Reduzierstücke falsch herum?

  • Für mich sieht es so aus, als ob die Reduzierstücke falsch herum sind. Zumindest steht in der Geberit Kompetenzbroschüre Hydraulik

    Zitat


    Das exzentrische Übergangsformstück ist grundsätzlich scheitelgleich in Fließrichtung (→ Abbildung 14) einzusetzen. Somit werden Lufteinschlüsse vermieden, welche sonst zu hydraulischen Beeinträchtigungen führen können.

    Die einzige Ausnahme die dort erwähnt wird ist für Grundleitungen.


    Es irritiert mich wenn die Installation anscheinend anders als vom Hersteller vorgesehen passiert. Ich will mir es aber auch nicht mit der Sanitärfirma verscherzen, die das ja schon seit über 30 Jahren macht. Wie schlimm ist die Installation?


    Es ist jetzt schon Gipskarton davor, daher ist es blöd da nochmal ranzumüssen, aber besser jetzt als später.


  • Da "Sammelanschlussleitung" scheitelgleich, siehe auch hier.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das passt ja zu den Unterlagen von Geberit. Für mich sind die beiden Reduzierstücke (siehe BIld) nicht Scheitelgleich eingebaut.


    Halt die Frage wie schlimm das ist und ob ich auf einen Umbau bestehen sollte, der ja einen Rückbau der Trockenwände erfordert.

  • Es besteht die Gefahr des Einschwemmens fester Bestanteile in die kleinere Leitung.

    Oftmals wissen sich die Installateure nicht anders zu helfen, weil die vorgefundenen Höhen nicht mit den Wünschen der Bauherren nach flachen Duschen in Übereinstimung zu bringen sind.


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  • Danke, Ja das Wasser fließt nur nach unten. Das stimmt natürlich.

    • Das rechte Reduzierstück geht zu Badewanne und Waschbecken. Da wüsste ich jetzt nicht direkt wo das Problem mit der Aufbauhöhe ist
    • Das linke geht zur Dusche. Da hatte ich von Anfang an gesagt, dass mir klar ist, dass die Dusche etwas höher wird und ich quasi flache Wanne auf Podest haben will


    Geschickt wäre es, wenn man das vorher besprochen hätte. Wenn ich das jetzt ändern lasse, ist der Sanitär vermutlich sauer und ich darf den Trockenbauer doppelt bezahlen. Vermutlich alles besser als sich später bzgl. Probleme zu streiten... :wall:

  • In der IKZ Praxis steht ja "sollten". Das lässt natürlich auch Interpretationsspielraum.

    Zitat

    Exzentrische Übergangsstücke sollten in Sammelanschlussleitungen scheitelgleich eingebaut werden

  • Ich hab mal nachgelesen was die aktuelle Fassung der DIN 1986-100 sagt:


    Zitat


    In Sammelanschlussleitungen sollten exzentrische Übergangsformstücke scheitelgleich eingebaut werden. Aus Gründen der besseren Inspizierbarkeit muss der Einbau in Grundleitungen sohlengleich erfolgen.


    Bei "sollte" ist es wohl vermutlich mein Privatvergnügen das ändern zu lassen.

  • Ich hab mal nachgelesen was die aktuelle Fassung der DIN 1986-100 sagt:


    Bei "sollte" ist es wohl vermutlich mein Privatvergnügen das ändern zu lassen.

    Jein, es kommt auf die Norm an, und darauf, ob diese die darin benutzen Hilfsverben definiert. Ich habe die DIN 1986-100 leider grad nicht im Volltext zur Hand. Generell sind modale Hilfsverben wie "sollen" in Normen ziemlicher Käse, siehe hier!

    Zitat

    ... Daraus ergibt sich, dass empfehlende modale Verbformen wie „sollte (nicht)“ oder „es ist (nicht) empfehlenswert“ in Normen fehl am Platze sind. Diese sollten nur in informativen Dokumentformen wie Leitfäden oder Technischen Berichten (Technical Reports) vorkommen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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