Holzfaserinnendämmung Untergrund vorbereiten

  • Sehr geehrtes Forum,

    vorab bitte ich um Nachsicht für Formfehler, bin brandneu hier.


    Ausgangslage: Altbau 58, Außendämmung nicht möglich, Heizlastberechnung für Wärmepumpe verheerend. Wände mit Rigipsplatten mit Batzen an die Wände geklebt, mit Rauhputz beschichtet. Teilweise Wände mit Kalkzementputz beschichtet.


    Vorhaben: Holzfaserinnendämmung. Rigipsplatten via Bohrungen mit Ansetzgips hinterspritzen um erstmal Luftschicht zu eliminieren und nachträglich vollflächige Verklebung zu erreichen.

    Vorhandenen Rauhputz mit dampfdiffusionsoffener, quarzsandhaltiger Grundierung beschichten. Es handelt sich um einen Betonkontakt/Spezialgrundierung. Mit dem ich erfolgreich und dauerhaft sogar OSB Platten mit Gewebeeinlage verputzt habe (Dafür und für vieles mehr ist er laut Hersteller geeignet). Will sagen: Das Zeug ist gut und leistungsfähig.

    Auf den so saugregulierten und haftoptimierten Untergrund möchte ich dann Holzfaserplatten (40-60mm) mit Kalkmörtel aus dem System nach Herstellerangaben aufkleben/dübeln.


    Fragen: Ist das so machbar? Ist das Hinterspritzen notwendig? Luftschicht hinter Dämmung macht bei mir Alarm... Wenn ich richtig recherchiert habe macht der Fachmann gar keinen Putz auf Trockenbauplatten. Dafür sind sie ja da, dass man eben nicht verputzen muss. Nun ist ja aber schon ein Edelputz drauf und ich möchte ja verkleben. Ist eine Putzlage VOR der Verklebung notwendig? Wäre eine andere Art der Grundierung notwendig?


    Parallel habe ich auch den Hersteller kontaktiert, die Antwort lässt auf sich warten. Entkernen wäre zeitlich nicht drin, auch wenn ich das gerne tun würde. Wir verkaufen ein Haus und ziehen in ein Neues - die Uhr tickt, denn die Zwischenfinanzierung frisst uns auf. :rulez: Es wird so schon ein Abenteuer.


    Ich bedanke mich im Voraus für jeden Gedanken dazu!

  • Wenn ich richtig recherchiert habe macht der Fachmann gar keinen Putz auf Trockenbauplatten.

    Warum sollte man das nicht machen? Gipskarton kann man auch mit einer Putzoberfläche versehen, je nach gewünschter Optik.


    Rigipsplatten via Bohrungen mit Ansetzgips hinterspritzen um erstmal Luftschicht zu eliminieren und nachträglich vollflächige Verklebung zu erreichen.

    Ich wüsste nicht wie das funktionieren soll. Die Batzen hat man ncht gerade regelmäßig gesetzt, und wenn die GK Platte entsprechend an die Wand gepresst wurde, wird die Suche nach "Luftlöchern" zum Glücksspiel.

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  • Wenn ich richtig recherchiert habe macht der Fachmann gar keinen Putz auf Trockenbauplatten.

    Warum sollte man das nicht machen?

    Ganz schlicht weil es überflüssig ist! Fachgerecht verarbeitete Trockenbauplatten haben eine ebenere und gleichmäßigere Oberfläche als jeder händisch aufgetragene Putz! Wer eine strukturierte Putzoberfläche haben will, kann den Putz material-, zeit- und geldsparend auch direkt auf die Wand auftragen!


    Was beim TS die zahllosen übereinander geschichteten unterschiedlichen Materialien sollen, erschließt sich mir nicht. Ja, die Argumentation „ist da und ich habe keine Zeit“ habe ich noch nie verstanden. So einfach wie bei Leerstand lässt sich das nie wieder machen und die diversen Probleme des Bestandes wurden ja richtig erkannt.


    Innendämmung ist sensibel und immer die teuerste aller möglichen Lösungen zur Wärmedämmung. Im Baudenkmal leuchtet mir deren Sinn ggf. ein, sonst eher nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ganz schlicht weil es überflüssig ist!

    Nicht jeder mag eine glatte Oberfläche, und ich wüsste jetzt nicht, warum es nicht möglich sein sollte beispelsweise einen 1 oder 1,5mm Scheibenputz o.ä. aufzuziehen.

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  • … ich wüsste jetzt nicht, warum es nicht möglich sein sollte beispelsweise einen 1 oder 1,5mm Scheibenputz o.ä. aufzuziehen.

    Dass es (konstruktiv, bauphyskalisch …) nicht möglich ist, hat hier niemand geschrieben.

    Ganz schlicht weil es überflüssig ist! … Wer eine strukturierte Putzoberfläche haben will, kann den Putz material-, zeit- und geldsparend auch direkt auf die Wand auftragen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Klammer geschlossen, Umbruch gelöscht

  • Die Aussage des TE war doch, dass ein "Fachmann" das nicht machen würde, und dafür gibt es keinen Grund. Unstrittig ist, dass man es anders machen könnte, vor allen Dingen wenn man über einen Neubau redet und eine andere Optik bevorzugt. Was sich die Erbauer vor über 60 Jahren dabei gedacht habe, das weiß heute niemand.

    GK Platten wurden doch gerne in Eigenleistung verbaut, sind günstig und auch einfach zu verarbeiten. Der TE spricht von Baujahr 1958, da kann es gut sein, dass die Wandoberfläche schon zigfach geändert wurde, vielleicht waren da früher Tapeten an der Wand, und irgendwann wollte man halt eine Putzoberfläche haben. Die entscheidende Frage ist jetzt, wie damit umgehen wenn jetzt eine raumseitige Dämmung an die Wand soll.

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  • Bin ganz bei Skeptiker. Das ist nichts für DIY. Da muss ein Bauphysiker ran, der einen funktionierenden Aufbau berechnet und beraten kann. Ein "Außendämmung geht nicht" bei einem BJ58 gibt es nicht. Der Laie mag das so sehen. Aber es gibt immer Wege und Mittel. Von daher meine Meinung: Mach das nicht. Das gibt nur Probleme mit denen Du langfristig nicht glücklich werden wirst.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen!

    Zu Außendämmung geht nicht, ist die Begründung finanzieller Natur. Also auch vom Aufwand. Das Gebäude ist recht groß, komplett Asbestverschindelt, Grenzbebauung..... also Kosten für Gerüst, Rücklauf, Entsorgung... und da ist noch kein qm gedämmt. Zur Sorge das eine raumseitige Dämmung mit Holzfaser an einer Außenwand Probleme macht, kann ich nur sagen dass die Systeme mittlerweile bei korrekter Ausführung bewährt sind. Die Hersteller gewährleisten dies ja nicht ohne Grund. Desweiteren benötigen Holzfaserinnendämmungen meines Wissens bis 60mm nichtmal einen rechnerischen Nachweis.

    Sinnhaft ist sowas allein schon wegen dem Faktor Behaglichkeit. Ich hab ne höhere Wandtemperatur, günstigeres Aufheizverhalten und aufgrund von hoher Sorption ein gutes Klima. Und dann kommt ja noch der alkalische Kalkputz mit seinen bekannten Eigenschaften.

    Dennoch werde ich eher versuchen die Heizkörper höher zu dimensionieren um die VL Temperatur senken zu können. Der Aufwand einer Innendämmung ist schon enorm...

    Reizvoll erscheint mir (da ich sowieso verputzen möchte) eine Putzträgerplatte, 20mm Holzfaser die ebenso angebracht wird und zwar nur einen zarten Dämmwert beisteuert aber eben auch die oben genannten Vorteile. Bezahlbar ist es auch.

    Auf jeden Fall vielen Dank für das Feedback!

  • Zu Außendämmung geht nicht, ist die Begründung finanzieller Natur.

    Innendämmung ist bei identischen Wärmedämmwerten immer teurer als Außendämmung. Insofern verstehe ich den Ansatz nicht, von einer zu teuren auf eine noch teurere Lösung auszuweichen, die auch noch in der baukonstruktiven / bauphysikalischen Umsetzung erheblich anspruchsvoller ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Hersteller gewährleisten dies ja nicht ohne Grund.

    Was gewähren die Hersteller? Die Einhaltung der technischen Spezifikationen, aber kein Hersteller kann Dir eine schadenfreie Konstruktion garantieren. Wenn es solche Probleme geben sollte, dann wirst Du alleine den Kopf dafür hinhalten müssen. Das nur als Info, damit Du nicht denkst, es gäbe hier eine Vollkaskoversicherung. Wenn Du jemanden suchst der für eventuelle Schäden haftet, dann musst Du jemanden finden der den Wandaufbau bewertet, rechnet, und Dir konkrete Sanierungsempfehlungen gibt, für die er dann auch den Kopf hinhält (das Kleingedruckte lesen).


    Raumseitige Wärmedämmung kann funktionieren, zumal wenn die Wärmedämmung nur geringfügig verbessert werden soll. Das ist bei 4 oder 6cm Dämmung an sich der Fall (kann man ja rechnen). Feuchtespeicherung ist ein anderes Thema, die findet sowieso nur oberflächennah statt, und erfordert die Möglichkeit der Rücktrocknung. Die Wasserdampfdiffusion durch die Wand hindurch ist vernachlässigbar. Sollte es zu Kondensat kommen, dann kommen auch kapillare Effekte in´s Spiel.

    Am besten man sorgt dafür, dass es erst gar nicht zu einer hohen Luftfeuchtigkeit kommt, man muss also "nur" ordentlich heizen und lüften, um viele Probleme zu vemeiden.


    Zum Hinterspritzen er GK Platten habe ich schon etwas geschrieben, zur Vorbereitung der Oberfläche für das Verkleben der Dämmplatten habe ich jetzt keine zündende Idee. je nach Putz, Farbschicht(en) , könnte ich mir vorstellen, dass eine Grundierung erforderlich wird. Dazu sollte an sich der Hersteller des Klebers weitere Infos liefern können.

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  • ich könnte mir vorstellen das hier nur der Preis der Holzfaserplatte angesehen wird. Ich vermute das der Kleber und der Putz teuerer als die Platte sind.

    ganz zu schweigen von den zusätzlichen arbeiten:


    Gips ist bei den Herstellern die ich kenne als Untergrund normalerweise ausgeschlossen, somit entfernen des Trockenputzes und warscheinlich erstmal einen Ausgleichsputz damit man die Innendämmung überhaupt hohlraumfrei ankleben kann.

    Estrich zurückschneiden und danach wieder anarbeiten

    Flankendämmung und die kaschierung dieser

    da gibt es soooo viele Punkte die zu berücksichtigen sind.....

  • Es hört sich so an als ob der TO es so oder so durchziehen will. Wir haben unser Bestes gegeben. Na dann... X/

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Innendämmung ist bei identischen Wärmedämmwerten immer teurer als Außendämmung. Insofern verstehe ich den Ansatz nicht, von einer zu teuren auf eine noch teurere Lösung auszuweichen, die auch noch in der baukonstruktiven / bauphysikalischen Umsetzung erheblich anspruchsvoller ist.

    Bei der Innendämmung entfällt ein Gerüst, Asbestrückbau und Entsorgung. Von der engen Grenzbebauung abgesehen. Meine 20mm Holzfaserdämmung kostet mich komplett 2.197,42. Dazu kommt der Putz der auch als Kleber dient. 10 € pro Sack. Lassen wir es mal mit Gewebe großzügig auf 4.000 € kommen. Ich glaube der Vergleich zur Außendämmung wird klar. Bauphysikalisch habe ich gerade einen Bauingenieur dran sitzen der mir ausrechnet ob es zu Problemen kommt mit dem kritischen Wandaufbau. Das ich das Material an die Wand bekomme und es dran kleben bleibt glaube ich bei der geringen Stärke schon. Wahrscheinlich sogar ohne Dübel. Der Hersteller hat mir zumindest zugesichert, dass auch die dünnen Platten für mineralische Untergründe geeignet sind (sie waren in der Broschüre nur für Holzuntergründe ausgewiesen).

    Innendämmung ist bei identischen Wärmedämmwerten immer teurer als Außendämmung. Insofern verstehe ich den Ansatz nicht, von einer zu teuren auf eine noch teurere Lösung auszuweichen, die auch noch in der baukonstruktiven / bauphysikalischen Umsetzung erheblich anspruchsvoller ist.


    40cm Flankendämmung sind natürlich mit eingeplant, sowohl an angrenzenden Innenräumen, als auch Decke. Estrich muss nicht ausgestemmt werden. Laut Verarbeitungsbroschüre werden die 40er bzw 60er Platten auf Dämmstreifen gestellt. Das wird bei 20mm wohl entfallen. Der Putzhersteller aus dem System stellt die Platten auf Kompriband. Da es das in 20mm gibt würde ich dies nehmen.

  • DAS ist entscheidenden Aussageteil. Zig Schichten mit fragwürdiger (höflich gesagt) "Verbesserung" und dann Innendämmung. Da gruselts mich

    Das Ingenieurbüro hat mir zunächst eine Heizlast von 19.283W ausgerechnet. Nach meiner mutmaßlichen Verbesserung mit 20mm Holzfaser komme ich auf 15.382W. Das finde ich beachtlich für den Preis. Da lohnt es sich weiter zu überlegen. Oder?

    DAS ist entscheidenden Aussageteil. Zig Schichten mit fragwürdiger (höflich gesagt) "Verbesserung" und dann Innendämmung. Da gruselts mich


    Es hört sich so an als ob der TO es so oder so durchziehen will. Wir haben unser Bestes gegeben. Na dann... X/

    Ich bin in der Phase der Entscheidungsfindung. Ich plane eine Lösung für die nächsten 30 Jahre, mindestens. Da hole ich mir viele Meinungen ein und lasse auch nicht vorschnell von etwas ab. Genausowenig renne ich gleich einer Lösung nach. Im Moment recherchiere ich und denke auch mal unkonventionell. Das ist im Altbau aus meiner Erfahrung nun mal auch oft nötig, da eben auch zuvor alles nicht so normgerecht gemacht wurde wie man es gerne hätte. Ich bemühe mehrere Foren, ein Ingenieurbüro, einen Installateur und ziehe nun noch einen Energieberater (Dr.Dipl.Ing, nix Baumarkt) hinzu der uns damals die Sanierung begleitet hat. Ich schätze alle Aussagen hier sehr wert und werde über alles nachdenken und drüber schlafen. Und ja, wenn es Hand und Fuß hat ziehe ich es durch. Wenn nicht, lasse ich davon ab.

  • Natürlich würde ich gerne alles entkernen (lassen). Natürlich würde ich gerne ein tolles Wärmedämmverbundsystem aufbringen (lassen). Dann würde meine WP auch keine 48500€ kosten und 65°C Vorlauf benötigen (mit Veränderung der Heizkörper und meinem Dämmvorhaben komme ich auf 50°C VL). Natürlich hätte ich gerne länger Zeit als bis Ende August. Da muss ich nämlich unser Haus ausgeräumt und umgezogen haben. In ein bestmöglich renoviertes und energetisch saniertes Haus.Die funktionierende Gasheizung muss ich ja rausschmeißen. Warum ich das alles erzähle? Damit meine Rahmenbedingungen klar werden, warum ich Guerilla Lösungen im Bauexpertenforum abchecke. Könnte ich das nämlich anders lösen, würde ich jetzt mit Gewerken telefonieren.

    Ich hab die letzten 6 Jahre einen Altbau saniert, mit ganz viel KnowHow und Tipps aus genau solchen Foren. Es ist ein Segen, dass hier soviel Erfahrung und Austausch zusammentreffen können. Auch zwischen Laien und Experten.

    Mir fehlt halt einfach das Geld um das alles optimal zu machen. Wer die Immobilienpreise kennt und die energetische Situation 2025 wird das schon verstehen. In 10 Jahren baut Und renoviert wahrscheinlich nur noch die Oberschicht oder Konzerne...

  • Das finde ich beachtlich für den Preis.

    Die ersten paar "Watt" lassen sich relativ einfach einsparen.

    Eine Heizlast von 19kW ist selbst für einen Altbau relativ hoch, sofern wir nicht über ein größeres Haus sprechen.


    Dann würde meine WP auch keine 48500€ kosten und 65°C Vorlauf benötigen (mit Veränderung der Heizkörper und meinem Dämmvorhaben komme ich auf 50°C VL).

    Eine WP mit 65°C VL Temperatur, bzw. nach den Maßnahmen immer noch 50°C VL Temperatur, halte ich für keine so gute Idee. Das zieht den COP ganz schön in den Keller, und el. Strom ist ja auch nicht gerade billig. Evtl. kann man die HK weiter vergrößern (3 lagig sowieso) und/oder mit Gebläse unterstützen. Dadurch wird die Konvektion erhöht, die Strahlungsleistung ist bei solchen HK sowieso überschaubar, die dürfte bei vielleicht 10-20% liegen.


    Wandheizung wäre auch eine Möglichkeit um die Heizfäche zu vergrößern, aber das muss sich jemand anschauen bevor man dazu Ratschläge gibt.

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  • Was Du da verhast, ist keine Guerilla Lösung, das ist ein Selbstmordkommando :rb: Vor allem für die Immobilie

    Dafür habe ich ein offenes Ohr, bzw für die konkreten Argumente die das belegen. Ich ziehe das durchaus in Betracht. Nur habe ich jetzt noch kein No go entdeckt. Wenn jetzt das Ingenieurbüro mir einen Tauwasserausfall in der unkontrollierten Luftschicht errechnet - das wäre so ein Argument. Aber dass ich Flankendämmung berücksichtigen muss und die auch einbinden muss oder dass eine Außendämmung besser wäre, das ist für mich kein Ende der Geschichte.

    Bin ja selbst gespannt für was ich mich entscheide. Aber mal ehrlich, 20mm sind ja fast Tapete ;). Ist das wirklich so ein Selbstmordkommando? Ich hatte jetzt auch schon eine Aussage von nem Bauingenieur der das guten Gewissens so machen würde. Der meinte solange das bissel Luftschicht hinter der Rigips nicht hinterlüftet ist, passiert da nix. Auch das nehme ich mit auf, vertraue aber lieber auf ne professionelle Berechnung!

  • Es handelt sich um 230m2 Wohnfläche. Ob die Heizkörper dreilagig sind, werde ich erfragen. Sind Flächenheizkörper von Kermi geplant. Da die Heizkörperauslegung aus dem selben Ingenieurbüro kommt werden es wahrscheinlich passende sein.

    Ich habe auch ein Angebot für eine Fußbodenheizung angefragt. Man muss ja alles in Betracht ziehen. Aber da fliegen die 10.000er nur so durch die Luft. Was hab ich für Alternativen? Hybrid und auf Gas "pokern"? Pellet möchte ich nicht, da hab ich mir eine Ansicht gebildet. Ich hoffe die Kohle reicht am Schluss für Photovoltaik und Holzofen zum Anfangen des Winterfalls.

  • Der meinte solange das bissel Luftschicht hinter der Rigips nicht hinterlüftet ist, passiert da nix.

    Theoretisch ist das richtig, zumal die meiste Fläche durch den Kleber eine Luftzirkulation sperrt. ABER, bei solchen Wandaufbauten mit irgendwelchen Platten außen (Du schreibst von Asbestplatten, also vermutlich Eternit 60x30 o.ä.), kommt oftmals Luft durch Fehlstellen im Mauerwerk von außen nach innen hinter die Gipskartonplatten. Das kann niemand vorhersagen, man kann das aber mit einer Wärmebildkamera erkennen.


    Übrigens, GK Platten mit 20-30mm EPS darunter waren in den 1970er Jahren (Ölkrise) gängige Praxis.


    Bin ja selbst gespannt für was ich mich entscheide.

    Die richtige Lösung wurde ja schon genannt. Dir steht natürlich frei irgendwas zu basteln, und mit etwas Glück kann das auch die nächsten Jahrzehnte funktionieren. Dir sollte halt klar sein, dass das auf Deine Kappe geht, denn ruhigen Gewissens kann man das nicht empfehlen, es kann einfach zu viel schief gehen dabei.

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  • Wandheizung wäre auch eine Möglichkeit um die Heizfäche zu vergrößern, aber das muss sich jemand anschauen bevor man dazu Ratschläge gibt

    Was hab ich für Alternativen?

    Eine grundsätzlich ausreichende Raumhöhe vorausgesetzt, wie wäre es denn mit einer Deckenheizung in Form einer abgehängten als alternative zur Fußbodenheizung? Nach meiner laienhaften Kenntnis sollte die doch ähnlich effektiv mit einer Wärmepumpe funktionieren wie eine Fußbodenheizung, vom Einbau her aber deutlich günstiger sein?

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


    Rings um euch liegt die weite Welt: Ihr mögt euch einzäunen, aber euer Zaun wird sie nicht fern halten. (J.R.R. Tolkien, Derr Herr Der Ringe, Erster Teil: Die Gefährten)

  • Ich habe auch ein Angebot für eine Fußbodenheizung angefragt. Man muss ja alles in Betracht ziehen. Aber da fliegen die 10.000er nur so durch die Luft.

    Die FBH selbst ist sicherlich nicht teuer, aber das ganze drumherum. Im Bestand ist das nicht so einfach, denn man muss auch den gesamten Bodenaufbau betrachten, und am Ende muss man vielleicht noch Türen, Fenster, Treppen usw. ändern. Manche fräsen auch einfach in den Estrich und legen dort Rohre rein, doch bei Bj. 1958 würde ich unterstellen, dass es keinerlei Dämmung im Bodenaufbau gibt. Das wiederum bedeutet, dass man automatisch die Räume darunter mitheizt, das kostet Heizleistung die im eigentlichen Raum fehlt, und sorgt im Raum darunter für eine (wahrscheinlich) unerwünschte Beheizung.

    Bei einem Neubau oder einer umfangreichen Sanierung ist das easy, aber im Bestand ist das schnell sehr viel Aufwand (den man selbst erbringen muss, oder halt bezahlen muss).

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  • Die FBH selbst ist sicherlich nicht teuer, aber das ganze drumherum. Im Bestand ist das nicht so einfach, denn man muss auch den gesamten Bodenaufbau betrachten, und am Ende muss man vielleicht noch Türen, Fenster, Treppen usw. ändern. Manche fräsen auch einfach in den Estrich und legen dort Rohre rein, doch bei Bj. 1958 würde ich unterstellen, dass es keinerlei Dämmung im Bodenaufbau gibt. Das wiederum bedeutet, dass man automatisch die Räume darunter mitheizt, das kostet Heizleistung die im eigentlichen Raum fehlt, und sorgt im Raum darunter für eine (wahrscheinlich) unerwünschte Beheizung.

    Bei einem Neubau oder einer umfangreichen Sanierung ist das easy, aber im Bestand ist das schnell sehr viel Aufwand (den man selbst erbringen muss, oder halt bezahlen muss).

    Ganz genau meine Gedanken formuliert. Ich wollte halt mal wissen was es kostet.

  • Eine grundsätzlich ausreichende Raumhöhe vorausgesetzt, wie wäre es denn mit einer Deckenheizung in Form einer abgehängten als alternative zur Fußbodenheizung? Nach meiner laienhaften Kenntnis sollte die doch ähnlich effektiv mit einer Wärmepumpe funktionieren wie eine Fußbodenheizung, vom Einbau her aber deutlich günstiger sein?

    Hab ich noch nix von gehört, aber da Wärme nach oben steigt überzeugt mich das erstmal nicht schlagartig :). Ich gebe mir sehr viel Mühe bei der Dämmung der obersten Geschossdecke.... wenn ich die dann von unten beheize... Aber wie gesagt, manchmal führt auch eine unkonventionelle Idee zu was!

  • Eine grundsätzlich ausreichende Raumhöhe vorausgesetzt, wie wäre es denn mit einer Deckenheizung in Form einer abgehängten als alternative zur Fußbodenheizung? Nach meiner laienhaften Kenntnis sollte die doch ähnlich effektiv mit einer Wärmepumpe funktionieren wie eine Fußbodenheizung, vom Einbau her aber deutlich günstiger sein?

    Ja, grundsätzlich schon, aber die funktioniert nur bei vergleichsweise hohen Vorlauftemperaturen und ist dann

    1. gefühlt am Kopf unangenehm "heiss" und damit unbehaglich.
    2. führt aufgrund der erf. hohen Vorlauftemperaturen zu einem sehr ineffizienten Betrieb der WP

    Hab ich noch nix von gehört, aber da Wärme nach oben steigt überzeugt mich das erstmal nicht schlagartig :).

    Nein, nicht "Wärme" steigt nach oben, sondern in beweglichen Medien bewegen sich wärmere Moleküle aufgrund ihrer geringeren Dichte nach oben. Neben dieser Konvention spielt in Räumen aber auch die Wärmeübertragung durch Strahlung eine große Rolle (siehe Sonnenlicht). Diese funktioniert auch außerhalb des für Menschen sichtbaren Spektrums zwischen allen (!) Oberflächen (eine Raumes). Und deshalb funktionieren Fußboden-, Wand- und Deckenheizungen, alle aber mit unterschiedlichen Nachteilen. Die von von Fußbodenheizungen sind dabei am geringsten, weshalb diese so beliebt sind.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nach meiner Erfahrung sind geklebte, alte Rigips Platten relativ gut zu entfernen. Allemal besser und schneller wie das Zeug zu hinterspritzen. Ich wuerde wenigstens das alles wegmachen (Ist allerdings viel Muell) und dann, wenn es denn sein muss, mit der Innendaemmung ab Mauerwerk aufbauen. Dann weiss man was man hat, womit man rechnen muss und gewinnt 2-3 cm Raum. Je nachdem wie alt die sind fallen die schon bei geringer Belastung von der Wand, wenn man mal wo anfaengt. Waere nicht mein Untergrund der Wahl um neu aufzubauen. Schon mal geschaut ob nicht auch noch die 2cm Styropor hinten dran kleben? Dann kannst Du u.U. ganze Platten von Hand von der Wand abziehen!


    HK so gross wie moeglich waehlen, das kuckt sich weg....