Putz / Färbe hält nicht an gemauerter Terrassenbrüstung, stattdessen Fassadenplatten?

  • Hallo zusammen,


    wir haben an unserer Terrasse eine gemauerte Brüstung. Richtung Terrasse und auch oben drauf ist gefliest. Richtung Garten ist geputzt und gestrichen, s. angehängtes Bild.

    Wir haben das schon mehrfach auf Gewährleistung erneuern lassen (Abdichtung sowie Putz und Anstrich), aber nach ein paar Jahren (diesmal hat es ca. 2 Jahre gehalten) fängt es wieder an zu bröckeln. Es zieht wohl immer Feuchtigkeit von unten, obwohl es mindestens beim letzten Mal für mein laienhaftes Verständnis ordentlich abgedichtet wurde (s. Großaufnahme).

    Ich denke jetzt über eine alternative Verkleidung der Mauer nach. Kann ich irgendwelche schönen Fassadenplatten anbringen? (HPL, oder Akryl, oder ähnliches Wetterbeständiges) Wenn man einen kleinen Abstand zum Mauerwerk lässt, müsste das doch auch mit der Feuchtigkeit gehen.


    Habt ihr da Tipps bzgl. Sinnhaftigkeit, Machbarkeit, Material, Ausführung?


    Vielen Dank schonmal!


    PS: die Fliesen obendrauf sollen unbedingt bleiben, da sitzen immer gemütlich alle Gäste drauf 😉 Die halten eigentlich auch ganz gut, und es gibt eine Tropfrinne (s. Großaufnahme). Wobei die Feuchtigkeit ja von unten zu kommen scheint.

  • Die Wand ist offensichtlich nass, aber weshalb?


    Also: Ursache (messtechnisch) klären und beseitigen, Wand trocknen, Putz instandsetzen.


    Oder: Problem so lassen und kaschieren / verstecken.

    PS: die Fliesen obendrauf sollen unbedingt bleiben, da sitzen immer gemütlich alle Gäste drauf 😉 Die halten eigentlich auch ganz gut, und es gibt eine Tropfrinne (s. Großaufnahme). Wobei die Feuchtigkeit ja von unten zu kommen scheint.

    Da ist gerade keine funktionierende Tropfkante, denn die ist genau 2 cm lang und verläuft parallel zur Tropfrichtung. Danach ist sie komplett zugeschmiert und damit funktionslos.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wir haben das schon mehrfach auf Gewährleistung erneuern lassen (Abdichtung sowie Putz und Anstrich),

    Interessante Firma, die da versucht, sich aus der "Gewährleistung" zu schleichen ;)


    Ich gehe mal davon aus, dass die PLANUNG durch die ausführende Firma erfolgte.

    Wurde die Stützwand fachgerecht, (auch auf der Seite der Anfüllung), abgedichtet?


    P.S.: Darf ich raten?

    "weiß ich nicht"


    Ich tippe auf NEIN.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • ICH würd die Abdeckung durch Flesen gegen eine Metallabdeckung mit ausreichend [beidseitigem] Überstand austauschen und unten eine VERNÜFTIGE Spritzkante/-abdeckung anbringen lassen und vermutlich wär dann Ruhe.

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  • Vermutlich. Nix gwiss weiß ma net.


    Wobei eine Metallfläche deutlich weniger zum Sitzen einlädt, finde ich (oder man nimmt Sitzkissen)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Wobei eine Metallfläche deutlich weniger zum Sitzen einlädt,

    Wenn die Gäste einen so empfindlichen Podex haben, dann anders [geschlossen und mit Überstand] abdichten und eine Holz"bank" mit Unterlüftung bauen. So what? ;)

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  • Wenn die Gäste einen so empfindlichen Podex haben, dann anders [geschlossen und mit Überstand] abdichten und eine Holz"bank" mit Unterlüftung bauen. So what? ;)

    Tatsächlich eine angenehme Lösung zum sitzen, die auch an kühleren Tagen eine Blasenentzündung verhindert und der Umstand der wirkungslos geputzten Tropfkante wäre so zu beheben. Vielleicht täusche ich mich, aber der Schaden sieht nach weiteren Ursachen aus?

    Kann eine fehlende Tropfkante allein in zwei Jahren einen korrekt aufgebauten Außenputz derart verwüsten?

  • Bedeutet das, dass die Fugen zwischen den Mauerabdeckplatten als Tropfnasen fungieren oder dass durch die Fugen zwischen den Platten Feuchtigkeit Richtung Mauer/Putz gelangt und schädigt? Oder beides?

  • Das direkte Aufkleben von mineralischen Platten auf eine sonnenbeschienene Wand führt oft nach einigen Jahren zur Ablösung der Platten, weil diese im Jahreslauf einer erheblichen Wärmedehnung unterliegen, was die Fugen aufreißen lässt. Außerdem fehlt ebenso oft eine fachgerechte Abdichtung unter den Platten, welche gerade keine Abdichtung sind!


    Hier dürfte aber ein weiteres, wesentlicheres Problem bestehen: Eine fehlende oder mangelhafte Abdichtung gegen Erdreich und / oder gegen die Terrassenfläche mit von dort aufsteigender Feuchte. Deshalb:

    Ursache (messtechnisch) klären und beseitigen, Wand trocknen, Putz instandsetzen.

    Die Idee mit einer hinterlüfteten Holzabdeckung könnte von mir sein! :thumbs_up:

    Ja. Aber in grosser Vergrösserung sieht man bei den oberen Blasen, dass sie mit den Fugen der Abdeckfliesen korespondieren.

    Das kann ich so nicht eindeutig erkennen - es gibt auch Fugen ohne Putzablösungen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das bedeutet, dass die Fugen a.) per se UNDICHT sind und b.) eine Störung der Tropfkante [so sie funktioniert]. Was meinst Du, warum ich eine neue, geschlossene Abdeckung mit Überstand ins Spiel gebracht habe?

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  • - es gibt auch Fugen ohne Putzablösungen!

    JA. Aber das Feuchte von unten so hoch zieht und das ohne Folgen zwischendrin, ist höchst unwahrscheinlich.


    Da bin ich eher bei den Fugen und der gestörten Tropfkante. Wie das in X Jahren aussähe = ???

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  • Wir haben (leichte) Mauerabdeckungen mit flexiblen Natursteinkleber oder Flexkleber verklebt (Steinmetzbetrieb).

    Welche Alternativen gibt es zum "direkten" Aufkleben? Oder meintest du damit ohne flexible Verbundabdichtung unter den Platten?

  • Wir haben (leichte) Mauerabdeckungen mit flexiblen Natursteinkleber oder Flexkleber verklebt (Steinmetzbetrieb).

    Welche Alternativen gibt es zum "direkten" Aufkleben? Oder meintest du damit ohne flexible Verbundabdichtung unter den Platten?

    Meinst Du mich?


    Da ich freistehende und frei gewitterte Wände aus genau diesem Grund immer anders löse, stellte sich mir die Frage noch nie. Ich denke spontan an Entkoppelungs- oder Drainmatten, wie sie bspw. von Gutjahr-Systemtechnik für flächige Bodenbeläge und Treppenstufen angeboten werden. Ob sich das 1:1 auf einen Wandkopf übertragen lässt, weiß ich nicht. Aber auch die Drainmatten liegen immer auf der eigentlichen Abdichtung, diese ist also immer zusätzlich erforderlich.


    Die guten alte Blechabdeckung hat schon ihre Berechtigung - und wenn man mag, legt man noch ein Holzrost drauf, damit der Po nicht überhitzt wird - Bleche werden da nämlich wirklich auf 80°C oder mehr erhitzt - funktioniert und hat ungepflegt bei geeignetem Holz eine Lebenserwartung von mind. 50 Jahren beim Blech und 10 Jahren beim Holz. Den Fliesen gebe ich bestenfalls 10 Jahre, dem Wandputz weniger !

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Meinst Du mich?


    Da ich freistehende und frei gewitterte Wände aus genau diesem Grund immer anders löse, stellte sich mir die Frage noch nie. Ich denke spontan an Entkoppelungs- oder Drainmatten, wie sie bspw. von Gutjahr-Systemtechnik für flächige Bodenbeläge und Treppenstufen angeboten werden. Ob sich das 1:1 übertragen auf einen Wandkopf übertragen lässt, weiß ich nicht. Aber auch die Drainmatten liegen immer auf der eigentlichen Abdichtung!

    Ja, sorry. Zitierfunktion nachlässigerweise nicht genutzt.

    Eine Entkoppelungsmatte oder Ähnliches wäre mir tatsächlich nie unter einer Mauerabdeckung untergekommen, da die Platten ja fest mit der Mauer verbunden sein müssen.

    Im Endeffekt wären also fehlende Tropfkante und undichte Fugen durch Ralfs Lösung zu beheben.

    Im Falle Feuchte durch fehlende Abdichtung zur Aufschüttung bliebe ja nur der Aushub und die nachträgliche Abdichtung. Was ja einen brutalen Aufwand darstellt...

    Oder würde man das (und eine fehlende Horizontalsperre) durch z.B. Injektion lösen?

    Ich frage deshalb so explizit weil ich sehr oft solchen Schadensbildern im Freundes- und Bekanntenkreis begegne. Da werde ich als Ex-Steinmetz gerne nach Lösungen gefragt und kann nur auf die fehlende Abdichtung hinter der Mauer verweisen. Was üblicherweise mit genanntem Aufwand verbunden ist. Und so wird geputzt und armiert und gepinselt.... allerdings NICHT durch mich.

    Meinst Du mich?


    Da ich freistehende und frei gewitterte Wände aus genau diesem Grund immer anders löse, stellte sich mir die Frage noch nie. Ich denke spontan an Entkoppelungs- oder Drainmatten, wie sie bspw. von Gutjahr-Systemtechnik für flächige Bodenbeläge und Treppenstufen angeboten werden. Ob sich das 1:1 übertragen auf einen Wandkopf übertragen lässt, weiß ich nicht. Aber auch die Drainmatten liegen immer auf der eigentlichen Abdichtung!

  • Wir haben (leichte) Mauerabdeckungen mit flexiblen Natursteinkleber oder Flexkleber verklebt

    Das ist [ohne Abdichtung drunter] FALSCH. Skeptiker hat eine Lösung benannt. an sonsten siehe z.B. Mauerwerksatlas oder I-Dienst Holz o.ä. zum Thema Attikaabdeckungen.

    Lösungen gibts viele, aber Naturstein ist NICHT dicht. Manche sind durchlässiger als andere, aber alle sind durchlässig.

    Häuslebauer machen nur oft Granitabdeckungen, weil die Schäden erst nach Ablauf der Gewährleitungsfrist auftreten. [OUPS]

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Durch die spezifische Formgebung von Entkoppelungs- oder Drainmatten ist die darauf aufgebrachte Schicht vertikal lagegesichert, horizontal aber leicht beweglich. In Innenräumen funktioniert das hervorragend, außen in der Fläche auch, sogar mit erheblicher Flüssigkeitsableitung und auch bei Stufen. Wandköpfe weiß ich nicht, aber das Problem haben die ganz heftig!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Erst mal Danke für die vielen Anregungen!


    Wie gesagt, die Fliesen obendrauf sollen unbedingt bleiben. Wir wollen da weder Blech noch Holz.


    Ich verliere halt mittlerweile das Vertrauen in sämtliche verfügbaren Handwerker... An wen könnte ich mich den vertrauensvoll wenden, eigentlich schon an Maler oder? Sind halt wirklich schwer zu kriegen, in München.


    Die ausführende Firma hat das schon mehrfach repariert, korrigiert erneuert, verbessert. Ich habe da jetzt aufgegeben.


    Es wurde jetzt ziemlich wenig über Fassadenplatten geschrieben. Er lest es heraus, ich selbst habe ziemlich wenig Ahnung ;) Ich hatte jetzt gar nicht dran gedacht, die zu kleben, sondern mit einem kleinen Abstandshalter dran zu dübeln.

  • Naja, ohne die Ursache für die Feuchtigkeit und die Ausblühungen herauszufinden, wird man ewig immer wieder reparieren müssen. Vielleicht gewöhnst Du Dich an den Gedanken das Mäuerchen jedes Frühjahr neu zu streichen. Bei dem kleinen Mäuerchen ist das ja kein Ding. Kannst Du selbst machen. Oder Du reißt das Ding ein und machst es aus was anderem, z.B. Beton. Aber die Ursache heraus finden kann nur jemand vor Ort.


    Da fragt man sich ob sich der Aufwand für einen Sachverständigen lohnt, für so ein Mäuerchen...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Naja, ohne die Ursache für die Feuchtigkeit und die Ausblühungen herauszufinden, wird man ewig immer wieder reparieren müssen. Vielleicht gewöhnst Du Dich an den Gedanken das Mäuerchen jedes Frühjahr neu zu streichen. Bei dem kleinen Mäuerchen ist das ja kein Ding. Kannst Du selbst machen.

    :thumbs_up:

    Oder Du reißt das Ding ein und machst es aus was anderem, z.B. Beton.

    Das muss nicht sein, weil sehr wahrscheinlich „nur“ die Abdichtung am Wandfuß und auf der Wandkrone fehlt. Werden die hergestellt und lässt man das gute Stück trocknen, so ist alles auf Dauer schick, aber dafür müsste zu allererst mal die obere Abdichtung nachgerüstet werden und dafür müssen die „praktischen“ aber bauphysikalisch so falschen Fliesen erstmal runter!


    Wenn eine StB-Wand immer nass ist, lebt die auch nicht lange ohne Bewehrungskorrosion.

    Aber die Ursache heraus finden kann nur jemand vor Ort.

    :bier: so ist es!

    Da fragt man sich ob sich der Aufwand für einen Sachverständigen lohnt, für so ein Mäuerchen...

    Ich will nicht angeben, aber messtechnisch lässt sich hier das Problem vor Ort innerhalb von 10 Minuten abschließend klären. Dann kommen noch 10 Minuten Erklärung und für eine Firmenempfehlung dazu und ja, auch die Anfahrt. Ab 150,- € sollte eine unabhängige sachverständige Beratung möglich sein - wobei in München mit 50 % Aufschlag auf die deutschen Indexwerte vielleicht erst ab 200,- oder 250,- € inkl. Mwst..

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • weil sehr wahrscheinlich „nur“ die Abdichtung am Wandfuß und auf der Wandkrone fehlt.

    Bin ich blöd?

    Bild 1 zeigt eine Anfüllung.


    Da fehlt alles an Abdichtung, was erforderlich wäre.

    ... und der Unternehmer stielt sich aus der "Gewährleistung".

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Off-Topic:

    Bin ich blöd?

    Das zu kommentieren, würde ich mich nicht trauen, nie nicht, ich kenne Dich doch überhaupt nicht! :bier:

    Bild 1 zeigt eine Anfüllung.

    Das ist gut möglich, aber so eindeutig für mich (noch) nicht erkennbar!

    Da fehlt alles an Abdichtung, was erforderlich wäre.

    ... und der Unternehmer stielt sich aus der "Gewährleistung".

    dito … dito

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bzgl. Gewährleistung: das war ein kleiner Teil von einem großen Bauvertrag vor 10 Jahren, es wurde schon mehrfach ausgebessert, beim letzten Mal hat das schon viel Nerven und Anwaltskosten verursacht. Wir werden jetzt nicht nochmal Zeit, Nerven und Anwaltskosten in die Hand nehmen, um dann wieder in 2 Jahren dasselbe Problem zu haben.


    Technisch, wenn ich Euch richtig verstehe: wenn die Fliesen obendrauf bleiben sollen, dann werde ich wahrscheinlich das Problem immer wieder alle 2 Jahre kriegen, und muss immer wieder nachstreichen (das wäre jetzt in der Tat nicht dramatisch, aber es geht ja immer auch der Putz ab).


    Auf die Idee mit den Fassadenplatten ist jetzt keiner mehr eingegangen, schade, wahrscheinlich ist die Idee ja auch nicht gut.