In den Großstädten steigen die Immobilienpreise wieder!

  • Wie schon im vergangenen Jahr gepostet wurde, ist - zumindest in den Großstädten - der "Verfall der Immobilienpreise" gestoppt. Aus Anlegersicht mag das positiv zu bewerten sein, auch Sicht der in den Großstädten lebenden Menschen ist es ärgerlich bis kritisch, denn die Wohnkosten steigen, egal ob als Kaufpreis, Zinsen oder die Miete. Aktuell wird in B von einer Steigerung um 4 % gegenüber dem Vorjahr berichtet, in den anderen Großstädten sieht es ähnlich aus.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • auch Sicht der in den Großstädten lebenden Menschen ist es ärgerlich bis kritisch, denn die Wohnkosten steigen, egal ob als Kaufpreis, Zinsen oder die Miete.

    Nicht nur in den Städten selbst, sondern auch im (entfernteren) Umland. Z.B. in Oranienburg werden mittlerweile 18 € Kaltmiete aufgerufen, Eigentumswohnungen um 7.500 €/m². Wir haben hier jede Menge Zuzug aus Berlin, die Bahnen, egal ob Regio oder S-Bahn, platzen zu manchen Tageszeiten aus allen Nähten.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Nicht nur in den Städten selbst, sondern auch im (entfernteren) Umland. Z.B. in Oranienburg werden mittlerweile 18 € Kaltmiete aufgerufen, Eigentumswohnungen um 7.500 €/m².

    Ja, die Preise ... Bei 5.000 € / m2 ist es beim Kauf typischerweise bautechnisch ziemlicher Schrott oder eine Lage im Gewerbegebiet, neben der Autobahn, einem Club o.ä.. Innerstädtisch sind im unsanierten Bestand momentan eher 7.000 - 10.000 € / m2 die Regel - jedenfalls bei mittelmäßiger Lage und mittlerem Zustand. In unserer unmittelbaren Nachbarschaft wurde vor einem Jahr ein knapp 20 Jahre altes Haus mit rd. 200 m2 Nutzfläche inkl. Dachterrasse auf einem Erbpachtgrundstück für 15.000 € / m2 verkauft, ohne Grundstück wohlgemerkt!

    Wir haben hier jede Menge Zuzug aus Berlin, die Bahnen, egal ob Regio oder S-Bahn, platzen zu manchen Tageszeiten aus allen Nähten.

    Vergleichbares habe ich am 08.05.2025 (Feiertag in B, aber nicht in BB) in Potsdam-Babelsberg beobachtet und kann das nur bestätigen. Dort fiel mir bei einer Begutachtung in einem EFH-Wohngebiet auf, dass bis auf die Müllabfuhr das gesamte öffentliche Leben zu ruhen schien und für einen Werktag ungewöhnlich überall die Autos vor den Garagen oder in den Grundstückszufahrten standen. Erklärung der Bewohner: Hier wohnen fast nur Menschen, die in B arbeiten und sich auch eher als Berliner fühlen, denn als Potsdamer / Brandenburger (und in B war Feiertag).


    Sei macht sich Verdrängung weit weg vom Zentrum Berlins bemerkbar, hier aber auch nur knapp einen Kilometer hinter der Landesgrenze / Stadtgrenze in attraktiver Wohnlage - aber eben doch vorstädtisch. Ein angestellter Kollege zog im letzten Jahr in den sanierten Plattenbau nach Potsdam Rehbrücke und pendelt seither mit dem Motorrad bzw. im Winter der Regionalbahn nach B zur Arbeit. In B hat er in mehrjähriger Suche nach einer Eigenbedarfskündigung mit Familie keine bezahlbare Wohnung mehr gefunden. Eine ein Charlottenburg aufgewachsene Mitarbeiterin hängt in einer ähnlichen Situation mit ihren 2 Kindern und Mann in einer 2,5-Raum-Wohnung in Friedenau fest und verweigert den Sprung an den Stadtrand. Einzige Perspektive: Eltern verlassen die Wohnung ihrer Kindheit und sie kann sie übernehmen, allein: Die Schwester mit zwei Kindern will auch ...


    Es ist für viele zum Verzweifeln und ein riesiges Problem. Städte wie M, HH, F, D und K kennen das ja schon Jahrzehnten.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich wüsste nicht, dass es bei uns hier günstiger geworden wäre oder stagniert hätte. Hier steigen die Preise schon immer, ungeachtet irgend welcher Trends. Der Zuzugsdruck war schon immer recht hoch.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Neuigkeiten aus der Hauptstadt: In 2024 waren die Immobilienpreise lt. den Gutachterausschüssen erstmalig seit Jahrzehnten im Mittel um 1 % gesunken. Aktuell scheint es hier doch keine echte Trendwende gegeben zu haben - was für die hier lebenden Menschen natürlich eine Erleichterung bedeutet, denn die Preise sind nicht gestiegen, was allein schon positiv ist. Die im Artikel / Film genannten Höchstpreise machen dennoch weiterhin sprachlos.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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