Sandwichpaneele als Fassadendämmung?!

  • Moin,


    ich bin auf die Idee gekommen für mein Sanierungsvorhaben, statt eines klassischen [definition=50,0]WDVS[/definition], dass man doch evtl. Sandwichpaneele mit Unterkonstruktion (nicht hinterlüftet) stattdessen ausführen könnte. Mein Planer hat massive Bedenken angemeldet und ziert sich etwas ;)


    Meinungen dazu? Sind die Bedenken hinsichtlich Bauphysik, Schadensanfälligjkeit, Kosten etc. berechtigt?! Hat jemand schon sowas durchgeführt oder hat einen Hersteller-Tip (per PN)?!

  • du wirst keinen homogenen aufbau bekommen, sondern aufgrund von toleranzen wirst du zwischen der tragenden aussenwand und den paneelen immer luft haben. dein haus sieht u. u. aus wie ein kühlhaus oder eine viehauktionshalle.


    wenn du pech hast, bekommst du mit dem wandaufbau auch noch ein schallverschlimmbesserungsmaß!

  • Moin,


    ich bin auf die Idee gekommen für mein Sanierungsvorhaben, statt eines klassischen [definition=50,0]WDVS[/definition], dass man doch evtl. Sandwichpaneele mit Unterkonstruktion (nicht hinterlüftet) stattdessen ausführen könnte. Mein Planer hat massive Bedenken angemeldet und ziert sich etwas ;)


    Meinungen dazu? Sind die Bedenken hinsichtlich Bauphysik, Schadensanfälligjkeit, Kosten etc. berechtigt?! Hat jemand schon sowas durchgeführt oder hat einen Hersteller-Tip (per PN)?!

    ich habe sowas auch schon mal abgeleht, da ich rechnerisch nachweisen konnte, dass unter Berücksichtigugn der planerischen Randbedingungen an der Grenzschicht zwischen Bestandswand und Sandwichpaneel ein nennenswertes Tauwasserrisiko entstanden wäre...

  • Diese Systeme haben i. d. R. als Unterkonstruktion einen Aufbau mit "harter Feder".
    Das kommt aus dem Schallschutz und kann wie Rolf schreibt ein heftiges Problem mit Schallübertragung geben.

    Gruß Werner :)

  • Musst Du nicht - nein, aber ich kanns Dir erklären wenn Du es glauben willst.



    Man redet in diesem Bezug von einer Schallübertragung im Prinzip von Masse-Feder-Masse-Schwingungssystem und die Feder ist maßgeblich an der Schallübertragung beteiligt.
    Je weicher bzw. (und) je länger die Feder ist, um so stärker wirkt sie (i. d. R.) schallschützend.


    Diese Feder kann Dämmstoff genauso sein, wie jegliche Art von Befestigung. Steifere bzw. festere Feder überträgt mehr Schall.


    Darum spricht man von "steifer" bzw. "harter" Feder und von "weicher" Feder.


    Das gilt z. B. für das Abhängen von GK-Decken genauso wie für? ......... genau - Fassadenbekleidungen!

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    zeig mir mal deine feder für sandwichelemente damit ich ruhig schlafen kann

    2 massenschwinger aus 2 schalen oder meinetwegen 2 federn:
    schale 1: mauerwerk - starr, mit glück wenigstens schwer
    schale 2: sandwich - starr, sicher nicht schwer
    ergebnis mit etwas glück: super schallübertragung


    theoretisch, wenn der taupunkt im sandwich liegt, würde das
    konstrukt funtkionieren, wenn der zwischenraum mw-sandwich
    baupraktisch unrealistisch mit högschder präzision abgedichtet
    würde. 2-mal "wenn" = 1-mal nogo.

  • ich habe sowas auch schon mal abgeleht, da ich rechnerisch nachweisen konnte, dass unter Berücksichtigugn der planerischen Randbedingungen an der Grenzschicht zwischen Bestandswand und Sandwichpaneel ein nennenswertes Tauwasserrisiko entstanden wäre...

    ok, das verstehe ich. wie kann es dann aber sein, dass [definition=47,0]VHF[/definition] mit pur-dämmplatten möglich sind?! dieses system gibt es vom queen herstellen



    ---------- 15. September 2016, 21:07 ----------

    das
    konstrukt

    wurde beerdigt, da sich ja mein Planer auch verweigerte und die hier vorgebrachten Argumente mich endgültig überzeugt haben.


    Damit bleibt für mich ein [definition=50,0]WDVS[/definition] mit 22cm und WLG 032 als maximal Dämmung übrig um im Kostenrahmen zu bleiben. Hätte gerne mehr gehabt und auch dünner.

    • Offizieller Beitrag

    dass [definition=47,0]VHF[/definition] mit pur-dämmplatten möglich sind?

    Haben die eine Alu-Schicht auf der Vorderseite? Aber ohne jetzet gegen [definition=8,0]PUR[/definition] zu sein. [definition=47,0]VHF[/definition] nur mit flexiblen Dämmstoffen - meine Meinung.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Geh mal lieber in Dein Bett. Vielleicht verstehst Du's morgen.

    hallo
    nee versteh ich heute immer noch nicht, wieso du da platte aussagen zum schallschutz machst und mit federbügeln rumschadronierst, wenn das hauptproblem auf einer ganz anderen ebene liegt?


    gruss aus de palz
    aber vergisses
    Baubiologe (IBN), Energieberater (HWK), Sachverständiger (TÜV),
    das ist mir zuviel des guten.

  • hallonee versteh ich heute immer noch nicht, wieso du da platte aussagen zum schallschutz machst und mit federbügeln rumschadronierst, wenn das hauptproblem auf einer ganz anderen ebene liegt?

    Nu mal langsam. Wo sind hier platte Aussagen???
    Dachte, wenn Du ausgeschlafen bist, siehst Du das etwas klarer.
    Schade, dass Du es nötig hast, irgenwie draufzuhauen, nur weil Du auch mal etwas nicht sofort gecheckt hast. Ist doch nicht so schlimm. ?(


    Hab ich nun einen Kommentar zum "Hauptproblem" gemacht, oder eine weiteres "mögliches" Problem angesprochen?
    Es war technisch richtig UND ich habe es zusätzlich noch erklärt!
    Abgesehen davon, war ich nicht mal der Erste, der das angesprochen hat.
    War das von Rolf dann wohl auch eine platte Aussage?






    Baubiologe (IBN), Energieberater (HWK), Sachverständiger (TÜV),
    das ist mir zuviel des guten.

    Ich bin zutiefst enttäuscht, dass es jemand aus dem "Stamm" hier nötig hat, solche Platitüden abzulassen. ;(
    ?
    ?
    ?
    Mal sehn, es hat schon Leute gegeben, die haben sich für einen solchen Beitrag entschuldigt .......

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Damit bleibt für mich ein [definition=50,0]WDVS[/definition] mit 22cm und WLG 032 als maximal Dämmung übrig um im Kostenrahmen zu bleiben. Hätte gerne mehr gehabt und auch dünner.

    Alle Achtung, da wird nicht gekleckert, da wird geklotzt. Mal über den dicken Daumen gepeilt, U-Wert 0,13W/m²K, das ist schon einmal eine Ansage.

  • Alle Achtung, da wird nicht gekleckert, da wird geklotzt. Mal über den dicken Daumen gepeilt, U-Wert 0,13W/m²K, das ist schon einmal eine Ansage.

    Selbst wenn man die Fenster in die Dämmebene setzt, besteht bei kleineren Fenster die Gefahr der "Schießschartenoptik"

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Selbst wenn man die Fenster in die Dämmebene setzt, besteht bei kleineren Fenster die Gefahr der "Schießschartenoptik"


    22cm abzüglich 7 oder 8cm Fensterprofil, da verbleiben 14-15cm als Leibung. Das ist gar nicht so selten, und war auch früher schon anzutreffen. Bei 22cm Leibung hätte ich aber schon etwas Bauchschmerzen.

  • Selbst wenn man die Fenster in die Dämmebene setzt, besteht bei kleineren Fenster die Gefahr der "Schießschartenoptik"

    die Optik mal aussen vor, die ich trotzdem als das wichtigste Gegenargument gegen die 220mm sehe...


    wenn man dann bedenkt, dass 160mm statt 220mm [definition=29,0]EPS[/definition] den U Wert grob um wahnwitzige :freaky: 0,05 W/m²K verschlechtern, dafür aber ca. 5€/m² günstiger sind, dann, ja dann könnte man ins grübeln kommen.
    Sagen wir mal 250m² zu dämmende Wandfläche. Dann "sparen" einem die 60mm mehr [definition=29,0]EPS[/definition] (rechnerisch!!) rund 1000kWh Wärmebedarf. Je nach Energieträger aktuell also rund 40-50€/a.
    reine Materialmehrkosten: 1250€


    ja, das kann dauern bis sich das rechnet....

  • Alle Achtung, da wird nicht gekleckert, da wird geklotzt. Mal über den dicken Daumen gepeilt, U-Wert 0,13W/m²K, das ist schon einmal eine Ansage.

    Das ist momentan der mögliche Maximalwert, kann auch weniger werden.
    ---------- 16. September 2016, 12:52 ----------

    die Optik mal aussen vor, die ich trotzdem als das wichtigste Gegenargument gegen die 220mm sehe...
    wenn man dann bedenkt, dass 160mm statt 220mm [definition=29,0]EPS[/definition] den U Wert grob um wahnwitzige :freaky: 0,05 W/m²K verschlechtern, dafür aber ca. 5€/m² günstiger sind, dann, ja dann könnte man ins grübeln kommen.

    Was es hier mehr kostet, weiß ich nicht, werden wir noch sehen. Die Fassade wird nicht durchgängig und überall in dieser Stärke dämmbar sein!

  • Habe auf einem Altbau ein Sandwichplatten-Dach montieren lassen, da es danach eh mit Solarpanel verdeckt wurde.

    Alle haben mir aus optischen Gründen abgeraten - und jetzt sagen alle, wie gut das aussieht.

    Genauso läuft es gerade bei den Wänden.

    Da ich mit der Optik und der Schallübertragung gut leben kann, sehe ich nur die Vorteile bei Wasser-Undurchlässigkeit, Wind-Undurchlässigkeit, Isolationswerte vom Allerfeinsten.


    Wenn also der Taupunkt in der Sandwichplatte liegt und ich dahinter keinen belüfteten Zwischenraum habe, wo liegt denn dann das Problem bei den relativ geringen Abständen zwischen Klinker und Sandwichplatte, die sich durch die Klinkerfugen und Unebenheiten ergeben?


    Das der Taupunkt in der Sandwichplatte liegt, ist natürlich ein "muss" - kein "wenn".

    Bei eher überdimensionierter Isolationsdicke dürfte es doch keine Probleme geben?