Attraktivität des Handwerkes - Ausbildung im Handwerk

  • Mein Großer hat das erste Jahr Gym in BY hinter sich. Zumindest da habe ich noch wenig gemerkt, dass nur auswendiglernen angesetzt wäre. Gerade in Natur und Technik haben sowohl Lehrer wie Lehrmittel übergreifendes Denken gefordert. Der Mathelehrplan hingegen ist chaotisch...
    Man merkt ( negativ) das G8. Die Stoffmenge ist atemberaubend. Mein Sohn ist wirklich weder dumm noch faul, aber das erste Jahr hat ihn gewaltig gefordert. Im zweiten Jahr kommt schon die zweite Fremdsprache-hui, da bin ich gespannt!


    Mein persönliches Lieblingsfach an der Uni war übrigens Technikphilosophie. Das gehört für mich absolut zum Studium dazu : weiträumiges, kreatives übergreifendes Denken. Ich fürchte, dass dies zu sehr im nunmehr verschulten Studium untergeht.

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  • Bei meinen Kindern läuft es genauso. Die haben alle schon mit einer PUK-Säge wie der Papa gesägt, mit dem Handbohrer begeistert Löcher gebohrt und Schrauben reingedreht oder neue selbst entworfene und gebaute Teile für die Holzeisenbahn geschmirgelt. Der IT-Job schließt bei uns auf jeden Fall handwerkliches Arbeiten in der Freizeit nicht aus, eher das Gegenteil ist der Fall.

    Dann frage ich mich, wieso du dem Handwerk so missgünstig gestimmt bist? So, dass du deinen Kindern es nicht empfehlen würdest. Liegst jetzt nur an der "miesen" Bezahlung und der körperlichen Arbeit?


    Du machst hier einen Denkfehler bei Deinem Vergleich. Wie alt ist der Geselle mit Abschluss, und wie alt der Akademiker? Ein Dachdecker mit Meisterbrief in der Tasche verdient mehr als Du angesetzt hast.

    Da liegst Du aber daneben, Ralf. Ein Dachdeckermeister im angestellten Verhältnis verdient auch nicht mehr als 3K Brutto. Tarifrechtlich mag das auf dem Papier anders aussehen in echt auf dem Lohnzettel sieht es dann ganz anders aus. Aber man muss als Meister ja nicht in das Angestelltenverhältnis oder geht halt in die Industrie. Fürs Arbeiten auf dem Bau braucht es keinen Meistertitel. Unter 18 Jahren macht es keinen Sinn Lehrlinge einzustellen. Womit sich dann Real und Hauptschule schon erledigt hätten. Sicherlich gibt es einen Altersunterschied, hinsichtlich der Entwicklung würde ich diesen aber nicht al zu hoch gewichten.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Dann frage ich mich, wieso du dem Handwerk so missgünstig gestimmt bist? So, dass du deinen Kindern es nicht empfehlen würdest. Liegst jetzt nur an der "miesen" Bezahlung und der körperlichen Arbeit?


    Missgünstig ist der falsche Ausdruck, ich habe großen Respekt für jemanden, der tagtäglich bei 36 Grad eine Autobahn asphaltiert oder im Nieselregen eine Baugrube aushebt.


    Es macht aber einen Unterschied, ob man mit handwerklichen Dingen seine Freizeit verbringt oder seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Ich habe beim Hausbau einige Paletten GK-Platten 2mx1,25m verbaut; das war anstrengend, es hat aber auch Spass gemacht zu sehen, wie aus dem nichts eine Wand entsteht.


    Ein Leben lang würde ich das aber ehrlich gesagt nicht machen wollen für 2,5k brutto im Monat, sofern ich mit 65 überhaupt dazu noch in der Lage wäre und dann mit kaputten Knien oder Rücken mit kleiner Rente über die Runde kommen muss. Wenn ich einen Beruf habe, der mich ausfüllt, mir doppelt so viel Gehalt im Monat bringt und der mich wahrscheinlich mit heileren Knochen in Rente gehen lässt, warum sollte ich mir dann nicht erhoffen, dass es meinen Kindern ebenso ergeht.


    So ziehmlich jeder unserer Handwerker auf der Baustelle hat irgendwann mal den Satz fallen gelassen "Wenn ich nochmal jung wäre, dann würde ich es so machen wie Du und länger zur Schule gehen und es hoffentlich etwas einfacher haben".

  • was mich auch sehr befremdet , ist die sicht vieler akademiker auf körperlich arbeitende menschen .
    weil du nicht in einem klimatisierten büro sitzt , sondern draussen im dreck wühlst , kann dein IQ nicht höher als der einer scheibe toastbrot sein ....



    dass es eine bewusste enscheidung sein kann , statt ein schlechter nullachtfünfzehnkonstrukteurmitgraduirung lieber ein richtig guter landschaftsgärtner zu werden ...... undenkbar .

    was du oftmals außer acht lässt,
    so ein titel ist echt, ein stückweit harte arbeit.
    (es mag mittlerweile aufgeweichter sein, bachelor...usw), aber trotzdem...


    mit IQ hat das nichts zu tun.
    die sitzen aber nicht alle, an Unis oder FH`s herum und
    drehen däumchen, genießen das studentenleben und
    lassen den lieben gott, einen guten mann sein....


    geschenkt bekommt man auch, 2016 nix.


    wenn ich jemanden als "niedriger" betrachte, weil er "im dreck wühlt",
    habe ich selbst ein problem im kopf, titel hin oder her.
    ---------- 11. September 2016, 07:25 ----------

    ich bin , so glaube ich wenigstens , einer von den früherwarallesbesser .
    als meine tochter vor ein paar jahren auf ihr abitur hinarbeitete (übrigens hervorragend bestanden) , war ich erschrocken , wie wenig allgemeinwissen ihr vermittelt wurde.

    ich halte mich nicht für eine mathe niete, auch in physik, chemie usw, nicht.....


    aber wenn meine tochter (8 klasse) manchmal ankommt, mit den hausaufgaben..... ich habe da eine
    frage.... sage ich sehr oft, lass mir 5 minuten zeit, ich muss darüber erst mal nachdenken.
    die antwort kann ich mir nicht aus dem ärmel schütteln.


    ging deine tochter in die baumschule?... :D

  • Kalle, ich wollte nur darauf hinweisen, dass ein Äpfel ver Birnen Vergleich nichts bringt. Ein Gesellenbrief im Alter von 18 oder 19 Jahren kann man nicht mit einem Hochschulabschluss im Alter von 23 oder 24 Jahren vergleichen.


    Selbstverständlich gibt es auch Unterschiede bei den Einkommen innerhalb des Handwerks und natürlich auch unter den Akademikern.
    Gehe mal mit einem bachelor für Informatik in den Staatsdienst, oder Sozialarbeit oder was weiß ich. Da erzielst Du vielleicht nach 20 Berufsjahren ein erträgliches Einkommen, aber bis dahin kannst du nur davon träumen.
    Es gibt gerade unter den Akademikern Berufe die sehr gut bezahlt werden, und Berufe in denen die Bezahlung sehr schlecht ist. Es gibt Berufe da hat man den Abschluss in 4 Jahren in der Tasche, und Berufsausbildungen die mit Fachausbildung etc. locker 10 Jahre dauern, bis man wirklich mal Geld verdient.
    Wie bereits geschrieben, spielen auch Region und Arbeitgeber eine Rolle. Die Gehaltsunterschiede können enorm sein, da geht es nicht nur um ein paar Hundert Euro.

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  • was du oftmals außer acht lässt,
    so ein titel ist echt, ein stückweit harte arbeit.

    ach , sach blos ......


    ich weiss wie eine FH von innen aussieht (und genau betrachtet befinde ich mich ich mich im 71sten urlaubssemester )


    undenkbar .
    für mich nicht...................


    und nicht , weil ich zu blöd gewesen wäre

    sage ich sehr oft, lass mir 5 minuten zeit, ich muss darüber erst mal nachdenken

    nachdenken musste ich dabei auch , weil ich ungenutztes wissen erstmal hervorkramen und mit neuinformatonen verknüpfen musste ..

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Und auch die Studiengänge sind vom Anspruch sehr unterschiedlich. Ich hab ne Abschlussarbeit in Soz-päd mal korrekturgelesen (ca.2004 oder so) da dachte ich mir, inhaltlich ok, sprachlich muss noch deutlich gearbeitet werden und zwar wirklich deutlich. Ich dachte mir, dass ne 3,5 angemessen wäre, mit Freundlichkeit ne 3,0 - wurde eine 1,0 . Ich war ehrlich geschockt!


    @R.B. : Wenn man doch mit 24 fertig wäre... Ich war 28. Meine Freundin fing mit 16 eine Ausbildung an ( Steuerbüro) war glaube ich mit 18 fertig und hat somit schon zarte 10 Jahre lang was verdient, während ich von meinen Eltern unterstützt wurde.


    Ich hatte auch gearbeitet: Büropraktika, Baustellenpraktika, HiWi an der Uni, etc. aber damit natürlich nicht zu vergleichen.

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  • @R.B. : Wenn man doch mit 24 fertig wäre...

    Ich war mit 24 fertig :D
    Mein Prof . meinte damals , dass ich unbedingt noch ein Studium anhängen sollte , denn ich wäre zu jung . Heute weiß ich , er hatte Recht . Die ersten Jahre als junger Ing. waren verdammt hart .


    Aber einen Dr. und Facharztausbildung hätte man in dieser Zeit nicht geschafft.

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  • Ich weiß nicht, ob ich noch mal einen Handwerksberuf( in meinem Fall Gas-,Wasser-Installateur) lernen würde. Meiner Meinung nach, sind die Löhne zumindest in Berlin lausig. Obwohl es definitiv am Interesse liegt, ob man sich in eine Fachrichtung weiterentwickelt, oder nicht. Aber gerade in den Bereichen, in denen etwas produktiv geschaffen wird, wird genau dieses nicht gewertschätzt( erst recht finanziell). Das Geld wird verdient, wo teoretische Dinge oder Geld hin und hergeschoben werden. Das meiste Geld in Deutschland wird mit Geld verdient. Und solange das so ist, wird sich die Atraktivität des Handwerks nicht steigern. Deshalb würde ich meine Kinder nicht unbedingt ermutigen ins Handwerk zu gehen.


    Das weitere Problem ist die Bildung in Deutschland ist die Bildung. Man schraubt die Anforderung in den Schulen so weit herunter (schon geschehen) das nichts Vernünftiges mehr heraus kommen kann. Zu sehen, an der Rechtschreibreform. Die Kinder haben es gefühlt" nicht mehr verstanden und deshalb hat man die Anforderungen reduziert.
    Früher gab es Sonderschulen. Die wurden größtenteils abgeschafft. Die ehemaligen Schüler auf die normalen Schulen verteilt und die Schüler dort an dieses geringere Lerntempo angepasst. Klasse Idee ?(  
    Also kommt das was heute vielleicht zum Vorstellungsgespräch erscheint kaum noch in Frage, weil denkbar schlechtes Interesse und Bildung. Aber woher soll die Bildung auch kommen, wenn man schon ab der ersten Klasse alles versemmelt. Damit meine ich das Schulsystem, der letzten 20 Jahre.

  • Zu sehen, an der Rechtschreibreform. Die Kinder haben es gefühlt" nicht mehr verstanden und deshalb hat man die Anforderungen reduziert.

    guter stichpunkt.


    in der grundschule durften die kinder (mehr oder weniger) schreiben
    wie es ihnen beliebt. auch mit dialekt, und so.


    da stehen einem die nackenhaare zu berge.
    aber das soll innovativ sein.


    auf der weiterführenden schule, muss man ihnen
    dann wieder mühsam beibringen, hochdeutsch zu schreiben.

  • Richtig. Die Schüler vor 20-25 Jahren waren einfach besser.


    Das wurde uns schon erzählt als ich in die Schule gegangen bin, und das ist schon ein paar Tage her.
    Vergleiche mal den Lernstoff von heute mit dem vor 20 oder 50 Jahren. Dir wird unweigerlich auffallen, dass der Stoff heute umfangreicher ist.

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  • In Deutschland möchte sich nach Wahlen jeder neue Kultusminister profilieren und die "Fehler" des Vorgängers ausmerzen. Daran wird sich nichts ändern und man muss mit der Situation leben. Aber motivierte Schüler können auch mit G8 klarkommen.


    Problem daran ist das "motiviert". Wenn die Generation Smartphone lieber im Unterricht ununterbrochen Whats-App-Nachrichten austauscht, was sie heute morgen zum Frühstück hatte, dann wird es natürlich schwer, dem gestrafften Unterricht zu folgen. Meine Frau ist Lehrerin und erlebt das täglich. Wenn man dann die Geräte einsammelt und zur Abholung durch die Eltern nach dem Unterricht im Sekretariat deponiert, kann man davon ausgehen, dass am nächsten Tag das Schreiben eines Anwalts eintrudelt, dass Schadensersatz fordert, weil das goldene IPhone durch das Einsammeln jetzt einen Defekt hat. Und was der Schule denn einfallen würde, das überhaupt zu tun, die Kinder müssen doch erreichbar sein.


    Von daher kann ja viel auf die Politik schimpfen, der Einfluss des einzelnen bleibt aber gering. So muss sich jeder an die eigene Nase fassen und das Beste aus der Situation machen.

  • Könnte ich so jetzt nicht unterschreiben, weder an der Grundschule, noch an der Förderschule.


    Wenn die Generation Smartphone lieber im Unterricht ununterbrochen Whats-App-Nachrichten austauscht, was sie heute morgen zum Frühstück hatte, dann wird es natürlich schwer, dem gestrafften Unterricht zu folgen. Meine Frau ist Lehrerin und erlebt das täglich. Wenn man dann die Geräte einsammelt und zur Abholung durch die Eltern nach dem Unterricht im Sekretariat deponiert, kann man davon ausgehen, dass am nächsten Tag das Schreiben eines Anwalts eintrudelt, dass Schadensersatz fordert, weil das goldene IPhone durch das Einsammeln jetzt einen Defekt hat. Und was der Schule denn einfallen würde, das überhaupt zu tun, die Kinder müssen doch erreichbar sein.

    Kenn ich so auch nicht. Es ist eindeutig klar und geregelt, dass Handys in der Schule nichts zu tun haben (also im Endeffekt auf lautlos oder sonstwas gestellt sind), sowohl im Unterricht wie auch in der Pause. Für Erreichbarkeit gibts das Sekretariat.

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  • Kenn ich so auch nicht. Es ist eindeutig klar und geregelt, dass Handys in der Schule nichts zu tun haben (also im Endeffekt auf lautlos oder sonstwas gestellt sind), sowohl im Unterricht wie auch in der Pause. Für Erreichbarkeit gibts das Sekretariat.

    So ist es auch geregelt. Es wird nur nicht durchgesetzt. Irgendwann hat man als Lehrer einfach keine Lust mehr, sich mit Eltern und Anwälten anzulegen. Teils wird sich da über Kontakte im Kultusministerium beschwert oder einem nach Schulschluß auf dem Parkplatz "aufgelauert" oder mal morgens um 6:30 unter der Privatnummer angerufen, um seinem Unmut mal lauthals Luft zu machen. Und teils sind die Lehrer auch nicht gerade das beste Vorbild, wenn sie selber in der Pause mit dem Gerät in der Hand tippend durch die Flure laufen.


    Von daher ist es dann irgendwann egal mit den Handys, soll doch jeder damit rumspielen. Diejenigen, die lernen wollen, machen das, die anderen kommen dann eine Woche vor den Zeugnissen mit der Frage, ob sie die Versetzung nicht doch noch mit einem Referat retten können.

  • Ok, das ist definitiv an dieser Schule anders. Das weiß ich einfach deswegen, weil ich dort ehrenamtlich die Bibliothek betreute und so etwas Einblick in den Schüleralltag hatte. Mein Sohn ist übrigens immer noch handylos (und das nicht als einziger in der Klasse, ca. 4 Kids verfügen immer noch nicht über ein Handy/Smartphone)

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  • naja, dass diese generation wischhandy süchtig ist,
    steht außer frage.


    aber handy und schule? kein problem.
    das wäre ja noch doller, wenn bei einer klassenarbeit,
    jeder im internet, nach antworten googeln würde. :D

  • Annette, Kind in der Schule ohne schmardfon? Mann, Du bist ja voll Steinzeit. :lol:


    Ich habe das auch so lange hinausgezögert wie es nur ging, aber irgendwann muss man kapitulieren. ;)

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  • Annette, Kind in der Schule ohne schmardfon? Mann, Du bist ja voll Steinzeit.

    Jo, und ich steh dazu! Ist ja nicht so, dass er Medien nicht nutzen dürfte, aber immer mit Zeitlimit. Gilt auch für Wii, Tablet, PC. Er darf machen, aber halbwegs kontrolliert. Handy hat er einfach deswegen nicht, weil der Bedarf nicht da ist. Die Schule ist 10 min entfernt, Hausaufgaben kann man per Anruf erfragen oder schnell zum besten Freund nebenan hinlaufen. Ich denke aber, dass der Wunsch noch nicht gar so dringend ist, weil der beste Freund auch keins hat und mein Sohn ohnehin nicht gar so ein Medienfreak ist.

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  • Es gibt Schulen, da bleibt das Smartphone aus oder draußen. Keine schlechte Regelung. Haben 3 von unseren Kindern überlebt.


    Das Schulniveau ist leider sehr unterschiedlich geworden. Es gibt Gymnasien die stellen höhere Anforderungen. Nur sind die Noten auch anstrengender. Wer siehts später? Das was mehr gelernt wurde ist dann eher persönliche Wahl oder Schicksal.


    Genauso unsere Hochschul Ausbildungen. Niveau Anforderungen von bis. Natürlich wirkt sich das auch auf Noten aus und den Aufwand, den man bereiben muss.


    Was von den Schulen kommt ins Studium - ist über die Jahre immer schlechter geworden. Dazu sind auch die Soft-skill immer schlechter. Vom Elternhaus immer weniger mitbekommen? Die Schulen selbst bringen weniger in dem Bereich.


    Hintergrund:
    Ich bin seit 30 Jahren in der Hochschulausbildung tätig. Die letzten 25 Jahre als Lehrbeauftrager - in der Architektenausbildung.


    2 Kids sind noch im Studium
    1 kid im letzten Jahr G8
    1 Kid hmm fertig oder nicht - ewige Diskussion, wann ist die Ausbildung zu Ende. 7 Jahre durchgezogen jetzt erst mal 3. Staatsexamen Medizin abgeschlossen, also offiziell Arzt. Aber nu geht's weiter mit Assistensarzt, Facharztausbildung. Da gehen noch ein paar finanziell nicht üpige Jahre ins land.


    3x Gymnasium, 1x Technisches Gymnasium mit abgeschlossener Berufsausbildung.
    allen stand frei, den Weg zu gehen den sie wollten.
    1x Legastheniker dabei, der sich aber für den Weg entschieden hat, auch wenn es teilweise sehr anstrengend und steinig war.


    Ich selbst komme aus Handwerkerfamilie, habe dann aber aus gesundheitlichen Gründen die akademische Laufbahn eingeschlagen. Wollte auch in den Holzbau, habe schon früh mitgearbeitet und dann als später Teenie: Stauballergie, Ausbildung abschließen war nix mehr.


    Alle in unserer Familie sind Bastler und Handwerker. Also Staub und Dreck - schreckten noch nie ab. Liegen regelmäßig unterm Auto. Der Jüngste hatte als Ferienjobs in einer Gärtnerei gearbeitet ...


    Letztendlich muss jeder mit seiner Wahl glücklich werden. Nix ist schlimmer als, ich musste weil

    Nachdenken kostet extra!

  • Anette, da lebst du aber auf einer paradiesischen insel.


    ich habe es so lange rausgezögert, wie es nur geht.
    würde ich in den kids, (auch deren freundinnen) heute ein altes Nokia
    ohne wisch und weg vorlegen, sie würden mir den vogel zeigen......


    damit kann man ja nur telefonieren....

  • in der grundschule durften die kinder (mehr oder weniger) schreibenwie es ihnen beliebt. auch mit dialekt, und so.


    da stehen einem die nackenhaare zu berge.aber das soll innovativ sein.


    auf der weiterführenden schule, muss man ihnen dann wieder mühsam beibringen, hochdeutsch zu schreiben.

    Die Methode, Kinder anfangs rein nach Gehör schreiben zu lassen ist für Erwachsene, denen vor dreissig Jahren noch sehr energisch eingebimst wurde, dass es nur richtig oder falsch gibt natürlich gewöhnungsdürftig. Schon am Ende der 3. Klasse ist nach meiner Beobachtung die Abweichung zum "richtigen" Schreiben gegenüber der früheren Methodik kaum bis nicht mehr erkennbar. Auch meine Texte aus dem 3. Schuljahr hatten einige deutliche Fehler. Mir scheint es in der Tat pädagogisch sinnvoller Lernanfängern schrittweise Erfolge zu vermitteln, als ständig Misserfolge" "Das ist falsch!"


    Die Rechtschreibreform von 1996 bedeutet tatsächlich Veränderungen und nicht alles ist wirklich logischer geworden als es vorher war, vieles aber schon. Die Rechtschreibreform wurde damals von allen deutschsprachigen Ländern (BRD, DDR, Österreich, Teile der Schweiz) in einer gemeinsamen Kommission über 15 Jahre zusammen entwickelt. Es ist also keineswegs ein Produkt dt. Germanisten, die damit ihren fehlenden pädagogischen Erfolg kaschieren wollten. Reformen sind immer schwer, das menschliche Beharrungsvermögen ist einfach seeeeeehr groß. (Alle benutzen heute die "neuen" fünfstelligen Postleitzahlen, die damals für den drohenden Verlust lokaler Identität in Städten und Gemeinden verantwortlich gemacht wurden, doch das nur nebenbei.)


    Wenn die Generation Smartphone lieber im Unterricht ununterbrochen Whats-App-Nachrichten austauscht, was sie heute morgen zum Frühstück hatte, dann wird es natürlich schwer, dem gestrafften Unterricht zu folgen. Meine Frau ist Lehrerin und erlebt das täglich. Wenn man dann die Geräte einsammelt und zur Abholung durch die Eltern nach dem Unterricht im Sekretariat deponiert, kann man davon ausgehen, dass am nächsten Tag das Schreiben eines Anwalts eintrudelt, dass Schadensersatz fordert, weil das goldene IPhone durch das Einsammeln jetzt einen Defekt hat. Und was der Schule denn einfallen würde, das überhaupt zu tun, die Kinder müssen doch erreichbar sein.

    Das deckt sich überhaupt nicht mit meiner Beobachtung als Teilzeitlehrer vor zwei Jahren: Es gibt in Grund- wie weiterführenden Schule klare Regeln für die Handnutzung im Unterricht, die diese durchweg verbieten und i.d.R. sogar in den Schulordnungen festgelegte drastische Sanktionen für die Nichteinhaltung. Wenn Lehrer dies nicht durchsetzen, liegt das Problem bei diesen und nicht bei den Schülern.


    Über das Verhalten anspruchsvoller heutiger Eltern und der Einsatz von Anwälten für die Lösung banaler nicht nur Schul-Probleme gibt es viel zu berichten, aber dies hat nun wirklich nichts mit den heutigen Schülern zu tun, sondern ausschließlich mit den Eltern. Und da sehe ich tatsächlich ein großes Problem. Und ich sehe auch den Zusammenhang zu Fragen wie der Handynutzung. Aber da geht das christliche Abendland dann nicht an der heutigen Jugend zugrunde, sondern an deren Eltern!
    ---------- 11. September 2016, 16:47 ----------
    eben zufällig noch in Wikipedia gefunden:

    Othon Neuen, beigeordneter Inspektor im Bildungsministerium, erklärte hierzu im August 2004, die neue Rechtschreibung werde von den Luxemburger Lehrern und Schülern wegen ihrer Vereinfachungen gut akzeptiert. Luxemburg habe jedoch als „nicht deutschsprachiges Land" leider kein Recht darauf, mit zu entscheiden, in welche Richtung es nun weitergehe.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Als Schule würde ich bei der Anmeldung der Schüler den Eltern eine Art Vertrag mit AGBs vor die Nase halten, die sie unterschreiben müssen und darin wären Handys auf dem Schulgelände verboten und basta. Da können dann die Anwälte kommen. Vertrag ist Vertrag und wem es nicht passt, kann sich ja eine andere Schule aussuchen.


    Aber im Prinzip ist ja jeder selbst für sich verantwortlich. Wenn man zum lernen zu blöd ist, bzw keinen Bock hat, dann versemmelt man sich seine Zukunft und landet bei Harz IV. Das sollte jedem bewusst sein. Eine Gesellschaft kann nicht nur aus hochgebildeten bestehen und wird es auch nie. Da das Abi immer weniger wert ist, wird es in Zukunft wohl so werden wie in den USA, wo man erst mal eine Chance bekommt, egal was auf dem Papier steht und wenn man was kann, OK, wenn nicht ist man schnell wieder auf der Straße. Das untergräbt auch unser bisheriges System, ist aber irgend wie doch ehrlicher. Es würde auch Hauptschülern wieder die gleichen Chancen bieten. Darauf müssen sich die Handwerker eben auch einstellen und nicht ständig meckern es würden keine speziell auf sie passende Lehrlinge mehr kommen. Statt Facharbeiter wird es in Zukunft mehr Angelernte geben. Auch so funktioniert es relativ gut, wie andere Länder es vorleben und beweisen. Wenn sich die Gesellschaft verändert, dann verändert sich auch das Ausbildungssystem.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ein Leben lang würde ich das aber ehrlich gesagt nicht machen wollen für 2,5k brutto im Monat, sofern ich mit 65 überhaupt dazu noch in der Lage wäre und dann mit kaputten Knien oder Rücken mit kleiner Rente über die Runde kommen muss. Wenn ich einen Beruf habe, der mich ausfüllt, mir doppelt so viel Gehalt im Monat bringt und der mich wahrscheinlich mit heileren Knochen in Rente gehen lässt, warum sollte ich mir dann nicht erhoffen, dass es meinen Kindern ebenso ergeht.

    Eben, nur die völlig gestörten tun sich das freiwillig an. Niemand sagt, dass man seinen Beruf bis an das Lebensende vollführen muss. Wäre das Bildungssystem nicht darauf aus die Durchlässigkeit zu forcieren sondern eher den am Lebensanfang zementierten Berufswunsch zu ändern, gäbe es sicherlich auch mehr Möglichkeiten. Ich habe das Thema erst mit meiner Frau durch, die wollte etwas anderes machen - als Erzieher hast du aber keine Chance, wenn du es nicht aus eigener Tasche finanziert bekommst. Unterstützung gibt es da nicht, eher noch Strafen von der ARGE. Obwohl man ja meint, nach STGB steht einem ein gewisser Anspruch zu, wenn man seiner Verpflichtung der Beitragszahlung regelmäßig nachgekommen ist.


    Es ist ja schön und gut, wenn man nach mehr Gehalt strebt und sicherlich auch toll wenn man es bekommt. Aber ist das einzig und allein das Lebensziel in seiner Berufslaufbahn? Sicherlich würde ich mich freuen, sollte mal der Fall eintreten und ich gehe mit 4k Netto nach hause. Kann mir tolle Luxusgüter leisten aber wenn ich das Materielle irgendwo runter kürze dann bleibt am Ende nicht viel davon übrig - was man wirklich zwingend benötigen würde. Klar wird man sich als HW keine 500.000 Euro Palast hinstellen können ohne ein Lebenlang abzuzahlen aber man kann halt auch viel selber machen und das geht meist über das DIY eines Hobbyheimwerkers hinaus. Das mag Geld technisch nicht unmittelbar aufzuwerten zu sein aber ist am Ende des Tages auch etwas wert.


    Schade ist halt, dass über dem Handwerk das Dogma der kaputten Knochen, der geringen Rente und andere negative Aspekte hängt. Im Büro hast halt irgendwann den Burn-Out, die Bandscheiben sind hin oder durch mangelnde Fitness und Ernährung gehts hin zur Adipositas. Sind jetzt auch keine erstrebenswerten Ziele. Genauso wenig erstrebenswert sind diese ganzen "Popokriecher" und dieses Förmliche. Ich glaube das macht einen mehr Gaga in der Birne als 8 Std. bei 35 Grad. Komischer Weise ist das aber nicht so verpönt. Wie Dreck, Staub und kaputte Knochen.


    Am Ende muss natürlich jeder selber entscheiden. Fraglich sind manchmal nur die Gründe. Warum bekommst es die Industrie hin, Gehälter angemessen zu verteilen und das Handwerk nicht? Sind alle Unternehmer im Handwerk raffgierige Typen, die sich die ganze Kohle einstecken?

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  • Das Beispiel USA hatte ich mir auch überlegt, da kommt es dann nicht mehr darauf an,was man gemacht hat, sondern "wo" und ob man was kann, ansonsten kommt man morgens in den Betrieb und kriegt noch 1h um seinen Schreibtisch aufzuräumen. Das würde aber bei den Deutschen mit ihrer Vollkaskomentalität ein riesiges Jammern auslösen.


    Ich kenne da einen Fall, Bachelor in BWL an einem Community College gemacht, heute Koch in einer Krankenhausküche.


    Nebenbei bemerkt, in den USA wird beim Bewerbungsgespräch nicht umsonst sehr genau danach gefragt, wo man studiert hat, welche Kurse usw.
    In Deutschland ist es bisher noch so, dass man einem Akademiker auch ein adäquates Fachwissen und Bildungsniveau unterstellt. Das könnte sich mit den Jahren auch noch ändern.
    ---------- 11. September 2016, 17:50 ----------
    Kalle, mit der Verteilung in der Industrie klappt es auch nicht immer, siehe Leiharbeit, Verlagerung von Arbeitsplätzen, und was es sonst noch so an Tricks gibt um die Lohnkosten zu senken.
    Ansonsten würde ich mir das so erklären, dass Industriebetriebe üblicherweise in andere Umsatzregionen unterwegs sind als Handwerksbetriebe, und dementsprechend bleibt auch mehr Rohertrag den man verteilen kann. Selbst wenn ich an einem Knopf nur 1,- € verdiene, macht das bei 10 Mio Knöpfe halt 10 Mio Euro.

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  • Ja klar Ralf. Aber sind so Dinge wie Nähe zum Mitarbeiter, zum Kollegenkreis nicht auch eher positiv zu gewichtenden Vorteile? Was nützt mir denn ein 1000 Mann starker Konzern, wo ich am Ende nur n Nummer bin und vielleicht meine "Abteilung" kenne? Ich finde dieses unpersönliche ziemlich schlimm. Ein Grund in keinem Handwerksbetrieb über 30 Mann anzufangen.


    Aber auch die Absatzpolitik/ Möglichkeit rechtfertigt ja nicht, dass du in Berlin z. B. gerade mal 12 Euro die Std. bekommst als Facharbeiter. Da kann ich es schon verstehen, dass keiner freiwillig sich das antun will - außer er hat seine Leidenschaft darin gefunden.

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  • Ich habe mein Praktikum in einem Großkonzern gemacht, danach auch meine Diplomarbeit bei einem anderen Großkonzern. Das waren lehrreiche Erfahrungen, und dann stand für mich fest, dass ich mir meine berufliche Zukunft etwas anders vorstelle. Vor meiner Selbständigkeit habe ich dann in einem Betrieb mit ca. 25 Mitarbeitern gearbeitet, und dann noch in einem Kleinbetrieb mit 6 Mitarbeitern. Alle Betriebe hatten Vor- und Nachteile.


    Mein Ziel war aber die Selbständigkeit, und das habe ich bis heute nicht bereut. Klar, es war nicht immer einfach, aber für mich hat es sich gelohnt, allein schon weil ich mit meiner Arbeit zufrieden war und bin. Über burnout mache ich mir keine Sorgen, selbst wenn ich mal 14 h und mehr im Betrieb verbringe, denn ich bin mir sicher, dass burnout weniger mit der Arbeitsbelastung zu tun hat, sondern primär eine Folge der Unzufriedenheit ist.

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  • Die Methode, Kinder anfangs rein nach Gehör schreiben zu lassen ist für Erwachsene, denen vor dreissig Jahren noch sehr energisch eingebimst wurde, dass es nur richtig oder falsch gibt natürlich gewöhnungsdürftig.

    die logik erschließt sich mir absolut nicht, kinder nach dem
    gehör schreiben zu lassen. jahre später muß man es wieder ausbügeln,
    auf den weiterführenden schulen.


    dort wird dann nicht nach dem gehör geschrieben, sondern hoch/schriftdeutsch.
    da gibt es dann nur richtig oder falsch.


    ist es der versuch, sie in den ersten schuljahren, in watte zu packen?
    der schuß ist nach hinten losgegangen, meiner meinung nach.

  • Ziel, Ralf, kann es aber nicht sein, dass sich alle Selbstständig machen. Okay, wenn Leute gute Konzepte entwickeln dann mag es Sinn machen. Aber nur damit der 200ste Dachdeckerbetrieb oder weiß der Geier aufmacht braucht man keinen Meister. Der soll ja irgendwo noch "Qualitätssiegel" sein, bei etlichen Insolvenzen ist das aber eben gerade aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht der Fall. Ich sehe es ja aktuell im Kurs. Da muss man mal 3 Bücher beherrschen und schon geht die Quote in den Keller. (Wir reden hier von simplen Buchungssätzen, Rentabilitäten, Prozent/Dreisatz - nix Raketenwissenschaft) Aber auch da haben wir den Faktor, Hauptsache genug im Jahr die den Markt überschwemmen.


    Ich weiß nicht wie es bei anderen Gewerken aussieht - aber im Dachdeckerhandwerk ist die Fortbildung nicht mit dem Meister zu Ende. Da ginge theoretisch noch mehr. Erfolg braucht in der Regel aber kein Titel, das geht meist auch ohne - denke ich. Ich mache meinen Meister nicht mit dem Ziel einen Betrieb zu eröffnen, eher als nötige Qualifikation weiterführend darauf aufbauen zu können. Wunschvorstellung wäre später mit Wissen Geld zu verdienen, als mit anstrengender körperlicher Aktivität. Erstes geht aber nicht ohne letzteres. Eines bedingt das Andere, meiner Meinung nach. Dennoch ein kalkulierbares Wagnis was man eingehen könnte - wenn man am Start seiner Berufslaufbahn steht.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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