Klimatisierung eines kleinen Raumes

  • Hallo Zusammen,


    in den letzten Tagen war es recht warm, was ansich natürlich schön ist. Trotz Öfteren und ausführlichen Lüften morgens und abends (abgesehen von 2 Jahre alten Dach und 2fachverglasten Dachfenster) wird es leider sehr schnell sehr warm (gute 27,5 grad) in meinem kleinen Arbeitszimmer.


    Das Zimmer befindet sich im Dachgeschoss Nordseite. So macht das Arbeiten natürlich keinen Spaß.


    Für eine direkte Klima im Raum ist mir das Zimmer zu klein (ca. 9,8m², siehe Grundriss Zimmer rechts oben |, Dachschrägen sind nicht herausgerechnet, da mir hier passendes wissen fehlt :) ). Sofern eine Klima dort eingebaut wäre, würde mich diese sicherlich die ganze Zeit aus unmittelbarer Nähe anpusten, was ich leider überhaupt nicht vertragen würde.


    Daher überlege ich, wie ich das trotzdem irgendwie kühl bekomme. Aktuelle Idee ist eine mobile Klima auf dem Flur davor, welche ich dann einmal in das Arbeitszimmer lenke bzw. dann auch später Richtung Schlafzimmer buxieren könnte.


    Ich weiß mobile Klimaanlagen sind nicht unbedingt die effizientesten, aber speziell für das Zimmer fehlt mir etwas der Ansatz. Gerne nehme ich auch andere Ideen zur Anregung :)


    Anbei ein Grundriss mit paar Eckdaten für das gesamte Dachgeschoss zur Verdeutlichung.



    Danke und Gruß.

  • Das direkte Anpusten durch das Innengerät ist nicht nur in einem kleinen Zimmer unschön und ungesund.

    Es ist auch nicht notwendig. Die Lamellen des Innengerätes lassen sich zur Decke oder in eine andere Richtung einstellen.

    Ich würde ein zweites Innengerät ins Schlafzimmer hängen um dort bereits im Laufe des Tages für angenehme Verhältnisse zun sorgen.

    Idealerweise kombinierst Du die Klimaanlage mit einer PV. Eine bessere Kombination sehe ich wegen der meist vorhanden Gleichzeitigkeit von Bedarf und Verbrauch nicht.

    Bedenke bitte, dass auch das mobile Gerät seine Wärme irgendwie loswerden muss, also entweder ein dicker Abluftschlauch durch eine Kernbohrung oder ,ganz schlecht, durch ein gekipptes Fenter geführt werden muss. Auch muss das Kondensat ständig ausgekippt werden.


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  • Eigentlich wollte ich dir jetzt ein Truhengerät empfehlen. Das bedürfte 2 Löchen in der Außenwand. Die Idee mit dem EInbau in das Schlafzimmer wäre theoretisch auch ok.
    ABER:

    Kalte Luft will nach unten, d.h. kühlst du im Schlafzimmer um das Arbeitszimmer zu kühlen, kühlst du erstmal alles darunter, da dir die kühle Luft in die Unteren Etagen abdriftet.

    Da müsste dann das Klimagerät schon direkt vor der Türe stehen und ins arbeitszimmer pusten.

    Sofern das Treppenhaus nicht extra geschlossen werden kann, wird das etwas schwieriger oder energetisch Leistungskräftiger.

    Ein Sturm zieht auf, Und er wird weiter wehen, Wir werden ihn voller Zorn entgegen gehen. Und soll der Wind auch noch so kräftig Wehen, Das Segel es steht, haben unsre Richtung Gewählt.

    Stemm dich in den Wind, verlier nicht dein Gesicht, Viele werden fallen, doch Wir ganz sicher nicht

  • Falls es bei Dir fensterseitig montierbar ist, kannst Du eventuell eine "geteilte Mobilklimaanlage" nutzen, nennt sich von einem Anbieter "PortaSplit", doch es existieren mittlerweile verschiedene Modelle.


    Technisch effizienter als ein Monoblockklimagerät, einfache Montage (zwei Halter plus - je nach Notwendigkeit - Fensterspaltdichtung), nur ein Stromanschluss im Innenbereich. Somit in kürzester Zeit auch wieder demontierbar. Und: jeder darf es aufstellen, abbauen - da Fertiggerät mit Stecker für die Steckdose.
    Die Kältemittel (nein, Wärmemittel ;) )leitungen sind dauerhaft vormontiert, demnach nicht geeignet, um es durch Bohrungen im Mauerwerk durchzufädeln.


    Nachteile: die Halterungslösung ist nicht ohne etwas Aufwand zu montieren ist, abhängig vom Fensterkonzept - und dass es nur für nach innen öffnende Fenster ohne deutlichen Mehraufwand funktioniert. Der Anschaffungspreis ist ebenfalls recht hoch. Effizienzseitig dafür gerade für kompakte Räume eine gute Wahl ggü. den Monoblockgeräten.


    Falls es ein Monoblockgerät im Flur wird: zusätzlichen Ventilator 20-30 cm vor den Kaltluftausgang (und nur diesen!) stellen, welcher die kalte Luft mit höherer Geschwindigkeit leicht schräg nach oben gen Arbeitszimmer befördert, dann wird es dort recht schnell kalt.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Split-Klimageräte gibt es auch mit kleiner Leistung für Camping (Wohnmobil o.ä.), wobei sich der Installationsaufwand in Grenzen hält. Für den relativ kleinen Raum genügen Geräte mit sagen wir mal 1kW Kühlleistung oder gar noch weniger, man muss den Raum ja nicht innerhalb von Minuten auf Frosttemperatur kühlen. Dafür braucht es auch keinen großen Luftstrom was gleichzeitig den Lärmpegel reduziert (darauf würde ich besonders achten, gerade in einem "Arbeitszimmer").

    Für die wenigen Tage im Jahr reicht das sicherlich aus und die Investitionskosten sind überschaubar. Ein paar Hunderter gehen natürlich trotzdem über die Ladentheke.


    Wenn mehrere Räume klimatisiert werden sollen, dann würde ich in den sauren Apfel beißen und mir ein "richtiges" Klimagerät anschaffen, zusammen mit mehreren Innenteilen. Mit denen könnte man während der Übergangszeit auch ein wenig heizen, aber das sollte man sich genauer anschauen.

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  • Falls es bei Dir fensterseitig montierbar ist, kannst Du eventuell eine "geteilte Mobilklimaanlage" nutzen, nennt sich von einem Anbieter "PortaSplit", doch es existieren mittlerweile verschiedene Modelle.

    Solche Split-Klimageräte haben nur den klitzekleinen Nachteil bei temporärer Nutzung (insbes. in der Mietwohnung) ein geöffnetes Fenster o.ä. zu benötigen, was der dauerhaften Kühlung eines Innenraumes als "Wärmeloch" natürlich entgegen steht.


    Eine zusätzliche äußere Verschattung, eine Verstärkung der Wärmedämmung und eine Vergrößerung der thermisch trägen Masse innerhalb der Wärmedämmung sind deshalb als mittel- bis langfristige Strategie zu bevorzugen, in jedem Falle aber ergänzend sinnvoll.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Solche Split-Klimageräte haben nur den klitzekleinen Nachteil bei temporärer Nutzung (insbes. in der Mietwohnung) ein geöffnetes Fenster o.ä. zu benötigen, was der dauerhaften Kühlung eines Innenraumes als "Wärmeloch" natürlich entgegen steht.

    Jain - die einen Spalt geöffneten Fensterflügel werden durchaus abgedichtet, allerdings ist diese Dichtung kein Ersatz für eine 2-/3-fach verglaste Scheibe.


    Da kommt es gewiss zu Wärmetransfer, doch dieses Problem haben Nutzer in noch umfassenderer Form bei Monoblockgeräten (da die Öffnungen für Abluftschläuche größer sein müssen und Unterdruck entsteht, was bei solchen "Mobilen Split"geräten nur in geringerem Maße durch Volumenschwund durch Abkühlung und nicht via Luftstrom auftritt).


    Eine zusätzliche äußere Verschattung, eine Verstärkung der Wärmedämmung und eine Vergrößerung der thermisch trägen Masse innerhalb der Wärmedämmung sind deshalb als mittel- bis langfristige Strategie zu bevorzugen!


    Wenn dies möglich ist, bietet es sich natürlich an.

    Sofern die Dämmung des Gebäudes modifiziert wird (bei Mietwohnungen schwierig), sollte es auch kein Problem darstellen, direkt eine Mauerdurchführung für eine "richtige" Split-Klimaanlage vorzusehen, welche noch ein Stück effizienter sein kann.


    Split-Klimageräte gibt es auch mit kleiner Leistung für Camping (Wohnmobil o.ä.), wobei sich der Installationsaufwand in Grenzen hält. Für den relativ kleinen Raum genügen Geräte mit sagen wir mal 1kW Kühlleistung oder gar noch weniger,


    Bei den Campermodellen sind die Preise recht hoch aufgrund 12/24V und 230V Kompatibilität. Auch sind die Montageabstände oft stark limitiert (Dachdurchführung bspw. max. 15-20 cm Wandstärke des Dachs), sofern das Modell zur Festinstallation vorgesehen wird.


    Die flexibleren, aufstellbaren Modelle sind durchaus geeignet, preislich muss man abwägen, was sich für das Arbeitszimmer rentiert. (Heizfunktionalität sowie halbwegs energieeffizienter Aufbau kosten auch schnell gerne vierstellig).

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Der Thread wurde von "Sanierung" hierher verschoben.


    Off-Topic:

    Alternativ wäre auch "Heizung" möglich gewesen, wo wir die Bezeichnung in "Heizung / Kühlung" ändern sollten, denn im Hochsommer geht es dort typischerweise um die Kühlung von Räumen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Zusammen,


    danke für die Antworten. Das mit der PortaSplit klingt auf den ersten Blick sehr spannend. Montage scheint ja doch recht einfach zu gehen und die Flexibilität, das Gerät mal hier und mal da zu setzen klingt spannend. Klar, ein offenes Fenster hierzu ist natürlich kontraproduktiv, aber mal gucken ob man das temporär irgendwie zumindest leicht abgedichtet bekommt.


    Gruß