ein Haus betrete und dann mit der Nase in der Garderobe zwischen Jacken und Stiefeln hänge, dann wirkt das auf mich nicht gerade einladend. Meine Devise, der erste Blick beim Betreten eines Gebäudes ist entscheidend, und Deine Garderobenvariante finde ich jetzt nicht gerade ansprechend. Ich würde die Garderobe evtl. "hinter" der Haustür platzieren.

    Ich finde, der Eingangsbereich sollte etwas geräumiger sein. Dazu gehört auch der Bereich neben der Treppe. Anscheinend möchtest Du unter der Treppe einen Abstellbereich schaffen, das führt jedoch in meinen Augen dazu, dass man durch einen schmalen Durchgang hindurch muss, um in´s Wohnzimmer zu gelangen. Da kommen ein paar Freunde zu Besuch, die drängeln sich zwischen Tür und Treppe vor einer "Garderobe", so dass man die Haustür kaum noch schließen kann, dann alle schön in einer Reihe aufstellen und im Gänsemarsch neben der Treppe hindurch in Richtung Wohnzimmer. Das mag für eine 40m² Mietwohnung vielleicht noch OK sein, aber für mein eigenes Haus? Gleichzeitig wird an anderer Stelle Platz verschwendet, ohne erkennbaren Nutzen für die Bewohner.


    Aber wir drehen an Details ohne die Umgebungsbedingungen zu kennen, wer weiß wo am Ende der Eingangsbereich landet.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ich will jetzt nicht nerven, aber.....wie hoch ist denn nun Euer Budget?


    Uns interessiert nicht Dein Einkommen, Dein Eigenkapital, Dein Kontostand, wohl aber in welchem finanziellen Rahmen hier geplant werden kann.


    Ich wage mal die kühne These, dass man -ohne Qualitätsverlust - jedes Geschoß um mindestens 10, eher 12-14m² kompakter gestalten könnte. Macht bei 3 Geschoßen also etwa 30 - 35 m² aus.


    Die Situierung knapp an der Südgrenze (?) mag baurechtlich evtl. zulässig sein, würde ich aber so nicht so toll finden.


    Die Innenraumgestaltung (Fassade lasse ich mal außen vor) sehe ich i.A. eher als "grobes Gedankengerüst" welche Räume im jeweiligen Geschoß sein sollen. Ihre Ausformung ist derzeit noch nicht erfolgt.


    Ich würde, auch aus Einsparungsgründen, folgende Punkte grundsätzlich in Frage stellen:


    Erdgeschoß:

    Gästebad. Ein solches kann (!) Sinn machen, wenn man dort auch ein Gästezimmer hat und wenn Gäste wirklich häufiger und/ oder länger verweilen. Für 3 - 4 mal im Jahr, mit ein paar Couchschläfern im Wohnzimmer, wäre ein eigenes Bad m.E. deutlich zu viel des Guten. selbst wenn man zu dem Schluss käme, dass ein Gästebad unerlässlich sei, so würden hier 4 - 4,5 m² vollauf genügen.


    Obergeschoß:

    Ankleide. Kann man machen. Muss man aber nicht. Mit knapp 19m² ist das SZ groß genug um dort einen veritablen Kleiderschrank hin zu bekommen. Die Ankleide wiederum ist dafür zu klein. Also: entweder oder....

    Arbeitszimmer. Dieses ist riesig. Ich weiß ja nicht welcher Arbeit dort nachgegangen werden soll, es ist aber durchaus geeignet, dass hier 2-3 Personen arbeiten können. Es ist -nebenbei gesagt- bereits das zweite Arbeitszimmer. Im EG ist ja auch noch eines. Bist Du dir sicher, dass dort gearbeitet wird oder ist der Platz irgendwie übrig geblieben und soll nun sinnvoll mit leben gefüllt werden?


    Dachgeschoß:

    Gästezimmer und Bad (groß!). Wozu war noch gleich das Gästebad im EG gedacht? Welchem Hobby geht man dort nach. ein großer Hobbyraum lässt hier Großes vermuten.


    Zusammengefasst:

    ich sehe hier ein Paar mit einem Kind. Dann gibt es noch zwei Arbeitszimmer, ein großes Gästezimmer mit Gästebad. Baut Ihr das echt für Euch oder wollt Ihr irgendwie vermieten....?

  • Die Situierung knapp an der Südgrenze (?)

    Ich vermute, da war das Blatt zuende beim Einzeichnen der Grenze. ;)


    Im Erdgeschoss habe ich den ungefähren Grenzverlauf eingezeichnet.


    Ein paar weitere Maßangaben würden aber schon helfen. Es wäre auch hilfreich zu wissen, wieviel der Grundstücksfläche (500m²) tatsächlich bebaut werden darf (BPlan?).

    Die Abmessungen der Garage könnten passen, darauf achten, dass die maximal zulässige Länge auf der Grenze nicht überschritten wird (BaWü 9m, insgesamt max. 15m). Mein dicker Daumen sagt mir, dass die Länge der Garage inkl. Abstellraum die 9m so ziemlich ausreizt.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ich wage mal die kühne These, dass man -ohne Qualitätsverlust - jedes Geschoß um mindestens 10, eher 12-14m² kompakter gestalten könnte. Macht bei 3 Geschoßen also etwa 30 - 35 m² aus.

    Mindestens. Auch mein Eindruck, deswegen schrieb ich ja "üppig".


    ein großer Hobbyraum lässt hier Großes vermuten.

    Es soll Leute mit Modelleisenbahnen geben... Hab ich mal so gehört. ;)

    (Schaue gerade in den Keller: 12 qm zweistöckige Anlage plus 4 qm einstöckig plus 2,5 qm noch nicht aufgestellte... Plus neu dazu 12qm Platz für Band. Also ich könnte das schon füllen :grinning_squinting_face: )



    Konkret:

    Habt ihr denn schon Vorstellungen, wieviel qm ihr für die jeweiligen Räumen gerne hättet? Ich denke gerade auch an die beiden Arbeitszimmer. Wir teilen uns hier 14qm, zusätzlich könnte man es auch noch für Gäste nehmen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Ich erkenne Planlosigkeit. Da werden riesige Räume generiert und den Rest füllt man mit irgend welchen Räumen, wie Arbeitszimmer, riesige Gästezimmer und Gästebad usw. Aber wozu diese Arbeit? Ja man will bauen, man ist begeistert und voller Vorfreude. Es jucken die Hummeln in der Hose und die Phantasien gehen mit einem durch und man macht Pläne. Aber dann geht man zum Architekten und all die Arbeit war umsonst, weil der/die Architekt/in macht sein/ihr eigenes Ding.


    Man kann mit dem eigenen Plan auch zu einem GU gehen. Der baut haargenau so wie der Kunde will. Wenn Fehler drin sind, wenn manches nicht praktikabel ist, wenn es nicht nutzbare Ecken gibt über die man sich später ärgert und sowieso man sich über schlechte Nutzbarkeiten, unkomode Erschließungen und was weiß ich noch alles ärgert, das interessiert den GU nicht. Der baut so wie bestellt.


    Ich würde nicht planen, sondern mir eher mal aufschreiben, wie man leben will, was man sich vorstellt, wie die Abläufe in der Familie sind ob man noch Zuwachs haben will, was für Hobbys man hat und welche noch dazu kommen sollen, wie die finanzielle Situation ist, wie viel kann man gleich aufbringen und wie viel kann man abbezahlen. Damit geht man dann zum Architekt/in und diese Person entwirft ein praktikables Haus nach Deinen Wünschen. Gute Architekten und Architektinnen werden Dir Lösungen aufzeigen auf die Du nie gekommen wärst (die werden wir Dir hier auch nicht einfach so verraten und die Planung kostenlos machen).

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • und den Rest füllt man mit.....

    ich vermisse noch die obligatorische Palme in einer Ecke. ;)

    aber die kommt vielleicht noch, die Möbel stehen ja auch noch auf der Agenda

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Das Einzeichnen von eigenen Möbeln kann dazu dienen, dass man Enge, aber auch ein zuviel des Guten recht schnell erkennen kann. Hast Du denn jetzt schon Deine Skizze möbliert, ABBau ?


    Du verplanst knappe 300qm für je 3000€/qm. Das ist Dir bewusst? Und ich sehe noch nicht einmal ein gestalterisches Highlight, ganz im Gegenteil. Die Räume im OG, die ja überdurchschnittlich groß sind, punkten mit nichts als dieser Größe, die aber auch irgendwann ins Negative umkippt.

    Die Giebel werden mit Funktionsräumen geschlossen, die wiederum verhältnismäßig klein daherkommen - wo doch eigentlich diese irgendwie funktionieren sollten und somit etwas mehr Fläche brauchen. Letztendlich nehmen sie hier dem Flur das nötige Tageslicht.

    Wenn doch der Ausblick im Norden ein Highlight sein soll, warum verspüre oder sehe ich beim Betreten dieses Hauses dieses nicht? Stattdessen wird da ein schmaler Röhrenflur geplant, der mit einem Feature punktet, den man in einem kleinen Haus sehr schätzen kann, nämlich der Abstellraum unter der Treppe - allerdings ist dieses Feature bei einem „300qm-Haus“ doch irgendwie fehl am Platze?!

    Jetzt aber zum Wichtigen:

    Es existiert eine Firsthöhenbegrenzung von 9,50. Das bedeutet, dass Dein Dachgeschoss,( auch wenn es einen Kniestock von einem Meter bekommen soll), mittig (über der Treppe) Pi mal Daumen diese 3,50 Höhe hast (EG + OG = 6 M). Das bedeutet aber auch, dass Du unterm Dach nur einen Mittelstreifen von ca. 5 Metern Breite hast, der eine Mindesthöhe von 2 Metern hat. Davon verplemperst Du schon zwei Meter für „Flur“. Dein Zugang zu der geplanten Loggia funktioniert also so gar nicht, die Räume werden auch nicht so funktionieren, wie Du Dir die so denkst. Von Bad und Gästezimmer bleiben Dir je ein halber Meter in der Länge , wo Du stehen kannst. Die meiste Fläche im Dachgeschoss wirst Du mit eingezogenem Kopf bzw. krabbelnd verbringen.

    Den Balkon im OG habe ich entfernt. Die genannten Punkte machen für mich absolut Sinn.

    Und mal diesen Satz als Beispiel: die Kritik am Balkon verstehst Du anscheinend nicht, da Du zum einen sagst, es macht Sinn, ihn zu entfernen, planst aber statt dessen eine Loggia unter Dach.

    Deshalb ist es nicht sinnig, dass Du als Laie hier versuchst, etwas zu planen. Du denkst, dass das alles fein ist, änderst ein paar Striche und glaubst, dass Du damit etwas verbesserst. Nein. Es fehlt ein schickes Konzept, das Wissen um planerische Gestaltung, aus dem Guten dieses Grundstückes auch etwas Feines zu machen, was funktioniert und noch dazu bezahlbar ist. Ein Rechteck kann wohl jeder zeichnen. Ein paar mehr Linien in 11,3 x 10 machen aber noch lang kein Haus.