Hallo liebe Community,
wir möchten ein Einfamilienhaus bauen und haben bereits weiter in die Zukunft gedacht. Wir würden gerne unser Einfamilienhaus bei Bedarf in zwei Wohneinheiten trennen können. So könnte ein älteres Kind bereits in die darüber liegende Wohnung einziehen und wir weiterhin im Erdgeschoß leben, oder aber wir vermieten die obere Wohnung bei Bedarf. Das Erdgeschoß soll gleich barrierefrei sein mit einer Dusche im Bad. Ich würde mich sehr über eure Meinungen zu dem von mir gezeichneten Grundriss freuen und welche Verbesserungsvorschläge ihr habt. Hier der Grundriss:
Einfamilienhaus mit optionaler Einliegerwohnung
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Welche Geschosse sind mit "Keller" und "UG" wirklich gemeint?
Generell ist ein zweigeschossiges Einfamilienhaus qualitativ etwas völlig anderes, als ein von einer Familie bewohntes Zweifamilienhaus mit einem Treppenhaus und Wohnungstüren.
Nach meiner Planungs- und auch Nutzungserfahrung finden die allermeisten (> 90 %) aufwändig baulich vorbereiteten oder die vorherige Nutzung einschränkenden Nutzungsoptionen für eine fernere Zukunft nie statt. Es sollte heute für die in den nächsten 5, max. 10 Jahren sicher stattfindenden Nutzungen geplant werden, nicht weiter in die Zukunft. Ein bereits heute barrierefreies Bad o.ä. meine ich dabei ausdrücklich nicht. Die berufliche Mobilität ist heute so groß, dass nur in sehr wenigen seltenen Fällen bspw. bei etablierten Berufen in der Landwirtschaft oder im Handwerk tatsächlich mehrere Generationen nacheinander das selbe Haus nutzen können und wollen.
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Hier noch ein Lageplan, es ist das Haus oben rechts in der Ecke.
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Hier noch Details:
Größe des Grundstücks 395m²
Hang Nahezu Ebenes Grundstück
Grundflächenzahl 98 - preistechnisch ca 90m2 drinnen
Geschoßflächenzahl 98 - preistechnisch ca 90m2 drinnen
Baufenster, Baulinie und -grenze offene Bauweise
Randbebauung bei Carport möglich
Anzahl Stellplatz 1 Stellplatz für Einfamilienhaus erforderlich
Geschossigkeit 2 Vollgeschosse + Keller
Dachform Flachdach mit Dachterasse
Stilrichtung Cubus
Ausrichtung Siehe Grundrissplan
Maximale Höhen/Begrenzungen 6,5m
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp Stadtvilla
Anzahl der Personen Familie bestehend aus 2 Personen +2 Kinder
Raumbedarf im EG, OG EG: Küche; Essbereich; Wohnzimmer; Speis wär nett, aber ws kein Platz; Schlafzimmer in EG, da Einliegerwohnung, welches auch als Büro (Home Office) genutzt werden kann; Vollwertiges Badezimmer inkl Waschmaschine, da Einliegerwohnung. OG: 3 Schlafzimmer (Küchenarmaturen sollen auch ins OG gezogen werden, für den Fall, dass die zwei Wohneinheiten abgetrennt werden; vollwertiges Badezimmer mit Badewanne, da Einliegerwohnung, OG muss separat über Stiege begehbar sein
Büro: Familiennutzung oder Homeoffice? Homeoffice oder Schlafzimmer in EG
Schlafgäste pro Jahr 1
offene oder geschlossene Architektur offene
konservativ oder moderne Bauweise modern
offene Küche, Kochinsel Ja; nicht zwingend
Anzahl Essplätze 6 feste Essplätze; sollte jedoch erweiterbar sein (bis zu 10 Personen sollten an den Tisch passen)
Kamin ja
Musik/Stereowand Nein
Balkon, Dachterrasse Nein, ja
Garage, Carport 1 Stellplatz vorgeschrieben, Carport nicht gewünscht, da es den Garten noch kleiner macht.
Nutzgarten, Treibhaus Nein
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, - EG und OG sollten als separate Wohneinheiten nutzbar sein, jedoch nicht sofort, sondern diese Option soll bestehen; EG und OG sollten daher Geräuschtechnisch entkoppelt sein. offene Küche wäre schön, da ich optisch Platz haben möchte; EG soll bei Bedarf ibarrierefrei umfunktioniert werden können, somit größere Dusche, befahrbares Waschbecken, breitere Türen, Kamin gewünscht, der bestenfalls im EG und OG genutzt werden kann. Sowohl im EG als auch OG ist mit ein Sitzfenster wichtig, welches genau dort sein muss, wo es eingezeichnet ist, da hier eine ungestörte Sicht auf den Garten vorhanden ist (ja es ist der Garten vom Nachbarn, aber wenn schon die Option besteht eine schöne Sicht zu haben...); im OG finden sich derzeit 3 Schlafzimmer, aber soll auch hier bei Bedarf die weiße Wand eingerissen werden können, sodass der Grundriss wie im EG nahezu ident ist
Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: Do-it-Yourself: Selbstentworfen
Was gefällt besonders? Warum? Wohnzimmer mit offener Küche offen und groß
Was gefällt nicht? Warum? Ideal wäre natürlich wenn man bei Bedarf die Küche etwa mittels Schiebetür abtrennen kann, daher wäre Doppelschiebetür super, aber das ist im derzeitigen Grundriss glaube ich nicht drinnen. Es stört mich derzeit, dass der Gang im EG finde ich nicht gut genutzt ist und unnötig Platz verschwendet
Preisschätzung laut Architekt/Planer: Noch nicht vorhanden
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung: 550.000
favorisierte Heiztechnik: Favorit: Luft-Wärmepumpe+Photovoltaik+dezentrale Belüftung in Wohnzimmer und 1 Schlafzimmer im OG;
Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten: auf die Größe des Zimmers im EG, aber Doppelbett wird für zwei Personen trotzdem erforderlich sein, wenn die Kinder ausziehen. Kasten muss nicht in dem Zimmer sein, aber das schaut vermutlich auch blöd aus, wenn sich in diesem Zimmer nur ein Bett befindet.
-könnt Ihr nicht verzichten: Das Sitzfenster hätte ich sehr gerne.
Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? ZB Habe mehrere Einliegerwohnungen angesehen und habe diese ein wenig kombiniert, wobei der Unterschied der ist, dass ich am Grund selbst nicht viel Platz habe und möglichst viel Garten erhalten will und eine Hybridversion möchte, somit nutzbar durch uns und Option eine Einliegerwohnung daraus zu machen. Aufgrund des geringen Rest-Gartenfläche möchte ich eine Dachterasse, da ich das Gefühl habe, dass ich von den Nachbarn Richtung Süden und Westen "eingekesselt bin" und so auch bei Jahreszeiten mit tiefstehender Sonne zu Sonne komme.
Was macht ihn in Euren Augen besonders gut oder schlecht? Haus sollte zu möglichst vielen veränderten Lebenssituationen passen (2 Kinder und wollen auch im hohen Alter noch in dem Haus wohnen und dann oben vermieten oder kann OG für Pflegekraft genutzt werden). Tagesablauf: Frau kommt gegen 14:00 nach Hause und ich gegen 18:00 unter der Woche. Unter der Woche mache ich viel Homeoffice. Am Wochenende haben wir gerne Besuch und soll auch die Option bestehen, dass Gäste bei uns übernachten, weil Verwandte teilweise aus anderen Bundesländern kommen.
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Welche Geschosse sind mit "Keller" und "UG" wirklich gemeint?
Generell ist ein zweigeschossiges Einfamilienhaus qualitativ etwas völlig anderes, als ein von einer Familie bewohntes Zweifamilienhaus mit einem Treppenhaus und Wohnungstüren.
Nach meiner Planungs- und auch Nutzungserfahrung finden die allermeisten (> 90 %) aufwändig baulich vorbereiteten oder die vorherige Nutzung einschränkenden Nutzungsoptionen für eine fernere Zukunft nie statt. Es sollte heute für die in den nächsten 5, max. 10 Jahren sicher stattfindenden Nutzungen geplant werden, nicht weiter in die Zukunft. Ein bereits heute barrierefreies Bad o.ä. meine ich dabei ausdrücklich nicht. Die berufliche Mobilität ist heute so groß, dass nur in sehr wenigen seltenen Fällen bspw. bei etablierten Berufen in der Landwirtschaft oder im Handwerk tatsächlich mehrere Generationen nacheinander das selbe Haus nutzen können und wollen.
Vielen lieben Dank für den Input.
Keller: Keller
UG: Erdgeschoß
OG: 1. Stock oder Obergeschoß
Ich möchte ein Einfamilienhaus, wobei das Erdgeschoß vom 1. Stock und damit auch vom Stiegenhaus schalltechnisch entkoppelt werden muss . Im 1. Stock soll nur die Option bestehen eine Wohnungstür einzubauen (zu Beginn somit noch keine Tür). Auch im Erdgeschoß soll nur eine normale Tür zu finden sein, sowie bei Bedarf dann eine Wohnungstür eingebaut werden können.
Das Bad soll ein normales Bad sein, also noch nicht barrierefrei von Beginn an. Man kann ja dann aufrüsten und ist denke ich nichts verloren, wenn man zumindest daran denkt. Eine gewisse Größe muss das Bad sowieso haben.
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Der eingestellte Entwurf wirkt wie zwei übereinander gestapelte Kleinwohnungen. Er macht von der naheliegenden Möglichkeit, im EFH zwei Etagen zentral offen miteinander zu einer Wohnung zu verbinden, in der jederzeit alle direkt miteinander kommunizieren können, keinen Gebrauch. Die naheliegendste Lösung dafür wäre eine Anordnung der Treppe mittig einer Längsseite, typischerweise Traufseite.
Es ist übrigens witzlos, Entwürfe ohne die resultierenden Ansichten zu diskutieren.
(Ich werde mich heute erst am Abend weiter an der Diskussion beteiligen können.)
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Hier noch Details:
....... Am Wochenende haben wir gerne Besuch und soll auch die Option bestehen, dass Gäste bei uns übernachten, weil Verwandte teilweise aus anderen Bundesländern kommen.
Information ist gut - aber DAS
.Sollen wie hier einen Alternativentwurf liefern? Ja - wär DRINGEND nötig.
Daher -> ab zum Architekten mit der Liste und noch viel mehr Infos; dann klappts auch mit dem Häusel.
Nur noch als Anmerkung:
Nahezu Ebenes Grundstück
Nahezu = absolut NICHT topfeben. Aufs Gelände sollte irgendwie reagiert werden. Topfeben gibts vielleicht in Friesland, aber sonst?
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"Nahezu" ebene Grundstücke lassen sich leichter planen, weil auch leichter ausgleichen, wenn man den Rest auch topfeben haben will. Was mir an dem Entwurf jetzad ned gefällt ist, dass es wie Skeptiker schon erwähnt hat, beide Stockwerke völlig entkoppelt sind. Geht man abends schlafen ist das wie die Wohnung zu wechseln. Kontrolle und Kommunikation mit Kiddies kaum möglich. Man kann das schon so machen, dass man es später trennen kann, aber solange man selber drin wohnt, sollte es schon wohnlicher sein. I tät auf Trennwände verzichten und es so gestalten, dass man später Trennwände einziehen kann, wenn man die beiden Wohnungen trennen will. Oder aber, man plant das Haus gleich so, dass es eine Einliegerwohnung gibt, die man erst mal vermietet und später dann selber nutzen kann.
Letzteres ist weit besser, weil man damit das Problem umgehen kann, was Skeptiker ebenfalls schon angesprochen hat, nämlich, dass die Nachkommen meist gar nicht mehr im Elternhaus wohnen wollen und lieber verkaufen und wo anders ihr Heim/Familie aufbauen. Aber immerhin sind die Ecken und Kanten auf ein Minimum reduziert. Ist schon mal ein Pluspunkt. Aber wohnlich ist doch was anderes. Aber für eine Einliegerwohnung scheint mir das Grundstück und das daraus resultierende Haus doch etwas arg eng.