Terrassenaufbau: Aluschienen mit Bautenschutzmatten unterlegt

  • Hallo zusammen,


    wir lassen gerade unsere Terrasse machen, und ich hätte eine kurze Frage zum Aufbau.


    Der Landschaftsgärtner hat den Unterbau erstellt und als letztes ca. 8 cm hohen Rand- bzw. Rabattensteine gesetzt, die auf einem Unkrautvlies sitzen.


    Nun war der Schreiner da, der die Terrasse fertigstellen soll. Er hat heute seine Alu-Unterkonstruktion direkt auf die Rabattensteine gelegt – allerdings liegt die Konstruktion nicht direkt auf, sondern ist mit unterschiedlich dicken Bautenschutzmatten unterfüttert. An fast jeder Stelle wurde mal mit mehr mal mit weniger Bautenschutzmatten ausgeglichen.


    Das wirkt auf mich etwas abenteuerlich. Sollte der Gärtner nicht eigentlich die korrekten Höhen und das Gefälle schon beim Unterbau exakt vorbereiten?


    Daher meine Frage:

    Ist das so üblich und in Ordnung – oder eher Pfusch bzw. eine Notlösung, die man besser vermeiden sollte?


    Vielen Dank schon mal für eure Meinungen und Erfahrungen!



  • Nun ja. Die Planung fehlt!


    Der eine macht was, der andere hat keine Bedenken. Die Schilderung und das Bild sind eher unverständlich?

    In meiner Glaskugel herrscht gerade Nebel.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Nun ja. Die Planung fehlt!

    Dabi bleibt es ! Mit einer Planung, die den Namen verdient, wäre die Höhenlage der einzelnen Schichten klar gewesen. Dann hätte keiner so "wild" unterfüttern müssen. Oder, wenn er es doch getan hätte, wär der "Schuldige" klar.

    Aber Planung kostet natürlich. Oups

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ist das so üblich und in Ordnung – oder eher Pfusch bzw. eine Notlösung, die man besser vermeiden sollte?

    Die Pads aus irgendeinem "Gummigranulat" sind zum Ausgleich üblich, sie verhindern auch einen direkten Kontakt der Schienen mit den Auflagepunkten, was insbesondere bei Holz wichtig ist, da sich so kein Wasser am Auflagepunkt sammeln kann. Die Pads gibt es auch in unterschiedlichen Dicken, aber je nach Höhendifferenz greift man dann besser zu Stelzlagern anstatt Dutzende Pads zu stapeln.


    Ob man die UK etwas tiefer hätte setzen können, was am Türdurchgang zu einem geringen Absatz geführt hätte, darüber kann man streiten, aus dem Bild ist das nicht ersichtlich. Die Platzierung der Steine halte ich für Ok, die kann man nicht auf den Millimeter genau setzen. Ausgleich und Gefälle wird dann mit der Uk realisiert. Ansonsten hätte man dem Landschaftsgärtner exakte Vorgaben machen müssen.

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  • Ich halte das,was der Schreiner da gebastelt hat für Pfusch,das gibt ein schönes Gerippe auf der Terrasse, bei so viel gummipuffer.

    Ausserdem wird der (holz )Belag, so wie ich die Bilder deute zu hoch werden


    Andere Frage: Sind die aluschienen festgeschraubt?

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Das Prinzip einer aufgestelzten Holzterrasse ist:


    Es gibt zwei Entwässerungsebenen. Niederschlagswasser entwässert (1.) auf dem Holzbelag und fliest von dort zum freien Rand der Terrasse, wo es in einer Rinne oder ( Garten ) in einer Rigole aufgenommen wird.


    Da die Holzdielen nicht auf Stoß verlegt werden, fliest Niederschlagswasser ( 2. ) auch in den Unterbau und muß von dort - vom Gebäude weg - entwässern,


    Für die Entwässerung beider Ebenen bedarf es eines Gefälles. Üblicherweise gibt der Unterbau das Gefälle vor. Der Oberbau ( Holzdielen ) übernimmt üblicherweise dieses zuvor festgelegte Gefälle. Das Gefälle in beiden Ebenen sollte mindestens 2 - 3 % betragen.


    Im vorliegenden Fall ist im Unterbau eine Folie ( auf was ? ) und hierauf sind Steinplatten auf Stoß parallel zum Gebäude und der Terrassentür verlegt worden. Die Folie ( Sinn und Zweck ? ) ist nicht straff gespannt, sondern sie hat Wellen, was den Wasserfluß im Unterbau zum freien Rand behindert. Noch viel schlimmer sind allerdings die auf Stoß verlegten Steinplatten. Davor wird sich Niederschlagswasser aufstauen. Außerdem ist dort mit Versottung zu rechnen, da über die Fugen des Holzbelags auch Laub, Erde usw in den Unterbau gelagen wird und vor den Steinplatten liegen bleiben wird ( können nicht zum freien Rand weggespült werden ). Wenn überhaupt hätten die Platten im Abstand verlegt werden müssen, damit der Wasserabfluß auf der Folie nicht behindert wird.


    Die Aufdopplungen mit mehreren Lagen zugeschnittenen Stücken von Bautenschutzmatten könnte darauf beruhen, dass man versucht hat, den Holzbelag in die Waage zu bringen. Vermutlich um keine schiefe Ebene für Tische und sonstige Terrassenmöbel zu erhalten. In diesem Falle würde aber das Gefälle auf dem Holzbelag ( vermutlich Bakirai ) fehlen und es bleibt dort Niederschlagswasser stehen. Die gestapelten Mattenstücke dürften

    dazu führen, dass der Holzbelag schwingt, gegebenenfalls werden die Stapel auseinanderfallen. Die auf dem Bild zu sehende Befestigung mit einer Schraube bringt keinen dauerhaften Verbund.


    Das Ganze hätte hätte man besser lösen können mit aufgestelzten " Tellern ", an denen der Holzbelag verschaubt wird. Aber offenbar ging das nicht, weil der Unterbau nicht ausreichend tragfest für die Aufstellung derartiger " Teller " ist ( verutlich keiner Schottertagschicht o.ä. vorhanden ). Insofern wurden offenbar auch die Steinplatten in Linien als Unterbau für die Alu-Holztragkonstruktion angebracht.


    An der Terrassentüre dürfte, wie meine Vorredner bereits gesagt haben, der Holzbelag viel zu hoch kommen. Dort fehlt der Freiboard von selbst 5 cm + Entwässerungsrinne bis OK Abdichtung an der Türschwelle. Auch an den Außenwänden seitlich der Tür dürfte der Holzbelag viel zu hoch kommen. Ist den dort ( an den Wänden ) die Bauwerksabdichtung bis mindestens 15 cm über OK fertiger Holzbelag hochgeführt?


    Ergebnis: Das Ganze ist eine Sonderkonstruktion außerhalb der aRdT, ist nicht gebrauchstauglich und dürfte wegen des gestörten Wasserabflusses auch nicht dauerhaft schadensfrei funktionieren.


    Planungsfehler bereits im Unterbau und der Schreiner arbeitet - ohne Bedenkenhinweis - auf dem Planungsfehler einfach weiter, womit auch dessen Leistungen mangelhaft werden.

  • die Folie sieht eher aus wie ein Geotextil, und das Problem mit der Entwässerung nunja halte ich für akademisch.. Wäre da Rasen, würde das Wasser da auch versickern (müssen).

    Die Gummigranulatstapel hingegen sind etwas abenteuerlich. Die gewählten Materialien (Alu-KU) und der massive Unterbau sind teuer und das ist dann am falschen Ende gespart.


    Sie Spannweite der Alu-UK sieht ebenfalls unötig groß aus - hier werden ja sogar einige "Betonschwellen" ausgelassen. Das schwingt dann am Ende mehr, als es müsste.

    Ich hab höhenverstellbare Kunststofffüß0e verwendet. Diese werden am Fundament fixiert und können schnell und einfach auf den mm nivelliert werden. Die kosten ein paar € pro Stück, fallen aber bei den Summen für Fundamente, Alu-UK und Holz nicht mehr ins Gewicht.