Geruchsbelästigung nach Kellersanierung mit Injektionsverfahren (Horizontalsperre) durch Fachbetrieb

  • Da unsere Kellerwand feucht war, haben wir vor zwei Jahren durch einen Fachbetrieb eine Horizontalsperre per Injektionsverfahren (mit anschließenden Putzarbeiten) einbringen lassen (25 Jahre Garantie).

    Seit der Durchführung haben wir im entsprechenden Kellerraum einen sehr unangenehmen, chemisch anmutenden Geruch, der trotz häufigen - im Sommer dauerhaften - Lüftens nicht verschwunden ist. Vor kurzem war auf unsere Anforderung nun nochmal ein Mitarbeiter des Betriebs da, um die Situation zu sichten. Er hat unsere Beschwerde damit abgetan, dass es sich bei dem Geruch nicht um einen typischen Geruch handele. wie er sonst nach dem Verfahren auftrete und dass es wohl eine andere Ursache geben müsse.

    Es handelt sich beim Kellerraum um einen großen Raum, den wir nun aufgrund des starken Geruchs nicht mehr nutzen können und mögen.


    Gerne würden wir dies noch einmal abklären lassen, um in irgendeiner Weise gegen den Betrieb vorgehen zu können. Haben Sie einen Tipp, wie man am besten vorgeht bzw. inwiefern es dafür entsprechende Baugutachter/Sachverständige gibt, die man anfragen kann?


    Vielen Dank im Voraus!

  • Ich befürchte, meine Antwort wirst Du nicht lesen wollen. Natürlich kannst du jetzt das volle Programm mit Sachverständigen fahren, Begutachtung, Berichte, usw. Dieser hätte zu prüfen, ob dem Geruch eine bestimmte Quelle zugeordnet werden kann, und ob es sich dabei um die verwendeten Mittel und/oder eine Reaktion der Mittel mit benachbarten Baustoffen handelt, oder ob etwas ganz anderes in Frage kommt. Danach die Firma mit den Ergebnissen konfrontieren und deren Reaktion abwarten.


    Aber zuerst einmal würde ich an Deiner Stelle mir Klarheit verschaffen, aus welcher Position heraus man die Sache angehen kann. 25 Jahre "Garantie" sagt gar nichts aus, wenn man die Garantiebedingungen nicht genau kennt, und es gibt ja auch noch eine gesetzliche Gewährleistung, und unter Umständen Fristen die Du einhalten musst (oder die Du schon versäumt hast), oder es gibt Anforderungen die zum Erhalt der Garantie eingehalten werden müssen, oder was weiß ich.

    Wenn Du Pech hast, dann investierst Du jetzt Geld in Begutachtungen, und am Ende sagt die Firma "Ätsch, aufgrund blablabla, nicht eingehalten, nix Gewährleistung, nix Garantie. Wir machen Ihnen aber gerne ein Angebot für eine Sanierung."


    Es kann auch anders laufen, aber das Risiko besteht. Deswegen wäre zu überlegen, ob man nicht zuerst einmal juristischen Rat einholt, prüfen lassen, was vereinbart war, und dann kann der Anwalt auch schon mal sagen, ob man sofort einen SV einschalten sollte, was der überprüfen soll, oder ob man der Firma zuerst (noch einmal) die Möglichkeit gibt, die Sache zu überprüfen und zu beseitigen.


    Wenn der Mitarbeiter gesagt hat, dass der Geruch nicht "typisch" für die verwendeten Mittel ist, dann dürfte bereits unstrittig sein, dass ein wahrnehmbarer Geruch vorhanden ist. Dann stellt sich doch "nur" die Frage, woher dieser Geruch kommt, und ob dieser dem verwendeten Mittel zugeordnet werden kann. Es wäre ja zumindest theoretisch denkbar, dass der Geruch nicht mit dem Mittel zusammenhängt, und das sollte man ausschließen.

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  • Die Ingenieurbüros und SV die sich mit solchen Thematiken befassen kommen üblicherweise aus dem Bereich Bautenschutz, Bauphysik bzw. speziell Raumlufthygiene.

    Bei Geruchsthematik wäre üblicherweise die Normenreihe DIN ISO 16000, insbesondere -32 relevant.


    Fragen die ein Gutachter in dem Zusammenhang stellen wird (bzw hier fürs Forum auch im Rahmen einer Ursachensuche interessant sein können) wären:

    • insbesondere: Welche Produkte wurde verwendet? (Das Sicherheitsdatenblatt gibt chemisch große Auskunft)
    • Wie ist die Wand aufgebaut?
    • Welches Baujahr hat das Gebäude?
    • Wie wird und wurde der Raum genutzt (was steht da drin?)?
    • Wie (viel) wird der Raum belüftet?

    Ohne die Ursache des Geruchs definitiv zu kennen halte ich es persönlich nicht für ratsam gegen den Betrieb juristisch vorzugehen. Ansonsten siehe Kommentar #2

    Du schreibst:

    - im Sommer dauerhaften - Lüftens

    Was befindet sich im Keller bzw woraus bestehen die anderen Wände? Wie ist der Ausbau und Nutzungszustand (gerne auch Bilder)? Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit?

    Off-Topic:

    (Da gab es doch mal einen Spruch bezüglich des "feucht Lüftens von Kellern"?)

  • Vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen und fachkundigen Einschätzungen. Natürlich hoffen wir ohnehin darauf, dass wir nicht juristisch gegen die Firma vorgehen müssen, sondern der Schaden irgendwie behoben werden kann. Alle Fragen kann ich leider nicht beantworten, aber zumindest einige.


    • insbesondere: Welche Produkte wurde verwendet? (Das Sicherheitsdatenblatt gibt chemisch große Auskunft) -> Das Sicherheitsdatenblatt haben wir leider nicht erhalten, ich versuche aber nochmal, irgendwie dranzukommen. In der Rechnung stehen nur folgenden Ausführungen:

    "Hydrophobierende Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk der Außenwände im Kellers oberhalb Erdreich, im
    maschinellen Niederdruckverfahren erstellen. Einlagige Bohrlochkette mit horizontalem BohrlochAbstand von 25 cm und einem Durchmesser der
    Injektionslöcher von 12-14mm Ø, bohren. Einbringung der notwendigen Materialmenge gemäß Herstelleranweisung. Die Arbeiten
    beinhalten die Erstellung der Injektionsbohrungen, die Injektionsarbeiten, das benötigte Material sowie
    das Verschließen der Bohrlöcher mit gipsfreiem Mörtel (Zement- oder Kalk-Zement-Mörtel)"


    Wie ist die Wand aufgebaut? -> Es handelt sich um eine massive gemauerte Wand aus Lochziegeln (?,weiß). Die Wand war von innen vor der "Behandlung" nur weiß gestrichen.

    Welches Baujahr hat das Gebäude? - 1976

    Wie wird und wurde der Raum genutzt (was steht da drin?)? - Es handelt sich um einen Kellerraum, in dem sich ein paar offene Holzregale mit ein paar Umzugskartons befinden. Vor der betroffenen Wand steht nichts.

    Wie (viel) wird der Raum belüftet? - Es wurde uns vom Betrieb empfohlen, den Raum direkt nach der Behandlung (vor mittlerweile 3 Jahren) ein paar Wochen dauerhaft zu lüften. Nachdem der Geruch sich nicht verflüchtigt hat, haben wir immer wieder regelmäßig kurzzeitig gelüftet, im ersten Sommer dann tatsächlich auch mal für ein paar Wochen, da wir die Hoffnung hatten, dass der Geruch dann endlich raus zieht. Grundsätzlich wissen wir natürlich, dass man stoß- und nicht dauerlüften soll, der Geruch ist aber wirklich unangenehm und eigentlich hatten wir vor, den Raum zu nutzen, um dort eine Sauna einzubauen.


    Der Raum ist seit der Behandlung trocken - das hat zumindest gut geklappt.

    Zur Luftfeuchtigkeit kann ich noch nichts sagen, da müssen wir erst ein Messgerät besorgen.Der Raum liegt neben einem anderen Kellerraum, bei den zwei behandelten Wänden handelt es sich um Außenwände. Die Wand zum anderen Kellerraum ist auch gemauert.

  • Es handelt sich um eine massive gemauerte Wand aus Lochziegeln (?,weiß).

    Weiß (mit "Löchern") würde auf Kalksandstein hindeuten, massiv mit groben Poren auf Porenbeton (auch bekannt unter dem Markennamen "Ytong").

    Ziegel wären rot bzw. so rotbraun.

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  • ein paar offene Holzregale mit ein paar Umzugskartons

    Gefüllt? Leer? Vorher schon drin gewesen?
    Wäre nicht das erste Mal, dass in einem Karton etwas unbemerkt ausläuft oder reagiert und für Gerüche sorgt. Manche Arbeiter entsorgen auch Abfälle an den ungewöhnlichsten Orten.

    Ansonsten bliebe noch die Frage nach den Putzarbeiten (was wurde wie verbaut bzw bestellt?)
    Hat der Raum einen Bodenablauf, sonstige Öffnungen? Wenn ja, ist dort etwas drin?
    Es gibt keine tageszeitlichen, saisonalen oder Schwankungen in der Intensität des Geruchs?
    Änderungen am Boden oder Putzverhalten?
    Wenn so oft gelüftet wird, besteht auch die Möglichkeit, dass sich im Raum etwas aus der Außenluft anreichert. Gibt es nahegelegen Industrie, Werkstättten, Lichtschacht in dem etwas sein könnte oder einen Fahrzeugstellplatz?
    Wenn sich das alles verneint wäre ich mit meiner Glaskugel erst einmal am Ende. :glaskugel:
    Dann bleibt wahrscheinlich nur ein Hausbesuch eines SV. Zu finden über die Listen der Ingenieurskammern, Handwerkskammern und IHK.

  • Kurz noch aus der Energieberatung: Ich halte es nicht für so günstig, im Sommer zu lüften. Gerade im letzten Sommer mit seinen häufigen Regenfällen konnte ich bei einem sonst trockenen Altbaukeller deutliche Feuchtigkeitsprobleme feststellen.

    Warme Aussenluft kommt in den Keller und kondensiert an den kühleren Wänden. Stellt Euch das wie ein kühles Glas Bier im Sommer vor. Dort hat man sich die Feuchtigkeit am Glas.


    Eventuell hat Eure Problematik damit zu tun.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Also auf Ursachenforschung gehen und sich nicht unbedingt an dem Mittel, dass zur Trocknung verwendet wurde, festbeißen. Einige Möglichkeiten wurden genannt.


    Ich hätte noch ein Beispiel: Bei meinen Eltern wurde das Dachgeschoss saniert und den Geruch der Farbe finde ich mega unangenehm und kann den auch nach Jahren noch in meiner Kleidung riechen, wenn ich über Nacht dort war, obwohl man den Geruch sonst nicht mehr wahrnimmt.

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  • Der Raum war während der Sanierung komplett leergeräumt und der Geruch war sofort nach der Sanierung da. Hier dachten wir natürlich erstmal, dass er sich bald verflüchtigt und haben nach Anweisung gelüftet.

    Die Putzarbeiten sind direkt vom Fachbetrieb ausgeführt worden - auch hier können wir leider nicht sagen, was genau benutzt wurde.

    Der Raum hat keinen Bodenablauf oder sonstige Öffnungen, es gibt keine Industrie in der Nähe (Lage komplett auf dem Land) und vor dem Fenster/Lichtschacht befindet sich nur unsere Terrasse. Auch gibt es keine Schwankungen hinsichtlich des Geruchs.


    Die Lüftung im Sommer haben wir ja nur aufgrund des starken, unangenehmen Geruchs vorgenommen, so dass sie nicht die Ursache sein kann. Wie gesagt ist der Geruch 1:1 seit der Sanierung da.

    Ich werde den Betrieb nochmal anschreiben und notfalls einen Sachverständigen suchen.

    Vielen Dank für die Unterstützung!

  • Die Putzarbeiten sind direkt vom Fachbetrieb ausgeführt worden - auch hier können wir leider nicht sagen, was genau benutzt wurde.

    Der Fachbetrieb hat also sowohl die Injektion als auch die finalen Putzarbeiten ausgeführt. Das ist gut, denn dann gibt es zumindest für die Wand als mögliche Geruchsquelle nur einen Ansprechpartner, und nicht mehrere Parteien die sich den Schwarzen Peter zuschieben wollen. Kam es zu irgendwelchen chemischen Reaktionen o.ä. dann ist das deren Bier, die Firma hat vor Auführung zu prüfen, ob das Verfahren für diesen Fall geeignet ist. Bei mehreren Firmen müsste man ja zuerst einmal schauen, wer von wem mit was beauftragt war.


    Natürlich hoffen wir ohnehin darauf, dass wir nicht juristisch gegen die Firma vorgehen müssen, sondern der Schaden irgendwie behoben werden kann.

    Das sollte immer das Ziel sein, spart Zeit, Geld, und Nerven. Leider läuft es nicht immer so einfach ab, und die Antwort des Mitarbeiters nach der "Begutachtung" deutet schon einmal in die Richtung, dass mit Widerstand zu rechnen ist. Das ist bei Firmen nicht so selten, zuerst einmal alles von sich weisen, denn Gewährleistungsfälle kosten Geld und mindern den Gewinn. Aussitzen ist auch eine beliebte Methode, in der Hoffnung, dass der Kunde irgendwann kapituliert.


    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ist der aktuelle Stand der, dass Du am Zug bist, denn die Firma weist jegliche Verantwortung von sich. Selbst wenn Du jetzt ein neues Schreiben an die Firma schickst, wird nichts passieren, denn sie wird sich auf die Begutachtung beziehen und bei ihrem Standpunkt bleiben. Ob ein Gutachten eines SV tatsächlich Bewegung in die Sache bringt, das kann niemand vorhersagen. Ein Gutachten ist erst einmal eine fachliche Einordnung, die man teilen kann oder auch nicht. Es wäre denkbar, dass danach auch nichts passiert, keine Ahnung ob die Firma tatsächlich an einer Problemlösung interessiert ist. Das Ergebnis der Begutachtung könnte darauf hindeuten, dass die Firma das Thema bereits abgehakt hat. Dann stehst Du weiterhin auf verlorenem Posten, selbst mit einem halben Dutzend Gutachten unter dem Arm.


    Ich bleibe bei meiner o.g. Einschätzung, über kurz oder lang wirst Du ohne einen Fachanwalt nicht weiterkommen. Die Firma hatte ihre Chance, ich würde mich daher jetzt um einen Anwalt kümmern, sonst stehst Du in x Jahren immer noch vor diesem Problem, oder Du hast bis dahin kapituliert. Manchmal geht es leider nicht anders, wenn man in einem Streitfall vorankommen möchte.

    Es steht Dir natürlich frei noch einen Versuch zu starten, ich habe jedoch den Eindruck, dass Du dadurch nur noch mehr Zeit verlieren wirst.

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  • Ich werde den Betrieb nochmal anschreiben

    Und was willst Du der Firma schreiben? Liebe Firma, es riecht immer noch? Dann wirst Du die gleiche Antwort bekommen wie bei der Begutachtung, "unsere Arbeit ist nicht der Grund für den Geruch".

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  • Zitat

    Ich bleibe bei meiner o.g. Einschätzung, über kurz oder lang wirst Du ohne einen Fachanwalt nicht weiterkommen.

    Dein Vertrauen in die Anwälte für Baurecht ehrt Dich. Nur wird dieser Tipp leider nichts bringen, denn der Anwalt braucht " Futter " für die Auseinandersetzung mit dem Unternehmer, der hier als Verursacher angesehen wird.


    Die Kellerwand war feucht! Welcher Inhaltsstoff in der feuchten Wand vor der Sanierung war und jetzt ausdünstet, wissen wir nicht. Normalerweise läßt man das vor dem Einbau einer Horizontalsperre prüfen, wie es beispielweise der Hersteller Remmers nach meinen Erfahrungen im eigenen Labor macht.


    Welches Mittel für das Injektionsverfahren von welchem Hersteller verwandt wurde, teilt der TE auch nicht mit. Wenn man das wüßte, käme man im Ausschlußverfahren vielleicht schon einen Schritt weiter.


    Im Übrigen dürften nur Probeentnahmen und Laboruntersuchungen von einem hierzu geeigneten Fachmann weiter helfen, wie man das auch schon vor der Sanierung hätte tun sollen. Denn mit der Beschreibung der Er-

    scheinung


    Zitat

    unangenehm, chemisch anmutender Geruch


    ist nichts anzufangen. Möglicherweise gab es in früherer Zeit eine Havarie im oder vor dem Keller ( z.B. Ölschaden , Gülle oder sonstwas ), die durch den Altputz abgesperrt wurde, und jetzt, wo u.U. der Altputz komplett entfernt und duch einen womöglich diffusionsoffenen Sanierputz ersetzt wurde, zur Raumseite ( wohin sonst? ) verstärkt ausdiffundiert.


    Mehr kann auch ein Anwalt hierzu vorläufig nicht sagen, also zur Zeit noch vergebliche Kosten!

  • Nur wird dieser Tipp leider nichts bringen,

    Meine Sorge ist, dass die TE noch nicht weiß, was sie da tatsächlich beauftragt hat, und welche Rechte und Pflichten sie daraus ableiten kann. Meine Hoffnung ist, dass man ihr das im Rahmen einer Erstberatung oder mit überschaubarem Beratungsaufwand erklären, und ihr ein paar Tipps geben kann. Sonst kann sie der Firma jede Woche eine eMail schicken und ihr mitteilen, dass es immer noch riecht, passieren wird (wahrscheinlich) nichts. Nach nun 3 Jahren würde ich mir überlegen, ob ich auch die nächsten 3 Jahre mit anscheinend erfolglosen mails verbringen möchte. Die bisherige Strategie hat ja wohl wenig Aussicht auf Erfolg, also würde ich der Firma noch eine letzte Chance geben, auch wenn mich das ein paar Euro Beratungshonorar kostet.


    Wenn das dann so abläuft wie ich befürchte, dann wird sowieso das große Programm fällig, und die damit zusammenhängenden Kosten.

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  • Danke noch einmal für die Einschätzungen, auch wenn es natürlich für uns nicht gut aussieht. Hier nun nochmal die Infos zu den verwendeten Materialien/Stoffen laut Angebot, sofern das noch irgendwie relevant sein könnte:


    Material Horizontalsperre: Material: SF-HIK-25

    Materialien Putzsystemarbeiten Wand:

    - Grundieren des Untergrundes Grundieren auf den gründlich vorbereiteten Untergrund mit einer 3-Phasen-Spezial-Grundierung die verfestigend,

    staubbindend und wasserabweisend wirkt, sowie ein hohes Eindringvermögen durch nanoskalige Wirkstoffkombinationen hat


    - SF-DWS ist eine zementgebundene, leicht verarbeitbare Sanierschlämme mit hoher Sulfatbeständigkeit. Abdichtungen aus INTRASIT®

    SF-DWS besitzen hohe Dichtig- und Festigkeiten und somit eine gute Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen sowie chemische
    Angriffe z. B. durch Tausalze, Fäkalien und üblicherweise im Erdreich vorkommenden aggressiven Stoffe


    - SF-DWS T2 ist ein hydraulisch abbindender, wasserdichter Polymer-Zementmörtel. Die Kombination von haftaktiven Polymeren, Spezialzementen, Hochmodul-Fasern in Verbindung mit einer genau abgestimmten Körnungssieblinie führt zu gleichbleibend guten Verarbeitungseigenschaften.


    - SF-KLP ist ein „atmungsaktiver“, naturweißer Klimaleichtputz mit hervorragenden Verarbeitungseigenschaften. Durch Einsatz der HSP-Technologie sind deutlich verbesserte Putzeigenschaften ermöglicht worden. Bei SF-KLP handelt es sich um einen neuartigen Klimaleichtputz, der im System wandseitig den

    kapillaren Feuchtigkeitstransport deutlich reduziert und raumseitig, aufgrund der erhöhten Wassereindringtiefe, eine gute Klimaregulierung

    (Anti-Schimmeleffekt) gewährleistet.

  • Hersteller von SF-HIK-25 ist nach meiner Internet-Recherche die Fa. Schimmelfuchs, ein Franchisegeber für Abdichtungsprodukte, der seine Produkte über selbständige Handwerksbetriebe vertreibt. Also so in etwa wie Iso-Tec, mit der ich keine guten Erfahrungen gemacht habe.


    Bei SF-HIK-25 soll es sich um Parafin ( flüssiges Wachs ) mit eingelagerten Polymeren handeln. Das Produkt soll nach der Trocknung der Flüssigkeit eine hydrophobe Schicht im Mauerwerk ausbilden. Bei Polymeren handelt es sich u.a, um Moleküle auf Erdölbasis.


    Das führt aber auch noch nicht wesentlich weiter.


    Was ist mit meinem Vorschlag, mehrere Bohrkerne im Bereich der Injektionskette und im Bereich deutlich darüber entnehmen zu lassen und diese in einem anerkannten Prüflabor untersuchen zu lassen?


    Der vorhandene Geruch soll den TE erheblich belästigen. Er hat nach eigenen Angaben die Nutzung des betroffenen Raums eingestellt. Also muss Klarheit und ein tragfähiges Ergebnis geschaffen werden. Das Ergebnis gibt es nur dann, wenn endlich " Butter bei die Fische " kommt. Es muss damit aufgehört werden, mit " einer langen Stange im Nebel herumzustochern ".

  • Ja, die Arbeiten wurden durch einen Franchise-Unternehmer mit den Mitteln der Fa. Schimmelfuchs durchgeführt. Der Chef des Franchisenehmers wird sich nach Ostern nochmal wegen eines Termins vor Ort melden, auch wenn ich nach den vielen Einschätzungen hier natürlich nicht viel Hoffnung auf Fortschritte habe.

    Wir werden deshalb den Vorschlag auf jeden Fall im Hinterkopf haben. Noch nicht ganz klar ist für mich, woher ich weiß, wo sich die Injektionsketten genau befinden, da ja die Wand danach direkt verputzt wurde. Die Probeentnahme muss aber dann sicher auch gleich durch einen Fachmann erfolgen, oder? Welches Gewerk spricht man dafür am besten an (Baugutachter?)?