Auf einer Reise durch den winterlichen Harz schaute ich mir (nicht ganz zufällig) die Gustav-Adolf-Stabkirche in Hahnenklee an. Die 1908 von hannoverschen Kirchenbaumeister Moormann entworfene historistische vergrößerte Nachbildung einer norwegischen Stabkirche wurde 1908 von einheimischen Handwerkern aus Fichtenholz im Goslarer Ortsteil Hahnenklee (einem damals bereits beliebten Reiseziel) errichtet und seither mehrfach saniert.
Als architektonischer Purist amüsiere ich mich über historistische Objekte meist, hier fühlte ich mich tatsächlich nach Norwegen versetzt. Nur das auf dem Carillon gespielte ABBA-Medley irritierte etwas. Bei näherer Betrachtung fielen mir einige gelungene Details des konstruktiven Holzschutzes auf, die ich hier schon länger posten wollte:
Dass die Kirche von Anfang an auf einem gut halbmeterhohen Steinsockel stand, dürfte kaum überraschen, die Auflagerungen der letzten Sanierung vielleicht schon.