Automatischer Schnellentlüfter Funktion

  • Hi,

    Wie genau funktioniert so ein automatischer Schnellentlüfter?

    Einer ist in der Brennwerttherme.

    Und 2 sind im Vor- und Rücklauf für den Warmwasserspeicher. Bekomme die Luft da nicht raus. Alle 3 Schnellentlüfter haben die Kunststoffkappe. Mache ich alle drei auf, ist trotzdem immer Luft im System.

    Also, wenn das Wasser erwärmt wird, dann gluckert es. Im Heizbetrieb ist nichts zu hören.

    Müssen die Kunststoffkappen zugedreht bleiben?

    Drehe ich die beiden am Warmwasserspeicher zu und öffne irgendwann mal den unteren, entweicht da Luft. Egal wie oft ich das mache, es ist immer Luft im Schnellentlüfter. Das Gluckern ist immer vorhanden.

    Als würde irgendwo Luft angezogen. Und dadurch kann sich die Anlage nicht entlüften.

  • Die Schnellentlüfter haben die unangenehme Eigenschaft, irgendwann zu sabbern. Deshalb sollte die Kappe nur unter Aufsicht geöffnet werden, es sei denn er sitzt an einer Stelle, wo das Wasser nichts schaden kann.

    Sinnvoll ist es, wenn unter dem Entlüfter eine senkrechte Rohrstrecke sitzt, in der sich Luft sammeln kann. Direkt auf einer waagerechten Strecke wird die Luft einfach mitgerissen und bleibt im System.

    Ganz wichtig ist die Druckhaltung. An allen Stellen der Anlage, muss unter allen Betriebszuständen Überdruck herrschen und das Ausdehnungsgefäß muss groß genug und intakt sein, temperaturbedingte Ausdehnungsvolumina aufzunehmen.

    Wie ist denn der Anlagendruck bei höchster Temperatur zur Warmwasserbereitung und bei Abkühlung auf Umgebungstemperatur?


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  • Diese Entlüfter gehen gerne auch kaputt. 10 Jahre sind so das maximum.

    Die Luft kommt nur raus, die es auch zum Entlüfter schafft.

    Die Ursache für Luftansammlung muss also erstaml gefunden werden.

    Ein Sturm zieht auf, Und er wird weiter wehen, Wir werden ihn voller Zorn entgegen gehen. Und soll der Wind auch noch so kräftig Wehen, Das Segel es steht, haben unsre Richtung Gewählt.

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  • Wie genau funktioniert so ein automatischer Schnellentlüfter?

    Das Funktionsprinzip ist bei allen Herstellern gleich. Im Entlüfter befindet sich ein Schwimmer der ein Ventil öffnet oder schließt. Steht im Gehäuse Wasser, dann drückt der Schwimmer gegen ein Ventil und verschließt somit dieses Ventil. Es kann kein Wasser entweichen. Sammelt sich Luft im Gehäuse, dann sinkt der Schwimmer ab, das Ventil öffnet und die Luft kann entweichen. Für diesen "Automatikbetrieb" muss die Verschlusskappe geöffnet sein (1-2 Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn genügen). Dreht man die Verschlusskappe zu, dann kann die Luft, trotz geöffnetem Ventil, nicht entweichen, man muss also manuell entlüften. In manchen Datenblättern findet man Detailzeichnungen dazu, inkl. Erläuterung.


    Bsp.:


    Caleffi-01033_DE.pdf


    oder


    honeywell-ge0h1524ge23r0804.pdf



    Jetzt gibt es zwischen den einzelnen Typen/Herstellern Details die unterschiedlich sind, die aber am grundlegenden Funktionspinzip nichts ändern. Beispielsweise zusätzliche Quellscheiben am Ventil die ein Tropfen verhindern sollen, oder eine automatische Absperrung die beim Herausdrehen des Entlüfters verhindert, dass die Heizungsanlage leer läuft, usw.


    Wenn sich ständig Luft im (verschlossenen) Entlüfter sammelt, oder der Entlüfter zu einem "Belüfter" werden sollte, dann wäre zuerst die Druckhaltung zu überprüfen. Das setzt natürlich voraus, dass die Entlüftung schon einmal funktioniert hat. Entlüfter sollten "dicht" sein, es kann aber schon mal passieren, dass ein paar Tropfen über das Ventil abgehen, das ist noch unkritisch. Es ist jedoch möglich, dass durch Verschmutzung im Heizungswasser der Schwimmer nicht mehr funktioniert oder (wahrscheinlicher) das Ventil nicht mehr richtig schließt. In solchen Fällen könnte man den Entlüfter "warten" oder einfach austauschen. Sitzt der Entlüfter auf einer automatischen Absperrung, dann ist das eine Sache von Minuten, denn man muss das Heizungswasser nicht ablassen.

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  • Und 2 sind im Vor- und Rücklauf für den Warmwasserspeicher.

    Sitzen die am höchsten Punkt oder einfach irgendwo am RL/VL. Hört das Gluckern nach dem manuellen Entlüften auf?

    Man könnte versuchen durch Spülen die Luft aus dem WT des Speichers zu entfernen, aber ob das dauerhaft funktioniert steht auf einem anderen Blatt. Wird mit Trinkwasser nachgefüllt?

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  • Wenn sich ständig Luft im (verschlossenen) Entlüfter sammelt, oder der Entlüfter zu einem "Belüfter" werden sollte, dann wäre zuerst die Druckhaltung zu überprüfen. Das setzt natürlich voraus, dass die Entlüftung schon einmal funktioniert hat. Entlüfter sollten "dicht" sein, es kann aber schon mal passieren, dass ein paar Tropfen über das Ventil abgehen, das ist noch unkritisch. Es ist jedoch möglich, dass durch Verschmutzung im Heizungswasser der Schwimmer nicht mehr funktioniert oder (wahrscheinlicher) das Ventil nicht mehr richtig schließt. In solchen Fällen könnte man den Entlüfter "warten" oder einfach austauschen. Sitzt der Entlüfter auf einer automatischen Absperrung, dann ist das eine Sache von Minuten, denn man muss das Heizungswasser nicht ablassen.


    Theorie und Praxis driften hier sehr weit auseinander...

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  • In wiefern?

    Sollte man nicht die Druckhaltung prüfen? Ist es nicht Tatsache, dass ab und zu mal ein paar Tropfen über die Entlüftung abgehen oder dass die Ventile nicht mehr richtig schließen? Oder geht es Dir um das was ich zur Wartung bzw. Austausch geschrieben habe?

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  • Der Druck wird seit Jahren gehalten.

    Im Heizbetrieb steigt er minimal.

    An der Skala zeigt er mir 1,5 Bar an.

    Die zwei Schnellentlüfter sind dicht.

    Mit geöffneter Kappe tritt kein Wasser aus.

    Nur der untere (blaue) kommt Luft raus, wenn er verschlossen war. Beim aufdrehen der Kappe wird nur etwas die Fingerspitze feucht. Dann ist er aber dicht.

    Das Gluckern hört nie auf. Auch wenn sie dauerhaft geöffnet sind. Heizung hat aber auch keinen Druckabfall.

  • hmmm, Schenllentlüfter sind so die Dinger die machmal mehr Ärger als Erlösung schaffen können.

    Trotz einem Druck von 1,5 bar, oder mehr haben manche Entlüfter dieser buart dafür gesaorgt das sich mehr Luft im Heizkreis angesammelt hat als er entlüftet hat.

    Aus meiner persönlichen SIcht sind diese Teile nur ein Notbehelf für faule Installationen.

    Allein schon das Bidl von Pin Cho zeigt was für ein Notbehelf das ist.

    Vermutlich nicht mal nötig. Aber bei solchen Qualitativ schlampigen Installationen etwas was machmal einem Installateur das leben rettet.


    Zum Problem. Vermutlich hat sich im Heizwendel der Speichers Luft angesammelt. Vermutlich kommt diese Luft entweder aus zu wenig realem Heizungsdruck, da vermutlich das Manometer auch einen falschen wert anzeigt. Oder

    Das MAG ist defekt und flutet nun die Anlage Stück für Stück mit Stickstoff.

    Das er die Luft nicht raus bekommt liegt sehr wahrscheinlich bei der Reduzierung am Speicher von 1" Gewinde auf 1/2" Murkserrohrsystem. Damit liegt der höchste Punkt der Luft im Speicherwendel. Diese wird im Betireb mitgerissen und führt zu plätschergeräuschen im Wärmetauscher.

    Mit viel Glück lässt sich mit 2-2,5 bar Anlagendruck die Luft so stark komprimieren das sie mitgerissen wird und wo anders ausgeschieden wird.

    Ein Sturm zieht auf, Und er wird weiter wehen, Wir werden ihn voller Zorn entgegen gehen. Und soll der Wind auch noch so kräftig Wehen, Das Segel es steht, haben unsre Richtung Gewählt.

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