Decke neu?

  • Guten Tag zusammen :)


    wir renovieren aktuell ein Haus, Baujahr 1968. Wir haben im Flur eine recht hohe Decke (Höhe erstreckt sich von etwa 3 auf 5 Meter). Bisher ist dort eine Holzlattung drauf. Da alles mit Gewebe verspachtelt wird und ich die Holzlattung weg haben möchte, war die Überlegung, Fermacell-Platten darauf zu schrauben. Neu dämmen etc. wurde aufgrund des Aufwands, Zeit und der Kosten ausgeschlossen. Die restlichen Zimmer wurden neu gedämmt.


    Die Tage kam aber von einem entfernt bekannten Statiker die Frage auf, ob es aufgrund der Last nicht sinnvoll ist, etwas leichteres auf die Latten zu schrauben (Photovoltaik kommt ebenfalls aufs Dach). Gibt es da eine Alternative zu Fermacell? Es waren mal steicoisorel Holzfaserplatten im Gespräch. Die halten natürlich nicht so viel, wenn man aber Lampen o.Ä. mit tiefen Nägeln befestigt, die bis ins Holz gehen, sollte das auch gehen?


  • Steico isorel sind Dämmplatten. Für unter den Estrich. Jedenfals nichts, mit dem man einfach eine Decke abhängt.

    Meinst du mit Holzlattung die Paneelen?

    Darunter befindet sich wohl die tatsächliche Lattung, wahrscheinlich mit Klammern.

    Siehe Bild oben.

    Allerdings ist da wohl noch ne Dampfsperrfolie drin wie das URSA Klebeband verrät.

    Soll die Decke mit Gewebe verspachtelt werden? Das wäre sinnlos. Wenn man sie z.B. mit Rigips abhängt sind lediglich die Fugen zu verspachteln.

  • Genau, ich meinte die Paneelen mit der Lattung. Darunter ist tatsächlich eine Dampfsperrfolie, inkl. älterer Stein-/Glaswolle(?), s. Foto


    Genau, der bisherige Plan der Fachkundigen war, dort einfach Fermacellplatten drauf zu schrauben. Evtl. Auch weil ein angrenzendes Zimmer eine Dusche hat (allerdings mit Inverter-Lüftung).


    Gibt es zu den Fermacellplatten eine Alternative, bzw. was sind die sinnvollen Alternativen?

  • Vorsicht mit der Mineralwolle! Die könnte

    krebserregende Mineralfaser enthalten.

    Kann und sollte man testen lassen.

    Wo ist die Dampfbremsfolie hin? Ich glaube das Ursa Band war nur zum luftdichten Anschluss gedacht.

    Sinnvolle Alternative zu Fermacell wäre Rigips. Allerdings muss die Lattung noch tragfähig sein. Ich verschraube meine (Bj 53) gerade neu und bringe darauf 12,5mm Rigips Platten auf. Die Frage ist, was mit der Dämmung passieren soll. Ist der Raum darüber beheizt? Wenn ja könnte sie auch weg.

    Zunächst müsste man wissen ob die Mineralwolle gefährlich ist um eine fachgerechte Entfernung vorzunehmen. Als ausgewiesener Baulaie halte ich mich da aber raus.

  • Vorsicht mit der Mineralwolle! Die könnte krebserregende Mineralfaser enthalten.

    Richtig. "künstliche Mineralfaser" ist dann krebsverdächtig., wenn sie vor dem 01.06.2000 eingebaut.


    Kann und sollte man testen lassen.

    Der Einfachheit halber ist alle KMF "alte KMF" sofern sich nicht über Lieferscheine o.ä. nachweisen lässt, dass sie jünger ist. Eine Analyse ist für "alte KMF" nicht erforderlich, denn der Nachweis wird meines Wissen ausschließlich durch Vorlage von Lieferscheinen o.ä. für ein Lieferdatum vor dem 01.06.2000 geführt.

    Sinnvolle Alternative zu Fermacell wäre Rigips.

    Herstellerneutral heißen die "GIpskartonplatten" bzw. "GKB"!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Meine Fotos vom letzten Beitrag sind alt, dort, wo offen war, haben wir alles mit Dampfbremsfolie abgeklebt, s. auch der Balken bei den ersten Fotos. Die Mineralwolle wurde mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit vor 2000 angebracht.

    Wir haben uns aber auch neben den bereits genannten Gründen dagegen entschieden, die Decke neu zu dämmen, da das Haus wahnsinnig gut gedämmt zu sein scheint.

    Wir heizen im ganzen Haus mit einer Fußbodenheizung. Über der Decke ist nur noch das Dach.

    Von GKP wurde uns bisher immer abgeraten und Gipsfaserplatten als einzig sinnvolle Lösung dargestellt. Da war nun aber die Frage der Belastung?

  • Die Mineralwolle wurde mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit vor 2000 angebracht.

    Also ist sie "alte KMF" - mit Gesundheitsrisiken, wenn eingeatmet.

    Wir haben uns aber auch neben den bereits genannten Gründen dagegen entschieden, die Decke neu zu dämmen, da das Haus wahnsinnig gut gedämmt zu sein scheint.

    Die auf dem Bild in # 003 sichtbare Wärmedämmung ist sicher alles andere als "wahnsinnig gut"!

    Von GKP wurde uns bisher immer abgeraten ...

    Die heißen GKB - nein, das ist kein Schreibfehler!

    und Gipsfaserplatten als einzig sinnvolle Lösung dargestellt.

    Für einen durchschnittlichen Dachgeschossausbau ist mir das nicht nachvollziehbar! Die sind teurer, aber deswegen per se keineswegs erstmal unbedingt "besser". Vielleicht kommt diese Idee noch aus der Anfangszeit des Trockenbaus? Nachfragen hilft!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Also ist sie "alte KMF" - mit Gesundheitsrisiken, wenn eingeatmet.

    Genau - allerdings wurden wir auch hier beruhigt, dass es kein Problem sein sollte, wenn die Decken nach innen gut abgedichtet ist. In unserem Fall durch die Dampfsperrfolie, die noch ausstehende Deckenverkleidung + Gewebe- & Feinputz. Stellt es dennoch weiterhin ein Gesundheitsrisiko dar, um welches wir uns kümmern sollten?

    Richtig. "künstliche Mineralfaser" ist dann krebsverdächtig., wenn sie vor dem 01.06.2000 eingebaut.

    Ja, allerdings ist das Haus im Sommer ziemlich kühl und bleibt im Winter erstaunlich warm. Die Heizkosten bisher waren auch immer im unteren Durchschnitt. Wir hatten von Fachkundigen bisher gesagt bekommen, dass wir es so belassen sollen, wenn es funktioniert. Ist im Endeffekt natürlich auch eine Kostenfrage gewesen.

    Für einen durchschnittlichen Dachgeschossausbau ist mir das nicht nachvollziehbar! Die sind teurer, aber deswegen per se keineswegs erstmal unbedingt "besser". Vielleicht kommt diese Idee noch aus der Anfangszeit des Trockenbaus? Nachfragen hilft!

    Wir haben tatsächlich schon bei einigen Stellen angefragt und wurden stets auf die Gipsfaserplatten verwiesen und wussten nun nicht mehr weiter.. „Notfalls“ nehmen wir die, da wir sie bisher auch in den anderen Räumen verwendet haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Zitate kenntlich gemacht

  • Normalerweise dämmt man die oberste Geschossdecke von oben. Nun gut, eure Decke ist von unten gedämmt, mit potentiell krebserregender Mineralwolle. Solange die dicht eingepackt ist (Dampfbremse) macht das nix. Ich würde aus Prinzip nicht auf einer alten Lattung aufbauen, die ich nicht neu verschraubt habe. Oder durch neue Abhänger ersetzt habe. Wenn ich es richtig verstehe habt ihr "dort wo offen war mit Dampfbremsfolie angeklebt". Also nicht an eine bestehende Dampfbremse angeschlossen? Eine Dampfbremse muss die ganze gedämmte Fläche überdenken und an den Rändern mittels spezieller Klebebänder bzw. dauerelastischer Dichtkleber an die angrenzenden Bauteile anschließen. Sonst funktioniert sie nicht richtig, was Risiken schafft. Sie darf selbstverständlich nicht im Nachhinein durch irgendwelche "Nägel die bis aufs Holz gehen" durchlöchert werden. Und diese wäre/ist dann über der Lattung?

    Man müsste sich den gesamten Deckenaufbau anschauen. Ist dieser zur obersten Geschossdecke diffusionsoffen?

    Bei mir ist das der Fall. Deshalb baue ich statt einer Folie jetzt erstmal 15er OSB Platten ein. Auf die ertüchtigte Lattung. Diese werden dann an den Stößen und Bauteilübergängen luftdicht verklebt. Auf diese schraube ich dann Gipskartonplatten. Diese Konstruktion ist dampfbremsend genug um auf der obersten Geschossdecke mit Glaswolle zu dämmen (was bei euch weg fällt) Vielleicht wäre das eine Lösung für euch? Vorausgesetzt, dass kein Experte Einwände gegen meine Konstruktion erhebt. Ich setze den Aufbau in der zweiten Immobilie um und fühle mich damit wohler wie mit einer Folie.

    Ich sehe ebenfalls keinen Vorteil in Gipsfaserplatten, wer auch immer euch dazu rät. Geschweige denn die ganze Decke mit Gewebe zu verputzen. Ich hab schon Decken verputzt, das grenzt an Yoga. Ich sehe auch den Sinn dahinter nicht.

  • Stellt es dennoch weiterhin ein Gesundheitsrisiko dar, um welches wir uns kümmern sollten?

    nein

    Ja, allerdings ist das Haus im Sommer ziemlich kühl und bleibt im Winter erstaunlich warm. Die Heizkosten bisher waren auch immer im unteren Durchschnitt. Wir hatten von Fachkundigen bisher gesagt bekommen, dass wir es so belassen sollen, wenn es funktioniert.

    Na dann lassen wir das einfach so stehen! (Konkrete Zahlen wären hilfreich, aber eigentlich geht es darum ja nicht.)

    Wir haben tatsächlich schon bei einigen Stellen angefragt und wurden stets auf die Gipsfaserplatten verwiesen und wussten nun nicht mehr weiter..

    Wie gesagt, wüßte ich nicht, was den Mehrpreis rechtfertigen könnte.

    Die Tage kam aber von einem entfernt bekannten Statiker die Frage auf, ob es aufgrund der Last nicht sinnvoll ist, etwas leichteres auf die Latten zu schrauben (Photovoltaik kommt ebenfalls aufs Dach).

    Eigenartig: Ein entfernt bekannter Statiker, der bei sehr leichten Bauteilen nebulös laut über mögliche Lasteinsparungen nachdenkt, statt klar zu sagen: „Die sind um X kg / m2 zu schwer!“ Und dann bringen sich leichte, aber viel zu weiche und deshalb ungeeignete Trittschalldämmplatten irgendwie selbst ins Gespräch und der Statikus schweigt dazu. Ja, die Platten sind minimal leichter, aber sollen ja auch noch bewehrt und gespachtelputzt werden - weshalb auch immer, vielleicht weil man erkannt hat, dass sie zu weich sind? Dann sind sie am Ende zwar wieder schwerer, aber nicht stabiler als GKB.


    Was sagt denn der entfernt bekannte Statiker am Ende dazu?

    „Notfalls“ nehmen wir die, da wir sie bisher auch in den anderen Räumen verwendet haben.

    Was sind denn „die“ und weshalb stehen sie in diesem Raum plötzlich in Frage? Haben sich die anderen von allein aufgedrängt, hat der Statiker eine Gewichtseinsparung gefordert? Und was könnte „notfalls“ meinen? Rätsel über Rätsel …


    Für mich liest sich das alles sehr nebulös und eigenartig, aber wenn Du es so schreibst …

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Tage kam aber von einem entfernt bekannten Statiker die Frage auf, ob es aufgrund der Last nicht sinnvoll ist, etwas leichteres auf die Latten zu schrauben (Photovoltaik kommt ebenfalls aufs Dach).

    Der Unterschied zwischen GKB und GKF ist (ich kann gerade nicht nachlesen) nach meiner Erinnerung gering. Insbesondere, wenn sowieso zusätzliche Lasten auf dem Dach vorgesehen sind.


    Warum den entfernt bekannten Statiker nicht (gegen Geld) mal rechnen lassen?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Zitat

    Über der Decke ist nur noch das Dach.

    Was für ein Dach, Flachdach- oder Steildach und Dachstuhl unbeheizt? Und aus was ist die tragende Konstruktion der Decke? Offenbar Holzbalkendecke?

  • Zitat

    Meine Fotos vom letzten Beitrag sind alt, dort, wo offen war, haben wir alles mit Dampfbremsfolie abgeklebt, s. auch der Balken bei den ersten Fotos.

    Auf dem Foto in #3 war vor der Öffnung keine Dampfbremse vorhanden. Was ist dann damit gemeint


    " dort wo offen war ".


    Sind die Paneele vollständig entfernt worden und eine Dampfbremse über die gesamte Deckenunterseite mit luftdichten Anschlüsse an die Rauhputzwände angebunden worden?

  • Der Unterschied zwischen GKB und GKF ist (ich kann gerade nicht nachlesen) nach meiner Erinnerung gering. Insbesondere, wenn sowieso zusätzliche Lasten auf dem Dach vorgesehen sind.


    Warum den entfernt bekannten Statiker nicht (gegen Geld) mal rechnen lassen?

    Wenn die Dachkonstruktion durch die Auflast der Photovoltaik dermaßen am Limit ist, dass man eine Decke nicht mehr mit Rigips abhängen kann, dann würde ich hoffen, dass im nächsten Winter nicht allzuviel Schnee fällt.

  • Wenn die Dachkonstruktion durch die Auflast der Photovoltaik dermaßen am Limit ist, dass man eine Decke nicht mehr mit Rigips abhängen kann, dann würde ich hoffen, dass im nächsten Winter nicht allzuviel Schnee fällt.

    Genau das macht die Geschichte so eigenartig: Ein Statiker der angeblich wegen einer Massedifferenz von 1,7 kg bis 4,0 kg/m2 bei 12,5 mm Plattenstärke (Knauf) aus der Ferne bedenklich das Haupt wiegt, aber keine konkreten Zahlen nennt - vielleicht weil die angeblich empfohlenen GKF um dieses Gewicht schwerer sind? Dann kommen Holzfaserdämmplatten ins Spiel, die bei einer Stärke von 15 mm mit 9,9 kg/m2 im Gewicht genau mittig zwischen GKF (11,5 kg/m2) und GKB (8,5 kg/m2) liegen, aber noch gespachtelputzt werden sollten. Der Hersteller gibt aber andere (festere) Platten erst ab einer Stärke von 20 mm zum Putzen frei. Kurz: Die eingebaute Masse ist bei allen drei Materialien am Ende nahezu die selbe.


    Ich verstehe das alles nicht, würde mir aber auf jedenfalls auskunftsfreudigere Ratgeber suchen, die tiefer in der Materie stecken und nicht nur Bodennebel verbreiten und ich würde die konkreten Zahlen selbst anschauen. Im Dachgeschoss würde ich außerdem wo möglich immer doppelt beplanken, vielleicht sogar mit Installationsebene dreifach, denn zuviel Masse kann man da garnicht haben!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Im Dachgeschoss würde ich außerdem wo möglich immer doppelt beplanken, vielleicht sogar mit Installationsebene dreifach, denn zuviel Masse kann man da garnicht haben!

    Wie sieht dies dann beispielhaft aus, bezogen auf die Holzaufbaulagen?

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Was meinst Du mit [Holzaufbaulagen]?

    Aktuell ist eine Panelverkleidung an der Decke im Flur, diese soll demontiert werden.

    Darüber ist KMF und offenbar eine Holzkonstruktion aus Sparren, Latten (oder "Balken", wie geschrieben wurde) - kann ich zumindest nicht vollumfänglich erkennen.


    Dazu das Zitat:

    Wir heizen im ganzen Haus mit einer Fußbodenheizung. Über der Decke ist nur noch das Dach.

    Somit der Dachstuhl, so wie ich es interpretiere.


    Neben der tragenden Holzkonstruktion der Decke über dem Flur (aka Boden des Dachstuhls, welcher ja nicht zwingend begehbar sein muss, kann ich zumindest nicht aus den Ausführungen herauslesen) gehe ich davon aus, dass das Dach auch mit Sparren, Latten, Balken.. seine Tragfähigkeit erhält.


    Da frage ich mich interessehalber nun, wo Du die:

    Im Dachgeschoss würde ich außerdem wo möglich immer doppelt beplanken, vielleicht sogar mit Installationsebene dreifach, denn zuviel Masse kann man da garnicht haben!

    .. Beplankung vorsehen würdest und wie sie anhand eines Beispielbilds aufgebaut ist.
    Direkt im Dachboden/Dachstuhlbereich oder nur im Bereich unter der KMF-ungesunden Dämmung..? Oder darüber - über der Flurdecke, sofern zugänglich?

    Evtl. auch die Flurdecke selbst? Dann kommt allerdings wieder das KMF-Problem ins Spiel..

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Um es kurz zu machen: Ich meine die thermische Gebäudehülle, welche im ausgebauten bzw. genutzten DG (wonach es beim TS aussieht) oberseitig durch die geneigten Dachsparren gebildet wird. Dort ist nach dem Bild in # 03 eine Zwischensparrendämmung vorhanden. Nach meinem Verständnis geht es dem TS ganz schlicht um den raumseitigen Verschluss der Sparren- / Dämmebene, gleichzeitig raumseitig auch die Dachuntersicht.


    Sofern die Pfetten oder Stiele eine Brandschutzverkleidung benötigen, ist das etwas anderes, was mit Holzfaser meines Wissens eh unmöglich ist. Da kommen die genannten GKF o. GKB auf ganz ähnliche Dicken und Massen. Diese können hier also erstmal unbeachtet bleiben.


    Die Dachuntersicht ist dann - mit Ausnahme der Pfetten - eben, glatt und beliebig beschichtet oder bekleidet, wie jede GK-Fläche.


    Ehrlich gesagt, verstehe ich deshalb die Zielrichtung Deiner Frage deshalb nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Um es kurz zu machen: Ich meine die thermische Gebäudehülle, welche im ausgebauten bzw. genutzten DG (wonach es beim TS aussieht) oberseitig durch die geneigten Dachsparren gebildet wird.

    Ach, okay - die Decke ist demnach schon die innere Auskleidung des Dachs selbst.


    Ich ging bei der Schilderung davon aus, dass zwischen Decke über dem Flur und dem Dach(giebel) noch ein Raum vorhanden ist, ob praktisch nutzbar oder nicht (da zu niedrig). Und Du diesen evtl. zu beplanken empfiehlst.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Da Decken waagerecht sind, der TS aber eine offensichtlich geneigte Fläche fotografiert hat, kann es sich nur um eine Dachfläche handeln, wofür auch deren innerer Aufbau spricht.


    Off-Topic:

    (Giebel sind übrigens stirnseitige Gebäudeabschlüsse.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ohje mit den Abkürzungen bitte etwas aufpassen.


    GKB = Gipskartonbauplatte

    GKF = Gipskartonfeuerschutzplatt

    wenn man Gipsfaserplatte umbedingt abkürzen muss dann mit GF


    erfahrungsgemäß kommt die Empfehlung für Gipsfaserplatten meist von Zimmerern, bei denen kann sie auch Sinn machen da man Gipsfaserplatten auch zur Aussteifung ansetzen kann.

    Aber als Dachgeschossbekleidung hat eine Gipsfaserplatte keine Vorteile und wenn diese dann noch mit Gewebe verputzt werden soll frage ich mich wirklich wer sowas empfiehlt. Evtl der Baumarkt der umsatz machen will

  • Ich dachte auch obendrüber wäre noch ein Dachraum. Dann verstehe ich auch die Dämmung. Also Zwischensparren.

    Dann könnte man doch vielleicht ein paar Ziegel heben um die Hinterlüftung zu checken? Oder zu schauen ob es eine Unterspannbahn gibt? Kurz: Die Dachkonstruktion transparent hier im Forum darzustellen?

    Und die Wichtigkeit einer funktionierenden Dampfbremse ist hier nur zu unterstreichen. Ob durch Folie oder OSB oder beides.

  • Um Gottes Willen. Propagieren? Hab vielleicht nachlässig formuliert.

    Gibt es OSB auch vor Folie um eine Installationsebene zu schaffen? Oder geht das bauphysikalisch nicht? Weil Dampfbremse vor Dampfbremse.

    Sei doch nicht so streng mit mir lieber Ralf ;) wollte natürlich niemanden in die Irre führen.