Ursache feuchter Balkon?

  • Vor gut zwei Monaten wurde ich privat von den Eigentümerinnen zur Begutachtung eines Balkons an einem freistehenden EFH am Berliner Stadtrand bestellt, genauer ganz kurz dahinter nach Brandenburg. Der Balkon sei feucht und das angrenzende Mauerwerk ebenfalls, aus dem Putz blühe an mehreren Stellen Salpeter aus. Die Ursache dafür soll geklärt werden.


    Das Haus sei vor knapp 100 Jahren erbaut und letztmalig vor gut 5 Jahren saniert und leicht umgebaut worden. Die Sanierung wurde von einem im Denkmalschutz erfahrenen lokalen Architekturbüro geplant. Der Kollege könne sich nach zwei Nachbesserungen die Ursache der Feuchtigkeit nicht erklären. Er sei an einer fachkundigen Aufklärung interessiert und kooperativ.


    Dazu erhielt ich eine Reihe Fotos, die ich hier aus rechtlichen Gründen nicht zeigen werde. Stattdessen füge ich ein eigenes Foto der später von mir vorgefundenen Situation ein, entsprechend inhaltlich aber den mir vorgelegten Bildern:



    Ich werde das Forum auf meiner Suche nach der Ursache der an der Stütze rechts deutlich sichtbaren Feuchtigkeit mitnehmen, die für mich allerdings schon abgeschlossen ist. Das heißt, mein Gutachten ist schon seit Wochen fertiggestellt, versandt und bezahlt.


    Deshalb als gemeinsame Sommerunternehmung: Was würdet ihr nach der Beauftragung einer Begutachtung in dieser Sache als erstes tun?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Das Haus sei vor knapp 100 Jahren erbaut und letztmalig vor gut 5 Jahren saniert und leicht umgebaut worden.

    Damit vermute ich einen Mauerwerkspfeiler unter einer Stahlbetonplatte

    Die Sanierung wurde von einem im Denkmalschutz erfahrenen lokalen Architekturbüro geplant.

    Damit sollten grobe Sanierungsfehler ausgeschlossen sein.

    Dazu erhielt ich eine Reihe Fotos,

    Ob die oder die anderen (hier noch nicht verratenen Informationen) hilfreich bei der Lösungsfindung sind? Großes Rätselraten.


    Die Feuchterscheinungen auf der Rückseite des Pfeilers lassen sich mit den gegebenen Informationen nicht erklären.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Damit vermute ich einen Mauerwerkspfeiler unter einer Stahlbetonplatte

    Das war auch meine Einschätzung.

    Damit sollten grobe Sanierungsfehler ausgeschlossen sein.

    Auch das deckt sich komplett mit meiner Bewertung!

    Ob die oder die anderen (hier noch nicht verratenen Informationen) hilfreich bei der Lösungsfindung sind?

    Bis hierher ist exakt mein gesamter Wissenstand zum Beginn meiner Bearbeitung dargestellt, eigentlich sogar mehr, weil alle unwesentlichen und gleich als nicht sachdienlichen Schilderungen der Eigentümerinnen und Verwalterin (die Eigentümerinnen leben zur Zeit im europ. Ausland) bereits weggelassen wurden.


    Ich werde weitere Informationen liefern, sofern zielgerichtet gefragt wird und ich antworten kann. (Sollte es keine Fragen geben, so werde ich ungefähr im zeitlichen Ablauf der Bearbeitung durch mich die einzelnen Schritte und die daraus folgenden Erkenntnisse liefern.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Eine erhebliche Durchfeuchtung ist aber auch auf der abgeschrägten Seitenansicht des Balkons zu erkennen. Die Befestigung des Balkongeländers wird leider durch das am Balkonrand angebrachte Zinkblech verdeckt.

    Die Geländerbefestigung sollte vermutlich durch das Zinkblech kaschiert werden.


    Verkleidung des Balkons mit Platten?


    Ist die betonte Erfahrung im Denkmalschutz eine Selbsteinschätzung des Architekturbüros? Die auf dem Bild zu sehende massive Durchfeuchtung der Gartenmauer aus Klinkersteinen könnte gegen die " Erfahrung " sprechen. Vermutlich fehlt an den Gartenmauer die Abdichtung ( z.B. Dichtschlämme ) vor Anbringung der Mauerabdeckplatten oder es fehlt ein ausreichender Überstand mit Abtropfkante.

  • Blöde Fragen:

    Ist die keilige Form der Seitenansicht [hinten dicker als vorn] einer Art Kragarm geschuldet oder eine optische Täuschung?

    Oder ist das das Gefälle des Belags und der Drainung, also auch der Abdichtung?

    Sofern die überhaupt vorhanden sind. [Abdichtung + Drainung]

    Parallel zur Fassade geschnitten; ist die Seitenbe- oder -verkleidung auch keilig? Also Aufsicht grösser als Untersicht?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich sehe jede Menge Laufspuren an der Stirnseite des Blechs. Das hat außerdem am Anschluss zur Wand einen Spalt.


    Ist es überhaupt eine Stahlbetondecke? Vor 100 Jahren war das im EFH-Bau eher die Ausnahme. Oder Hohldielen o.ä.?


    Wie ist die Ansicht von oben? Geländerbefestigung? Deren Abdichtung?

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ich sehe eine durchlaufende ( Trenn- ) Fuge auf der Balkonuntersicht im Bereich der Pfeiler. Möglicherweise wurde dort ein Träger ( Stahl ?) von der Verkleidung der Untersicht des Balkon entkoppelt?


    Wo ist die Entwässerungsrinne? Innenliegend vor dem Träger oder vorgesetzt an der Stirnseite des Balkons ( auf dem Bild am Balkonrand aber nicht zu erkennen ).


    Wo ist das Fallrohr und die Notentwässerung?


    An einen Stahlbetonbalkon glaube ich nicht. Wie soll der am 100 Jahre alten Bestandsgebäude befestigt worden sein?

  • Die zahlreichen Fragen werde ich nicht vor heute Abend beantworten, die Vermutungen auch erst dann kommentieren können.


    Ich habe nach der Beauftragung erstmal weniger vermutet und stattdessen relevante Unterlagen beim planenden und bauleitenden Architekturbüro erbeten, soweit verfügbar:

    • relevante Ausführungspläne aller Art
    • Detailpläne Grund um den Balkon
    • vertragsrelevanten Schriftverkehr (Angebot, Auftrags-LV, Abnahmeprotokolle, Mangelrügen) mit den Firmen
      • die die Balkonabdichtung saniert hat
      • die das Geländer gebaut und montiert hat
      • die die Entwässerung gebaut hat
      • die den Holzbelag hergestellt hat
    • vertragsrelevanten Schriftverkehr bezüglich des Architektenvertrages (Hinweise auf Abweichungen von den a.R.d.T., Aufforderungen zur Haftungsfreistellung ... etc.)

    Weiterhin habe ich bei den Mietern um einen Besichtigungs- und Messtermin gebeten, bevorzugt kurz nach einem größeren Regenereignis, von denen für die Tage nach der Beauftragung zwei vorhergesagt wurden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Äh ja, gute Idee. Wir würden dann diese Unterlagen von Dir anfordern um dann weiter zu entscheiden. ;)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • mir stellen sich folgende Fragen:

    • Wann ist der Schaden erstmalig aufgetreten?
    • ist das ddie Schlagregenseite?
    • Wie sieht die Planung für die Balkonabdichtung und Wasserableitung aus?
    • komisch ist, dass man keine Fallrohre sieht... Gibt es vielleicht eine innenliegende Ableitung von Regenwasser?
    • es fällt auf, dass nur die EEckstütze und der Balkonrand Ausblühungen aufweisen. Der rest seieht von hier aus gut aus...
    • die Art und Verteilung der Ausblühungen deuten darauf hin, dass die Eckstütze und auch der Rand der Balkonplatte möglicherweise Feuchtigkeit von oben abbekommen hat (sofern Mauerwerk). Eher nicht von Schlagregen
    • interessant ist, dass am Balkonrand die Feuchteschäden sich über die komplette Balkonbreite erstrecken. Also eher ein Thema, welches linienförmig ist
    • auch die Backsteinwand im Hintergrund hat Feuchteschäden.


    erste Idee: da läuft irgendwo von oben flächig oder linienförmig Wasser rein...

    Abdichtung perforiert? ggf. durch Befestigungsmittel?

    Muss man aber vor Ort sehen... Himmelsrichtung und auch die Art des Belags wären interessant.

  • Ich habe nach der Beauftragung erstmal weniger vermutet und stattdessen relevante Unterlagen beim planenden und bauleitenden Architekturbüro erbeten

    Schrezkeks. Wir haben nur das Foto, müssen also erstmal spekulieren und auf Deine Reaktionen warten.


    Ausserdem fängt mein Hirn beim Betrachten eines Fotos ganz automatisch an, nachzudenken.

    Und diese Gedanken kann ich halt nicht per Ortstermin verifizieren oder widerlegen.

    Du glaubst gar nicht, wie oft ich meine Vor-OT Ideen mit Schmakes in den geistigen Papierkorb gefeuert habe und mich selbst einen "*****" geschimpft habe, auf solche Ideen gekommen zu sein.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Äh ja, gute Idee. Wir würden dann diese Unterlagen von Dir anfordern um dann weiter zu entscheiden. ;)

    genau so machen wir das! :bier:

    Die Geländerbefestigung sollte vermutlich durch das Zinkblech kaschiert werden.

    nein, das macht ein Holzbelag

    Verkleidung des Balkons mit Platten?.

    nein, sichtbarer Putz und lose aufgelegter Holzbelag

    Ist die betonte Erfahrung im Denkmalschutz eine Selbsteinschätzung des Architekturbüros?

    Nein, wurde so von den AG mitgeteilt. Das Architekturbüro arbeitet überwiegend im Bestand an Profan- wie Sakralbauten und da sind dann in B typischerweise Denkmale dabei, denn da traut man Architekten anscheinend durchaus eine höhere Kompetenz zu und entscheidet sich für deren Beauftragung.

    Die auf dem Bild zu sehende massive Durchfeuchtung der Gartenmauer aus Klinkersteinen könnte gegen die " Erfahrung " sprechen.

    Die sichtbare Gartenmauer ist die "rechte Einfriedung" des linken Nachbarn nach § 28 BbgNRG und muss uns damit nicht interessieren. Die Kollegen hatten damit nichts zu tun.

    Vermutlich fehlt an den Gartenmauer die Abdichtung ( z.B. Dichtschlämme ) vor Anbringung der Mauerabdeckplatten oder es fehlt ein ausreichender Überstand mit Abtropfkante.

    Das kann dahin stehen, weil nicht im Eigentum und auch nicht Inder Obhut meiner AG.

    Ist die keilige Form der Seitenansicht [hinten dicker als vorn] einer Art Kragarm geschuldet oder eine optische Täuschung? Oder ist das Gefälle des Belags und der Drainung, also auch der Abdichtung?

    letzteres

    Sofern die überhaupt vorhanden sind. [Abdichtung + Drainung]

    ja, Abdichtung und Drainung sind vorhanden.

    Parallel zur Fassade geschnitten; ist die Seitenbe- oder -verkleidung auch keilig? Also Aufsicht grösser als Untersicht?

    Die Frage verstehe ich nicht. Vielleicht helfen die Bilder und die weiteren Antworten weiter!?

    Ist es überhaupt eine Stahlbetondecke? Vor 100 Jahren war das im EFH-Bau eher die Ausnahme. Oder Hohldielen o.ä.?

    Es ist eine Stahlsteindecke, siehe Bilder.

    Wie ist die Ansicht von oben? Geländerbefestigung? Deren Abdichtung?

    siehe Bilder

    Ich sehe eine durchlaufende ( Trenn- ) Fuge auf der Balkonuntersicht im Bereich der Pfeiler.

    ich nicht

    Möglicherweise wurde dort ein Träger ( Stahl ?) von der Verkleidung der Untersicht des Balkon entkoppelt?

    nein

    Wo ist die Entwässerungsrinne? Innenliegend vor dem Träger oder vorgesetzt an der Stirnseite des Balkons ( auf dem Bild am Balkonrand aber nicht zu erkennen ).

    an der freien Längskante des Balkons, im Ursprungsfoto rechts, vorgesetzt, aber nicht erkennbar

    Wo ist das Fallrohr ...

    am im Foto hinteren bzw. in der Ansicht rechten Ende des Balkons

    ... und die Notentwässerung?

    Frei vorgehängte Rinnen entwässern über ihren Rand. Nicht umschlossene Flächen benötigen keine Notentwässerung nach DIN 1986-100.

    An einen Stahlbetonbalkon glaube ich nicht. Wie soll der am 100 Jahre alten Bestandsgebäude befestigt worden sein?

    Es ist eine Stahlsteindecke, die sich bezüglich der Auflager aber nur unwesentlich von einer StB-Decke unterscheidet.

    Ich eher einen [geringen] Höhenversatz

    Da ist tatsächlich ein Bauteil eingelegt, das ich aber nicht näher betrachtet habe.

    • Wann ist der Schaden erstmalig aufgetreten?
    • ist das ddie Schlagregenseite?
    • Wie sieht die Planung für die Balkonabdichtung und Wasserableitung aus?
    • komisch ist, dass man keine Fallrohre sieht... Gibt es vielleicht eine innenliegende Ableitung von Regenwasser?
    • es fällt auf, dass nur die EEckstütze und der Balkonrand Ausblühungen aufweisen. Der rest seieht von hier aus gut aus...
    • die Art und Verteilung der Ausblühungen deuten darauf hin, dass die Eckstütze und auch der Rand der Balkonplatte möglicherweise Feuchtigkeit von oben abbekommen hat (sofern Mauerwerk). Eher nicht von Schlagregen
    • interessant ist, dass am Balkonrand die Feuchteschäden sich über die komplette Balkonbreite erstrecken. Also eher ein Thema, welches linienförmig ist
    • auch die Backsteinwand im Hintergrund hat Feuchteschäden.
    • ca. ein Jahr nach Fertigstellung aller Arbeiten der Sanierung. Das Haus insgesamt wurde vor ca. 5 Jahren modernisiert und umgebaut. Die Terrasse wurde aus Kostengründen erst ca. ein Jahr später fertiggestellt. Danach wurde am Balkon bereits zweimal nachgebessert. Die Stirnfläche des Balkons ist bei der zweiten Nachbesserung neu verputzt worden.
    • nein, der Hauptbaukörper des Haus und die Garage stehen in der Haupt-Schlagregenseite (West) vor der Terrasse. Die Terrasse liegt nach Nordosten. Genordeter Grundriss folgt.
    • Gefälleestrich zur langen freien Kante des Balkons (= Traufe), dort runde Rinne mit Gefälle vom Betrachter weg, an deren Ende Ableitung vom Balkon weg.
    • Fallrohr siehe vorstehender Punkt
    • Die Durchleuchtung insbesondere der Stirnseite und der Eckstütze fielen auch mir auf!
    • auch die Bewertung der Feuchteflecken teile ich
    • ...
    • Die Grundstücksmauer gehört dem Nachbarn und ist zweifelsohne schadhaft, aber hier nicht Gegenstand der Begutachtung

    erste Idee: da läuft irgendwo von oben flächig oder linienförmig Wasser rein...

    Abdichtung perforiert? ggf. durch Befestigungsmittel?

    Muss man aber vor Ort sehen... Himmelsrichtung und auch die Art des Belags wären interessant.

    Die vom kooperativen Architekten gelieferten Informationen zu diesem Punkt werde ich einstellen, sobald ich dazu komme.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Welche Bilder? Ich sehe nur eins, wo nicht viel zu erkennen ist.


    So macht Rätselraten irgendwie keinen rechten Spaß!

    wie ich bereits schrieb:

    Die vom kooperativen Architekten gelieferten Informationen zu diesem Punkt ...

    - damit meinte ich "Bilder" -

    werde ich einstellen, sobald ich dazu komme.

    Off-Topic:

    manchmal arbeite ich nämlich auch für Geld. Sorry, dass Du einen Moment warten musst!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Parallel zur Fassade geschnitten; ist die Seitenbe- oder -verkleidung auch keilig?

    Die Frage verstehe ich nicht.

    Vielleicht hilft diese Skizze [auf die SEHR Schnelle gezeichnet] Ich hoffe, die Beschriftung kann man/frau entziffern [Handschrift war schon immer eher Sauklaue und seit dem Schlaganfall.....]



    Off-Topic:

    Wieder als Handyphoto freihand. Es kann wieder gemeckert werden

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • anonymisierte Auszüge aus dem vom Architekten erhaltenen Plansatz im Maßstab 1:50


    Grundrisse Hochparterre (mit Balkon / Terrasse) und Untergeschoss, genordet



    Ansicht NO



    Ansicht SO



    Die Terrasse liegt im Nordosten des Gebäudes. Den größten Teil des berliner Raum typischerweise aus Westen kommenden Regens dürfte vom südwestlich erhöht gelegenen Wohngebäude abgefangen werden. Die Entwässerung der Fläche erfolgt ein Gefälle bis zu deren langer Kante und dann dort über das Gefälle der Rinne in Richtung Garage, dann vor der Garage hinunter auf Bodenniveau, welches vom Gebäude weg nach Nordosten Boch etwas weiter abfällt. Das Grundstück fällt auf ca. 30 m nach NO insgesamt um geschätzte 3 m ab. Der Zugang erfolgt über eine Außentreppe ein halbes Geschoss nach oben ins Hochparterre oder nach unten über eine Treppe in der Außenanlage in den Garten und die Räume unter der Terrasse bzw. dem Balkon.


    Detailpläne wurden (laut Architekt auf Wunsch der Bauherren) nicht erstellt. Vereinbart war vermutlich die Erbringung aller Leistungsphasen im "reduzierten Umfang". Es gibt also weder Detailpläne och am Architekten erstellte Ausschreibungen. Es liegen einzelne Angebote und Aufträge vor.


    Außerdem wurden mir zahlreiche Fotos von der Ausführung der und den Arbeiten zur Mangelbeseitigung übergeben.


    (Einzelne davon werde ich in einem separaten Post einstellen, sobald ich dazu komme.)

    Vielleicht hilft diese Skizze [auf die SEHR Schnelle gezeichnet] Ich hoffe, die Beschriftung kann man/frau entziffern [Handschrift war schon immer eher Sauklaue und seit dem Schlaganfall.....]


    Ja, so sieht es grundsätzlich aus. Die Schräge gibt es aber nur einmalig an der freien Stirnseite des Balkons nach Südosten. Das nordwestliche Ende bindet in die Garagenwand ein. An der langen freien Kante verläuft die offene Rinne. Die Einleitung erfolgt über ein Einhangblech, wenn ich mich rechte erinnere.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Off-Topic:

    Wieder als Handyphoto freihand. Es kann wieder gemeckert werden

    Wäre schön wenn Du die Hand ruhig halten würdest, bzw das Handy erst mal Zeit gibst scharf zu stellen und dann drückst. Ich erkenne nix. :motz2:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Fotos vom Architekten aus der Bauzeit:


    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • weitere Fotos des Architekten aus der Bauzeit:


    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Fotos aus der Zeit unmittelbar vor der ersten Sanierung / Nachbearbeitung ca. 2 Jahre nach der Fertigstellung


    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Ich spekulier mal wild drauf los:


    Die Gländerbefestungen/deren Bolzen stören oder unterbrechen die Drainschicht :eek:



    PS.: + Sockelabdichtung / -beschichtung

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Sanierung ca. 4 Jahre nach der Fertigstellung


    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Nach Auskunft des Kollegen sollte die Abdichtung ursprünglich mit Flüssigkunststoff erfolgen, wurde dann aber auf Wunsch der Auftraggeberinnen mit einer Dichtschlämme ausgeführt. Dies geschah aus Kostengründen erst ca. 1 Jahr nach Fertigstellung des Gebäudes.


    Die Sanierung erfolgte ca. 3 Jahre später, als offensichtlich die Andichtung der Geländerfussplatten mit Flüssigkunststoff nachgeholt wurde. Hierzu gab es weiter keine Informationen.


    Danach wurde der Putz auf der Stirnseite und teilweise auf der Eckstütze erneuert. Inzwischen ist ein gutes weiteres halbes Jahr vergangen und erste Flecken zeichnen sich wieder dort ab.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • ich kann auf den Bildern in #21 keine Tropfkante am Balkonrand erkennen. Alles Wasser, was an der Schrägen herunterläuft, tropft nicht ab, sondern kann z.B. durch Wind weiter in die Mitte und zu der Eckstütze getrieben werden.

    Ist es das, was man bei der ersten Sanierung beheben wollte?

  • ich kann auf den Bildern in #21 keine Tropfkante am Balkonrand erkennen. Alles Wasser, was an der Schrägen herunterläuft, tropft nicht ab, sondern kann z.B. durch Wind weiter in die Mitte und zu der Eckstütze getrieben werden.

    Ist es das, was man bei der ersten Sanierung beheben wollte?

    Die vereinbarten Sanierungsziele wurden mir nicht mitgeteilt. Verbindlich weiß ich es also nicht. Ich denke, dabei sollte vor allem der nasse Putz entfernt werden, aus dem „Salpeter“ ausblühte.


    Hier

    und hier

    [attach='27027','none','true']

    sehe ich deutlich eine Abtropfkante. Ob sie maßlich ausreichend ist, weiß ich nicht. Wir sind auf der Nordostseite des Hauses, also der Lee-Seite. Die Hauptwindrichtung und die nahezu ausschließliche Regenwindrichtung hier ist Westen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • was mir irgendwie fehlt ist eine Aufkantung am Rand der Abdichtung an der Schmalseite (dort, wo keine Rinne ist) des Balkons.

    Wie man in #20 sieht, fließt zumindest für den auf den Bildern zu sehenden Zustand das Niederschlagswasser nicht vollständig in die Rinne: ein Teil fließt seitlich ab, entlang der schrägen Putzträgerplatte/Putzflächen.


    Man müsste also prüfen, ob das auf einigen Bildern dort verlegte Blech wirklich nicht mit eingedichtet wurde.

  • War meine erste Vermutung:


    Zitat

    Eine erhebliche Durchfeuchtung ist aber auch auf der abgeschrägten Seitenansicht des Balkons zu erkennen. Die Befestigung des Balkongeländers wird leider durch das am Balkonrand angebrachte Zinkblech verdeckt.

    Ein Geländer sollte wegen der Bohrlöcher und der den Wasserfluß behindernden Fußplatte nicht von oben durch die Abdichtung hindurch befestigt werden. Der dort erst später nachgerüstete Flüssigkunststoff ohne Gewebeeinlage über Fußplatte und Schrauben gegen die flächige Dichtschlämme hat offenbar auch nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die " Überpinselung " dürfte aufgrund der unterschiedlich arbeitenden Materialien wieder gerissen sein.


    Es wäre vielleicht ( ?? ) gelungen, wenn man die Fußplatte mit aufgehenden " Stift " zum Einstecken des Geländers in der Bodenplatte versenkt hätte. Dann hätte man die Abdichtung flächig darüber hinwegführen können. Die Abdichtung hätte ich - wenn überhaupt - mit einer Folienabdichtung ausführen lassen. Aber selbst dann hätte es Probleme mit der Eindichtung des aufgehenden " Stift " gegeben.


    Die Befestigung des Geländers auf den Stirnseiten oder an der Unterseite des Balkons hätte das Abdichtungsproblem gelöst.


    Über Architekten mit " Erfahrungen im Denkmalschutz " und deren Vorstellungen über " Abdichtungen " kann ich zwischenzeitlich Bücher schreiben.


    War denn an dem Balkon Denkmalschutz gefordert?

  • Zitat

    Man müsste also prüfen, ob das auf einigen Bildern dort verlegte Blech wirklich nicht mit eingedichtet wurde.

    Du meinst das von Skeptiker erwähnte Traufblech? Das ist mit Dichtschlämme wohl kaum einzudichten.

  • Ich weiß nicht, wie weit das zur Bildung der Ausblühungen beiträgt, aber ICH sehe keine Möglichkeit zur Längenausdehnung beim Geländer.

    Könnte die Befestigungspunkte zusätzlich "stressen"/belasten

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen