~7t Beton notwendig, händische Verarbeitung, keine Zufahrt möglich - gute Ideen zu geringen Kosten?

  • Nur 80 cm breit? Das passt problemlos hindurch. Der Dumper hinter dem Bauschild sieht allerdings aus, als würde er fast senkrecht stehen?!

    Richtig, der steht in oberer Kippstellung leer und wartet.

    Was trägt das Modell bei Euch als max. Zuladung?

    Keine Ahnung, ich bin Planer und Objektüberwacher, nicht die Arbeitsvorbereitung des AN!

    Ist alles nachvollziehbar, dennoch eine hohe Investition für mich zur Zeit.:bier:

    Solche Geräte kosten in der Zeit tatsächlicher Nutzung nur eine überschaubare Miete. Der auf unserer Baustelle oben ist auch nur gemietet.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Solche Geräte kosten in der Zeit tatsächlicher Nutzung nur eine überschaubare Miete. Der auf unserer Baustelle oben ist auch nur gemietet.

    Sicher, Eure Baustelle wird wohl keine fünf Jahre in Anspruch nehmen.
    So lange benötige ich zwingend, um die notwendigsten Renovierungs- und Neuaufbauarbeiten durchzuführen.


    Mieten lohnt sich für jemanden wie mich nicht, welcher an vier Orten jeweils hunderte von Projekten abzuarbeiten hat, grundsätzlich unabhängig von Helfern und Auftragsnehmern (bis auf vielleicht vier Ausnahmen im Jahr).

    Fahrt zum anderen Ort => geplant sind zwei Tage bis zur Rückkehr, am Ende sind es 1,5 Monate aufgrund der vorliegenden Aufgaben.


    Daher suche ich immer nach dauerhaft zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, denn dann spielt es keine Rolle, ob ich erst nach sechs Monaten wieder aufschlage.


    Ist nicht "ein Projekt, schön zu haben" sondern Teil der grundsätzlichen Basis für die Lebensführung.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Daher suche ich immer nach dauerhaft zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, denn dann spielt es keine Rolle, ob ich erst nach sechs Monaten wieder aufschlage.


    Ist nicht "ein Projekt, schön zu haben" sondern Teil der grundsätzlichen Basis für die Lebensführung.

    Naja, dann verstehe ich nicht wieso es dann 7 Tonnen Beton werden sollen die dann über 6 Monate verteilt eingebaut werden?

    Außerem geht es dabei eher um die körperliche Belastung die einen auf Dauer kaputt macht, weil man engstirnig versucht das alles allein oder ohne hilfsmittel versucht zu bewältigen.

    Davon kann ich ein Lied singen, und das ich mir vor ca 2 Jahren eine gewissen einschränkung Eingefangen habe die mich zum umdenken zwingt. Obwohl ich schon technisch viel auf die Beine stelle um mir das leben nicht al zu schwer zu machen.

  • Naja, dann verstehe ich nicht wieso es dann 7 Tonnen Beton werden sollen die dann über 6 Monate verteilt eingebaut werden?

    Die 7 Tonnen können durchaus an einem Tag vergossen und entlüftet werden - ist allerdings nicht vorteilhaft, sondern zusätzlicher Aufwand & Risiko mit Vorbereitungen.
    Mir ist es lieber, das in ~1 Tonnen Abschnitten in mehreren Tagen (nein, nicht sechs Monaten, sondern evtl. 1,5 Wochen direkt vor Ort) durchzuführen.


    Letztlich sind die 7 Tonnen weder Anfang noch Ende der schweren Transporte, das geht seit 2021 so, allerdings an anderem Ort.

    Immer darauf hin ausgelegt, dass es den Körper nicht zerstört.


    Klar, vierzig Jahre am Stück kann ich das nicht fünfmal die Woche machen.


    Außerem geht es dabei eher um die körperliche Belastung die einen auf Dauer kaputt macht, weil man engstirnig versucht das alles allein oder ohne hilfsmittel versucht zu bewältigen.

    Habe mir viele Hilfsmittel (Werkzeuge) selbst gefertigt, um bspw. 3 x 1 Meter Sandwichplatten über beide Schultern plus geradem Rücken heraus präzise hochheben und platzieren zu können. So etwas gibt es auf dem Markt nicht in dieser Form, schon gar nicht aus rissbeständigem hygienischen Edelstahl, somit blieb nur Neuentwicklung.


    Sieht in Folge so aus (die Gurtlösung gibt es zu kaufen), hält im elastischen Bereich >265 kg aus, das hebe ich nicht:




    Beim Dumper war ich initial auch auf der Suche nach dem notwendigen Material, um ihn selbst zu designen und schweißen. Ist kein Problem, war jahrelang mein Aufgabenbereich, so etwas zu designen, berechnen und auszulegen, als "Prototyp" ohne Defekte meist alleine zu fertigen und als Einzelstück geprüft zu übergeben.

    Problem dabei ist: günstiger als diese Chinamodelle wird es schon rein vom Material her kaum. Und es kostet zusätzliche Zeit, finanzielle Ersparnis gegenüber Neukauf hin oder her.


    Demnach immer ein Abwägen: was lohnt sich, was lässt sich als Krafttraining verbuchen?


    Davon kann ich ein Lied singen, und das ich mir vor ca 2 Jahren eine gewissen einschränkung Eingefangen habe die mich zum umdenken zwingt.

    Verstehe ich. Mir bleibt keine andere Möglichkeit, ohne das Ganze aufzugeben (keine Option), ergo geht es langsam und kontinuierlich weiter, wie auch immer.


    Der Körper wird ohnehin nicht an verschlissenen Gelenken draufgehen, dazu trage ich gesundheitlich zu viel mit mir herum. Was soll's. Hauptsache, das Hauptprojekt wird lange vorher fertig.


    Danke jedoch für Deinen gut gemeinten Ratschlag aus Erfahrung, letztlich hat halt jeder seinen Packen zu schleppen. Oder den Beton. Wie auch immer..

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Wenn das verschiedene Teile sind, dann ist es OK den Beton über die Zeit zu verarbeiten. Ist es aber ein Teil, z.B. eine Bodenplatte, dann sollte man das tunlichst an einem Tag machen, also durcharbeiten bevor das erste Zeug was man rein gekippt hat anfängt anzuziehen. Viel Spaß mit der Sackware dabei. Danach habt ihr ne fette Brotzeit verdient.


    Bitte vom voranschreiten der Arbeit mit Bildern berichten! :)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Da ich ein bischen Erfahrung mit Bauprojekten in den Bergen sammeln durfte und Baustellen gerne mal nur zu Fuss oder Heli erreichbar sind habe ich gesehen und gelernt wie dort moeglichst mit Vorhandenem Material oder Ausgangsstoff gearbeitet wird um so wenig wie moeglich transportieren zu muessen.

    Daher die Frage, ob es letztendlich keine einfachere Alternative zu Deinen 7t Beton gibt. Man kann vieles auch ohne Beton bauen, und das haelt trotzem ein Leben lang.

    Und wenn Du schon gerne Transportloesungen bastelst, schon mal ueber eine Transportseilbahn nachgedacht?

  • Hallo und guten Morgen an Euch,

    Wenn das verschiedene Teile sind, dann ist es OK den Beton über die Zeit zu verarbeiten. Ist es aber ein Teil, z.B. eine Bodenplatte, dann sollte man das tunlichst an einem Tag machen, also durcharbeiten bevor das erste Zeug was man rein gekippt hat anfängt anzuziehen.

    das kann ich nachvollziehen, allerdings ist dies beim "Streifenfundament stabilisieren durch Unterfangen" auch nicht möglich, ohne Gefährdungspotential zu schaffen.


    Da bin ich auf der bereits durchgeführten Seite auch Stück für Stück vorgegangen, überlappende Armierungen und dementsprechende Grundierung der jeweiligen Bereiche. Klar, nicht ideal, jedoch ergab es am Ende (an abgeschlagenen Bruchstücken ausprobiert) eine sehr gute Verbindung ohne klar erkennbare "Sollbruchstellen" oder Rissbildung.


    Bei der "Bodenterrasse"-Erneuerung werde ich an einer Ecke anfangen und die Verdichtung der Lagen zueinander via Rüttelflasche derart auslegen, dass die bereits angezogenen Bereiche nicht mehr mechanisch in Bewegung versetzt, die frischen Bereiche im Übergang jedoch bestmöglich verbunden werden.

    Wie es in Gesamtheit wird, muss ich sehen, ist stark abhängig von den Zusatzarbeitsschritten.

    Gegenüber der (gewiss aus günstiger Sackware) einfach aufgeklatschten ca. 5 cm Platte ohne jede Art von Grundierung, Verbund, Frostschutzschicht / Drainageschicht oder auch Armierung - erwarte ich ein qualitativeres Resultat, welches lange Freude bereitet und die notwendigen Pfosten & Masten sinnvoll aufnehmen kann.


    Daher die Frage, ob es letztendlich keine einfachere Alternative zu Deinen 7t Beton gibt. Man kann vieles auch ohne Beton bauen, und das haelt trotzem ein Leben lang.

    Klar, das sehe ich ein. Bin einfach begeistert von der Formgebungsmöglichkeit bei Beton - welche in Folge als Kunststein wenig weitere Pflege bedingt und problemlos bspw. mittels Hochdruckreiniger im Außenbereich zu reinigen ist, was bei Holz nicht in jedem Fall sinnvoll ist und dementsprechende Beschichtungen voraussetzt.


    Und letztlich sind es "nur" ~160 Meter Weg zu Fuß mit Handwagen - oder, falls mir eine Möglichkeit dazu aufkommt, Dumper.

    Nicht dutzende Kilometer fernab der Zivilisation.:bier:

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Um auf Dauer Waschbeton zu erhalten. Wer es mag ¯\_(ツ)_/¯

    Doch nicht bei Reinigungsarbeiten.. da müsste ich stundenlang die Rotationsdüse aus 2 cm Abstand darauf ausrichten. :)

    Ich nutze einen Hochdruckreiniger, um unschöne Spuren von Betonarbeiten vom angrenzenden Beton oder auch Farbübergängen nach wenigen Tagen präzise zu entfernen - bevor diese vollständig ausgehärtet sind.


    Diesbezüglich in den letzten Jahren >20 Versuchsreihen durchgeführt. Ausgehärteter Beton wird bei mir dadurch kaum nennenswert angegriffen, selbst den reinen Zement als Schmierspuren am Rand zu beseitigen, nimmt nach vier bis sechs Wochen (Aushärtung) deutlich längere Zeit in Anspruch.

    Ideal waren 4 bis 5 Tage, dann ist die Verfüllung robust genug, kurzzeitige Strahlwirkung auszuhalten und die Spuren lassen sich noch erquickend einfach entfernen.


    Waschbetonplatten finde ich übrigens ansprechend im Gegensatz zu den einfarbigen Beton-Gehwegplatten (furchtbar tröge).

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Unterschied im Beispiel - vor dem Reinigen, nach dem Reinigen. Allerdings nur recht frischer Beton (4 Tage in diesem Fall). Sonst wäre der Anthrazit-Weiß Übergang nicht mehr sichtbar.



    Nachher:


    Kann demnach auch hilfreich sein, den Zementanteil zumindest frühzeitig noch abwaschen zu können. :bier:

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Ästhetischen Horrorkabinetten wie diesen


    bitte ich zukünftig eine Triggerwarnung voranzustellen, oder wenigstens die Spoilerfunktion des Forensystems zu nutzen. Mein Nachtschlaf ist jetzt dahin!


    X/   <x

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ästhetischen Horrorkabinetten wie diesen

    bitte ich zukünftig eine Triggerwarnung voranzustellen, oder wenigstens die Spoilerfunktion des Forensystems zu nutzen. Mein Nachtschlaf ist jetzt dahin!


    X/   <x

    Unsinn, es gefällt - und hält. Auf den Bildern zudem noch nicht fertig.
    Geschmäcker unterscheiden sich zum Glück.


    Wahrer Horror war der ca. 1/2 m² gemessene minimalistische Wachstumsort für Efeu(!) an einer fragwürdig dimensionierten (dahinter befindet sich ein lasttragender Hang) Mauer ohne Möglichkeit des komfortablen, sicheren Aufsteigens auf ca. 1,80 Meter Höhe. Nur Leiter war sinnvoll möglich.

    Nun lässt sich auch mit zwei Händen schwer beladen auf den ca. 1/2 m² plus 1/2 m² im 2/3el Kreis komfortabel hinauf- und hinunterlaufen.

    Und die Mauer wird in den nächsten fünfzig Jahren in diesem Bereich keinen Millimeter weichen. Ist ineinander verankert, wiegt ~1,15 Tonnen (die Treppe - aktuell) und erlaubt zudem ausreichend Raum, um problemlos Dinge hinter das Gebäude zu transportieren.


    Form follows function. As always.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • naja - die einem sagen so, die anderen ….

    Sicher, jeder kann für sich individuell entscheiden, ob die Konstruktion ihm zusagt.

    Ich bin der Einzige, welcher sie regulär nutzen muss und welchem ihre Stabilität auf Dauer Arbeitszeit einspart, demnach: zufrieden.


    Sie kombiniert einige physikalische Eigenschaften:

    - keine Schalung notwendig, Halbrundform versatzstabil im Halbkreis anzuordnen durch Ausschnitte.
    - Integration in Mauerwerk durch Schwerlastanker (rostfrei) erfolgt, da die Pflanzsteine innen hohl waren, somit nach dem Aufstellen von innen verankerbar.

    - Masse und Breite nach Verfüllung mehr als adäquat, um Druck auf Mauer in diesem Bereich abzufangen.

    - Treppenstufen hoch und breit genug, um im Dreiviertelkreis in enger Ecke komfortabel auf >1,75 m Höhe herauf- und hinabzusteigen.

    - Verputzen, Drainage von Druckwasser durch die Mauerfugen möglich. Denn die Pflanzsteine sind wasserdurchlässig.

    - Verfüllung WU-Beton, stahlarmiert. Rostet hoffentlich nicht, stabilisiert den Rest, rutschsichere Oberfläche (danke an die Rauhheit).

    - Unten breiter (Halbrundbereich), oben schmaler (weniger Stufen), somit Bereich hinter Gebäude dank der Ecknutzung weiterhin zugänglich.

    - Wasserabflussrillen und -richtungen vorgegeben. Froststabil.


    Dazu kommen der geringe Preis, keine Notwendigkeit des Neuaufbaus der Mauer in diesem Bereich, Nutzung als Treppe in Aufbauphase möglich.


    Die Optik lässt sich verschönern, wenngleich es mir in erster Linie um ihre Funktionalität und das Experiment mit verschiedenen Betontechnologien ging. :)


    Geplant ist, rutschsicher geflammte Natursteinplatten (Granit oder Marmor) später präzise zuzuschneiden und auf die Oberflächen aufzubringen - auch, um die konstruktionsseitig notwendigen Höhenunterschiede großteils auszugleichen (1 cm, 2 cm, 3 cm Platten kommen darauf).
    Seitlich wird es wasserdurchlässig (und beständig) verputzt und geglättet.


    Und als adäquate Antwort auf Deine herzlichen zwei Smileys hier noch ein Bild.:bier:


    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Differenzen bei Ansprüchen zur Gestaltung als "Baupfusch" zu bezeichnen, halte ich für weit hergeholt. :eek:

    Zumal Funktion im Vordergrund steht und diese belastbar erfüllt wird.


    Es wird auch nicht jeder Gabionen lieben.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

    • Offizieller Beitrag

    Differenzen bei Ansprüchen zur Gestaltung als "Baupfusch" zu bezeichnen, halte ich für weit hergeholt. :eek: Zumal Funktion im Vordergrund steht und diese belastbar erfüllt wird.

    Dass der wilde Materialmix dieser "Treppe" bestenfalls in die Witzecke gehört, sollte bei allem Stolz auf das technische Gelingen und die ihm zugrunde liegenden komplexen Überlegungen dann aber doch klar sein. Und nein, dieses Konstrukt erfüllt auf den ersten Blick keine der Anforderungen der hier relevanten DIN 18 065 und ist einfach lebensgefährlich.


    Bevor jetzt wieder eine Diskussion darüber beginnt, dass man auf seinem eigenen Grundstück tun und alles kann, was man will, verweise ich vorsorglich und völlig unabhängig vom öffentlichen Baurecht auf die Verkehrssicherungspflicht aller Grundeigentümer in D und deren sich daraus ergebenden Haftpflicht und auf § 9.1 Absatz 2 der Nutzungsbedingungen dieses Forums. Darin steht alles Relevante.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Anmerkung zur Anpassung an die Signatur kursiv gesetzt.

  • Und nein, dieses Konstrukt erfüllt auf den ersten Blick keine der Anforderungen der hier relevanten DIN 18 065 und ist einfach lebensgefährlich.

    Da gibt es keinen Diskussionsbedarf, es ist keine Gebäudetreppe und in ihrer Auslegung eine Mauerstabilisierung.
    Ob ich auf meiner Gartenmauer herumturne, tut auch nichts zur Sache (hier im Forum).

    auf die Verkehrssicherungspflicht aller Grundeigentümer in D und deren sich daraus ergebenden Haftpflicht und auf § 9.1 Absatz 2 der Nutzungsbedingungen dieses Forums.

    Ohne Zugänglichkeit, Gehwege, Zufahrten etc. und im eingezäunten (verschlossenen) Bereich? Da werde ich mich informieren.

    Bzgl. § 9.1: Danke, hatte ich übersehen, dass DIY-Projekte hier nicht gerne gesehen sind (das ist, was sich daraus ableiten lässt).
    Ist okay, dann bleibt es bei technisch-physikalischen Diskussionen.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

    • Offizieller Beitrag

    Ohne Zugänglichkeit, Gehwege, Zufahrten etc. und im eingezäunten (verschlossenen) Bereich?

    Ja, immer und überall, egal ob Zaun oder ohne. Es gibt tragische Geschichten und umfangreiche Rechtsprechung dazu. Wie geschrieben:

    Verkehrssicherungspflicht aller Grundeigentümer in D und deren sich daraus ergebenden Haftpflicht

    Bzgl. § 9.1: Danke, hatte ich übersehen, dass DIY-Projekte hier nicht gerne gesehen sind (das ist, was sich daraus ableiten lässt).

    Nein nicht gerne gesehen sind hier nur "DIY-Bau-Projekte", die für sich in Anspruch nehmen, dass für sie die "anerkannten Regeln der Technik", des öffentlichen Baurechts oder der Physik nicht zutreffen, egal mit welcher Begründung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es gibt tragische Geschichten und umfangreiche Rechtsprechung dazu.

    Mag sein - kann ich nicht beurteilen.
    Mir ist lediglich bekannt, dass Urteile bestehen, welche gegenüber Erwachsenen die Haftung bei deren unzulässiger Überquerung (Zerstörung) von Zugangsbeschränkungen auf gegen Zugänglichkeit entsprechend gesicherten Grundstücken verneinen, da letztlich auf Grundstücken Arbeiten durchgeführt werden können, deren adäquate Absicherung für Erwachsene mit Hilfsmitteln technisch zu überwinden möglich bleibt (bei dementsprechender krimineller Energie und Werkzeug).


    Bzgl. Kindern, größeren Haustieren u.Ä. besteht keine Möglichkeit der Überwindung der Schutzmaßnahmen.


    Allerdings werde ich mich wie genannt dazu informieren und - falls notwendig - Korrekturen ergreifen.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Ohne Zugänglichkeit, Gehwege, Zufahrten etc. und im eingezäunten (verschlossenen) Bereich? Da werde ich mich informieren.

    Siehe Urteilsbegründung OLK Köln vom 31.08.2007:

    Derjenige, der eine Gefahrenlage - gleich welcher Art - schafft, ist grundsätzlich verpflichtet, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer möglichst zu verhindern. Die rechtlich gebotene Verkehrssicherung umfasst diejenigen Maßnahmen, die ein umsichtiger und verständiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Mensch für notwendig und ausreichend hält, um andere vor Schäden zu bewahren. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass nicht jeder abstrakten Gefahr vorbeugend begegnet werden kann. Ein allgemeines Verbot, andere nicht zu gefährden, wäre utopisch. Eine Verkehrssicherung, die jede Schädigung ausschließt, ist im praktischen Leben nicht erreichbar. Haftungsbegründend wird eine Gefahr erst dann, wenn sich für ein sachkundiges Urteil die nahe liegende Möglichkeit ergibt, dass Rechtsgüter anderer verletzt werden können. Deshalb muss nicht für alle denkbaren Möglichkeiten eines Schadenseintritts Vorsorge getroffen werden. Es sind vielmehr nur die Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, die Schädigung anderer tunlichst abzuwenden (BGH NJW 2006, 610, 611 m. w. Nachw.).

    Aus juristischer Laiensicht fehlt unter diesen Gesichtspunkten eine Absturzsicherung am Kopf der Stützwand, die notwendig wird, da die Absturzhöhe > 1,00 m ist, vgl. hierzu

    (1) In, an und auf baulichen Anlagen sind zu umwehren oder mit Brüstungen zu versehen:

    1. Fläche, die im Allgemeinen zum Begehen bestimmt sind und unmittelbar an mehr als 1 m tiefer liegende Flächen angrenzen; dies gilt nicht, wenn die Umwehrung dem Zweck der Flächen widerspricht wie bei Verladerampen, Kais und Schwimmbecken,
    2. nicht begehbare Oberlichte und Glasabdeckungen in Flächen, die im Allgemeinen zum Begehen bestimmt sind, wenn sie weniger als 0,50 m aus diesen Flächen herausragen,
    3. Dächer oder Dachteile, die zum auch nur zeitweiligen Aufenthalt von Menschen bestimmt sind,
    4. Öffnungen in begehbaren Decken sowie in Dächern oder Dachteilen nach Nr. 3, wenn sie nicht sicher abgedeckt sind,
    5. nicht begehbare Glasflächen in Decken sowie in Dächern oder Dachteilen nach Nr. 3,
    6. die freien Seiten von Treppenläufen, Treppenabsätzen und Treppenöffnungen (Treppenaugen),
    7. Kellerlichtschächte und Betriebsschächte, die an Verkehrsflächen liegen, wenn sich nicht verkehrssicher abgedeckt sind.

    Im vorliegenden Fall sind die Punkte 1 und 6 zu beachten. Die obere Fläche ist zum Begehen bestimmt, sonst bedürfte es ja keiner Treppe um nach oben zu kommen. Die Treppe spricht für sich selbst.


    Im Übrigen sind diese Maßnahmen nicht nur zum Schutz fremder Menschen, die das Grundstück vielleicht auch noch unbefugt betreten, gedacht. Sie dienen auch dem Eigenschutz. Gerade bei Gartenarbeiten kann es zu ungewollten Bewegungen nahe an der Absturzkante kommen, z. B. beim "Ausreißen" von Pflanzenwurzeln. Oder die Blumenerdesäcke, die die Treppe hinaufgetragen werden, ändern den Schwerpunkt beim Gehen. In beiden Fällen kann ein Geländer vor schlimmerem schützen.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


    Rings um euch liegt die weite Welt: Ihr mögt euch einzäunen, aber euer Zaun wird sie nicht fern halten. (J.R.R. Tolkien, Derr Herr Der Ringe, Erster Teil: Die Gefährten)

  • ... Verkehrssicherungspflicht aller Grundeigentümer in D ...

    Es gibt tragische Geschichten und umfangreiche Rechtsprechung dazu.

    Mag sein - kann ich nicht beurteilen.

    Das musst Du auch nicht. Es ist so. Zur Einführung: Verkehrssicherungspflicht. Es gibt hunderte von Artikeln dazu ... und saibot2107 war schneller als ich! :bier:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nun, oben befindet sich eine Absturzsicherung in Form eines Zauns.

    Ist auf den Bildern schlecht zu erkennen.


    An der Mauerstabilisierung mit möglicher Begehbarkeit folgt noch ein Geländer - aus dem Grund ist der obere Bereich zur Zeit vollständig geschlossen (von Grenze zu Grenze).


    Anyway, danke für die Hinweise. "Notwendige und zumutbare" Vorkehrungen liegen letztlich in der Entscheidungsgewalt via Juristen und Richtern.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Nun, oben befindet sich eine Absturzsicherung in Form eines Zauns.

    Ist auf den Bildern schlecht zu erkennen.

    Ein einfacher Maschendrahtzaun, wie er auf dem Foto bei genauem hinsehen zu erkennen ist, ist in aller Regel nicht als Absturzsicherung zugelassen, da er in aller Regel die für eine Absturzsicherung erforderlichen Lasten nicht aufnehmen kann.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


    Rings um euch liegt die weite Welt: Ihr mögt euch einzäunen, aber euer Zaun wird sie nicht fern halten. (J.R.R. Tolkien, Derr Herr Der Ringe, Erster Teil: Die Gefährten)

  • An der Mauerstabilisierung mit möglicher Begehbarkeit ...

    Bist Du wirklich davon überzeugt, dass dieses Konstrukt die Stabilität der Hangabfangung nennenswert stabilisiert? :eek:


    (Nach "Glauben" frage ich bewußt nicht, weil der Glaube ja offensichtlich gegeben ist. Glaube kann bekanntlich Berge versetzen, aber ob er Berge auch am Abrutschen hindern kann?)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ein einfacher Maschendrahtzaun, wie er auf dem Foto bei genauem hinsehen zu erkennen ist, ist in aller Regel nicht als Absturzsicherung zugelassen, da er in aller Regel die für eine Absturzsicherung erforderlichen Lasten nicht aufnehmen kann.

    Gut zu wissen. Wusste der Vorbesitzer vor bestimmt ~40 Jahren offensichtlich auch nicht.
    Wird in Zukunft gegen Doppelstabmattenzaun mit Schutz gegen Überklettern ersetzt - ohnehin geplant.


    Bist Du wirklich davon überzeugt, dass dieses Konstrukt die Stabilität der Hangabfangung nennenswert stabilisiert? :eek:


    (Nach "Glauben" frage ich bewußt nicht, weil der Glaube ja offensichtlich gegeben ist. Glaube kann bekanntlich Berge versetzen, aber ob er Berge auch am Abrutschen hindern kann?)

    Bin überzeugt. Mauer besteht aus Mauersteinen mit Hohlkammern, wurde trotz dieser minimalistischen Bauweise bei gegebener Höhe in den 40 Jahren abgesehen einiger Fugenrisse nicht aus der Vertikalen gedrückt.


    Stabilisierung ist mit Mauer sowie der dort vorhandenen Mauer-Bodenplatte und dem Plateaufundament stützend verbunden. Ja, da war bereits Beton drunter - unter 40 cm Erde und Efeu.


    2/3el der Höhe hinter der Mauer sind Erde und Wurzeln, darunter sehr lehmhaltiger Boden, welcher kaum Feuchtigkeit aufnimmt.

    Einige Meter in der Böschung befindet sich felsiges Gestein.


    Heute übrigens 1,4 Tonnen Beton und drei Sack Zement aufs Grundstück gerollt.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs