Badezimmerboden

  • Hallo zusammen,


    wir möchten gerne einen Fußboden in einem kleinen Bad erneuern.

    Als Untergrund unter dem alten Boden sind Spanplatten verlegt, welche noch gut erhalten sind (sowie gerade).

    Unsere Idee war: Auf die Spanplatten XPS-Platten (2 cm) zu verlegen (mit Flexkleber) und darauf eine elektrische Fußbodenheizung bzw. Entkopplungsmatte.

    Darauf hätten wir mit Flexkleber die Fliesen geklebt.


    Jetzt die Frage: Sind die 2 cm XPS Platten zu weich dafür? Welche Alternative wäre ansonsten denkbar?

    Die Gesamtaufbauhöhe dürfen maximal 5 cm sein.


    Vielen Dank für eure Meinung! :)

    LG

  • Jetzt die Frage: Sind die 2 cm XPS Platten zu weich dafür?

    Nein, zu hart!


    XPS ist für Fußböden außer im Perimeterbereich bspw. unter Bodenplatten fast immer viel zu hart und zu teuer.

    Welche Alternative wäre ansonsten denkbar?

    Die Gesamtaufbauhöhe dürfen maximal 5 cm sein.

    Sinnvoller im Innenbereich sind Trockenestrichplatten mit aufkaschierter Faserdämmung.

    5 cm sind immer knapp, könnten aber gerade so ausreichen. Was genau passiert zwischen Oberkante Spanplatten und Oberkante Rohdecke / Bodenplatte? Kann da noch mehr herausgenommen werden?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • und darauf eine elektrische Fußbodenheizung

    Soll diese als vollwertige Heizung den Raum beheizen oder nur als Temperierung? Wie groß ist die Grundfläche des Badezimmers und die verfügbare Grundfläche für die Heizfläche?

    Was befindet sich unter dem Badezimmer?


    Es gibt Dünnschichtsysteme für wasserführende Heizflächen, deren Aufbauten erprobt sind. Wenn man sich hier an die Herstellervorgaben hält, hat man am Ende ein mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit langfristig schadenfreies und funktionierendes System. Ein typischer Aufbau wäre eine mehr oder weniger dünne/dicke Lage EPS, darauf die Systemplatten mit den FBH Rohren und eine Vergussmasse. Darauf dann ein Oberbelag, in Deinem Fall also die Fliesen. Voraussetzung ist ein tragfähiger Untergrund, aber das steht in den Verarbeitungs-/Planungsanleitungen.

    Ein wasserführendes System ist hinsichtlich Betriebskosten meist günstiger als eine elektrische Direktheizung, wobei das insbesondere bei einer Vollheizung den Geldbeutel belastet. Bei einer sporadisch genutzten Temperierung spielt das keine so große Rolle.


    Der Untergrund ist von zentraler Bedeutung, man solle also den kompletten Boden-/Deckenaufbau betrachten. Eine Lage Spanplatten sagt noch nicht viel aus. Bei den EPS Platten darauf achten, ob diese als DEO gekennzeichnet sind, dann müsste in den Datenblättern auch die Druckfestigkeit angegeben sein.

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